Wirtschaft
Diskussion
Der Abgesang auf die soziale Marktwirtschaft
Die Arbeitgeber verabschieden sich vom Konzept der existenzsichernden Löhne. Das erfolgreiche Schweizer Modell der Marktwirtschaft gerät in Gefahr. Mehr...
Eine Analyse von Philipp Löpfe.
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133 Kommentare
was ist soziale marktwirtschaft ? der vater des sogenannten "deutschen wirtschaftswunders" ,Ludwig Erhard , verstand unter der sozialen komponente einen - Lohnzuschlag - heute , zb. frau Merkel , versteht darunter den - Lohnersatz . letzteres verhindert die individuelle Leistungsbereitschaft . das ist das europäische gesellschaftsproblem ( neuerdings auch euro-krise genannt ) . Antworten
Wenn jede EINZELNE Person soviel verdienen muss, mindestens, damit EINE GANZE FAMILIE ernährt werden kann, dann müssen entweder die Preise für Grundbedürfnisse extrem sinken oder dann die Löhne massiv steigen. Mit der Konsequenz, dass Doppelverdiener ohne Kinder im Schlaraffenland leben. Nein, wenn man mehr Menschen zum Arbeiten zwingt (keine reinen Hausfrauen mehr), dann sinken die Löhne eben... Antworten
Da war aus dieser Richtung nichts anderes zu erwarten. Auf dem Sozialamt wirds so noch gefährlicher für die Angstellten, eine Renaissance für Bodyguards und Kleinkriminalität. Währenddessen knallen in den Teppichetagen der Betriebe die Rettungspaket -Korken zu lasten der Staatskasse. Antworten
Die Arbeitgeber verabschieden sich vom Konzept der existenzsichernden Löhne.
eigentlich wunderbar so bleiben dann die ausländischen arbeitskräfte lieber zu hause und die wirklichen schweizer finden wieder eine wohnung >> alles bestens <;-) >> ? oder doch nicht
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Vor Jahren schrieb ich vom ausbeuterischem Kapitalismus der Amerikanischen Gesellschaft, der heute in Europa wie ein Kreisgeschwür Furore macht. Um dieses Geschwür zu beseitigen oder heilen könnte sei die beste Therapie eine Revolution von unten die Heilung verspricht. So ging auch der Kommunismus seinem Ende entgegen. Doch jede Heilung braucht Zeit zur Genesung ! Antworten
Wo ausnahmsweise das Haushaltseinkommen nicht ausreicht, gewährleisten Sozialversicherungen die Existenzsicherung
kann sein jedoch:
1. reicht die reine existenzsicherung nicht aus, sonst stagniert der binnenkonsum
2. dann müssen die unternehmer und gutverdiener noch mehr steuern bezahlen, doch das will ihre gutfreund-organisation economieswiss nicht > oder wollt ihr gar die total verarmte CH
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Ist irgendjemanden aufgefallen, dass die Preise irgendwie sinken würden. Die Globalisierungsausrede wird immer benutzt um den Kostenpunkt Lohn zu drücken. Dabei geht die ganze "Optimierung" in die Rendite der Shareholder und nicht in niedrigere Preise. Danke liebe Politiker, dass Ihr dieses Spiel auch noch mitmacht - das war Ironie! Der wachsende Anteil amerik. Manager hier wird das beschleunigen! Antworten
Der Gesichtsausdruck der beiden Herren spricht Bände. Die wollen die Gesellschaft auseinander dividieren, was bei der in der Schweiz vorherrschenden Mentalität des Wegsehens und Duckens durchaus gelingen kann. Und dann? Adieu sozialer Frieden, adieu Industrie, Banken, Versicherungen. Und dann? Wer gewinnt dabei? Antworten
ich bewege mich als arbeitnehmer tagtäglich in der freien marktwirtschaft und weiss, dass ich leistungen zu erbringen habe. sollten die arbeitgeber und deren anmassender direktor den schleichenden abbau der anreize aber weiter vorantreiben, wir das schweizer wirtschaftsschiff längerfristig ohne ruderer dastehen; dann wird es schwierig für die herren, sich ihre dicken schlitten weiterhin zu leisten Antworten
...danke liebe Volchspartei. Danke, dass du dich seit Jahrzehnten mit Herzblut für dein Volch eingesetzt hast. Mit grossflächigen Kampagnen gegen Randgruppen, Staat und Insitutionen. So dass die Umverteilung schnellstmöglich vorangetrieben werden konnte. Immer zum Wohle des Volches. Danke, liebe Volchspartei. Antworten
Jeder der sich unter solchen Vorzeichen noch zu Lohnarbeit verdingt ist nur superblöd! Reine Zeit- und Energieverschwendung. Und wenn man noch dazu bedenkt, was heutzutage oft nur noch für Schrott produziert wird, gibt es wirklich Sinnvolleres was man machen könnte als Lohnarbeit. Nicht dass ich Lohnarbeit grundsätzlich falsch fände! Aber diese vorherrschenden Umstände sind längst nur noch krank! Antworten
Thomas Daum: «Wenn ein Staat akzeptiert, dass man beim Bankgeheimnis Steuerhinterzieher schützt, dann haben sich alle daran zu halten, sonst kommen wir langsam in eine völlige Rechtsverwilderung, in ein Denunziantentum hinein, und das ist eigentlich eine Entwicklung, bei der ich nur noch Horrorvisionen habe.» (BaZ-Standpunkte)
So ticken "die da oben"! Die akzeptieren nur, was ihnen nützlich ist.
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In meinem Wohnort gibts eine Fabrik, die sehr niedrige Löhne bezahlt. Mehrere Arbeitnehmer von dort müssen daneben von der Gemeinde noch Sozialhilfe beziehen. Ein Teil meiner Steuern geht also indirekt in jenen Betrieb. Wir sollten das Wort "Sozialhilfe" abschaffen und stattdessen nur noch von "staatlichen Subventionen für schlecht zahlende Ausbeuterbetriebe" sprechen. Wäre wenigstens ehrlich. Antworten
Die Schwächung der vormals starken Gewerkschaften erfolgte dadurch, dass d."Kapitalisten" d.Arbeitern soviel zahlten, dass diese nach u.nach "etwas zu verlieren" hatten: Auto, kl.Häuschen etc. Es gab sozialen Frieden.
Heute sind viele Firmen gemanaged, d.h. kein kluger Patron mehr, sondern gierige "Vögte", auf max.persönl.Gewinn aus.
Das Mittelalter grüsst samt Bauernaufstand +30 jährg. Krieg!
Sozial für die Schweizer? Sprich eine Zweiklassengesellschaft nach Pass? Das hatten doch die Engländer, damals... Ah ja und die Deutschen auch. Aber dass passt ja zur SD. Nein Danke, dann lieber noch so wie die USA!
Wenn ich sehe, wie viele Schweizer über Coop und Migros fluchen und mit Auslandseinkäufen deren Lohnpolitik unterminieren, fehlt mir der Mitleid mit unserer Klasse. Wir kannibalisieren uns selbst, nur damit wir uns ein grösseres Auto oder schönere Ferien leisten können. Solidarität - ein Fremdwort.
Wir sind doch alle genauso asozial wie die Bonzen - wir haben einfach weniger Grips und Glück.
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Herr Vogt ist einfach nur dumm!
Begründung: Das Kostspieligste, das ein Staat haben kann, sind Arme. Sie haben nichts zu verlieren, müssen in die Kleinkriminalität. Diese bläht d.Justizapparat auf, neben Militär d.teuerste Bereich. Siehe USA, F,D,etc. Zudem sinkt gleichzeitig d.Bildungsniveau - ein Teufelskreis. Und: CH-Löhne sind so hoch, weil wir 1000 Kartelle haben, noch immer.
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Man kann auch nur so hohe Löhne bezahlen, wie ein Produkt noch konkurrenzfähig ist. Das war schon immer so und wird auch immer so bleiben. Und die hohen Löhne in der Schweiz haben gar nichts mit den Gewerkschaften zu tun. Ein liberaler Arbeitsmarkt und gute Wettbewerbsbedingungen sorgen für eine geringe Arbeitslosigkeit und eine grosse Nachfrage nach Arbeitnehmern, was die Löhne steigen lässt. Antworten
Falsch, Hr.Weiss! Die Löhne waren/sind so hoch, weil die Preise so hoch sind. Und die Preise sind so hoch, weil wir noch immer 1000 Kartelle haben!! Gebiets-, Bereichs-, Vertikal-, Importeuren-, Branchenkartelle. Wettbewerb wird gepredigt, Kartell wird praktiziert.
z.B.: Autoimporteure garnieren mind. 500 Mio f.Neuwagen +500 Mio f.Ersatzteile pro JAHR! (Zahl:Eidg.Kartellkomm. 1991!!)
Noch Fragen?
Die Globalisierung gebietet nun einmal den Abschied von existenzsichernden Löhnen für die 99%. Deutschland hat hat das früh erkannt und ein cleveres System von 1€-Jobs, Leiharbeit und Hartz-IV geschaffen, um soziale Verwerfungen zu minimieren. Unsere Regierung sollte unbedingt mit China das Freihandelsabkommen abschliessen, damit zu teure entlassene Schweizer endlich eine neue Chance bekommen. Antworten
@Stefan Sollberger Ingenieure werden in der Tat händeringend gesucht - sofern sie unter 45 sind und zu EU-Löhnen arbeiten. Besonders als der Schweizer Elektroingenieur mit 50 ist nun einmal doppelt bis dreifach (!) zu teuer ist - besonders als er hierzulande kaum mehr Produkteentwicklungs- sondern vorwiegend Prüf-, Inbetriebnahme-, Automatisierungs- und Verkaufsarbeiten erledigen soll.
Herr Meier, das von Ihnen als clever bezeichnete deutsche System ist nichts anderes als staatliche Beihilfe für skrupellose Ausbeuter. Gratis für jemanden zu schuften, nannte man früher Sklaverei. Fragen Sie sich lieber, was passiert, wenn diese Art von mit Steuergeldern gefördertem extremem Lohndumping eines Tages die Regel ist und nicht die Ausnahme.
hab gemeint Ingenieure werden händeringend gesucht......oder stellt man jetzt nur Leute aus der EU an...weil sie billiger sind..
Ach Herr Meier, Deutschland hat nun ein Problem mit den 1€-Jobs. Informieren Sie sich doch erst, bevor Sie hier so einen Käse erzählen. Deutschlands Wirtschaft hatte darunter gelitten, dass man quasi niemanden entlassen konnte (wie in Italien). Das etwas zu lockern war das Gute an den Reformen von Schröder, die 1€-Jobs hingegen sind ein Reinfall. Firmen sparen Geld auf Kosten der Sozialkassen.
@W.Williamson Vielleicht wird es Sie überraschen, aber da ist kein Zynismus. Als Ingenieur, der aus Spargründen auf die Strasse gestellt und mit einem amtl. Technologietransferverbot belegt wurde, warte ich sehnsüchtig darauf, dass Frau BR Doris Leuthard das pendente Technologietransfer- und Freihandelsabkommen mit China abschliesst. Davon können zehntausende arbeitslose MINT-Berufler profitieren.
@wiliamson; ja, die Realität ist wohl für sie zu zynisch, aber dass ist ihr Problem.
Auch Zyniker müssen einmal sterben, Herr Meier!
So ganz freie Marktwirtschaft ist das ja auch nicht, wenn die Gemeinschaft mit Sozialhilfe aushelfen muss wenn die Löhne nicht reichen. Oder die Banken mit Steuergeldern gerettet werden müssen. Aber sozial kann man das sicher nicht nennen. Die Stimmbürger haben es in der Hand, wohin unser Weg gehen soll! Ich hoffe nicht dahin, wo es diese Leute wollen. Antworten
Wenn man bei den Arbeitnehmern zu sparen beginnt,dann bekommt die Landwirtschaft auch weniger Subventionen!Wenn schon dann bei allen!Vielleicht merken endlich die Bürger wie rechtsgerichtet das ist und wählen keine SVP mehr!Denn genau die gehören zu den Reichen,die die Durchschnittsbürger runterbringen wollen!!! Antworten
Im Kapitalismus geht es nun mal um das Wohlergehen des Kapitals (=Rendite). Alles und alle sind (Produktions-)Mittel zu diesem Zweck. Kapitalismus braucht Ausbeutung, seien dass nun Rohstoffe, Tiere oder Menschen. Vielleicht schaffen wir ja den Sprung vom Kapitalismus zum Humanismus, wo endlich der Mensch (und mit ihm die ganze Schöpfung) Zweck und die Wirtschaft Mittel ist. Antworten
Mit dem Abgesang der Marktwirtschaft wird zugleich der Abgesang v.Steuereinnahmen eingeläutet.Dies wird logischerweise auch den ALK u.Sozialämtern weniger Gelder bescheren!Dann ist nichts mehr mit "den Rest des Lohnes beim Soz.abholen".Wie wäre es mit Robottern statt AN wo die AG nur für die Wartung im Fall eines Ausstiegs Desselben sorgen?Das Dumme daran ist nur,dass diese 0 Steuern zahlen! Antworten
Wenn bei den Arbeitenden keine Steuern mehr zu holen sind, werden sich die Regierungen unvermeidlich mit der Besteurung der Kapitalgewinne befassen müssen. Heute wird physische Arbeit massiv stärker besteuert als Spekulationsgewinn.
"Subventionen schaffen keine Arbeitsplätze, Subventionen vernichten Arbeitsplätze!" sagte mal der ehemalige Chef der deutschen FDP (Guido Westerwelle), welche sehr arbeitgeberfreundlich ist. Wahre Worte eines Liberalen! Folglich sollte man keine nicht-existenzsichernden Löhne subventionieren, und damit leben, dass die Putzfrau und die Kassiererin soviel bekommen wie sie bekommen müssen! Ende! Antworten
Die Arbeiter werden vorzu ärmer und die Arbeitgeber scheffeln immer mehr Geld!Solch eine Ungerechtigkeit schmerzt!Ohne Arbeiter kommen die Arbeitgeber aber nicht zu mehr Geld,eigentlich haben es die Arbeiter in den Händen,dass weiterhin menschenwürdige Löhne bezahlt werden!!! Antworten
Wer bezahlt befiehlt. Geld ist Macht. Wer Geld hat, will mehr Macht und versucht das Volk zu entmachten. Der Staat wird machtlos bei einem schwachen Volk. Wer nicht genug verdient, bekommt vom Staat. Der Staat bekommt vom Volk, damit er den Armen helfen kann. Die Vogterei muss abegeschafft werden. Antworten
Das ist der Dank der Arbeitgeber für das Nein zu 6Wochen Ferien. Aber solange der brave Schweizer noch immer nicht merkt, dass er von Managern und Politikern laufend über den Tisch gezogen wird, ist die Welt der Reichen weiterhin in Ordnung. Schweizer - wann wacht Ihr endlich auf?! Antworten
Frau Hayer, eure Lobby sind die Gewerkschaften. Viele werden jetzt evt. merken, dass diese nicht so überflüssig sind, wie sie gemeint haben. Je mehr Mitglieder, desto mehr Gewicht hat diese "Lobby". Also nicht nur Trittbrett fahren.
Wir sind schon lange wach, haben aber keine gemeinsame Lobby, welche uns hilft, uns dagegen zu wehen!
Dieses Argument betrifft nur ortsgebundene Arbeiten. Viele Arbeiten würden überhaupt nicht mehr in der Schweiz gemacht, wenn es nicht problemlos und ohne grosse bürokratische Hürden möglich wäre, dass SpezialistInnen aus anderen europäischen Ländern in der Schweiz arbeiten.
W.Williamsen.Was die Produktion angeht,um sie dann kaufen zu können, haben Sie Recht.Gerade darum sollten die AG ein Interesse an vernünftigen Löhnen haben,um Arbeitnehmer zu finden, welche dann die Güter auch bereitstellen wollen.Zudem ist das bedingungslose Einkommen kein Hinderniss, trotzdem z.B. ehrenamtlich zu arbeiten,wo diese Arbeiten ohne Freiwillige teuer zu stehen kämen. Antworten
Immerhin bezahlt die demokratisch gewählte "Finanzdiktatur" hunderttausenden mittellosen Einwanderern den gesamten Lebensunterhalt, Zahnarzt und Krankenkasse. Und wie selbstverständlich auch noch die dazugehörende linke Sozialindustrie, sowie ein erweitertes Justiz- und Polizeiwesen. Solange jeder ein Dach über dem Kopf bezahlt kriegt, ist das Wort Sozial sicher nicht wegzudiskutieren.
@Peter Miller - Was meinen Sie mit "sozialisierten Kosten" - die im wesentlichen von den Steuerzahlern mit hohem Einkommmen finanziert werden?
@nater Ideologische Verblendung verhindert wohl zu erkennen, dass mittels sozialisierter Kosten (Sozialhilfe) immer mehr Pseudo-Rentabilität entsteht. Ein ökonomisches Projekt verliert seine Daseinsberechtigung, wenn es sich u.a. mit Löhnen nicht betreiben lässt. Sie verwechseln ökonomischen "Sachverstand" mit ökonomischer "Obszönität". Globalisierung hin oder her.
Und wenn die Gewinne und Boni steigen, steigen auch die Steuereinnahmen! Und nur so nebenbei, auch Bonibezüger haben einen Lohnausweis für die Steuererklärung! Ein bisschen weniger ideologische Verblendung und etwas mehr oekonomischer Sachverstand helfen manchmal beim Verstehen!
Ich komm nicht mehr draus. Jetzt hat doch gerade economiesuisse schlüssig in einer voll wissenschaftlichen Studie bewiesen, dass es den Niedriglohnarbeitern noch nie so gut gegangen ist wie heute. Und jetzt kommen ihre Spezis vom Arbeitgeberverband und sagen, dass man mit ehrlicher Arbeit halt nicht seinen Lebensunterhalt bestreiten kann. Kein Wunder hab ich kein Millionensalär, nicht jeder kann nach solchen Widersprüchen noch in den Spiegel schauen. Antworten
Gegen die ganz große Mehrheit der Eidgenossinnen und -genossen, vor allem gegen den «Mittelstand» wo noch etwas zu holen ist, führen der Geldadel und seine unmittelbaren Handlanger (Manager) immer heftiger den Klassenkrieg, um ihre Anteile an der Volkswirtschaft weiter zu erhöhen. Anstatt politisch gebildeter BürgerInnen wollen sie flexible, fügsame Lohnsklaven. Wo bleibt die Gegenwehr? Antworten
Für die, die es noch nicht gemerkt haben: Es gibt Gewerkschaften. Je mehr Mitglieder die haben, desto mehr können sie bewirken. Wenn der Hase in die angezeigte Richtung geht, ist ein Beitritt empfehlenswert. Und nicht vergessen: im gegebenen Zeitpunkt die Mindestlohninitiative unterstützen, auch wenn die netten Herren mit Arbeitsplatzverlusten drohen. Antworten
als ich 32 und frisch verheiratet war,arbeitete ich um 60 std pro woche,und papi zahlte unsere grossen rechnungen. jetzt ist unser sohn 40,verheiratet ,zwei kinder,arbeitet 60 wochenstunden,in den usa offiziell nur zwei wochen bezahlte ferien,an weihnachten zahlen dort die eltern kreditkartendefizite der kinder,hat sich denn etwas verändert? Antworten
Wenn einer also bei Aldi 42 Std/ woche arbeitet und sein Lohn nicht reicht geht er also zur Gemeinde und bekommt Sozialhilfe.
Der Steuerzahler, egal ob Kunde bei Aldi oder nicht, übernimmt also einen Teil des Lohns.
Und gleichzeitig gehören die beiden Aldi Brüder zu den reichsten Deutschen.
Läuft hier was falsch?
Antworten
erst informieren, dann kommentieren: aldi zahlt verhältnismässig sehr gut. aber klar, ist es einfacher über etwas ´deutsches` zu motzen, als vor der eigenen türe zu kehren ...
Und wer soll dann die Sozialleistungen fianzieren wenn der Lohn nicht mehr zum Leben reicht ? Die Reichen ja wohl nicht, denn die bezahlen sowieso bald keine Steuern mehr. Das hier ist nicht mal mehr Kapitalismus - was wir hier haben, das ist Neo-Feudalismus. Aber vermtulich nicht mehr so lange. Ein System existiert nur solange, wie die Mehrheit davon profitiert. Antworten
Was man auch noch erwähnen sollte: Die Schweiz gibt für Sozialleistungen rund 65 Milliarden pro Jahr aus. Die grösste Steuerlast tragen bekanntlich die hohen Einkommen - es findet also durchaus eine Umverteilung von oben nach unten statt. (Wers nicht glaubt, wende sich an das Bundesamt für Statistik) Antworten
@Eron Thiersen - stimmt, das sind weitere 62 Milliarden
@Christian Loetscher - Der Reiche zahlt nicht freiwillig Steuern. Und dem Intelligenten ist das klar.
Was für ein Chabis ... niemand kann mehr Geld am Steuerfiskus vorbeischleusen, als jemand der über ein sehr gutes Einkommen und Vermögen verfügt. In der Relation der Abgaben zum Einkommen / Vermögen / Gewinnausschüttung / Didivendennachzahlungen / Kapitalausschütung / Erbschaft etc. gibt der Wohlhabende am wenigsten ab! Und die 65 Mia. sind Ausgaben für die Medizinische Versorgung in der CH!
Seltsam, dann sollte es Schwarzkonti und schwarze Köfferchen ja gar nicht geben, wenn die Reichen den Armen so gerne den Fressnapf füllen? Weshalb sollte ein Reicher solidarisch sein, die Armen bringen ihm ja nichts, vorallem keinen Mehrgewinn. Problematisch wirds nur, wenn das Volk sich alle 300 Jahre einmal erhebt und ein paar Reiche aufhängt, dann hat sich das 'Sparen' wirklich nicht gelohnt.
da wir arbeitnehmer sowieso nur noch ressourcen sind die kosten verursachen, schlage ich vor, dass die arbeitgeber unsere arbeit auch gleich mitübernehmen können. die gewinne kassieren sie ja auch bereits und der staat trägt die ausgesteuerten. danke arbeitgeberverband. ich hoffe ihr schiesst euch damit ins eigene knie! Antworten
"Die AG verabschieden..."Dann sollte man den AG die Mitarbeiter 1.entziehen oder 2. ein Anstellungsverbot über sie verhängen!Dann haben sie keine Mitarbeiterkosten mehr;wäre doch saupraktisch, oder?? Falls das bedingungslose Grundeinkommen wider Erwarten doch eingeführt wird, kann man auf die Arbeitgeber so oder so PFEIFFEN, da die dann eh überflüssig werden! Antworten
@Will Williamson: Keine Bange. Die so überaus tüchtigen, creativen und rund um die Uhr arbeitenden Spitzenmanager werden, unter dem Coaching von Mr. Daum und Mr. Neoliberalturbo diese Challenge annehmen und den Turnaround schaffen. Verdienen tun viele von ihnen ja eh schon das hundert- bis tausendfache eines "gewöhnlichen" Arbeitnehmenden.
Frau Weiss, das bedingungslose Grundeinkommen ist das Eine, aber jemand muss auch doch noch die Güter produzieren, die wir damit kaufen können. Oder wollen Sie dann nur noch von den Rüebli aus dem eigenen Garten leben (sofern sie einen Garten haben)?
Sozialversicherungen und Sozialleistungen werden von der Wirtschaft also als Subvention betrachtet (halten Löhne tief und lassen sich über staatliche Leistungen haushalten), oder wie soll man diese Aussage verstehen? Vielleicht könnte man ja auch noch staatlich garantierter Konsum haben, so als Ausgleich für wegfallende Umsätze aufgrund sinkender Einkommen? Wir müssen uns das nicht bieten lassen. Antworten
Ich verstehe die Empörung nicht. Ergänzungsleistungen sind schon längst Tatsache, sei es mit Krankenkassenverbilligung, Sozialwohnung oder direkter Hilfe. Die Steuern für die Sozialleistungen zahlen übrigens im wesentlichen auch diejenigen mit den hohen Löhnen. Antworten
In der Schweiz herrscht eine angeborene Linksphobie. Da wird schon reflexartig bürgerlich gewählt im Glauben das wäre dann am Ende gut für den Bürger. Und der Glaube die Linken wollen einen EU - Beitritt, Alles Geld verteilen etc. Dabei gibt es Dank der Linken überhaupt flankierende Massnahmen. Die dafür nötigen zusätzlichen Kontrolleure haben jeweils die Bürgerlichen abgelehnt.
Genau, wie bei der Ferienabstimmung kürzlich.
Ich persönlich definiere "arm" über den Modus und über das 1. Quartil des Einkommens der Gesamtbevölkehrung in einer Nation. Verdient jemand weniger als der Modus und befindet sich im 1. Quartil des Einkommens ist er wohl armutsgefährdet. Auch der Einkommensmittelwert spielt eine Rolle, weicht er massiv vom Modus ab steigt die Gefahr der Armut nach obiger Definition nochmals an. Frage geklährt?
«Wo ausnahmsweise das Haushaltseinkommen nicht ausreicht, gewährleisten Sozialversicherungen und Sozialhilfe die Existenzsicherung.»
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Konkret, der Staat soll für die schauen (Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren...).
Eine Ironie bloss, dass dieselben Herren Arbeitgeber und Economiesuisse für einen 'schlanken' Staat plädieren und Sozialwerke schrumpfen wollen.
Antworten
Oh doch, lieber Herr Jauslin, die Kapitalisten begreifen dies sehr wohl. Und sorgen damit, dass sehr viel Geld in die Taschen der Reichen und Mächtigen fliesst. Nur die naiven Arbeiter, welche artig bürgerlich wählen und sich ihr eigenes Grab schaufeln, die begreifen die einfachsten Sachen nicht. Mal schauen, wie lange noch.
Die Kapitalisten begreifen die einfachsten Sachen nicht.
Zugleich fordern die gleichen Kreise Steuersenkungen für die oberen Einkommen. Ihnen haben wir auch die trickreiche Unternehmenssteuerreform II zu verdanken, die nun mind. 47Mrd CHF Steuerausfall nach sich zieht. Und die dritte Reform soll noch weitere Senkungen bringen.
Aber wie dann der (Sozial-)Staat für die Existenzsicherung sorgen soll, darüber schweigen sich diese Kreise natürlich aus.
Antworten
wieder mal typisch arbeitgeber - herummotzen die sozialwerke wären zu teuer, aber gleichzeitig sollen diese gut genug sein das unvermögen der "arbeitgebenden oberschicht" aufzufangen- liebe arbeitgeber, fangt mit dem sparen beim eigenen geldbeutel an, sonst wird euch das einfache volk nie folgen! Antworten
@Antonovi?: Wo gab es echten Kommunismus oder echten Sozialismus? Nicht dort wo sie meinen, nein, es gab aber etwas ähnliches in Indien (Kerala, West-Bengalen) und das funktionierte nicht schlecht. Aber Reisbrettmodelle sind so unbrauchbar wie neoliberale Doktrin.
Bitte gehen sie nach Osteuropa und fragen die Leute, weshalb sie den Marxismus und gesamten Kommunismus aufgegeben haben!
Den grossen gesellschaftlichen Institutionen laufen immer mehr Menschen davon, weil sie deren Sinn nicht mehr sehen: der Armee, der Kirche, der Politik. Dass sie immer mehr auch der Wirtschaft davonlaufen, haben Vogt und Daum noch nicht gecheckt: Gemäss Gallup haben keine 20% mehr der Arbeitnehmenden eine emotionale Beziehung zu ihrem Arbeitgeber und ihrer Arbeit - gute Nacht Produktivität! Antworten
Naisbitt und Aburdene haben in ihrem Buch "Megatrends 2000 schon 1990 das "Ende des Wohlfahrtsstaats" voraus gesagt. In den USA und in D ist das Programm schon ziemlich fortgeschritten. In der Schweiz sind Tendenzen dazu ebenfalls seit den 90-er Jahren zu erkennen. Die beiden Herren liefern jetzt noch die offizielle Erklärung dafür. Der Rückfall ins Mittelalter ist angesagt!
Die soziale Marktwirtschaft ist das erfolgreichste Modell, das es je gegeben hat. Es ist nicht die gesellschaftlich-soziale Aufgabe von Unternehmen, existenzsichernde Löhne zu garantieren, sondern von Arbeitnehmern, die Lebenshaltungskosten im Griff zu haben mit dem Lohn angemessenen und entsprechenden Lebenshaltsungskosten ohne ständig steigende Anspruchshaltunge wie Zweitautos und mehr. Antworten
wenn das ironie ist, gelungen. ansonsten ist es nur zynisch und menschenverachtend. es geht nicht um luxus. sondern um existenz. wenn der lohn eines hunderprozent-jobs zum überleben nicht reicht, dann hat eine gesellschaft/wirtschaft eindeutig ein problem. was kann der mensch mehr tun, als arbeiten um zu leben?
Dann gibt es nur noch eine Lösung: BEDINGUNGSLOSES GRUNDEINKOMMEN. Und die Arbeitgeber, können ihren Laden dicht machen und HOFFENTLICH ebenfalls vom Sozialamt abhängig werden!!!Früher konnte ein Einkommen auch existenzsichernd sein,oder warum sonst arbeitet man.Warum ging früher etwas,was heute scheinbar nicht mehr funktionieren soll.Weniger steuerbares EK,umso weniger Steuern (u.a.Sozialamt)! Antworten
Und wir erhalten alles vom Staat - der druckt einfach Geld - es braucht weder Arbeitgeber noch Arbeitnehmer - Schlarafaenland ahoi.
IPhone und SBB vertragen sich schlecht... ein Missgriff und das Mail ist weg...:.-))
Dieselben traurigen Gestalten, die alles tun um jeden Steuerfranken zu vermeiden sind die ersten, die den Staat zum Handkuss bitten wollen, wenn ihre eigenen Mitarbeiter mit den jämmerlichen Almosen, mit denen sie abgespeist werden, nicht existieren können. Der nächste Schritt wäre der Manchesterliberalismus...
naja, ich glaube nicht dass die schweizer dann den arbeitsfrieden, der von daum und konsorten immer so gelobt wird, noch halten wird. es gab schon mal einen generalstreik, und auch die schweizer machen die abzockerei immer weniger mit. gewisse herren dürften dann vom bürger "geteert und gefedert" ihre posten verlassen. schade wenn es so kommt, aber sie hättens dann so gewollt.... Antworten
Die wirtschaftliche Sicht des Arbeitgeberverbandes ist das Eine - die menschengeringschätzende Sicht das Andere. Es ist in einer zivilisierten Gesellschaft eine Notwendigkeit, dass auch ein Arbeitgeberverband das Recht auf alltagssichernde Entlöhnung akzeptiert und einkalkuliert. Dem sozialen Frieden zuliebe, der Gerechtigkeit zuliebe. Oder ist diese Sichtweise dem Arbeitgeberversand fremd? Antworten
ein Mitarbeiter ist heute leider kein Mensch mehr, sondern lediglich ein Kostenfaktor. Würden die MA als Menschen geachtet und mit Achtung, Anstand und Respekt behandelt - so wie es von den MA der GL gegenüber gefordert wird, wären Mindestlöhne kein Thema; wir hätten diese ohne Wenn und Aber.
Ich hoffe dass sich hier in diesem Forum niemand wundert über die Äusserungen der Exponenten des Arbeitgeberverbandes! Unbegrenzte Einwanderung und die Unfähigkeit des Schweizer Volkes sich dagegen zu wehren und die damit im Zusammenhang stehende Tatsache dass immer billigere Arbeitskräfte eingeflogen werden haben diese Leute fast allmächtig gemacht. Wir sind also sozusagen selber Schuld! Antworten
Kürzlich haben die Stimmbürger brav eine Initiative für "6 Wochen Ferien für Alle" abgelehnt, man wollte ja wirtschaftsfreundlich sein! Nun sagen die Patrons dafür "Danke", allerdings auf ihre Art und Weise! Ein Lohn muss nicht zum Leben reichen, da soll doch der Staat einspringen. Das Rentenalter soll auch heraufgesetzt werden, der PK Umws. gekürzt werden! Wer's immer noch nicht gemerkt hat... Antworten
Halt!!!
6 wochen ferien oder ein Arbeiterleben und lohn wie in DE oder mitlerweile (leider) der ganzen EU, ist nicht dasselbe.
Ein Schweizer läst sich ziemlich viel gefallen, aber nur bis zu
einem gewissen Punkt... danach wirds hässlich.
"Man sollte niemals den Zorn eines Volkes unterschätzen."
"
Ja, Herr Meier, dann sterben wir doch einfach wieder alle mit 72 wie frueher, dann muss man das Rentenalter nicht erhoehen und den Umwandlungssatz nicht anpassen. Ein bisschen mitdenken hat noch nie geschadet!
Bedanken dürft ihr euch bei euch selbst.Die Schweiz ist dank der miserablen Landwirtschaft nur Mittelfeld im Produktivitätsranking, aber trotzdem will jeder Schweizer den Wohlstand eines Norwegers. Irgendwo muss halt gespart werden.Ihr wollt reiche Bauern, dann wird eben bei den Arbeitnehmern gespart. In der Exportbranche wird viel Geld verdient und auch hohe Löhne gezahlt. Produktive Branche eben
Es gibt nichts anderes als das Burger und Konsumente anfangen negativ Firmen zu meiden und deren Produkte, in unserer Produkteschwemme bestehen solche möglichkeiten. das ist die enzige Sprache welche diese Unternehmen verstehen, Konsumverweigerung. Unternehmungen können ohne Konsumenten nicht existieren, es wird Zeit das zu demonstrieren. Antworten
Es zeigt sich wieder einmal das kurzfristige Denken. Hat sich der Herr Vogt auch mal Gedanken gemacht woher die Sozialwerke das Geld hernehmen müssen. Ich höre jetzt schon das Gejammer der Unternehmer wenn Steueren und Sozialabgagen deswegen erhöht werden müssen. Dann wird dann wieder geheult die CH sei nicht unternehmerfreundlich. Von solchen Leuten sollte man mehr Weitblick erwarten können. Antworten
Die haben diesen Weitblick schon. Aber es interessiert sie nicht, was sie da sehen. Nicht einmal, dass sie mit ihren Aussagen der staatlichen Arbeitsmarktsubvention den Mund reden, also dem Sozialismus pur. Zum Glück haben wir unsere Volksrechte und können diese fragwürdige Institution in die Schranken weisen.
«Nicht jeder Lohn kann für eine Familie existenzsichernd sein. Wo ausnahmsweise das Haushaltseinkommen nicht ausreicht, gewährleisten Sozialversicherungen und Sozialhilfe die Existenzsicherung.» Das muss man sich erstmal ganz langsam im Kopf zergehen lassen was das bedeutet. Wollen die feinen, hochbezahlten Arbeitgebervertreter eines Tages englische Verhältnisse? Und noch mehr Zuwanderung? Antworten
Globalisierung heisst ja auch, dass Firmen Milliardengewinne schreiben und gleichzeitig von solchen Löhnen reden. Wenn die Firmen für Sozialhilfe massiv mehr zahlen, kann man von mir aus sowas machen. Aber wenns einfach heisst, dass Firmenaufwand auf die Gesellschaft abgewälzt wird, damit einige Bonzen noch mehr verdienen, muss man denen sagen, dass noch jeder Bürger eine Stimme hat. Antworten
und diese Stimme geben sie dann der Milliardärspartei, die dafür sorgt, dass daran nicht etwa die Firmen und Reichen schuld sind... sondern wen wunderts... diese sogenannten Sozialhilfebetrüger und die ach so böse Konkurrenz durch die PFZ, die EU, Ausländer, Linke etc.... würde also sagen: selbst schuld...
Das war zu erwarten. Zu erwarten sind auch die Privatarmeen, welche die Privilegien der Reichen schützen, damit verbunden der Zerfall unserer Demokratie. Die soziale Durchmischung ist ein wichtiger Faktor für die Stabilität der Demokratie. Diese geht zunehmend verloren. Ein herzliches Dankeschön an die SVP und FDP. Bin gespannt, wie dann argumentiert wird. Antworten
Viele Jobs haben auch in der Schweiz noch nie zur Existenzsicherung gereicht - mit putzen und Jobs Ungelernter konnte auch in der Schweiz in den vergangenen Jahrhunderten nie eine Familie ernährt werden. Da soll man nicht so tun, als müsste das heute plötzlich gehen. Die Folge wäre schlicht, dass noch mehr Jobs für Ungelernte verschwinden, weil man sich diese Tätigkeiten einfach nicht leisten kann Antworten
@ Egli: Sie haben keine Ahnung. Meine Grossmutter hatte ihre Familie als Putzfrau durchgebracht. Natürlich geschah das immer am Rande des Elends, aber sie hatte keine Wahl. Und so wie ihr gehts auch heute noch Hunderttausenden in diesem Land. - Wo wurden Sie indoktriniert? An der HSG oder in irgendeinem MBA-Studium?
Abgesehen davon, dass man existenzsichernde Löhne verneint, was direkt Aufschluss auf die Absichten und Charaktere der Arbeitgebervertreter zulässt, treibt man die Angestellten damit in die Altersarmut unter der Bedingungen dass sie mehr und länger (sofern man eine Arbeitsstelle bekommt) einzahlen müssen um später knapp über die Runden zu kommen mit Hilfe der überschuldeten Sozialversicherungen. Antworten
Es ist ganz einfach. Wenn der Kapitalismus nicht imstande ist uns ein ausreichendes Einkommen zu ermöglichen, dann können wir uns den Kapitalismus nicht mehr leisten. Was wir brauchen ist eine Bedarfswirtschaft, in der man durch Leistung und nicht durch besitz seinen Unterhalt bestreitet. Antworten
Bravo, gut gesagt. Jetzt läutet der Arbeitgeberverband den Untergang Westeuropas ein. Denn nichts anderes bedeutet es, wenn die breite Mittelschicht verarmt und der Neufeudalismus Urständ feiert. Wenn wir es im 21. Jahrhundert nicht fertig bringen, ehrliche Arbeit existenzsichernd zu entlöhnen, haben wir versagt. Abendland, gute Nacht. Antworten
Still und heimlich soll in der Schweiz der US-Raubtierkapitalismus eingeführt werden. Die Worte des Herrn Arbeitgeberpräsidenten sind Menschenverachtung in Reinkultur. Bereits jetzt besitzen in der Schweiz 3% der Bevölkerung 97% des steuerbaren Vermögens und die kleinen Leute sollen noch weiter ausgepresst werden. Der Krug geht zum Brunnen bis er bricht... bzw. bis es knallt. Antworten
Wenn die Globalisierung (durch nicht sozialdemokratische Konkurrenz) unsere Stabilität bedroht, ist doch die Politik gefordert, entsprechende Gegenmassnahmen aufzubauen. Wenn die Oeffnung Untergang bedeutet, dann ist das eben kein guter Schritt. Antworten
Es braucht schnellstens für jeden Arbeitnehmer, der 100% und 40std/w arbeitet einen Mindestlohn von 4000.- Brutto. ohne wenn und aber. wir müssen immer mehr,länger und härter arbeiten und in wirklichkeit,real sinkt der lohn langsam.das ist nicht hinnehmbar bei den löhnen die in den teppichetagen bezahlt werden und bei den gewinnen die ausgewiesen werdne.die Politik MUSS aktiv werden!!!jetzt!!! Antworten
Für einen 1-Personenhaushalt sind Fr. 4'000.- viel, selbst brutto! Da genügen auch Fr. 2'000-2'500.- Aber um sich fortpflanzen zu können, braucht man mehr. Für mich ist wichtig, dass eine 4-köpflige Familie (2 Kleinkinder), bei 1 Lohn, über die Runden kommen MUSS! Was die im Übrigen Lohnverteilung angeht, gehe ich Ihnen Recht.
Wie sollen solche Leute, die heute schon Mühe haben einen Job zu finden, denn an den 2.oder 3. Job heran kommen? Der Arbeitgeberverband lässt sich langsam mit der Mafia vergleichen. wenn der letzte Rest vom Sozialen nun geopfert werden soll, so ist das Friedensabkommen auch zu opfern! Streiks und Unruhe werden dann klar zeigen, dass die Rechnung so nicht aufgeht. Wir wollen nicht Amerikaner werden Antworten
Vor allem angesichts der gigantischen Löhne der Top Kader kann es nicht hingenommen werden, dass eine Vollzeitstelle nicht mal so viel Geld einbringen müsste, dass eine Familie davon leben kann. Natürlich tendiert Kapitalismus zu dieser Ausnutzung (Kosten-Optimierung). Als Gesellschaft müssen wir das nicht hinnehmen. Das muss Unternehmern klar gemacht werden. Antworten
Es sind eigentlich nur ein paar Hundert Leute, die gezielt eine Spaltung der Gesellschaft provozieren. Sie versuchen die politischen Akteure mit Pseudoargumenten in Lager zu verführen. Man muss sich dagegen wehren, nicht durch ebensolche Pseudoargumentation, sondern durch Protest und Selbstorganisation. Eine junge Generation wird sich gegen diese Zyniker wehren, davon bin ich überzeugt.
Nicht zu vergessen, dass Sozialhilfe usw. nur bezahlt werden kann, wenn auch Steuern eingenommen werden. Und die kommen vom Arbeitseinkommen, mithin von Löhnen, die auch Steuern abwerfen könne. Es ist ein gesellschaftliches Interesse, eine breite Schicht guter Einkommen zu haben.
Herr Burgener, Sie meinten doch eher Manager und nicht Unternehmer. Ein Unternehmer lebt für sein Unternehmen und ein Manager kassiert und hat aber keinerlei Verantwortung. Eigentlich auch nur ein Angestellter. Ein etwas unverschämter dazu. Aber die snur als Randbemerkung. Sie haben ja prinzipiell Recht mit Ihrem Beitrag.
"Die Schweiz begibt sich so auf den Pfad eines amerikanischen Brutalo-Kapitalismus." Willkommen in der Realität. Wir wussten doch schon lange wohin das ganze führt. Auch in anderen Bereichen wie der Kriminalität oder dem sozialen Zerfall werden wir den Amis folgen... Die soziale Marktwirtschaft und ein regulierender Staat sind die einzigen Mittel dagegen, sonst folgt unweigerlich die Oligarchie... Antworten
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