Wirtschaft

Deutschland überrascht mit deutlichem BIP-Wachstum

Aktualisiert am 15.05.2012 40 Kommentare

Das Bruttoinlandprodukt des wichtigsten Handelspartners der Schweiz ist im ersten Quartal deutlich gestiegen. Mit dem Wachstum um 0,5 Prozent wurden die Erwartungen der Ökonomen übertroffen. Das bewahrt die Euro-Zone vor einer Rezession.

Die deutschen Konsumenten sind in Kauflaune – und sind damit eine wichtige Stütze für die Wirtschaft: Kunden in einem Einkaufszentrum in Hannover.

Die deutschen Konsumenten sind in Kauflaune – und sind damit eine wichtige Stütze für die Wirtschaft: Kunden in einem Einkaufszentrum in Hannover.
Bild: Keystone

Nullwachstum in Frankreich

Der neue französische Präsident François Hollande startet mit schwachen Wachstumszahlen in seine Amtszeit. Das Statistikinstitut Insee verzeichnete im ersten Quartal ein Nullwachstum, wie es mitteilte. Als Gründe für die Entwicklung nannte Insee die schwache Kauflaune der Haushalte, zurückgehende Investitionen und Exporte. Für das vierte Quartal 2011 korrigierte Insee das Wachstum von 0,2 Prozent auf 0,1 Prozent des Bruttoinlandsproduktes herunter, der Jahresdurchschnitt 2011 liegt aber weiterhin bei 1,7 Prozent. Hollande geht ebenso wie die EU-Kommission davon aus, dass die Wirtschaft in Frankreich im gesamten Jahr 2012 um 0,5 Prozent wächst. (AFP)

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Die Euro-Zone ist durch das kräftige Wachstum seiner grössten Volkswirtschaft Deutschland haarscharf an einer Rezession vorbeigeschrammt. Frankreich stagnierte dagegen und Italien ist tief in der Krise.

Das Bruttoinlandprodukt in der gesamten Währungsunion stagnierte von Januar bis März im Vergleich zum Vorquartal, teilte das Statistikamt Eurostat mit. Ende 2011 war es noch um 0,3 Prozent zurückgegangen. Bei zwei Minus-Quartalen in Folge wird von Rezession gesprochen. Ökonomen hatten für das Startquartal 2012 einen weiteren Rückgang um 0,2 Prozent erwartet.

Die Nummer zwei stagnierte

Die Währungsunion bleibt wirtschaftlich aber tief gespalten: Ihre Konjunkturlokomotive Deutschland schaffte trotz der Schuldenkrise mit 0,5 Prozent ein kräftiges Wachstum. Die Nummer zwei, Frankreich, stagnierte.

Schlimmer sieht es in den Krisenländern aus: Die spanische Wirtschaft schrumpfte wie schon am Jahresende um 0,3 Prozent und steckt damit wieder in einer Rezession. Ebenso erging es Italien, wo das Bruttoinlandprodukt sogar um 0,8 Prozent einbrach. Das war der dritte Rückgang in Folge. Auch Portugal findet nicht aus der Rezession: Hier gab es ein Minus von 0,1 Prozent.

Die EU-Kommission geht davon aus, dass die Wirtschaft der Euro- Zone in diesem Jahr um 0,3 Prozent schrumpft. Für 2012 traut sie ihr wieder ein Wachstum von 1,0 Prozent zu.

«Made in Germany» erfolgreich

Ihre Erholung verdankt die deutsche Wirtschaft vor allem den gut laufenden Exporten und der Kauflaune der Konsumenten. «Nach vorläufigen Berechnungen sind die Exporte - anders als die Importe - zum Jahresbeginn gestiegen», erklärte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden.

«Ausserdem wurde im Inland mehr konsumiert als im Vorquartal.» Das habe die sinkenden Investitionen teilweise kompensieren können. Ende 2011 war die Wirtschaft des wichtigsten Schweizer Handelspartners noch um 0,2 Prozent geschrumpft - zum ersten Mal seit fast drei Jahren.

Ökonomen hatten für Januar bis März 2012 im Schnitt nur ein Plus von 0,1 Prozent erwartet, wobei die Schätzungen von minus 0,3 bis plus 0,2 Prozent reichten.

«Starkes Comeback»

«Das ist eine sehr starkes Comeback», sagte Commerzbank- Chefökonom Jörg Krämer. «Das Minus im vierten Quartal war nicht der Beginn einer Rezession, sondern nur eine Konjunkturdelle.»

Der Deutschland-Chefökonom von UniCredit, Andreas Rees, führt das vor allem auf die starke Nachfrage nach deutschen Produkten ausserhalb der Euro-Zone zurück: «Besonders die US-Geschäfte sind gut gelaufen».

Verglichen mit dem ersten Quartal 2011 zog das Bruttoinlandprodukt um 1,7 Prozent an und damit mehr als doppelt so kräftig wie erwartet. Experten gehen deshalb davon aus, dass die Prognosen für 2012 nun angehoben werden. Die Bundesregierung rechnet für dieses Jahr bislang mit einem Wachstum von 0,7 Prozent, das sich 2013 auf 1,6 Prozent erhöhen soll. (rbi/AFP/sda/dapd)

Erstellt: 15.05.2012, 08:41 Uhr

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40 Kommentare

Claude Heman

15.05.2012, 09:30 Uhr
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Eine gute Nachricht für Europa und unser Land. Trotz allen Beschimpfungen bleibt der Merkel Kurs erfolgreich. Dieses Land ist fleissig, zäh und vernünftig. Leider sind andere Staaten wie I, SP; GR, P oder F eher auf der Farniente Welle und erwarten von Deutschland, dass es die Rechnungen zahlt !... So kann es nicht gehen. Deutschland ist nicht der Kassenwart der EU ! Antworten


roger eugster

15.05.2012, 10:04 Uhr
Melden 42 Empfehlung 0

Endlich mal was positives , und den vielen hetzer gegen die deutschen endlich mal ein maulkorb auferlegt. Merkel macht das schon richtig. die deiutschen sind gute arbeiter und haben disziplin. was viele nicht haben und wegen ihren erfolgen eifersuechtig sind. MADE in GERMANY Antworten



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