Wirtschaft

Gewinner und Verlierer der Schweizer Industrie

Aktualisiert am 04.10.2012 6 Kommentare

Wieder einmal gute Nachrichten von der Schweizer Industrie: Sie verzeichnet im zweiten Quartal insgesamt ein Produktions- und Umsatzplus. Zwischen den Branchen klaffen jedoch grosse Unterschiede.


Uhren und Pharma schwingen oben aus, die Maschinenindustrie verzeichnet einen starken Rückgang: Ein Mitarbeiter der GF AgieCharmilles AG in Nidau beim Einstellen von Führungsschienen. (Archivbild) (Bild: Keystone )

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Die Schweizer Industrie hat im zweiten Quartal ihre Produktion laut Angaben des Bundesamts für Statistik (BFS) um 4,6 Prozent ausgeweitet. Zurückzuführen ist dies aber einzig auf den deutlich höheren Produktionsausstoss der Pharmaindustrie und der Uhrenhersteller.

Deren Produktionsmengen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um satte 17,8 Prozent respektive um 13,6 Prozent. Herbe Produktionseinbussen verzeichneten dagegen andere Branchen. Mit einem Produktionsrückgang um 13,2 Prozent musste sie der angespannten Situation in den ausländischen Absatzmärkten und dem starken Franken Tribut zollen.

Im Gegensatz zum ersten Quartal, als zwar die Produktionsmenge der Schweizer Industrie stieg, deren Umsätze aber rückläufig waren, weist die Statistik für die Periode von April bis Juni auch ein Umsatzplus aus. Mit 3,3 Prozent fiel dieses aber geringer aus als der Produktionsanstieg.

Maschinenindustrie leidet

Dass der Umsatzrückgang bei der Maschinenindustrie (-15,1 Prozent) noch ausgeprägter ausfiel als der Produktionsrückgang, ist ein Zeichen dafür, dass die Maschinenindustrie mit sinkenden Preisen zu kämpfen hat.

Über alle Branchen gesehen ging bei der Schweizer Industrie im zweiten Quartal der Auftragseingang um 1,1 Prozent zurück. Der Auftragsbestand lag Ende Juni 1,9 Prozent höher als ein Jahr davor.

Eine deutliche Produktions- und Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr verzeichneten im zweiten Quartal die Energieproduzenten (+15,7 Prozent respektive +16,8 Prozent). (rbi/sda)

Erstellt: 04.10.2012, 10:12 Uhr

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6 Kommentare

Eugen Fischer

04.10.2012, 11:55 Uhr
Melden 8 Empfehlung 3

Pharma und Energie sind eigentlich gesehen keine Dienstleiungsunternehmen im klassichen Sinn. In Wahrheitt heisst dies doch, der Sektor der direkten Dienstleister ist massiv am zusammenbrechen, denn nur echt Leistungen wird duch die direkte Wirtschaft Wachstum erleisten können. Antworten


lucius mayer

04.10.2012, 13:52 Uhr
Melden 6 Empfehlung 6

Die Patrons jammern im Herbst vor den entscheidenden Lohnverhandlungen immer am lautesten. Antworten



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