Arbeitslosigkeit steigt im Oktober an – Gastgewerbe leidet am stärksten
Aktualisiert am 07.11.2011 48 Kommentare
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Mehr Arbeitslose in den Berner Tourismusregionen
Auch im Kanton Bern ist die Arbeitslosenquote im Oktober um 0,1 Prozent gestiegen. Sie beträgt neu 2,0 Prozent. 411 Menschen wurden im vergangenen Monat arbeitslos, insgesamt waren es 10'229, wie die kantonale Volkswirtschaftsdirektion mitteilte.
Besonders stark war der Anstieg der Arbeitslosigkeit in den Tourismusregionen. Trotz guter Wetterbedingungen stieg die Zahl der Arbeitslosen im Gastgewerbe um 278 auf 1422 Personen. Die Volkswirtschaftsdirektion geht davon aus, dass dies eine Folge des starken Frankens ist.
Insgesamt waren im Oktober 15'464 Menschen auf Stellensuche. Von ihnen gingen 2560 einer bezahlten Arbeit im Sinne eines Zwischenverdienstes nach. 534 Personen nahmen an einem Beschäftigungsprogramm teil und 251 absolvierten eine Weiterbildung oder Umschulung, die länger als einen Monat dauerte.
In sieben von zehn bernischen Verwaltungskreisen stieg die Arbeitslosigkeit. Die höchste Quote verzeichnete Biel/Bienne mit 2,8 Prozent. (SDA)
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Die Arbeitslosigkeit in der Schweiz ist im Oktober gestiegen – erstmals 2011. Die Quote erreichte 2,9 nach 2,8 Prozent im September. 115'178 Arbeitslose waren bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren gemeldet, 3834 mehr als im September.
Gegenüber dem Oktober 2010 ging die Arbeitslosigkeit allerdings um 17,4 Prozent zurück, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) heute Morgen mitteilte. Dennoch ist der Anstieg um über 3800 Personen seit September stark, erklärt Serge Gaillard, Leiter der Direktion Arbeit im Seco, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur SDA.
Erstmals wieder saisonbereinigt eine Zunahme
Zwei Drittel der Zunahme seien saisonal bedingt, fast die Hälfte gehe aufs Konto des Gastgewerbes. In den Tourismuskantonen beginnt Ende Oktober die Zwischensaison. So ist der Zuwachs in Graubünden und im Wallis besonders gross.
Nach dem Höhepunkt im Januar 2010 mit einer Arbeitslosenquote von 4,5 Prozent wegen der Finanz- und Wirtschaftskrise erholte sich der Arbeitsmarkt rasch. Erstmals seit Ende 2009 ist die Arbeitslosigkeit im Oktober aber auch saisonbereinigt gestiegen, sagt Gaillard. Das zeigt eine Trendwende an.
Seine Direktion rechnet mit einer weiteren Zunahme und 2012 mit einer Arbeitslosenquote von 3,4 Prozent im Jahresdurchschnitt, gegen Ende 2012 gar mit 3,7 Prozent.
Hintergrund dieser Prognose ist, dass der Franken weiterhin überbewertet bleibt, sagt Gaillard. Viele Firmen hätten seit eineinhalb Jahren mit geschwundenen Margen zu kämpfen, machten wenig oder keinen Gewinn. Hinzu komme die Frage, ob es Europa gelingt, eine Rezession zu vermeiden.
Negativ sei der Frankenkurs in jedem Fall für die Beschäftigung in Industrie, Tourismus, Banken und Detailhandel. Positive Beschäftigungssignale gebe es weiterhin von Bau, Gesundheitswesen und öffentlicher Hand, erklärt Gaillard.
Regionale Unterschiede
In der deutschen Schweiz betrug die Arbeitslosenquote im Oktober 2,4 Prozent, in der Westschweiz und im Tessin 4,3. Bei den Frauen erreichte die Arbeitslosigkeit 3,2 Prozent, bei den Männern 2,7. Unter den Ausländern waren 5,7 Prozent Arbeitslose registriert, bei den Schweizern 2,1.
Der Anteil ausländischer Arbeitsloser stieg gegenüber dem September um 0,4 Prozentpunkte an. Darin schlägt sich die Zwischensaison nieder.
Bei den Jugendlichen unter 24 Jahren verringerte sich die Zahl der Arbeitslosen um 222 Personen oder 1,2 Prozent. Gegenüber dem Oktober 2010 sank die Jugendarbeitslosigkeit um 21,5 Prozent. Die Quote verharrte im Vergleich zum September auf 3,2 Prozent.
Insgesamt registrierte das Seco 169'191 Stellensuchende, 4743 mehr als im September. Gegenüber der Vorjahresperiode ist das ein Rückgang von 16,5 Prozent. Die Zahl der bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) gemeldeten offenen Stellen sank dagegen um 685 auf 18'750.
Kurzarbeit nimmt zu
Kurzarbeit leisteten im August 2514 Personen, 13,5 Prozent mehr als im Juli. Die Zahl der betroffenen Betriebe blieb mit 297 gleich. Die ausgefallenen Arbeitsstunden nahmen gegenüber Juli um 7,4 Prozent auf 131'751 Stunden zu. Im August 2010 waren 469'941 Ausfallstunden gezählt worden. Damit bewegt sich die Kurzarbeit weiter auf tiefem Niveau.
Ihr Recht auf Leistungen verloren im August 3190 Personen, wie das Seco basierend auf Zahlen der Arbeitslosenversicherung weiter schreibt.
(mrs/sda)
Erstellt: 07.11.2011, 07:53 Uhr
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Wen wundert's dass die Arbeitslosenzahlen steigen? Die Banken und die Pharmaindustrie machen Milliardengewinne und entlassen trotzdem Tausende Angestellte. Es gibt keine Loyalität dieser Konzerne gegenüber ihren Mitarbeitern. Einzig der Profit zählt! Antworten
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