Wirtschaft
Deutsches Bundesland kaufte offenbar weitere Steuer-CD
Aktualisiert am 14.07.2012 79 Kommentare
Links
Artikel zum Thema
- Müsste die CS mehr zahlen als die UBS?
- Die deutsche Angst vor den kreativen Schweizern
- Die Theorien zum CS-Datenleck
Teilen und kommentieren
Stichworte
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
Das Land Nordrhein-Westfalen hat einem Medienbericht zufolge erneut eine Steuer-CD aus der Schweiz gekauft. Dabei handle es sich um Kundendaten der Zürcher Dependance der Privatbank Coutts, einer Tochter der britischen Royal Bank of Scotland, berichtete die «Financial Times Deutschland» unter Berufung auf «Insiderinformationen» am Freitag auf ihrer Internetseite. Die Steuerfahndung habe die CD, auf der die Namen und Kontenverbindungen von etwa 1000 vermögenden Deutschen stehen sollen, in Absprache mit dem Landesfinanzministerium für 3,5 Millionen Euro gekauft.
Im März 2010 hatte die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen 1100 Kunden der Schweizer Grossbank Credit Suisse wegen mutmasslicher Steuerhinterziehung sowie gegen Mitarbeiter der Schweizer Bank wegen Beihilfe dazu aufgenommen. Die Ermittlungen beruhten auf einer Steuer-CD, die das Land Nordrhein-Westfalen für 2,5 Millionen Euro von einem Informanten gekauft hatte.
Credit-Suisse-Kunden im Visier
Mit einem im September vergangenen Jahres unterzeichneten Steuerabkommen zwischen Deutschland und der Schweiz sollte der Kauf von solchen CDs ein Ende haben. Das von der Opposition kritisierte Abkommen muss noch den deutschen Bundesrat passieren. Es sieht derzeit eine pauschale Nachversteuerung von illegal in die Schweiz transferiertem Vermögen vor. Im Gegenzug sollen Steuersünder für die Nachversteuerung Straffreiheit geniessen.
Erst zur Wochenmitte war bekannt geworden, dass deutsche Steuerfahnder Kunden der Schweizer Grossbank Credit Suisse ins Visier genommen haben, die Gelder in Milliardenhöhe am Fiskus vorbeigeschleust haben sollen. Die Daten sollen durch ein Versehen oder ein Datenleck an die Behörden gelangt sein.
Nordrhein-Westfalens Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) hatte angesichts der aktuellen Steuer-Ermittlungen erklärt, die Steuerfahnder müssten «ungehindert ihrer Arbeit nachgehen können, nämlich kriminelle Hinterzieher aufzuspüren». «Das darf auch kein Steuerabkommen verhindern.» (kpn/AFP)
Erstellt: 13.07.2012, 22:10 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
79 Kommentare
Liebe Banken, wo immer ihr auch residiert, unterwirft euch hohen ethischen Standards. Siebt Kunden aus, die womöglich illegal handeln und behandelt eure Mirarbeiter fair. Anleger, wenn ihr in einem Land wohnen wollt, dessen Sicherheit und Komfort ihr geniesst dann zahlt auch eure Steuern wie es an eurem Wohnort üblich ist. Ansonsten verschwindet hier und zieht mit Sack und Pack auf die Bermudas. Antworten
Wenn die Bestrafung endlich angemessen wäre, würden solche Spielchen aufhören. Aber so? Man kann viel Geld verdienen, und das eigentlich ohne Risiko. Wenn es dafür z.B. 5 Jahre Gefängnis gäbe, würde sich manch einer dieser gierigen Banker dies gut überlegen. Antworten
Wirtschaft
- 15:561:12-Initiative: 5000 Swisscom-Löhne betroffen
- 12:48«Das war natürlich Blödsinn, Punkt. Ende»
- 10:12«Es ist eher eine Beleidigung, Banker genannt zu werden»
- 18.05.2013Slowenien schwebt über Ramschniveau – Klage gegen Moody's angedroht
- 18.05.2013Bånk ohne Bøni
- 18.05.2013UBS will nur deklarierte Gelder verwalten
BLS Schifffahrt Berner Oberland
Auf Deck scheint die Sonne am längsten.
Was gibt es Schöneres als die wohlverdienten Feierabendstunden auf dem Thunersee zu verbringen?
Heizöltank: Tankrevision oder Sanierung
Möchten Sie mehr über die Revision und Sanierung von Heizöltanks erfahren? Dann sollten Sie hier klicken und weiterlesen.
Jetzt wechseln und sparen
Finden Sie in nur fünf einfachen Schritten die optimale Fahrzeugversicherung.

Bitte warten






















