Wirtschaft
Arabische Investoren pumpen Milliarden in die Schweiz
Aktualisiert am 26.04.2012 84 Kommentare
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Immer mehr Investoren aus arabischen Ländern legen ihr Kapital in der Schweiz an. Dies schreibt die «Handelszeitung» von heute (Artikel online nicht verfügbar). Über staatliche Fonds gehen demnach vor allem schwerreiche Kataris hierzulande auf Einkaufstour. Ein Zürcher Wirtschaftsanwalt berichtet gegenüber der Zeitung von fast täglichen Anfragen aus dem Wüstenstaat. Auch die Emirate Abu Dhabi und Dubai sind prominent vertreten.
Im Fokus stehen bei den Investoren von der arabischen Halbinsel neben privaten Liegenschaften vor allem Luxushotels und Anteile an Schweizer Konzernen. Als Vehikel dafür dient oftmals die Qatar Investment Authority, einer der grössten Staatsfonds der Welt. Der Fonds verfügt über ein Vermögen in Höhe von 85 Milliarden US-Dollar. 2,7 Milliarden davon investierte die Qatar Investment Authority beispielsweise in das Zuger Bergbauunternehmen Xstrata. Damit ist sie heute der drittgrösste Anteilseigner und hat ein gewichtiges Mitspracherecht bei der Fusion von Xstrata mit dem Rohstoffunternehmen Glencore.
Mitglied der Herrscherfamilie im Credit-Suisse-Verwaltungsrat
Auch in der Credit Suisse steckt Geld aus Katar. 2008 investierte ein Tochterunternehmen der Qatar Investment Authority sechs Milliarden Franken in die Grossbank. Einfluss übt Katar seit 2010 auch direkt im CS-Verwaltungsrat aus, wo ein Mitglied der katarischen Herrscherfamilie einsitzt.
Neben Investoren aus Katar sind auch Fonds aus Abu Dhabi und Dubai in der Schweiz aktiv. Die ehemalige Swissair-Flugzeugwartungsfirma SR Technics wurde 2006 von einem Konsortium aus diesen Ländern gekauft. Der Abu-Dhabi-Staatsfonds ist zudem der Besitzer der Zürcher Privatbank Falcon.
Ein global tätiger Emir
Hinter dem katarischen Staatsfonds steht der Emir des Landes, Scheich Hamad bin Khalifa al-Thani. Dieser verwaltet den immensen Ölreichtum seines Landes und tätigt globale Investitionen. Al-Thani gehören verschiedene europäische Fussballclubs. Für das Jahr 2022 holte er die Fussball-WM nach Katar.
Al-Thani investiert zudem im grossen Stil in Schweizer Hotels. Dazu zählt ein Bauprojekt auf dem Bürgenstock in Nidwalden: Ein gigantisches Tourismusprojekt, vergleichbar mit den Plänen des ägyptischen Investors Samih Sawiris. Weiter gehören den Kataris unter anderem der Berner Schweizerhof und das Royal Savoy in Lausanne. (mpl)
Erstellt: 26.04.2012, 10:42 Uhr
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84 Kommentare
Die Schlächter von Bahrain bringen ihr Geld zu uns. Und wir sind damit glücklich? Da sieht man die Doppelmoral der Schweiz. Deren Opfer kämen uns aber höchst ungelegen. Das Geld, das die Opfer nicht haben, darf aber bei uns problemlos als sauber betrachtet werden. Speziell 2 Parteien haben hier ja eine spezielle Brille dafür entwickelt. Man beobachtet uns und andere. Es wird Konsequenzen haben! Antworten
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