Wirtschaft

Das Jobwachstum in den USA ist abgeflaut

Aktualisiert am 06.04.2012

Die Arbeitslosenquote in den USA ist zwar leicht gesunken, aber im März wurden weniger neue Jobs geschaffen als erwartet. Das könnte für Präsident Barack Obama zum Stolperstein werden.

Düstere Aussichten für Obama: Seit dem Zweiten Weltkrieg wurde noch kein US-Präsident im Amt bestätigt, unter dessen Ägide die Arbeitslosigkeit bei acht Prozent lag. (6. April 2012)

Düstere Aussichten für Obama: Seit dem Zweiten Weltkrieg wurde noch kein US-Präsident im Amt bestätigt, unter dessen Ägide die Arbeitslosigkeit bei acht Prozent lag. (6. April 2012)
Bild: Keystone

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Die Erholung auf dem US-Arbeitsmarkt hat an Fahrt verloren. Die Wirtschaft habe im März lediglich 120'000 neue Jobs geschaffen, teilte das US-Arbeitsministerium heute in Washington mit. Das ist weit weniger als von Experten erwartet und die geringste Zunahme seit fünf Monaten.

Die Arbeitslosenquote fiel dennoch leicht von 8,3 auf 8,2 Prozent und ist damit so niedrig wie seit Januar 2009 nicht mehr. Hauptgrund dafür war jedoch, dass viele Arbeitslose die Suche nach einer Anstellung aufgegeben haben. Das Jobwachstum für Februar wurde nachträglich um 13'000 Arbeitsplätze auf 240'000 nach oben korrigiert.

Viele müssen sich mit Teilzeitstellen begnügen

Insgesamt gibt es in den USA 12,7 Millionen Arbeitssuchende, mehr als 40 Prozent davon sind seit mehr als einem halben Jahr ohne Erwerbsbeschäftigung. Weitere 7,7 Millionen Personen suchten nach einer Vollzeittätigkeit, mussten sich aber mit Teilzeitstellen begnügen.

Seit Dezember wurden 858'000 neue Beschäftigungsverhältnisse geschaffen, die beste Vier-Monats-Bilanz der vergangenen zwei Jahre. Allerdings warnte der Chef der US-Notenbank, Ben Bernanke, dass die aktuelle Wachstumsrate am Arbeitsmarkt ohne steigende Konsumentenausgaben wahrscheinlich nicht zu halten sein werde.

Obwohl die Arbeitslosenquote auf den geringsten Wert in der Amtszeit von US-Präsident Barack Obama fiel, könnte sie laut Experten für ihn zum Stolperstein im Kampf um die Wiederwahl werden. Seit dem Zweiten Weltkrieg wurde noch kein Präsident im Amt bestätigt, unter dessen Ägide die Arbeitslosigkeit bei acht Prozent lag. «Es gibt noch mehr Arbeit zu erledigen», räumte der ökonomische Chefberater des Weissen Hauses, Alan Krueger, ein. (rbi/sda)

Erstellt: 06.04.2012, 23:04 Uhr

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