Wirtschaft

Diskussion

«Die Altersrenten müssen gekürzt werden»

Die streitbare Ökonomin Dambisa Moyo kritisierte erst die Entwicklungshilfe der reichen Staaten in Afrika als nutzlos. Nun prophezeit sie in ihrem neuen Buch den Untergang des Westens. Mehr...

Von Philipp Löpfe.

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64 Kommentare

Sebastian Berger

27.03.2012, 10:57 Uhr
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Erstens produziert die heutige Weltwirtschaft Nahrungsmittel für 11-13 Mia. Menschen. Hunger ist also kein Produktionsproblem sondern ein Verteilungs- und ein Verschwendungsproblem. Ebenso wird nicht erwähnt, dass Schulden auf der einen Seite immer auch Vermögen auf der anderen Seite bedeutet. Anreize bedeutet ja nicht automatisch, dass man diesen auch folgen muss, Verantwortung ist der Schlüssel. Antworten


Zvonko Pezelj

27.03.2012, 10:51 Uhr
Melden 1 Empfehlung 0

Hier ist wieder einmal klar zu erkennen wie die Ausbildung Systeme unserer Zivilisation festgefahren sind. In den letzten 70 Jahren gab es entweder Kapitalismus oder Kommunismus ergo die Auswahl aus Pech oder Schwefel. Die Resultate sind offensichtlich. In allen Belangen gibt es alternativen nur unser Finanzsystem scheint unantastbar. Antworten


Ulrich Schweizer

27.03.2012, 10:21 Uhr
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Beachtlich, was Frau Moyo von sich gibt ! Alles stimmt genau ! Antworten


Robert Steffen

27.03.2012, 08:42 Uhr
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Und ich wiederhole es einmal mehr. Jeder Mensch kommt nackt auf die Welt und jeder Mensch
- von mir aus können die Superreichen auch in einem Versacekleid beerdigt werden - gehen wieder nackt. Aufgrund der heutigen, teilw. kriminellen Politik sind die Vermögen auch wieder einzuziehen. So bleibt das Geld im Umlauf und wird ihm nicht entzogen und auch künftig können Probleme gelöst werden.
Antworten


Paul Weder

26.03.2012, 22:33 Uhr
Melden

Der Grund, weshalb der Staat in den USA nun wieder Staatsstellen schafft, ist doch genau derjenige, weil die Privatwirtschaft keine Jobs mehr schaffen kann. Die haben sich Europa, insbesondere die Schweiz als Beispiel genommen, wie man in Krisenzeiten staatliche Stellen künstlich schaffen muss, und weil es vorteilhafter ist, man bezahlt die Leute beim arbeiten statt beim rumhängen. Antworten


andre steiner

26.03.2012, 17:54 Uhr
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Zur Zeit findet eine Umverteilung des Geldes von unten nach oben statt. Dort bleibt es hängen. Es Zirkuliert nicht mehr und wird in Vermögenswerte angelegt. Nun sobald dieser Kreislauf nicht mehr funktioniert und sich das ganze Geld im Kopf sammelt bricht der lebenswichitge Kreislauf zusammen, und genau dass passiert gerade jetzt.Die alten Juden hatten einen 50 Jahres Ziklus, dann gab es ein reset Antworten


Bruno Schnider

26.03.2012, 20:30 Uhr
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Diesen Unsinn " Umverteilung von unten nach oben" predigt die Linke Europas seit langem. Besser wäre vielleicht "von der Mitte nach oben" - aber das müsste noch genauer untersucht werden. Die untersten Schichten profitieren von vielerlei Art Unterstützung bis hin zum staatsfinanzierten Ruhestand in teuren Altersheimen. Die anderen dürfen monatlich einige Tausend Franken hinblättern...


Werner Kurz

26.03.2012, 17:04 Uhr
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Neues Spielgeld muss her. Die Oekonomen sollen's Richten! Die Rentner sind gleich ein Idealer Partner. Bei den Rentenkassen muss zuerst der Kalk weg. Den Meister PROPER gibt es noch nicht dazu. Oekonomen hier ist Arbeit! Kurz, MEDIA-MARKT hat dazu ein guter Werbeslogan.... Antworten


Andy Bissig

26.03.2012, 17:00 Uhr
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Weiss die Oekonomin auch, dass wir weltweit ein Produktionsueberschuss haben und nicht ein Defizit? Wenn der Westen nun laenger arbeitet und weniger verdient geht das erst recht in die Hosen, wer soll denn all das konsumieren? Zeit loest das Problem von alleine, irgendwann haben auch die Chinesen genug vom Smog und ausgebeutet werden, gleich wie die Japaner vor ihnen. Antworten


eugen bissegger

26.03.2012, 16:13 Uhr
Melden 13 Empfehlung 0

"Westliche Konzerne" hatten alles Interesse, Produktionen in "Billiglohnländer" auszulagern um die Profitmaximierung zu optimieren u.v.m. Das Hohelied vom Wachstum, hart arbeiten, Renten kürzen etc. Kunterbuntes Programm was zusammenkommt und als Lösung gepriesen wird. Das Geld Zinseszins-System ist Ursache, siehe Verschuldungen, niemals rückzahlbar. Länder gehen Bankrott wegen den Finanzgeiern. Antworten


Reto Burgener

26.03.2012, 15:28 Uhr
Melden 13 Empfehlung 0

Höre aus dem Interview nichts Neues und vor allem viel bla-bla. 'es könnte passieren, wenn .... / wenn nicht .... ' bla-bla-bla ... Antworten


Fritz Miehl

26.03.2012, 15:23 Uhr
Melden 1 Empfehlung 0

Das Prinzip des "Lebens auf Kosten anderer" ist nicht für alle Ewigkeit gesichert! Seien es nun Staaten oder Konzerne. Zum "Überleben" bedarf es des Rückgriffs auf die, wie oft auch immer wieder verteufelte,"Gleichmacherei"! Der gesteuerte Unterschied als Transmission zum wirtschaftlichen Erfolg ist innerhalb der Globalisierung nicht länger haltbar. Am heutigen System kollabiert die Menschheit. Antworten


Ursi Brock

26.03.2012, 16:08 Uhr
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Leben auf kosten anderen tut mehr und mehr eine Handvoll Steueroptimierter oder Steuerbefreiter Supperreicher Individuen. Da ist wohl Gleichmacherei mehr als angebracht. Am besten mit entsprechende Einsicht und Freiwillig... Nicht? Es liegt ja nicht daran das von den Mio. von Arbeitern Grundsätzlich zu wenig Reichtum generiert wird. Es sind ganz einfach permanent zu niedrige Renditen und Profite.


Kurt Aegeri

26.03.2012, 15:11 Uhr
Melden 14 Empfehlung 0

Ach ja, jeder verdient sein Geld irgendwie. Es ist leider anzunehmen, dass sich dieses Machwerk sogar noch recht gut verkaufen lässt. Mir wird schon beim Begriff "Ökonom/in" schlecht. Antworten


Matthias Meier

26.03.2012, 14:31 Uhr
Melden 15 Empfehlung 0

Und was ist mit den lächerlich tiefen Steuersätzen und den Steuergeschenken für die Reichen in den USA und anderswo? Sollen die etwas gleich bleiben? Schreibt die Frau darüber auch etwas in ihrem Buch oder sollen ihrer Meinung nach einfach wieder die unteren Schichten bluten und noch härter arbeiten damit sie am Schluss weniger haben aber einige wenige immer mehr? Antworten


Anna Witschi

26.03.2012, 14:34 Uhr
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Zuerst verludert man mit Aktien und anderen Anlagen, inkl. hohe Löhne das Geld der Pensionskassen um nachher die Jungen zu politisieren. Immerhin gehört das Geld den Pensionskassen-Versicherten. Heute fängt man ja viel später an mit Arbeiten und Einzahlen infolge Ausbildung, die ja dann wieder auch die Alten finanzieren müssen. Wem will man das Geld wegnehmen? Antworten


Marc Peer

26.03.2012, 14:49 Uhr
Melden 11 Empfehlung 0

"Ich bin nicht naiv. Natürlich ist auch mir klar, dass dies nicht realistisch ist. Aber in einer idealen Welt wäre es so."
-
Der einzige Lichtblick in diesem Interview ist, dass scheinbar langsam auch den neoliberalen Ideologen klar wird, dass die Welt nicht so funktioniert, wie sie sie gerne hätten und in ihren Rezepten der letzten Jahrzehnten angepriesen und vorausgesagt haben.
Antworten


Reto Stadelman

26.03.2012, 14:36 Uhr
Melden 23 Empfehlung 0

Ich bin enttäuscht über die vielen wenig reflektierten Kommentare. Aber hier sieht man eben deutlich das der durchschnittliche Leser blind einer Ideologie folgt. WACHT AUF LEUTE. Die Frau hat absolut recht! Die Sache mit den gekürzten Renten wird hier einfach unnötig aufgebauscht. Die Kernaussagen von ihr stimmen. Der Westen ist FAUL und DEKADENT. Nur harte Arbeit kann uns helfen! Antworten


Hubert Roth

26.03.2012, 23:23 Uhr
Melden

@RS, zu Ihrer Antwort: Genau zu diesem Zweck wurden die Maschinen erfunden: damit sie uns Arbeit abnehmen. Wir müssen zudem nicht für alle Zeiten in jeder Hinsicht mit jeder Region der Welt konkurrieren können. Es reicht, wenn uns unsere Maschinen unseren Wohlstand sichern.


Reto Stadelman

26.03.2012, 19:35 Uhr
Melden 2 Empfehlung 0

@JL
Guter Einwand
@HR
Vergleichen Sie mal mit "best in class" Regionen Bsp. Asien. Vielleicht sind wir produktiv weil wir viele Maschinen haben, aber unsere Arbeitszeit ist gering, unser Leistungswille ebenfalls. Es findet ein Ablöseprozess stat.
@UB
Noch ein gutes Argument aber: Dieses Ausspielen ist nur möglich wenn man keinen unersetzbaren Standortvorteil hat. Ergo: Wir sind zu wenig produktiv.


Jacqueline Lanz

26.03.2012, 14:51 Uhr
Melden 12 Empfehlung 0

Verallgemeinernd vom 'Westen' zu sprechen, wird der Sache überhaupt nicht gerecht. Es gibt im Westen äusserst produktive Staaten mit hohen jährlichen Arbeitszeiten und moderatem Pensionsierungsalter und das genaue Gegenteil davon. Staaten, wo Jugendliche eine Topausbildung bekommen mit hohen Chancen auf einen späteren Arbeitsplatz und Staaten mit einer Jugendarbeitslosigkeit von 30 %.


Ursi Brock

26.03.2012, 14:44 Uhr
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Gegen das systematische Ausspielen von Niedriglöhnen gegen Hochlöhne hilft auch härtestes Arbeiten nichts. Genau so wenig wie sich die Regionen, Städte und Länder mit dem Standort- und Steuerwettbwerb über Wasser halten können. Es gibt bei diesem Spielchen am Ende weitaus mehr Verlierer als Gewinner.


Hubert Roth

26.03.2012, 14:48 Uhr
Melden 15 Empfehlung 0

Ich bin enttäuscht über Ihren wenig reflektierten Kommentar. Wachen Sie auf, Herr Stadelman. Der Westen ist noch immer mit Abstand (!) die produktivste Wirtschaftsregion der Welt. Und zumindest wir in Mitteleuropa produzieren dabei auch noch satte Überschüsse - mit anderen Worten, wir arbeiten mehr, als für den Erhalt unseres Wohlstands nötig wäre!


Jacqueline Lanz

26.03.2012, 13:59 Uhr
Melden 18 Empfehlung 0

".....aber generell glaube ich, dass sie nie in minderwertige Liegenschaften investiert hätten, wenn sie dazu nicht von der Politik ermutigt worden wären."
Von Glauben zu sprechen in einem Buch, das den Anspruch auf wissenschaftlich fundierte Aussagen erhebt, ist nicht überzeugend. Ich denke, Frau Moyo liebt es vor allem, zu provozieren, damit sich ihr Buch verkauft. Ich kaufe es sicher nicht.
Antworten


Beat Mahler

26.03.2012, 14:31 Uhr
Melden 3 Empfehlung 0

Wie soll man anders über Hypothesen schreiben? Sie kann ja nicht hellsehen, wie die Geschichte verlaufen wäre, wenn andere Entscheidungen getroffen worden wären.
Wer hier klare Meinungen hat, ist ein naiver Blender. Von so einer Person würde ich wiederum kein Buch kaufen.


Bastian Kroos

26.03.2012, 14:28 Uhr
Melden 13 Empfehlung 0

Aber mit einem Buch von (z.B.) Jean Ziegler hätten Sie wahrscheinlich weniger ideologische Konflikte, korrekt? Frau Moyo hat in viele Recht, speziell Ihre Ausführungen über die Entwicklungshilfe in Afrika.


Bastian Kroos

26.03.2012, 14:16 Uhr
Melden 22 Empfehlung 0

Der Sozialstaat, gepaart mit einer realitätsfremden, politisch-korrekten Einwanderungspolitik hat den ökonomischen Untergang der westlichen Welt dramatisch beschleunigt. Der Sozialstaat fördert eigentlich nur eines nachhaltig: Die Armut. Er zerstört konsequent die Eigenverantwortung seiner Bürger indem er ihnen das Gefühl vermittelt, der Staat sei für die Lösung ihrer Probleme verantwortlich. Antworten


franz brunner

26.03.2012, 16:47 Uhr
Melden 4 Empfehlung 0

@kroos---völlig richtig, und wir haben genügend leute in bern und den kantonen, die wollen noch mehr kontrolle über die bürger, noch mehr kontrolle etc---sie glauben zu wissen was "gut ist oder nicht"


Jacqueline Lanz

26.03.2012, 16:01 Uhr
Melden 6 Empfehlung 0

Gerade Frau Moyo spricht sich aber für noch mehr Einwanderung aus, haben Sie das Interview nicht gelesen?
Frage: "Brauchen wir mehr internationalen Handel und mehr Immigration?
Antwort: Ich bin nicht naiv. Natürlich ist auch mir klar, dass dies nicht realistisch ist. Aber in einer idealen Welt wäre es so."


Ursi Brock

26.03.2012, 14:39 Uhr
Melden 5 Empfehlung 0

@Kroos; Um die so beschwörte und bejubelte Eigenverantwortung wahrnehmen zu können braucht es nicht nur den Willen sondern auch die Möglichkeiten dazu... je intensiver das eine als ultimatives Seelenheil hervorgehoben wird, desto mehr werden den Mio. von lohnempfängern die Mittel dazu entzogen. Dies wird im allgemeinen als die sich stetig öffnende Vermögens- und Einkommenschere umschrieben.


Otto Neukomm

26.03.2012, 13:39 Uhr
Melden 19 Empfehlung 0

Mehr solche Interivews mit glasklaren Aussagen und unbequemen Wahrheiten wünsche ich mir anstelle der sattsam bekannten und immer gleichen und langweiligen Argumtente und Belehrungen von US-Ökonomen. Auch Dambisa Moyo sagt nicht viel neues, aber sie nennt die leider wesentlichen Aspekte und setzt die richtigen Schwerpunkte. Antworten


Stefan Jost

26.03.2012, 13:33 Uhr
Melden 18 Empfehlung 0

Alter Kaffee, wer es wissen wollte, konnte sich schon vor 40 Jahren beim Lesen des Buches "Die Grenzen des Wachstums" ungefähr vorstellen, dass man mit stetig wachsender Weltbevölkerung und Ressourcenverbrauch früher oder später gegen die Wand fährt. Antworten


Stefan Jost

26.03.2012, 18:02 Uhr
Melden 2 Empfehlung 0

@Bastian Kroos: Wegen den Mängeln von "Die Grenzen des Wachstums" sagte ich "ungefähr vorstellen", heute weiss man natürlich mehr und hat mehr Daten. So wissen wir immer mehr über die negativen Konsequenzen der Überbevölkerung und können immer genauer mitverfolgen, wie wir uns in den Ruin manövrieren.


Bastian Kroos

26.03.2012, 14:09 Uhr
Melden 3 Empfehlung 0

Nur dass das Buch "die Grenzen des Wachstums" teilweise von gravierend falschen Annahmen ausgeht (z.B. bei der Funktion der Grenzproduktivität und deren Faktoren) und somit lediglich als quasi-wissenschaftlich zu betrachten ist.


Christoph Geiser

26.03.2012, 14:16 Uhr
Melden 2 Empfehlung 0

Wer nicht lesen mag, der kann sich auch den Film "2022 - die überleben wollen" ansehen. Ich habe leider das Gefühl, dass der Drehbuchautor gar nicht so falsch liegt mit seiner Zukunftsvision. Auch etwa 40 Jahre alt, dieser Film.


Marcel Bader

26.03.2012, 12:33 Uhr
Melden 54 Empfehlung 0

Im Prinzip sollten wir hier in Europa einfach wieder Monarchien einführen, die Mittelschicht abschaffen, die Armen allesamt auf die Strasse stellen und die Alten... ja, wohin mit denen? Neoliberale Rezepte aus dem (berufenen?) Munde einer schönen Frau wirken nicht etwa überzeugender, sondern bestenfalls charmanter. Doch auf Charme kann ich bei diesem wichtigen Thema zur Gänze verzichten! Antworten


Reto Stadelman

26.03.2012, 14:49 Uhr
Melden 8 Empfehlung 0

Nur weil Ihnen nicht passt was die Dame zu sagen hat sie gleich als neoliberale Extreme darzustellen greift viel zu kurz. Eine Gesellschaft entwickelt sich nicht gleichmäsig. War vor 50 Jahren noch der Kampf für mehr Sozialstaat nötig, so kippt es heute langsam wieder. Heute muss wieder mehr Selbstverantwortung gepredigt werden. Eine bittere Pille, (auch für micht) da dies mehr Arbeit bedeuted...


Hans Willi

26.03.2012, 12:32 Uhr
Melden 43 Empfehlung 0

Einseitig und blind. Die Politik ist Schuld. Wer ist denn "die Politik"? Die Wirtschaft und da vor allem die Finanzwirtschaft ist es doch, welche "die Politik" bestimmt. Hier einfach die "Schuld" der Banken auszublenden ist typisch für Neoliberale. Und was ist mit denen, welche hinter allem stehen. Bilderberger und Co. werden ebenfalls ausgeblendet.... Antworten


Uriel Berlinger

26.03.2012, 12:30 Uhr
Melden 48 Empfehlung 0

Dambisa Moyo unterscheidet sich in keiner Weise von jenen Mächtigen, die dauernd "Die Neue Weltordnung" erwähnen. So massiv viel Geld ist in der Welt im Umlauf und dann meint diese Ökonomin, die Sozialausgaben und die Renten sollen gekürzt werden. Nein, es sollten die Gelder der Reichen gekürzt werden. Das Wort Überbevölkerung ist auch nur eine dauernde Ausrede. Es gäbe genug Geld für alle. Antworten


Bruno Schnider

26.03.2012, 12:13 Uhr
Melden 31 Empfehlung 1

Kompliment für dieses Interview! Diese Frau ist eine blitzgescheite Liberale im klassischen Sinn. Es ist ihr hoch anzurechnen, dass sie es wagt, gegen den Trend des Etatismus zu schreiben und ihre Positionen klar und umissverständlich zu formulieren. Auf einen einfachen Nenner gebracht: Noch nie hat die Politik Wohlstand geschaffen - höchstens die Rahmenbedingungen dazu! Antworten


Ursi Brock

26.03.2012, 14:30 Uhr
Melden 6 Empfehlung 0

@Jost; Alternativen sind begrenzt durch unser Denkvermögen. Von aher gibt es nur Varianten von bereits bekanntem. Soweit muss man also nicht suchen. Mir würde schon reichen dem Neoliberalen die Zähne zu ziehen und wieder die alternativen zuzulassen die ind en letzten 30 jahren eliminiert worden sind. Neues muss hier niemand erfinden... man muss nur wollen. Alle Beteiligten, nicht nur das Fussvolk.


Barbara Nägeli

26.03.2012, 12:10 Uhr
Melden 39 Empfehlung 0

Eine schonungslose, aber leider wohl zutreffende Analyse. Während sich unsere Poltiker noch mit Luxusproblemen und Kosmetik von Wohlstandsproblemen rumschlagen, ist der Zug wohl längst abgefahren...Kapital, Arbeit und Produktivität statt grüne Ideologien, Weltrettungsversessenheit, verfehlte Entwicklungspolitik und Dauerjammerei wegen drei mal nichts.... Antworten


Markus Döbeli

26.03.2012, 11:54 Uhr
Melden 26 Empfehlung 0

Vielen Dank für dieses Interview, alles sehr treffend. V.a. die Haltung, dass wir alle gleichermassen an der jetzigen Situation Schuld sind. Westliche Weltbewohner suchen leider die Schuld meist bei "Anderen" (Banken, Reichen, Armen, Linken, Rechten, etc etc). Antworten


Markus Döbeli

26.03.2012, 14:51 Uhr
Melden 5 Empfehlung 0

@ Brock: Wir alle haben demokratische Systeme aufgebaut, bei denen wir alle mitreden und unsere eigene Zukunft selbst bestimmen können. Aber: Wir haben nicht reagiert, als uns gesagt wurde, neoliberales Denken ist super, wir haben nicht reagiert, als uns gesagt wurde, strukturierte Anlage-Produkte sind super, wir haben nicht reagiert, als uns gesagt wurde, Leben auf Pump ist gefährlich etc. etc.


Ursi Brock

26.03.2012, 12:17 Uhr
Melden 25 Empfehlung 0

@Döbeli; wie soll das gehen, das die normale Bevölkerung daran schuld sein soll und nie, aber auch gar nie die anderen? Es ist ja nicht mein Einkommen noch mein Verögen das in stratosphärische höhen gewachsen ist sondern das der anderen. Vielmehr wird mir an allen möglichen Ecken und Enden nur noch weggenommen... was soll an dieser Entwicklung besonders bemerkenswert sein? Die Finanzmärkte?


Felix Eichmann

26.03.2012, 12:05 Uhr
Melden 36 Empfehlung 0

Ihre Argumente sind logisch und kohärent. Produktivitätsabfälle sehen wir auch in der Schweiz: Bauern werden unnötig subventioniert, obwohl massenweise Immobilien-Millionäre darunter zu finden sind und die Umstellung der Betriebsgrösse sowie andere Ausbildungen nachhaltiger wären für die Schweiz. Stattdessen werden Sie mit Milliarden gefüttert, welche die Kampfflieger als Klacks relativieren. Antworten


Alois Amrein

26.03.2012, 11:49 Uhr
Melden 153 Empfehlung 1

Die "Rezepte" von Frau Moyo sind weder neu noch originell, sie bläst einfach ins klassische neoliberale Horn, wenn auch mit etwas anderen Tönen. Zudem kommen die Grossbanken in ihrer Einschätzung viel zu gut weg, dafür predigt sie den Abbau des Sozialstaates. Das Gegenteil wäre richtig: Eine funktionierende Wirtschaft braucht eine möglichst breite private Kaufkraft, auch der Rentner. Siehe Keynes. Antworten


Andre-Marie Ruf

27.03.2012, 04:38 Uhr
Melden

Vollkommen richtig. Auch die Politik für eine ungleiche Verteilung von Reichtum, Einkommen und letztlich auch Ressourcen verantwortlich zu machen ist ein wenig langweilig.


Martin Lopez

26.03.2012, 23:48 Uhr
Melden

Keynes ist doch für das Debakel überhaupt verantwortlich. Wir werden alle Arm, weil durch das ständige "Drucken" von Geld die Inflation alles verteuert und die Probleme nicht gelöst sondern mit Blasen hinaus geschoben werden. So lange bis es wieder richtig kracht!


Bruno Schnider

26.03.2012, 12:17 Uhr
Melden 23 Empfehlung 0

Herr Amrein: "...eine möglichst breite Kaufkraft", fordern Sie. Frei nach Ihrer keyenesianischen Interpretation! Kaufkraft, deren Basis aus gedrucktem Papier besteht und sich schnell im Nirvana der Inflation auflöst.


urs alder

26.03.2012, 12:17 Uhr
Melden 23 Empfehlung 0

Sehr offener Weltblick von einer Frau. Wir Schweizer sind exoten auf dieser Welt, leben quasi auf einer Insel, darum ist unser Weltverständnis mehrheitlich getrübt. Dank unserer Schweizer-Volks-Politik könnten wir uns bis anhin etwas vom westlichen Mainstream entziehen. Die Schweizer Politiker tuen gut daran dieses Buch zu lesen. Antworten


Ursi Brock

26.03.2012, 11:56 Uhr
Melden 43 Empfehlung 0

Eine weitere Anhängerin und Interpretation Neoliberaler Theorien die allesamt komplett den enormen Vermögens- und Einkommenszuwachs der obersten paar % inkl. die Steuerhinterziehung ignorieren. Es hat hier nicht zuwenig Geld sondern zuwenig Wille die Sozialen Aspekte und egalisiertere Wohlstandsverteilung zu pflegen. Anstatt dessen wird das alles schlecht geredet und auch schlecht gemacht. Antworten


Hans Imeichen

26.03.2012, 11:58 Uhr
Melden 33 Empfehlung 0

Die Dame ist nicht nur hübsch - Sie hat leider auch recht. Antworten


andreas thommen

26.03.2012, 12:07 Uhr
Melden 28 Empfehlung 1

Die Frau hat den Durchblick! Antworten


Markus Müller

26.03.2012, 11:57 Uhr
Melden 137 Empfehlung 0

Und bluten sollen wieder die Kleinen. Kein Wort davon, dass die Vermögenskonzentration weiter zunimmt, die Lohnschere weiter auseinanderklafft. Moyo erwartet Lösungen von einem System, das Profit über alles stellt. Die Ursache ist der kapitalismus, nicht die Politik! Antworten


kurt mäschli

26.03.2012, 22:15 Uhr
Melden

Bin nicht einverstanden mit Ihrer Aussage. Der Kapitalismus ist das einzige System das überleben könnte, würde man ihn in Ethnische und Moralische Schranken weisen durch eben die Politik! Das Haupt-Problem ist die raffgierige Spezies Mensch selber! Diese Dummheit kann man mit keinem Medikament heilen, nur nach einer gewissen Zeit mit Krieg und Elend wieder in die Realität des Lebens zurück hohlen.


Sacha Meier

26.03.2012, 13:13 Uhr
Melden 24 Empfehlung 0

@Markus Müller Tja, gegen das Auseinanderklaffen der Lohnschere gibt es nur ein Mittel: Der Staat und auch die Bürger müssen kräftig sparen und wir, die 99%, müssen noch härter und länger arbeiten um den Einkommenszuwachs der 1% nachhaltig finanzieren zu können. Das mag vielleicht zynisch tönen, ist aber die ungeschminkte Realität.


Andreas Meier

26.03.2012, 12:07 Uhr
Melden 57 Empfehlung 0

In einem Punkt bin ich mit der Ökonomin einverstanden - der Westen hätte nie Entwicklungshilfe in Afrika leisten sollen - das Geld wäre viel besser in unsere eigene Gesellschaft wie Bildung + Altersvorsorge investiert gewesen! Ansonsten kann man sich den Kauf dieses Buches wohl ruhig sparen - Afrika ist ein Fass ohne Boden - die Prognosen der Ökonomin reines Wunschdenken - made in Afrika..;-)! Antworten


Hansjürg Meister

26.03.2012, 13:51 Uhr
Melden 15 Empfehlung 0

Hr. Meier, gehen Sie mal nach Genf und setzen Sie sich in die Lobby eines Luxushotels und schauen einfach zu. Mit Genugtuung werden Sie feststellen, dass das ganze Geld, das zuerst nach Afrika ging, hier wieder in unsere eigene Gesellschaft - aber nicht Bildung + Altersvorsorge - zurück fliesst.


Christoph Geiser

26.03.2012, 11:57 Uhr
Melden 24 Empfehlung 0

Deshalb warten die Politiker auch lieber auf den Untergang. Vor den Folgen eines umkrempelns fürchten sie sich weitaus mehr. Antworten


Robert Franz Reichmuth

26.03.2012, 13:54 Uhr
Melden 11 Empfehlung 0

Eine ausserordentlich kluge Ökonomin, diese Dambisa Moyo - ihre Kritik an den "Vereinigten Staaten von Amerika" wie auch an "unserem" uralten Europa, sollten wir subito zu Herzen nehmen!
(...) "Auch die USA und Europa unterstützen beispielsweise ihre Landwirtschaft massiv mit Subventionen, obwohl sie für sich in Anspruch nehmen, Anhänger des freien Marktes zu sein." Gruss an die Mannen der SVP.
Antworten


Roland Külling

26.03.2012, 13:45 Uhr
Melden 13 Empfehlung 0

Vielleicht sollten wir unsere Kinder weniger in Wissenschaften ausbilden, sondern ihnen vorleben was wir unter Bescheidenheit und Respekt vor der Natur lernen könnten. Ich weiss, das tönt esoterisch, aber den Weg weiter beschreiten, wie wir es bisher getan haben, wird nur zu einem führen; die Menschen werden vom Antlitz der Erde verschwinden, wie es die Dinosaurier einst taten. Antworten


Hanspeter Niederer

27.03.2012, 00:18 Uhr
Melden

@Külling 1345: da stimme ich Ihnen zu. Allerdings müsste diese Bescheidenheit und der Respekt vor der Natur von den "Oberen" vorgelebt werden - und da geht alles in die 100% entgegengesetzte Richtung nach dem Motto: nach mir die Sintflut ! Die breite Masse versucht mitzuhalten mit einem Leben auf Pump (Leasing, Kleinkredite). Das wird ein ganz böses Erwachen geben.


Peter Kaegi

26.03.2012, 12:00 Uhr
Melden 22 Empfehlung 0

Frau Dambisa Moyo sieht einiges im realen Licht. Entwicklungshilfe nur als Wirtschaftsförderung mit Verzicht auf Angriffsarmee. Migrationsauflösung in allen Industriestaaten und nur noch Hilfe vor Ort mit klaren Auflagen an die Verursacher-Regierung. Jegliche Flüchtlingsströme unterbinden und umgehend unter UNO/Nato-Schutz wieder an ihr Heimatland abschieben.
Die Verantwortlichen vor ein Tribunal.
Antworten



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