Italienische Zinsen sinken drastisch
Aktualisiert am 28.12.2011 27 Kommentare
Frankreich verringert Staatsschulden
Frankreich hat seine Staatsverschuldung im dritten Quartal im Vergleich zu Ende Juni um 3,6 Milliarden Euro auf knapp 1,7 Billionen Euro verringert. Das entspricht 85,3 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP). Dies teilte das Statistikamt Insee heute mit. Die Regierung rechnet damit, dass der Schuldenanteil zum Jahresende auf 84,9 Prozent des BIP zurückgeht. (sda)
Dossiers
Artikel zum Thema
- Konsumentenstimmung in Italien fällt auf tiefsten Stand seit 1996
- Italien refinanziert sich zu etwas niedrigeren Zinsen
- Italien will kein Steuerabkommen mit der Schweiz
- US-Finanzminister Geithner verspricht Italien Hilfe
- Berner Läden leiden unter schwachem Euro
- Gewerkschaften fordern Euro-Untergrenze
Stichworte
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
Italien hat problemlos frisches Geld zu günstigen Konditionen bei Anlegern eingesammelt. Die Auktion einer Anleihe mit sechsmonatiger Laufzeit spülte neun Milliarden Euro in die Staatskassen, wie das Finanzministerium heute mitteilte.
Der durchschnittliche Zins lag mit 3,251 Prozent nur noch halb so hoch wie Ende November. Damals wurde mit 6,5 Prozent der höchste Zins seit Einführung des Euro fällig.
Trotz der deutlich niedrigeren Rendite war die Nachfrage gut: Der Staat hätte auch 15,2 Milliarden Euro einnehmen können, so hoch waren die Angebote der Investoren. Die Auktion war damit 1,7-fach überzeichnet, einen Monat zuvor dagegen nur 1,5-fach. Weitere 1,733 Milliarden Euro brachte die Versteigerung zweijähriger Anleihen. Hier fiel der Zins von 7,8 auf 4,85 Prozent. Die Börse in Mailand reagierte mit Kursgewinnen.
Grosszügige EZB
Die Versteigerung war die erste nach der grosszügigen Kreditvergabe der Europäischen Zentralbank (EZB). Diese hatte den europäischen Geschäftsbanken am 21. Dezember 490 Milliarden Euro für bis zu drei Jahre geliehen - und das zu niedrigen Zinsen.
Monti hatte im November den früheren italienischen Regierungschef Silvio Berlusconi abgelöst. Sein vor wenigen Tagen verabschiedetes Sparpaket mit einem Volumen von etwa 20 Milliarden Euro sieht unter anderem eine Anhebung des Renteneintrittsalters, eine Erhöhung der Immobiliensteuer, die Einführung einer Luxussteuer sowie Massnahmen gegen Steuerflucht vor. Vorgesehen ist ausserdem eine Erhöhung der Mehrwertsteuer. Die Staatsverschuldung Italiens liegt bei rund 120 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts.
(kle/sda)
Erstellt: 28.12.2011, 12:21 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
27 Kommentare
Tut mir wirklich leid für alle EU-Hasser. Die EU wird also doch überleben und mit ihr der Euro... Jaja, ich weiss, das ist wenig sachlich was ich schreibe. Aber ich gönne mir jetzt halt auch mal eine Flasche Schadenfreude nachdem die EU Gegner immer wieder ihre dummen Floskeln zum besten gaben. Antworten
Liebe Leute, tolle Schlagzeile ! Aber warum seht ihr nicht richtig hin und bemerkt dass es sich um 6 Monatige Anleihen handelt. Die normalen 3 bis 10 Jährigen sind nach wie vor bei 7%. Warum versucht man immer das Volk für blöd zu verkaufen? oder warum lässt sich das Volk für blöd verkaufen. Die 7% bedeuten nämlich dass das Vertrauen gar nicht gestiegen ist. Antworten
Wirtschaft
Online-Wettbewerb
Jetzt mitmachen!: Gewinnen Sie einen Abend als Statist bei den Tellspielen Interlaken!
Live @ Sunset
11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!

Bitte warten

