Die Wirtschaft wächst nur zögerlich

Die Schweizer Wirtschaft erholt sich vom Tief der letzten beiden Jahre. Doch die Konjunktur zieht nur langsam an, wie das neuste Barometer zeigt.

Konjuunktur verliert an Kraft: Passantin beim Einkauf.

Konjuunktur verliert an Kraft: Passantin beim Einkauf.
Bild: Keystone

Die Konjunkturerholung in der Schweiz dürfte etwas an Kraft verlieren. Dies zeigt das Konjunkturbarometer der ETH-Konjunkturforschungsstelle KOF, das gemäss Mitteilung vom Freitag im Februar bei 1,87 Punkten schloss. Damit stand er noch 0,06 Punkte höher als der von 1,77 auf 1,81 Punkte revidierte Januar-Stand.

Der Februar-Wert war letztmals im Dezember 2007 erreicht worden, wie die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) mitteilte. Er zeigt, dass die Wachstumsraten des Schweizer Bruttoinlandprodukts (BIP) im Vorjahresvergleich im positiven Bereich bleiben, ihr Anstieg sich aber in den kommenden Monaten verflacht.

Konsum bleibt schwach

Das Barometermodul Kern-BIP, das die Gesamtwirtschaft ohne Bau- und Kreditgewerbe oder gut 90 Prozent der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung widerspiegelt, liegt gemäss den Angaben zwar deutlich im positiven Bereich, zeigt aber Anzeichen einer Verflachung.

Während die Messmodelle von Schweizer Industrie und Exportdestination EU nach oben zeigen, bestätigte sich beim Schweizer Konsum die schon in den Vormonaten erkennbare Abwärtsdynamik. Auch vom Kredit- und vom Baugewerbe geht eine leicht negative Dynamik aus, wie die KOF weiter berichtete.

Der Februar-Wert von 1,87 Punkten vergleicht sich mit 1,45 Zählern im vergangenen Oktober. Damals habe die Verlangsamung des Barometer-Anstiegs begonnen, nachdem sie sich seit dem Tiefpunkt im April letzten Jahres beschleunigt habe. (oku/ddp/)

Erstellt: 26.02.2010, 16:14 Uhr

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