Bernankes Rede stützt Schweizer Börse
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Der Schweizer Aktienmarkt hat nach einer zweitägigen Verschnaufpause am Mittwoch den Handel mit festeren Kursen geschlossen. In der zweiten Handelshälfte kam trotz schwacher Immobilien-Daten aus den USA dank positiver Aussagen von Fed-Chef Ben Bernanke Schwung in den Handel. Für dieses Jahr sei mit einem Wachstum zwischen 3 und 3,5 Prozent zu rechnen, sagte Bernanke laut seines vorab veröffentlichten Manuskripts am Mittwoch vor einem Kongressausschuss. Zugleich hielt er an der Sicht der Notenbank fest, derzufolge der Leitzins «für einen längeren Zeitraum» auf dem Rekordtief von knapp über null Prozent bleiben solle.
Die Bernanke-Aussagen hätten die «desaströsen» Angaben zu den US- Neubauverkäufen gedämpft, sagten Händler. Unterstützung boten dabei Nestlé sowie einige Finanzaktien. Auf der anderen Seite drückten Luxusgüteraktien und die Swisscom-Papiere, die von Unsicherheiten um die italienische Tochter Fastweb belastet worden sind, auf die Indices.
Swisscom leicht schwächer
Zum Börsenschluss gewann der SMI 0,58 Prozent auf 6'687,95 Punkte. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) avancierte 0,27 Prozent auf 1'006,24 Zähler und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,51 Prozent auf 5'744,44 Punkte.
Im Fokus standen die Aktien von Swisscom, die am Ende um 0,6 Prozent nachgaben, zeitweise aber mit über 1,5 Prozent im Minus gelegen hatten. Noch deutlicher als Swisscom kamen die Luxusgütertitel von Richemont (-1,3 Prozent) und Swatch Group (-0,5 Prozent) unter Druck. Grössere Verluste mussten auch Actelion (-0,8 Prozent) oder Geberit (-0,9 Prozent) hinnehmen.
Starke Pharmawerte
Die Gewinner wurden von Lonza (3,3 Prozent) angeführt. Die Titel setzten - getragen von Spekulationen um den Einstieg von Christoph Blocher und Grossaufträge von Roche - die Aufwärtsbewegung der vergangenen Tage fort. Gefragt waren auch Sonova (1,1 Prozent).
Starken Aufwind erhielten gegen Handelsende hin die Aktien von Nestlé (1,3 Prozent), während die Pharmaschwergewichte Novartis (0,3 Prozent) und Roche (0,2 Prozent) unterdurchschnittlich zulegten.
UBS legt zu
Bei Basilea (9,1 Prozent) beflügelte eine neue Produktpartnerschaft die Aktien. Walter Meier legten am Tag nach der Ergebnispublikation um 5,4 Prozent zu, bereits am Vortag waren sie um über 13 Prozent in die Höhe gestiegen. Micronas avancierten am Tag vor den Jahreszahlen um 8,9 Prozent.
Einige Finanztitel gehören nach den Verlusten des Vortages am Mittwoch ebenfalls zu den grössten Gewinnern: UBS legten um 1,9 Prozent zu, Julius Bär um 1 Prozent, GAM um 1,1 Prozent.
(oku/sda/)
Erstellt: 24.02.2010, 18:57 Uhr
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