Wirtschaft
Athen-Chaos lässt Anleger zittern
Aktualisiert am 09.05.2012 6 Kommentare
Abwärts: Ein Mann sieht sich in Tokio auf einer Tafel den Stand des Nikkei-Indexes an. (9. Mai 2012) (Bild: Keystone )
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Griechenland und Sorgen um die Euro-Zone haben die Börsen in Asien heute erneut in Schach gehalten. Der am Dienstag mit der Regierungsbildung beauftragte Chef des radikalen Linksbündnisses, Alexis Tsipras, sorgte für besonderen Unmut an den Märkten. Er erklärte die Zusagen seines Landes zum milliardenschweren Rettungspaket für null und nichtig. Das schürte Befürchtungen, dass der eingeschlagene Weg der Währungsunion nicht weiter verfolgt wird.
Die Furcht vor einem Chaos in Griechenland hatte zuvor schon die Wall Street belastet Der Dow-Jones-Index schloss mit einem Minus von 0,6 Prozent bei 12'932 Punkten. Der Euro blieb unter Druck und fiel auf 1,2972 Dollar. Gold büsst zunehmend seinen Ruf als sicherer Anlagehafen ein und gab nach.
In der Schweiz stand der Leitindex SMI heute gegen 11.15 Uhr bei 5932 Punkten, was einem Minus von 0,75 Prozent entsprach. In einem ähnlichen Ausmass gaben die Kurse in Paris nach. In London verlor der Leitindex FTSE ein knappes halbes Prozent. Der deutsche Dax lag nur unwesentlich unter dem Vortagesschluss.
Weiterer Druck erwartet
Der Index für Aktien aus dem Asien-Pazifik-Raum ohne Japan fiel um 1,2 Prozent. In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 1,5 Prozent tiefer auf 9045 Punkten, dem tiefsten Stand seit drei Monaten. Die Börsen in Hongkong, Shanghai, Seoul, Taiwan und Australien verzeichneten ebenfalls Verluste. Analysten rechnen damit, dass der Markt bis zum G8-Gipfel Ende nächster Woche unter Druck bleiben wird.
Bei den Einzelwerten gehörten wegen des stärkeren Yen Exportfirmen zu den Verlierern. Die Aktien des Kameraherstellers Canon büssten 1,7 Prozent an Wert ein. Olympus sackten 3,4 Prozent ab.
Dagegen profitiert der Chipriese Toshiba vom anhaltenden Boom des iPhone und erwartet einen Ergebnissprung im laufenden Geschäftsjahr. Die Toshiba-Aktie legte ein Prozent zu. (rub/sda)
Erstellt: 09.05.2012, 09:02 Uhr
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6 Kommentare
Eigentlich schon ein Witz: Da kann also ein "Chaos" in einer eigentlich kleinen Wirtschaft die ganz Grossen zum Zittern bringen. Sind die solchen Zusammenhängen zu Grunde liegenden Regeln tatsächlich so gültig und logisch? Oder halt eben doch eher ein fiktionales Kartenhaus fernab jeglicher realwirtschaftlicher Relevanz, leider aber trotzdem mit sehr realen Folgen ... Antworten
Anlegen heisst, auf Gewinne zu hoffen, ohne selber etwas zu leisten. Anstatt zu zittern, würden die Anleger gescheiter helfen, Wirtschaft zu machen. Wer nur investiert, hat noch lange nichts geleistet. Wirtschaft ist etwas Reales und findet nicht in einer virtuellen Zahlenjonglage statt. Da hat niemand gegessen davon. Antworten
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