Wirtschaft

Diskussion

Alarmstimmung in der Maschinenindustrie

Der Verband Swissmem vermeldet einen Einbruch der Umsatzzahlen: 2012 wird mit einem Nullwachstum gerechnet. Aktuelle Konjunkturzahlen geben den Exporteuren allerdings Grund zur Hoffnung. Mehr...

Von Simon Schmid.

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40 Kommentare

Reto Möhl

23.02.2012, 21:42 Uhr
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Ich habe heute im Fernsehen Teile der Pressekonferenz von Swissmem gesehen. Wie kommt es, dass ihre Schlagzeile Angst verbreitet, während die Ausschnitte der Pressekonferenz von Swissmem sachlich und ohne Polemik verlief? Ich würde mich, freuen wenn die Wirtschafts Berichterstattung nicht primär Angst machend gestaltet würde. Oder was möchten Sie damit für Menschen bewirken? Antworten


Stefan Sollberger

23.02.2012, 19:12 Uhr
Melden 21 Empfehlung 0

ich bin momentan auf Stellensuche. Was mir auffällt dass es viel weniger Stellen gibt, auch im akademischen Bereich. Ich denke wir spüren bereits die Krise, die Unsicherheit, aber auch die PFZ. Auf eine Stelle im Controlling Bereich gibt es 80 Bewerbungen. Im Vergleich vor 2 Jahren war es ein Kinderspiel, eine neue Stelle zu kriegen? Eigentlich frustrierend, wo geht die Reise hin? Antworten


Josef Nemecek

23.02.2012, 18:37 Uhr
Melden 15 Empfehlung 0

Gut gejammert ist halb gemanagt. Man könnte fast meinen, dass eine wichtige "wirtschaftsfeindliche" Abstimmung bevorsteht und dass Stimmvieh noch schnell verängstigt werden muss. Sind denn die Nachrichten der Milliardengewinne von Schweizer Firmen und Konzernen schon vergessen gegangen? Antworten


Kurt Dubach

23.02.2012, 17:34 Uhr
Melden 7 Empfehlung 0

Mal vor jammern, ist besser so, da kann man sich die hohen Löhne sichern, wie und fehr! Wen man bedenkt was wir abgezockt werden, von denjenigen. Möglichst viel Angast machen ist die Devise! ist dies auch fehr? Wen es nur noch 2 Stufen gibt:Reich ( Neues Wort Sklaven für die Armen) Arm! Mit der Geisel Knallen kann jeder, aber das Seil sollte nicht reissen! Antworten


steve walker

23.02.2012, 17:08 Uhr
Melden 21 Empfehlung 0

Es würde mich einmal interessieren, wieviele der arbeitenden Kommentarschreiber in dieser Spalte ihr Gehalt in der knallharten Exportwirtschaft verdienen, wieviele in deren beschaulichem Windschatten fahren (Binnenwirtschaft) und wieviele als Staatsdiener tätig sind. Aufgrund des ziemlich einheitlichen Tenors tippe ich mal auf 1:10:100 Antworten


Alejandro Galan

23.02.2012, 17:06 Uhr
Melden 15 Empfehlung 0

Ja, und? Solange riesige Löhne und Bonus für Manager bezahlt werden, zeigt das, dass die Lage nicht so gravierend ist. Will Swissmem Angst zerstreuen, angesichts der Abstimmung über die 6 Wochen Ferien, als Vorwarnung eines Weltuntergangs, Falls es die Initiative akzeptiert wird? Antworten


alfred bleuler

23.02.2012, 16:34 Uhr
Melden 9 Empfehlung 0

null -wachstum na und, die bäume wachsen auch nicht in den himmel >> seid doch froh, dass es kein minuswachstum gibt >>>> und für den fall dass ihr mal nichts zu tun habt greift in die fetten reserven der letzten jahre (*) und in investiert in innovative und zukunftsträchtige produkte >> ist besser als jammern und auf den alten erungenschaften auszuruhen >> . (* sofern nicht schon "verbonifiziert" Antworten


Hans Muster

23.02.2012, 16:02 Uhr
Melden 31 Empfehlung 0

hört auf mit dem Jammern in den Teppichetagen. Für Boni und neue Geschäftsfahrzeuge habt ihr immer Geld!! Eigentlich sollten die "Büezer" einmal die arbeiten niederlegen und nicht mehr mitmachen. Oder den CEO's die Quiitung geben und die Inititaitve 6 W O C H EN F E R I E N annehmen!!! Antworten


Graziano Tedeschi

23.02.2012, 16:00 Uhr
Melden 13 Empfehlung 0

Vielleicht sollten wir nebst Bauern, Beamten, Hoteliers, Steinböcken auch noch die Industrie- und Dienstleistungensbetriebe subventionieren.
Es gibt sicher ein paar Ossis die uns zeigen wie man das macht.
Antworten


Michi Meili

23.02.2012, 15:49 Uhr
Melden 30 Empfehlung 0

Wenn Nullwachstum bedeutet, dass plötzlich kein "Fachkräftemangel" mehr herrscht und dass die Lohndumperei von billigen ausländischen Arbeitern damit ein Ende hat, dann sehe ich darin das kleinere Uebel. Antworten


Bruno Juchli

23.02.2012, 16:06 Uhr
Melden 7 Empfehlung 0

Den Fachkraeftemangel mag es zwar beheben, aber Lohndumperei beeinflusst es hoechstens negativ. Hindert ja auch in Zukunft niemand daran, billigere Arbeitskraefte aus dem PFZ Gebiet anzustellen. Und das tut man eher, wenn man Preisdruck hat, als wenn man zu viel Geld hat...


cristiano safado

23.02.2012, 15:45 Uhr
Melden 30 Empfehlung 0

Swissmem hat schon immer gejammert, ob die Wirtschaft nun aufwärts oder abwärts ging. Und der Oberjammeri ist mittlerweilen Bundesrat geworden. Doch das muss so sein, denn sonst könnte man die Löhne der Arbeitenden nicht künstlich tief halten. Antworten


Josef Nemecek

23.02.2012, 18:42 Uhr
Melden 2 Empfehlung 0

Und den letzten Präsidenten der Swissmem haben wir nun in den Bundesrat gehievt. Auf dass er auch dort tüchtig vor sich hin jammert.


Ralf Spitz

23.02.2012, 15:40 Uhr
Melden 11 Empfehlung 0

@S.Maier : "So kann [..] Schweizer Know-How von ..vielen arbeitslosen Ingneieuren .. nach China fliessen ".Wie ? Ist zynisch!! Habe kürzl. gelesen, dass 1. in der CH seit Einführung der PFZ 300000 neue Arbeitsplätze entstanden seien. 2. sei dieses Wachstum nur dank den ausländischen Fachkräften möglich gewesen. Arbeitslosenzahl ist aber seit Jahren ca. 140000. Noch mehr der Märchen gefällig.. Antworten


Sacha Meier

23.02.2012, 16:06 Uhr
Melden 2 Empfehlung 0

@Ralf Spitz Die CH ist traditionell ein Low- und Medium-Tech Land. Will heissen, dass wir auf bewährte Technologien setzen und diese qualitativ auf die Spitze treiben. Entsprechend werden Ingenieure, die sich auf fortschrittliche oder gar disruptive Technologien spezialisiert haben, hier nicht gebraucht. Das sehe ich an jedem Bewerbungsschreiben. China setzt hingegen genau auf solche Technologien.


Rosa Scheiber

23.02.2012, 15:25 Uhr
Melden 22 Empfehlung 0

Schaut Euch die Ergebnisse der letzten paar Jahre an.Hört Euch das Gejammer der CEO's an;vergleicht es mit den darauffolgenden Ergebnissen und Ihr werdet den gleichen Schluss ziehen wie ich;jammern auf Vorrat und auf sehr hohem Niveau.Diese"Heulsusen"CEO's sollten alle zurücktreten,denn sie jammern anstatt die Mitarbeiter zu motivieren auch einmal ein flat-year durchzustehen.Beispiele zu Googeln! Antworten


joe walz

23.02.2012, 15:12 Uhr
Melden 30 Empfehlung 0

unfassbar dieses gejammer. und niemand spricht von den guünstigen importen die diese firmen getätigt haben. wo ist als das geld der "fetten jahre" hingeflossen? Antworten


Josef Nemecek

23.02.2012, 18:44 Uhr
Melden 6 Empfehlung 0

@Bruno Juchli: Ich tippe auf (b). Der Unternehmenssteuerreform von BR Merz sei dank.


Bruno Juchli

23.02.2012, 17:13 Uhr
Melden 3 Empfehlung 0

a) Ins Kapital, von dem man nun zehrt
b) in die Taschen der Firmeneigner
c) in die Taschen der Angestellten, denen man hoehere Lohene bezahlen konnte
eines davon oder eine beliebige Kombination.


Rene Wetter

23.02.2012, 17:08 Uhr
Melden 4 Empfehlung 0

@walz: Sie sind kein Maschinenbauer, ich kann Ihnen sagen, dass sich der Maschinenbau gerade von starken Einbrüchen 08/09 (- 60%!!) erholt hatte das der Hammer mit der Aufwertung kam. Keine Rede von Reserven aus "fetten Jahren" denn man hatte die Belegschaft durch die Krise gehalten. Das mit den günstige Importen wiegt das nicht auf und vernichtet längerfriste Arbeitsplätze bei den CH Vertretungen


Sibylle Weiss

23.02.2012, 14:48 Uhr
Melden 4 Empfehlung 0

"Kein Anlass zur Hoffnung.".Dann verstehe ich diesen Optimismus f.d. Exportfirmen nicht,nachdem sie auch in umliegende europ.Länder exportieren u.somit von diesen abhängig sind,ob ihr Laden läuft od.nicht. Solange es IMMER NOCH Firmen gibt,die Arbeiter (CH) ohne Ausbildung/Schulabschluss ohne relavante Leistung "durchseuchen u.mitschleiffen",kann es den Unternehmen doch nicht so schlecht gehen! Antworten


Peter P. Odermatt

23.02.2012, 14:48 Uhr
Melden 11 Empfehlung 0

2012 wird kein Nullwachstum, sondern ein Minus geben. Auch wir rutschen in die Rezession wie die EURO-Länder, wenn auch nicht so stark. Ab 2013 wird dies merklich zu spüren sein. Gut für die Grundeigentümer ist, dass in einer Rezession die Zinsen sehr tief bleiben werden. Antworten


R. E. Schaub

23.02.2012, 15:16 Uhr
Melden 10 Empfehlung 0

@ P.P.Odermatt: Gut für die Grundeigentümer ist auch, dass sie ihre Immobilien schon haben und - bei permanent steigenden Preisen - nicht später kaufen müssen. Die steigenden Nachfrage bleibt. Trotz Rezession wird die Masseneinwanderung nämlich weitergehen, vielleicht sind es netto "nur" 65'000 statt über 70'000 Personen...


maja naef

23.02.2012, 14:43 Uhr
Melden 29 Empfehlung 0

Dann kommen die 6 Wochen Ferien ja wie gerufen. Antworten


Willi Ammann

23.02.2012, 17:23 Uhr
Melden 5 Empfehlung 0

Das wird dann der Freipass für die Wirtschaft sein, Arbeitsplätze wegzurationalisieren oder ins billigere Ausland zu verlagern.Und plötzlich haben einige tausend Ferienhungriger mehr Ferien als gewünscht.Zu allem Überfluss fehlt auch hoch das Geld um die viele Freizeit sinnvoll zu gestalten.Paradiesische Zustände erwarten uns.


Hans Iseli

23.02.2012, 14:45 Uhr
Melden 29 Empfehlung 0

Kein Wachstum!? Das ist ja entsetzlich! Der Untergang schlechthin! Antworten


Rene Wetter

23.02.2012, 17:18 Uhr
Melden 3 Empfehlung 0

Mögen Sie sich noch an die 90er erinnern? Die langen Jahre mit wenig bis kein Wachstum? Mit über 6% Arbeitslosen (im Tessin soger über 9%). Ich will nicht wieder in die 90er zurück


Sacha Meier

23.02.2012, 14:54 Uhr
Melden 8 Empfehlung 0

Die Zukunft der exportierenden Schweizer Maschinenbau- und Elektroindustrie liegt nun einmal in China. Entsprechend wichtig ist, dass Frau BR Doris Leuthard das pendente Freihandels- und Technologietransferabkommen mit China abschliesst. So kann auch industrielles Schweizer Know-How von derzeit vielen arbeitslosen Ingneieuren rasch nach China fliessen, was den Markt weiter ankurbeln würde. Antworten


Sacha Meier

23.02.2012, 15:47 Uhr
Melden 4 Empfehlung 0

@Max Sutter Ich gehöre zu denen. Als Elektroingenieur, der mit einem amtlichen Auslands-Technologietransferverbot belegt ist, bin ich mit 50 arbeitslos geworden - und darf nicht ausreisen. Seit dem letzten Jahr wurden an den beiden CH-Hochschulen, an denen ich geforscht habe, hunderte meiner Kollegen auch entlassen. Viele hatten mehr Glück und durften z.B. ans ITER oder nach China oder Südamerika.


Sacha Meier

23.02.2012, 15:41 Uhr
Melden 4 Empfehlung 0

@Roland Peter Wie begründen Sie Ihre Abneigung? Die CH hat (noch!) genau das, was China unbedingt braucht: Ein Heer von arbeitslosen Industrie-Facharbeitern, Ingenieuren und Forschern, die der künftigen Supermacht dieses Planeten das technologische, industrielle und wissenschaaftliche Know-How zuliefern. Das schafft übrigens auch Platz für neue Einwanderer und entlastet die ALV.


Max Sutter

23.02.2012, 15:23 Uhr
Melden 5 Empfehlung 0

"So kann auch industrielles Schweizer Know-How von derzeit vielen arbeitslosen Ingenieuren rasch nach China fliessen, was den Markt weiter ankurbeln würde." Herr Meier, wenn Sie uns dann noch verraten, wo Sie die derzeit vielen arbeitslosen Ingenieure in der Schweiz gesehen haben - die eine oder andere Firma wäre sicher um Ihren Tipp froh.


Roland Peter

23.02.2012, 15:16 Uhr
Melden 21 Empfehlung 0

Ich denke, dass ist gerade das, was man nicht tun sollte - langfristig gedacht.


Jacques Zimmer

23.02.2012, 14:59 Uhr
Melden 10 Empfehlung 0

Das Ganze ist eigentlich völlig logisch und war vorhersehbar. Wenn unsere vorher schon weltrekordmässigen Preise für Exportgüter durch den starken Franken nochmals 20 % gestiegen sind, wer vom schwächelnden Ausland soll uns denn noch was abkaufen? Antworten


Rene Wetter

23.02.2012, 17:13 Uhr
Melden 5 Empfehlung 0

@Peter: Wissen Sie wieviel Anteil die Rohstoffkosten an einem Produkt haben? Nicht mehr als 10%, die sind meist nicht matchentscheiden. Wissen Sie auch, dass Steuervergünstigungen nur Firmen nützen die Gewinne schreiben und nicht solchen die Probleme haben? Schauen Sie mal in einen Maschinenbaubetrieb rein, die Lohnkosten sind der Löwenanteil


R. E. Schaub

23.02.2012, 15:23 Uhr
Melden 4 Empfehlung 0

Wenn die Entscheidungsträger nominell gleich viele CHF als "Vermittlungsgebühr" (Schmiergeld) erhalten, bekommen sie letztlich in ausländischer Währung mehr - und genau das ist sehr oft entscheidend (Schmieren und Salben hilft allenthalben...).


Roland Peter

23.02.2012, 15:20 Uhr
Melden 16 Empfehlung 0

Nun... der Dollar ist seit langem 30% billiger und der Euro ca. 20%. Somit sind die importierte Rohstoffe auch zwischen 20 - 30% billiger zu kaufen. Dann sind noch gute Steuervergünstigungen für Unternehmen.... wo ist eigentlich das Problem?


Peter Kaegi

23.02.2012, 14:51 Uhr
Melden 41 Empfehlung 0

Das ewige gejammer der Exportindustrie nervt. Redet über die billigen Rohstoffimporte oder die Dividendenausschüttungen oder die Investitionen im Ausland, oder die steuertechnischen Vorzüge in der Schweiz, die Exportrisikogarantie des Staates oder über die hoch qualifizierten durch Steuergelder ausgebildeten Angestellten usw. usw. Antworten


Peter Kaegi

23.02.2012, 18:49 Uhr
Melden 1 Empfehlung 0

Herr Wetter, und gejammer hilt Lohn zu drücken und das Unternehmer-Risiko zu hindern und die Weiterbildung zu verhindern usw. usw.


Rene Wetter

23.02.2012, 17:24 Uhr
Melden 3 Empfehlung 0

@Kägi: 1. Die Rohstoffe haben einen kleinen Anteil am Exportprodukt. 2. Dividendenausschüttungen gibts nur bei Gewinnen. 3. Steuervergünstigungen nützen nur bei Gewinnen. 4. ERG schützt nicht gegen Währungsrisiken.


Roland Peter

23.02.2012, 15:14 Uhr
Melden 15 Empfehlung 0

Ganz genau! Endlich ein Beitrag der es auf den Punkt bringt!



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