Martin Liechti ist wieder im Geschäft
Aktualisiert am 05.08.2010 6 Kommentare
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Martin Liechti ist wieder im Geschäft: Wie das Finanzportal «Finews» heute berichtet, hat der einstige Leiter des Vermögensverwaltungsgeschäfts der UBS in den USA in Zürich zusammen mit einem Partner das Unternehmen Parkside Advisors GmbH gegründet. Laut der noch unfertigen Homepage und einem Eintrag im Schweizerischen Handelsamtsblatt bietet die Firma Beratungsdienstleistungen in den Bereichen strategisches Management und Unternehmensentwicklung an, sowie das Coaching von Führungskräften.
Das Startkapital der GmbH beträgt 20'000 Franken. Die Firma will laut dem Eintrag auch Finanzierungen für eigene oder fremde Rechnung vornehmen. Bereits im April hat der «Sonntagsblick» vermeldet, dass Liechti seit November 2009 als Verwaltungsrat der Architekturfirma rd2b amtet, wofür er allerdings kein Honorar beziehe.
Der einstige Chef von Bradley Birkenfeld
Im Vermögensverwaltungsgeschäft in den USA, das von Liechti geführt wurde, hat die Beihilfe zur Steuerhinterziehung stattgefunden. Liechti war auch unmittelbarer Vorgesetzter von Bradley Birkenfeld. Dieser hat die Vergehen gestanden und sitzt dafür hinter Gitter. Das kriminelle Verhalten der damaligen UBS-Kundenberater in den USA hat zu den schweren Verstimmungen in den Beziehungen der Schweiz zur USA geführt und zum Ende des Schweizer Bankgeheimnisses, wie es zuvor ausgelegt wurde.
Liechti selbst wurde im Frühjahr 2008 auf der Durchreise in den USA von den amerikanischen Behörden mehrere Monate lang mit einer elektronischen Fussfessel festgehalten, dann aber wieder auf freien Fuss gesetzt, und er konnte in die Schweiz zurückkehren. Für die Amerikaner galt er als Kronzeuge für ein späteres Gerichtsverfahren gegen die UBS. Allerdings bleibt geheim, was er den dortigen Justizbehörden gesagt hat.
Verweigerte Aussage vor dem Senatsausschuss
Mitte Juli 2008 – noch vor seiner Freilassung – wurde er auch vor einen US-Senatsausschuss vorgeladen. Das Bild, wie der Schweizer dort seinen Schwur abgelegt hat, fand damals grosse Beachtung. Liechti verweigerte allerdings vor den Senatoren die Aussage.
(mdm)
Erstellt: 05.08.2010, 17:15 Uhr
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6 Kommentare
Der Mann hat seine Tätigkeit in die Schweiz verlegt. In Sachen Unterstützung für Steuerhinterieher verfügt er über fundiertes Wissen und viel Praxis. Auch in der Schweiz existiert dafür ein Markt, Bankgeheimnis sei dank. Sicher wird er mit senem Leistungsausweis in kurzer Zeit einen beachtlichen Kundenstamm aufbauen. Antworten
Zwischenzeitlich haben unsere vorrausschauenden Politiker ja greifende Finanzregulierungen vorgenommen. Er darf, wie jeder andere in diesem Land, etwas neues aufbauen, solange kein Recht verletzt wird. Er hat sich ja offenbar nichts zuschulden kommen lassen, sonst wären unsere Behörden ja aktiv geworden, wir sind doch hier ein Rechts-Staat ! Antworten





Fritz Kunz
Als ehemaliger UBS Mitarbeiter hatte ich das "Vergnügen" mit Mr Liechti zusammenarbeiten..... Hoffentlich hat er aus seinen Fehlern gelernt.... Antworten