Arbeitslosigkeit übersteigt 3-Prozent-Marke
Aktualisiert am 07.12.2011 69 Kommentare
Konjunkturflaute stoppt Schuldenabbau bei ALV
Der konjunkturbedingte Anstieg der Arbeitslosigkeit hat auch für die Arbeitslosenversicherung (ALV) Folgen. Der Abbau der Schulden dürfte im nächsten Jahr zu einem Ende kommen.
Mit einer Arbeitslosenquote von 3,1 Prozent könne die ALV die angehäuften Schulden von 6,6 auf 5,2 Milliarden Franken reduzieren. 2010 hatte sie noch ein Defizit von 1,7 Milliarden ausgewiesen.
Für das kommende Jahr kann aber nicht mit einem weiteren Schuldenabbau gerechnet werden. Die Arbeitslosigkeit wird gemäss SECO im Jahresdurchschnitt eine Quote von 3,4 Prozent erreichen. Das reicht gemäss Gaillard gerade noch für eine rote Null. (sda)
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Nebst saisonalen Effekten hat auch die Konjunktur zum erneuten Anstieg der Arbeitslosigkeit in der Schweiz beigetragen. Die Quote stieg von 2,9 Prozent im Oktober auf 3,1 Prozent, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) mitteilte.
«Zum zweiten Mal in Folge steigt die Arbeitslosigkeit auch aus konjunkturellen Gründen», kommentierte Serge Gaillard, Leiter der Direktion Arbeit beim Seco, gegenüber der Nachrichtenagentur SDA die Statistik. Zwar sei die Zunahme zu etwa drei Viertel saisonal bedingt. Die Konjunkturflaute habe aber ihre Spuren in der Statistik hinterlassen.
Insgesamt waren Ende November 121'109 Arbeitslose bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) angemeldet. Das sind 5931 oder 5,1 Prozent mehr als im Vormonat.
Saisonbedingter Anstieg in einzelnen Branchen
«Die Zahlen deuten darauf hin, dass sich die Wirtschaftsentwicklung im vierten Quartal abgeschwächt hat», sagte Gaillard. Sie deckten sich damit mit den Konjunkturprognosen, welche das Seco im September veröffentlicht hatte. Damals hatte das Staatssekretariat seine Schätzung des Wachstums des Bruttoinlandprodukts (BIP) für das laufende Jahr von 2,1 auf 1,9 Prozent reduziert.
Unter den einzelnen Branchen habe die Arbeitslosigkeit vor allem in der Baubranche, im Gastgewerbe und im Personalverleih zugenommen. Der Anstieg in diesen Branchen sei wiederum hauptsächlich auf saisonale Faktoren zurückzuführen.
Entwicklung der Eurokrise entscheidend
In den nächsten Monaten rechnet das Seco mit einer weiteren Eintrübung der Situation am Arbeitsmarkt. Für das kommende Jahr wird eine durchschnittliche Arbeitslosenquote von 3,4 Prozent erwartet.
Entscheidend werde in den nächsten Monaten sein, wie sich der Frankenkurs entwickelt und ob es Europa gelingt, zu verhindern, dass aus der Schuldenkrise in einigen südeuropäischen Ländern eine europaweite Finanzkrise entsteht, erklärte Serge Gaillard. «Das sind in erster Linie wirtschaftspolitische Fragen, denn realwirtschaftlich besteht kein Grund für einen Rückfall in die Rezession.»
(mrs, jak/sda)
Erstellt: 07.12.2011, 08:22 Uhr
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69 Kommentare
Das sind NUR die als Arbeitslose gemeldeten. Die Ausgesteuerten und die Frustrierten (darunter auch viele hochqualifizierte Leute), die sich irgendwie durchschlagen sind da nicht mitgezählt. - Arbeite im Personalbereich. Auf eine Stellenausschreibung erhalten wir 250-400 Bewerbungen, davon ca. 80% aus dem Ausland. - Die Politik soll endlich aufhören vom Segen der PFZ für die Schweizer zu faseln! Antworten
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