Wirtschaft

Dow Jones sackt unter 10'000 Punkte

Aktualisiert am 21.05.2010

An den Börsen gibt es derzeit kein Halten. Der amerikanische Leitindex unterschritt die psychologisch wichtige Marke. Der SMI verliert zeitweise über zwei Prozent.

Braucht derzeit starke Nerven: Börsenhändler an der New York Stock Exchange.

Braucht derzeit starke Nerven: Börsenhändler an der New York Stock Exchange.
Bild: Keystone

Devisen gekauft

Die Devisenanlagen in der Bilanz der Schweizerischen Nationalbank (SNB) wachsen als Folge der laufenden Deviseninterventionen stetig. Der Devisenbestand in den SNB-Büchern erreichte Ende April diesen Jahres 153,58 Milliarden Franken, nach 125,09 Milliarden Franken per Ende März.

Dies geht aus dem am Freitag veröffentlichten SNB-Monatsheft hervor. Die Devisenanlagen nach Währungen werden lediglich zum Quartalsende publiziert, der grösste Teil der Bestände dürfte sich jedoch auf Euro belaufen.

So türmten sich in den Büchern der Währungshüter nach den aktuellsten verfügbaren Zahlen per Ende März 56,45 Milliarden Euro, nach 37,04 Milliarden Euro per Ende 2009.

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Im Gegensatz zu den Aktienmärkten, die von Asien bis New York im roten Bereich stehen, legt der Kurs des Euro wieder zu. Dies, nachdem das deutsche Parlamament seinen Beitrag von über 140 Milliarden Euro gutgeheissen hat. Der Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung notierte am Nachmittag bei 1,2559 Dollar. Am Donnerstag waren es noch 1,2482 Dollar gewesen. «Der Optimismus hält Einzug», kommentierten Analysten der Commerzbank in London. Beflügelt werde der Kurs des Euro von der Hoffnung, dass die Politik die Verschuldung in den Griff bekomme.

Auch gegenüber dem Franken legte der Euro wieder zu. Kämpfte die Einheitswährung tagelang um die Marke von 1.40 Franken stieg er in der Nacht auf fast 1.46 Franken. Experten nannten mehrere Gründe für den festeren Euro. So wurde zum einen auf Spekulationen über Deviseninterventionen von Zentralbanken verwiesen. Darüber hinaus scheint der Markt zusehends das Engagement zu honorieren, mit dem sich die europäische Politik der Verschuldungsproblematik widmet.

Nach dem Kurssturz an der Wall Street am Vorabend haben die Börsen in Asien am Freitag ebenfalls schwächer tendiert. In Japan verlor der Nikkei-Index im Handelsverlauf 2,5 Prozent auf 9782 Punkte. In Europa lagen die Indizes zwischen zwei und drei Prozent im Minus. (jak/ddp)

Erstellt: 21.05.2010, 09:20 Uhr

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