Wirtschaft

Jeder zweite griechische Jugendliche hat keinen Job

Aktualisiert am 10.05.2012 14 Kommentare

Die Zahlen sind dramatisch: In Griechenland haben über eine Million Menschen keine Arbeit. Die Arbeitslosenrate ist im Februar auf 21,7 Prozent gestiegen.

Grassierende Armut: Suppenküche in Athen, 24. April 2012.

Grassierende Armut: Suppenküche in Athen, 24. April 2012.
Bild: Reuters

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Die Arbeitslosigkeit in Griechenland ist auf einen neuen Rekord gestiegen. Insgesamt waren 1,1 Millionen Griechen im Februar ohne Arbeit, wie Daten des griechischen Statistikamtes zeigen. Das sind 42 Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor. Jeder fünfte Grieche – unter den Jugendlichen sogar jeder zweite – hat mittlerweile kein geregeltes Einkommen mehr. Die Arbeitslosenrate kletterte auf 21,7 Prozent von 21,3 Prozent im Januar.

Um die Neuverschuldung zu drücken und im Gegenzug für internationale Milliardenhilfen hat die Regierung Ausgaben gekürzt, Staatsbedienstete entlassen und Steuern erhöht. Die Zahl der Erwerbstätigen ging im Februar im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozent zurück und fiel mit 3,87 Millionen auf ein Rekordtief.

Desolate Lage in Athen

Besonders in den grossen Städten des Landes, allen voran in der Hauptstadt Athen ist die Lage desolat. In Folge liefen die Griechen bei den Wahlen am Sonntag zu den sparkritischen Parteien über.

Die Regierungsbildung gestaltet sich aber extrem schwierig. Derzeit versucht sich der Chef der sozialistischen Pasok daran. Sollte auch Evangelos Venizelos wie seine Vorgänger von den Konservativen und das Linksbündnis scheitern, stehen Neuwahlen an. (bru/sda)

Erstellt: 10.05.2012, 13:11 Uhr

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14 Kommentare

max meier

10.05.2012, 14:46 Uhr
Melden 13 Empfehlung 0

Dies tut mir für jeden Bürger in Griechenland sehr leid. Nur was wird passieren? Bald stehen auch diese jungen Menschen als Flüchtlinge in der Schweiz und wollen aus unserem Sozialtopf bedient werden! Ich höre jetzt schon unsere Superpolitiker: "Ist ja alles nicht schlimm, die gehen bald wieder" - eine Fehleinschätzung wie schon die letzten 20 Jahre gemacht. Hier bahnt sich das nächste Drama an! Antworten


Sacha Meier

10.05.2012, 16:53 Uhr
Melden 10 Empfehlung 0

So brutal es auch klingen mag, aber Arbeitslosenzahlen von 25...50% werden bald im ganzen Westen die Regel sein, nachdem China seinen Binnenmarkt soweit entwickelt haben wird, dass die dort produzierten Güter nicht mehr in den Export gehen [Quelle: 5-Jahresplan 2011...15] und Energie zu teuer wird. Die gute Nachricht ist, unser Niedergang wird sich über Jahrhunderte erstrecken - wie im alten Rom. Antworten



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