Wirtschaft

Der Vorbörsenbericht

Der tägliche Morgenreport der «Finanz und Wirtschaft» zur Lage an den internationalen Aktienmärkten.

Stand: Mittwoch, 22. Mai 2013 07:57 Uhr

Finanz und Wirtschaft

Aktuelle Kennzahlen

SMI8328.560.12%
Euro Stoxx 502810.05-0.41%
Dax8450.53-0.26%
Dow Jones Ind.15387.580.34%
Nasdaq 1003026.450.18%
Nikkei 22515627.261.60%
EUR/CHF1.25990.62%
USD/CHF0.97400.50%
EUR/USD1.29350.12%
Gold USD/Unze1386.200.85%
Brent Oel103.18-0.70%

Wichtige Ereignisse
vom 22.05.2013

SCHWEIZ
07:00   Schmolz+Bickenbach: Ergebnis Q1 (Conference Call 14.00 Uhr)
07:00   SHL: Ergebnis Q1 (Conf. Call 11 Uhr)
09:00   Artemis Holding AG: BMK 2012, Zürich
09:15   Aevis: MK zu Klinik Bethanien innerhalb GSMN-Netz, Zürich
10:00   Fenaco: BMK 2012, Bern
10:15   MK Westschweizer Kantonalbanken: BIP-Prognosen Romandie 2013-2014, Genf
APG SGA: GV, Genf
Bondpartners: GV
Precious Woods: GV
INTERNATIONAL
10:00 EU Leistungsbilanz 03/13
10:30 GB BoE Sitzungsprotokoll 8./9.5.
10:00 D CentroSolar ao Hauptversammlung, München
10:00 D Norma Group Hauptversammlung, Frankfurt
10:30 D Aareal Bank Hauptversammlung, Wiesbaden
10:30 D WMF Hauptversammlung, Stuttgart
10.30 D Fraport, Airport-Brunch mit CEO Stefan Schulte, Frankfurt
11:00 D Züblin Bilanz-Pk, Stuttgart
11:00 D Solarworld, Gläubigerversammlung für die Anleihe (2011/2016), Bonn
11:30 D Anleihen
Laufzeit: 10 Jahre
Volumen: 5 Mrd Euro
16:00 USA Verkäufe bestehender Häuser 04/13
16:30 USA Energieministerium Ölbericht (Woche)
20:00 USA FOMC Sitzungsprotokoll 30.4./1.5.
TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE
J: BoJ Zinsentscheid
F: Societe General Hauptversammlung
GB: FirstGroup Jahreszahlen
GB: Cable & Wireless Jahreszahlen
USA: Boeing Investorenkonferenz
USA: Hewlett Packard Q2-Zahlen
USA: Staples Q1-Zahlen
USA: Target Q1-Zahlen
SONSTIGE TERMINE
10:00 D OLG-Senat verkündet eine Entscheidung im zweiten Musterverfahren
gegen die Deutsche Telekom AG. Es geht um den zweiten Börsengang.
Anleger verlangen rund 10 Mio Schadensersatz, Frankfurt
EU: EU-Gipfel - Themen: Kampf gegen die grenzüberschreitende
Steuerflucht, EU-Energiepolitik, Brüssel

Overnight

Die Rekordfahrt an den US-Börsen hat sich am Dienstag fortgesetzt. Nach einem Auf und Ab im frühen Handelsverlauf kamen neue günstige Impulse. Der oberste Investmentstratege von Goldman Sachs (GS 160.73 1.15%), David Kostin, sieht die Aktienmarktrally noch mindestens zweieinhalb Jahre andauern. Der Dow Jones Industrial schloss mit +0,3% auf 15’387. Der S&P 500, dem Kostin bis Ende 2015 einen Anstieg auf 2’100 prophezeit, schloss mit +0,2% auf 1’669,16. Der Nasdaq 100 rückte 0,18% auf 3’026,45 Punkte vor.

Der New Yorker Notenbankpräsident und Vizepräsident des Offenmarktausschusses, William Dudley, sagte, dass das Fed die Geschwindigkeit der Anleihenkäufe je nach der Wirtschaftserwartung drosseln, jedoch auch steigern könne. Aktuell sei er unsicher, in welche Richtung es gehen werde. Laut James Bullard, dem Chef der regionalen Notenbank von St. Louis, sind die massiven Staatsanleihekäufe derzeit die «beste verfügbare Option», um die Wirtschaft anzuschieben.

Dank des anziehenden US-Immobilienmarktes hatte die Baumarktkette Home Depot im abgelaufenen Geschäftsquartal bei Umsatz und Gewinn überraschend gut abgeschnitten und erwartet auch deutlich mehr Gewinn im laufenden Geschäftsjahr. Die Aktien gewannen 2,5%. Die Papiere von J.P. Morgan avancierten 1,4%. Während der Aktionärsversammlung konnten sich die Kritiker von Vorstandschef Jamie Dimon nicht durchsetzen.

Microsoft gaben nach ersten Details zur neuen XBox One 0,6% nach. Die Spielkonsole soll zum Weihnachtsgeschäft auf den Markt kommen. Die Papiere des Internetkonzerns Yahoo, der im Rahmen seines Umbaus sein Standbein in New York verstärkt, gewannen 1,6%. Steuerdiskussionen belasteten Apple (–0,7%).

In Tokio stieg der Nikkei 1,2% auf 15’567,8. Die Bank of Japan werde an ihrer expansiven Politik festhalten, weshalb das Momentum andauern werde, sagte ein Fondsmanager von Mizuho. Selbst konservativere Pensionskassen wollten eine Unterperformance vermeiden und rotierten daher in japanische Aktien zurück. Die Rally werde noch lange dauern. Sony stiegen 7,4%, nachdem die Behauptung in Umlauf gekommen war, der Konzern prüfe den Spin-off der Sparte Unterhaltung.

News Vorbörse Schweiz

Schmolz+Bickenbach: Der Stahlkonzern Schmolz+Bickenbach prüft eine mögliche Kapitalerhöhung in einer Grössenordnung von 300 Mio. Fr. durch eine Bezugsrechtsemission. Dieser Betrag liegt unter dem Antrag von Hauptaktionär Schmolz+Bickenbach Beteiligungs GmbH KG und der Beteiligungsgesellschaft Renova. Sie forderten in einem Schreiben eine zweistufige Kapitalerhöhung.

Schmolz+Bickenbach: Der Stahlhersteller hat im ersten Quartal einen Rückgang des Umsatzes um knapp 16% auf 867,4 Mio. € verzeichnet. Die Absatzmenge und der Umsatzerlös lagen allerdings über den beiden Vorquartalen. Der bereinigte Betriebsgewinn vor Sonderkosten nahm um gut ein Drittel auf 47,2 Mio. € ab. Im Verlust von 7,7 Mio. € sind Einmalkosten enthalten. Damit hat das Unternehmen in etwa im Bereich der Analystenprognosen abgeschnitten. Für das Gesamtjahr rechnet S+B mit einem Ebitda vor Sonderkosten zwischen 150 und 200 Mio. €. Lesen Sie mehr zu Schmolz+Bickenbach.

Feintool: Der Autozulieferer beabsichtigt, mit Grossaktionär Michael Pieper eine Kapitalerhöhung von bis zu 45 Mio. Fr. sowie eine Umplatzierung von Aktien durchzuführen. Als Konsequenz steigt der Streubesitz auf mehr als 40%. Die von Pieper kontrollierte Artemis reduziert ihren Anteil von 79,4 auf 50,1%. Feintool (FTON 69 1.47%) will die Aktien mit 10 Fr. Nennwert aus genehmigtem Kapital zum Bezug anbieten, was einem Verhältnis von einer neuen Aktie zu sieben bestehenden entspricht. Mit der Kapitalerhöhung soll die Eigenkapitalquote von 35 auf rund 45% der Bilanzsumme steigen, um finanzielle Flexibilität für das weitere Wachstum zu schaffen. Lesen Sie mehr zu Feintool.

Roche: Der Pharma- und Diagnostikkonzern Roche (ROG 254.9 1.55%) lanciert eine neue, vollautomatisierte Laborlösung, die die Effizienz und die Geschwindigkeit der Analyse von Blutproben in medizinischen Labors steigern soll. In Kürze soll so die automatisierte Cobas 8100 Workflow Series auf dem Markt eingeführt werden, teilt Roche mit. Die Automatisierung zahlreicher Routineaufgaben soll die Patientensicherheit erhöhen.

SHL Telemedicine: Die an der SIX kotierte israelische Gesellschaft hat im ersten Quartal  den Umsatz 2,9% auf 7,1 Mio. $ gesteigert. In Lokalwährungen wuchs der Umsatz um 1,4%. Das operative Ergebnis auf Stufe Ebitda erreichte 1,4 Mio. $ (i. V. 0,6 Mio. $). Daraus ergibt sich eine Steigerung der Ebitda-Marge von 8,7 auf 19,7%. Unter dem Strich wies SHL Telemedicine (SHLTN 7.02 -2.5%) 0,3 Mio. $ Verlust aus. Nach dem Verlust 2012 soll dieses Jahr der Break-even erreicht werden, wie das Unternehmen bestätigt. Innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre soll der Umsatz auf 100 Mio. $ (2012: 26,9 Mio. $) wachsen.

Berner Kantonalbank: Die Aktionäre der BEKB (BEKN 264.25 -0.09%) haben an der Generalversammlung einer Verdoppelung der Ausschüttung zugestimmt. Pro Aktie werden eine ordentliche Dividende und eine zusätzliche Sonderdividende von je 5.30 Fr. ausgezahlt. Besonders profitieren kann als Hauptaktionär der Kanton Bern, der Dividenden von über 50 Mio. Fr. erhält. Ausserdem wurden die Verwaltungsratsmitglieder Kathrin Anderegg-Dietrich, Rudolf Grünig und Rudolf Wehrli für eine Amtsdauer von drei Jahren bestätigt.

Markttechnik

Am Dienstag sind dem SMI (SMI 8329.04 0.13%) kleine Gewinne gelungen. In den Mittwoch startet er jedoch mit einer wenig zielgerichteten Tendenz in den Handelstag. Denn während sich weitläufig um 8200 merkliche Unterstützung abzeichnet, werden Anstiege zunehmend zäh. Auch sind die Indikatoren im sehr kurzfristigen Bereich trotz des mageren Plus schon wieder nahezu überkauft. Zudem hat die technische Situation im mehrwöchigen Horizont bereits einen hohen Reifegrad erreicht. Kurse um 8350 und leicht darüber kann der Index mit diesem Setup noch erreichen. Die Lage wird jedoch zunehmend labil, und die Reaktionszeiten werden kürzer. Marktteilnehmer sollten daher den Bereich um 8200 im Auge behalten. Ein Rutsch darunter öffnet einer Konsolidierung die Tür.

Welches sind die stärksten, welches die schwächsten Aktien? Beachten Sie dazu ShareVest SwissSelection.

Ausblick – neue derivative Produkte

Credit Suisse lanciert Barrier Reverse Convertibles auf Roche, Swatch und ABB

Neu in Zeichnung bei der Credit Suisse ist ein Barrier Reverse Convertible auf Roche (ROG 254.9 1.55%), Swatch Group (UHR 590.5 -1.01%) und ABB (ABBN 21.98 0.32%) mit einem Nominalwert von 1000 Fr., einer Barriere von 69% des Anfangskurses (fortlaufende Barrierebeobachtung) und einem Coupon von 7% p.a., halbjährlich ausgezahlt. Der Barrier Reverse Convertible zahlt einen fixen Coupon, unabhängig von der Entwicklung der Basiswerte. Das Produkt wird bei Verfall zu 100% des Nominalwerts zurückgezahlt, wenn alle Basiswerte während der Laufzeit des Barrier Reverse Convertible stets über ihrer Barriere notieren. Andernfalls könnte das investierte Kapital in die vorher festgelegte Anzahl Aktien des Basiswerts mit der schlechtesten Wertentwicklung bei der Endfixierung im Vergleich zur Anfangsfixierung konvertiert werden.

Zeichnungsschluss ist am 29. Mai 2013. Anfangsfixierung ist am 29. Mai 2013. Die Endfixierung erfolgt am 28. November 2014. Die Valorennummer lautet 20’214’708. Nach der Klassifikation der Swiss Derivative Map des Schweizerischen Verbands für Strukturierte Produkte SVSP (vgl. www.svsp-verband.ch unter der Rubrik «Strukturierte Produkte») handelt es sich um ein Renditeoptimierungsprodukt (Barrier Reverse Convertible, 1230).

Die letzten zwei Ausgaben des FuW-Reports:

Dienstag, 21. Mai 2013
Freitag, 17. Mai 2013

Disclaimer

Diese Publikation dient ausschliesslich der Information.
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Redaktion: report@fuw.ch

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