Wirtschaft

Asiatische Börsianer jubeln nach Schuldenschnitt in Athen

Aktualisiert am 09.03.2012 12 Kommentare

Optimismus nach dem erfolgreichen Schuldenschnitt in Griechenland: IWF-Chefin Christine Lagarde spürt den «Frühling in der Luft» und der Nikkei notiert beim höchsten Wert seit sieben Monaten.

Nikkei


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Private Gläubiger stimmen dem Schuldenschnitt zu. (Video: Reuters )

Frohe Gesichter an der Börse in Tokio. (Bild: Keystone )

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Die wichtigsten asiatischen Börsen haben positiv auf die Berichte über eine zunehmende Wahrscheinlichkeit des Schuldenschnitts für Griechenland reagiert. Der japanische Leitindex Nikkei erreichte heute gleich nach Handelsbeginn mit 9.939,33 Zählern kurzzeitig den höchsten Wert seit sieben Monaten - wenig später lag er nach einem Anstieg um insgesamt 1,5 Prozent bei 9.919,69 Punkten.

Der Kospi-Index in Südkorea legte 0,3 Prozent auf 2.006,58 Zähler zu. Der Hang Seng in Hongkong stieg um 0,3 Prozent auf 20.963,75 Punkte.

Frühling liegt in der Luft

Nach dem offenbar erfolgreichen Schuldenschnitt hat sich IWF-Chefin Christine Lagarde optimistisch zur Eurokrise geäussert. Das Risiko einer «schweren Krise» sei vorerst abgewendet worden, sagte die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF).

Es scheine, als werde der geplante Schuldenschnitt glatt über die Bühne gehen. Die Zahlen seien «vielversprechend», sagte sie am Donnerstag gegenüber dem US-Sender PBS und fügte hinzu: «Frühling liegt in der Luft.»

Angesichts eines geringen Wachstums und weiterhin teils hoher Schuldenberge innerhalb der Eurozone gebe es aber noch viel zu tun, mahnte die IWF-Chefin.

Geithner lobt Europa

Von US-Finanzminister Timothy Geithner kam Lob für die EU. Europa habe Fortschritte im Kampf gegen die Schuldenkrise gemacht. In den vergangenen Monaten hätten die Europäer viel bessere Arbeit bei der Bewältigung ihrer Probleme geleistet, sagte Geithner am Donnerstag dem Sender PBS.

Damit hätten sie auch weltweit für mehr Vertrauen gesorgt, dass sich die Risiken eindämmen liessen. Die Menschen in den USA könnten jetzt zuversichtlicher sein, dass Europa der weltweiten Wirtschaft und der US-Wirtschaft keinen grossen Schaden zufüge, sagte Geithner.

An den Finanzmärkten herrschte am Donnerstag grosse Erleichterung, dass der geplante Schuldenschnitt für Griechenland wohl erfolgreich über die Bühne geht. Er ist Bedingung für ein weiteres Hilfspaket der Europäischen Union und des Internationalen Währungsfonds, das eine Staatspleite des Landes abwenden soll.

(mrs/sda)

Erstellt: 09.03.2012, 06:27 Uhr

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12 Kommentare

erich schweizer

09.03.2012, 07:19 Uhr
Melden 8 Empfehlung 0

zum glück hat sich vernunft durchgesetzt und all die pessimisten lügen gestraft. der euro ist immer noch eine starke währung immerhin 30 prozent mehr wert als der dollar. bis in zwei-drei jahren wird sich sogar der schweizerfranken wieder einpendeln gegenüber dem euro. Antworten


Martin Kout

09.03.2012, 06:59 Uhr
Melden 3 Empfehlung 0

Geithner und seine Landsmänner sollen sich lieber zurückhalten. Die hatten ursprünglich die ganze Krise ausgelöst. Antworten



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