Goldpreis auf Rekordhöhe
Der Goldpreis erreicht immer neue Höchststände: In Hongkong kostete die Feinunze am Freitag zeitweise über 1280 Dollar. In Zeiten der Wirtschaftskrise wird Gold oft als sichere Anlage beworben. Gold gilt als krisenfeste Anlage, da es von einer Geldentwertung nicht betroffen ist. Auch Privatanleger steigen teils auf Gold um. Das Edelmetall kann aber auch an Wert verlieren. Zudem werfen Anlagen in Gold keine Zinsen wie etwa Sparkonten ab. Bei der Investition in Gold sind einige Dinge zu beachten. Wie wird Gold gehandelt?
Das Metall wird pro Feinunze berechnet, die 31,1035 Gramm entspricht. Der Preis wird teils durch die Nachfrage nach echtem Gold bestimmt, das die Schmuckbranche oder die Halbleiterindustrie benötigen. Allerdings koppelt sich der Preis auch oft davon ab und richtet sich nach den Finanzmärkten. Hier orientiert er sich daran, wie viele Anleger den Kauf von Gold als rentabler ansehen als die Anlage in Aktien oder anderen Papieren.
- In welcher Form kann ich Gold kaufen?
- Wird Gold nur in Dollar gehandelt?
- Wo kann ich Gold kaufen und verkaufen?
- Fallen beim Kauf auch Gebühren an?
- Muss ich Gold versteuern?
- Ist Gold wirklich eine sichere Anlage?
Gold kann in physischer Form als Münze oder Barren gekauft werden. Es gibt aber auch Zertifikate, Optionsscheine, Fonds oder andere Wertpapiere, die den Goldpreis abbilden oder sich an ihm orientieren. Sie erlauben teils auch, auf einen fallenden Goldpreis zu wetten. Ausserdem kann auch über Aktien von Goldminen oder Bergbau-Unternehmen indirekt am Goldpreis verdient werden.
Ja. Das heisst auch, dass Anleger nicht nur auf den Goldpreis schauen sollten. Ein steigender Goldpreis kann durch einen fallenden Dollar-Kurs aufgefressen werden.
Physisches Gold handeln die Banken, aber auch private Unternehmen, die sich auf den Goldmarkt spezialisiert haben. Goldpapiere können generell dort erworben und verkauft werden, wo auch andere Wertpapiere erhältlich sind.
Beim Kauf von Gold muss ein Aufschlag auf den Kurs gezahlt werden, so dass der Ankaufspreis stets über dem Verkaufspreis liegt. Je kleiner die gekaufte Menge, desto grösser ist dieser Aufschlag. Und: Bei Barren ist der Aufschlag meist grösser als bei Münzen. Bei den Münzen richtet sich der Preis aber auch nach dem Sammlerwert, nicht nur nach dem Goldpreis. Bei Goldpapieren fällt - wie bei Wertpapieren üblich - ein Ausgabeaufschlag von bis zu fünf Prozent an.
Barren und Münzen müssen in Deutschland weder beim Kauf noch beim Verkauf versteuert werden. Für Gold-Wertpapiere gilt dies nicht. Sie werden wie Aktien behandelt. So fallen etwa beim Verkauf von Gold-Zertifikaten 25 Prozent Abgeltungssteuer auf die Gewinne an.
Ja und nein. Einerseits ist die Menge an Gold auf der Welt begrenzt, weil kaum noch neue Vorkommen erschlossen werden. Deshalb dürfte es immer Nachfrage nach dem Metall geben und Gold wohl immer etwas wert sein. Allerdings zeigen die vergangenen Jahrzehnte, dass es zu heftigen Preisschwankungen kommen kann und damit auch herbe Verluste drohen. Das Vermögen von Anlegern wächst nur, wenn der Goldkurs steigt - laufende jährliche Zinsen wie bei anderen Anlagen gibt es nicht. Anleger sollten deswegen im Hinterkopf behalten, dass sich der Goldpreis schon auf historischen Höhen bewegt und womöglich nicht weiter steigt. (ske/sda/AFP)
Erstellt: 17.09.2010, 09:41 Uhr
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