Wirtschaft

«Man hätte Griechenland schon lange fallen lassen müssen»

Aktualisiert am 05.12.2011 37 Kommentare

Deutliche Worte vom Chefökonomen des Dachverbands der Schweizer Wirtschaft: Ohne Rückkehr zur Drachme werde es sehr schwierig für Griechenland, aus eigener Kraft zu überleben.

«Die Eurokrise ist ein längerfristiges Phänomen»:Der Chefökonom von Economiesuisse, Rudolf Minsch, im Videointerview. (Video: Keystone)

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«Man hätte Griechenland schon lange fallen lassen müssen», sagt Rudolf Minsch, der Chefökonom von Economiesuisse, im Interview mit der Agentur Keystone. Griechenland habe kein Liquiditäts-, sondern ein Solvenzproblem. Gibt man dem Land Geld, verschiebe man das Problem nur, ohne es zu lösen.

«Aus ökonomischer Perspektive wäre es die beste Lösung, Griechenland in Konkurs gehen zu lassen», sagt der oberste Ökonom des Dachverbandes der Schweizer Wirtschaft. Der Konkurs sei de facto ohnehin schon eingetreten. Gleichzeitig müsste man eine gute Brandmauer um Italien bauen, ist Minsch überzeugt.

Entscheidendes Italien

Denn ganz entscheidend sei, ob Italien aus dem Strudel herausgehalten werden könne. Italien sei «too big to rescue» (zu gross, um es zu retten). Die Staatsschuld von 1900 Milliarden Euro könne auch Deutschland nicht zusätzlich schultern.

«Die Eurokrise ist ein längerfristiges Phänomen», sagt Minsch weiter. Über viele Jahre seien zu viele Schulden gemacht worden. Es dauere deshalb auch lange, um die Schulden abzubauen. «Es ist eine Herkulesaufgabe für die Politik, die bisher nicht mit Lösungen geglänzt hat.» (rub)

Erstellt: 05.12.2011, 20:12 Uhr

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37 Kommentare

Werren Dan

05.12.2011, 21:26 Uhr
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Ein sehr seriöses und ehrliches Wort des Vertreters der Economiesuisse !! Genau das gleiche wird Economiesuisse sagen wenn alle unsere Sozialkassen indirekt von Economiesuisse geplündert sind.... wenn wir das Geld haben lassen wir die Leute fallen !!! BITTE AUFWACHEN !! Die Vertreter von Economiesuisse Geld für die eigene Tasche... PUNKT SCHLUSS !! Antworten


stefan schneider

05.12.2011, 21:51 Uhr
Melden 37 Empfehlung 0

wo war der "Chefökonomen des Dachverbands der Schweizer Wirtschaft" als die ubs am abserbeln war? komisch, dass man ein land in den bankrott laufen lässt, aber eine bank mit steuermilliarden über wasser hält. waren wohl alles pfeiffen als es darum ging, die griechen in den euroraum aufzunehmen. ich denke grichenland hatte vor dem euro schon mächtige probleme nur wollte das niemand wissen. Antworten



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