Europa droht keine neue Rezession
Die Europäische Zentralbank sieht laut EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny für Europa nicht die Gefahr eines Rückfalls in die Rezession. «Wir sehen für Europa keine Gefahr eines Double-Dips. Wir werden Wachstum aber nur in mässiger Höhe sehen», sagte Nowotny vor Journalisten in Alpbach.
Für eine Entwarnung sei es aber noch zu früh. Nowotny sprach sich in der gegenwärtigen «Situation hoher Unsicherheit» und ohne Inflationserwartungen für die Fortsetzung der ausserordentlichen Liquiditätsmassnahmen aus.
Aussergewöhnliche Situation
Er verwies aber auch darauf, dass sich die EZB bewusst sei, dass die gegenwärtige Situation eine aussergewöhnliche sei und nicht langfristig aufrechterhalten werden könne. «Ein Zinsniveau von 1 Prozent ist keine dauerhafte Perspektive», sagte Nowotny, der auch Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank ist.
Die EZB befinde sich in Diskussion über Exitstrategien. Die EZB beobachte genau die Lage in Bezug auf Preisstabilität und langfristige Wirtschaftsperspektiven. Die aktuellen Beobachtungen gäben jedoch keinen Anlass für eine Zinsanhebung. (miw/sda)
Erstellt: 02.09.2010, 22:46 Uhr
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