Wirtschaft

Job-Maschine Schweiz auf Hochtouren

Aktualisiert am 12.12.2011 16 Kommentare

Der Arbeitsmarkt ist jüngst rasant gewachsen. Gut vier Millionen Menschen gehen mittlerweile in der Schweiz einer Arbeit nach. Nun zeichnet sich eine leichte Trendwende ab.

Bei den offenen Stellen war ein leichter Rückgang zu verzeichnen: Arbeitssuchender auf dem RAV. (Archivbild)

Bei den offenen Stellen war ein leichter Rückgang zu verzeichnen: Arbeitssuchender auf dem RAV. (Archivbild)
Bild: Keystone

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Die Beschäftigung in der Schweiz ist im dritten Quartal 2011 im Vergleich zur Vorjahresperiode deutlich gestiegen. Das weist das Bundesamt für Statistik in seinem Beschäftigungsbarometer aus. Die Aussichten für den Arbeitsmarkt verschlechterten sich indes leicht und auch die Zahl der offenen Stellen war rückläufig.

Der Rückgang um 0,3 Prozent bei den offenen Stellen und um 0,9 Prozent bei den Beschäftigungsaussichten war der erste seit rund zwei Jahren. Er zeigt eine Trendwende an. Die Beschäftigung dürfte sich trotz dieser Anzeichen im vierten Quartal aber auf dem gleichen Niveau halten, prophezeit das Amt am Montag.

40'000 neue Vollzeitstellen

Insgesamt gingen im dritten Quartal in der Schweiz 4,047 Millionen Menschen einer Beschäftigung nach. Gegenüber dem Vorjahresquartal sind das 0,7 Prozent mehr. Gewerbe und Industrie verzeichneten einen Zuwachs um 1 Prozent, die Zahl der in Dienstleistungssektor Beschäftigten wuchs um 0,7 Prozent.

Auf Vollzeitstellen umgerechnet erreichte das Beschäftigungsvolumen 3,433 Millionen, 40'000 mehr als vor Jahresfrist. Saisonbereinigt zeigt sich allerdings im Vergleich zum zweiten Quartal 2011 mit einem Wachstum von noch 0,1 Prozent eine Stagnation der Gesamtbeschäftigung.

Uhrenindustrie und Gesundheitswesen legen zu

Trotz Rückgang bei den offenen Stellen und den Beschäftigungsaussichten bekundeten Unternehmen beim Rekrutieren von Fachkräften erneut grössere Schwierigkeiten als im Vorjahr. 33 Prozent der Unternehmen gaben in der Umfrage des BFS Anwerbungsprobleme an, ein Plus von 2,5 Prozentpunkten.

Im Gewerbe- und Industriesektor zeigten ein Viertel der Branchen im Jahresvergleich eine negative Entwicklung. In absoluten Zahlen waren aber weder die positiven noch die negativen Veränderungen sehr ausgeprägt. Ausnahme bildet die Uhren- und Datenverarbeitungsgerätehersteller mit einem Beschäftigungswachstum von 5 Prozent.

Im Dienstleistungsbereich verzeichneten das Gastgewerbe (- 4,6 Prozent) und der Detailhandel (-1,9 Prozent) Rückgänge in der Beschäftigung. Das Gesundheitswesen legte hingen um 3,9 Prozent zu und verzeichnete gleichzeitig mit 11'000 zusätzlichen Beschäftigten die grösste Zunahme in absoluten Zahlen innert eines Jahres.

Genferseeregion als Beschäftigungsmagnet

Bezogen auf die Regionen schwang die Genferseeregion mit einem Plus von 2,2 Prozent deutlich obenaus. Auch im Espace Mittelland ( 1 Prozent), in Zürich ( 0,7 Prozent), in der Nordwestschweiz ( 0,3 Prozent) und in der Ostschweiz ( 0,3 Prozent) stieg die Beschäftigtenzahl leicht an. Im Tessin stagnierte sie hingegen und in der Zentralschweiz ging sie um 1 Prozent zurück.

Die Zahl der offenen Stellen sank im Jahresvergleich geringfügig um 0,3 Prozent. In Industrie und Gewerbe nahm sie um 3,3 Prozent zu, bei den Dienstleistungen sank sie um 1,6 Prozent.

Im Vergleich zum zweiten Quartal 2011 sank die Zahl hingegen im sekundären Sektor saisonbereinigt um 11 Prozent, im tertiären um 3,3 Prozent. Der Anteil offener Stellen lag im sekundären Sektor bei 1,3 und im tertiären bei 1,2 Prozent. (ami/sda)

Erstellt: 12.12.2011, 10:35 Uhr

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16 Kommentare

Alois Leimgruber

12.12.2011, 10:17 Uhr
Melden 44 Empfehlung

Trotzdem haben wir immer mehr Arbeitslose und Ausgesteuerte ! Antworten


Andreas Meier

12.12.2011, 11:18 Uhr
Melden 43 Empfehlung

Was das SECO nicht sagt, die Löhne sinken wegen der extremen Einwanderung in vielen Branchen auf breiter Front und zahlreiche Schweizer die über 45 jährig sind, werden in die Sozialwerke abgeschoben - am Schluss ausgesteuert! Ich frage mich, wie lange der soziale Friede zwischen Einheimischen und Eingewanderten noch hält..?!? Antworten



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