Wirtschaft

2,3 Milliarden Euro mehr Steuern für Griechenland

Aktualisiert am 12.01.2013 32 Kommentare

Der Mittelstand und Firmen werden stärker zur Kasse gebeten: Athen beschliesst einschneidende Steuererhöhungen. Diese wurden notwendig, um weitere internationale Hilfsgelder zu erhalten.

«Es ist ein Gesetz der steuerlichen Verantwortlichkeit und Notwendigkeit»: Der griechische Finanzminister Yannis Stournaras. (Archivbild)

«Es ist ein Gesetz der steuerlichen Verantwortlichkeit und Notwendigkeit»: Der griechische Finanzminister Yannis Stournaras. (Archivbild)
Bild: Reuters

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Das griechische Parlament hat in der Nacht ein Paket von Steuererhöhungen und weiteren Belastungen beschlossen. Die Reformen sollen dem Staatshaushalt für dieses Jahr 2,3 Milliarden Euro zusätzlich einbringen.

Die Reform sieht einen Spitzensteuersatz von 42 Prozent für alle Griechen mit einem Einkommen von mehr als 42'000 Euro vor. Zuvor lag der Spitzensteuersatz bei 45 Prozent für Einkommen ab 100'000 Euro. Angestellte und Rentner mit Einkünften von weniger als 25'000 Euro im Jahr sollen demnach weniger Steuern zahlen.

Anhebung der Unternehmenssteuer

Ausserdem werden die Steuern auf Unternehmensgewinne um sechs Punkte auf 26 Prozent angehoben. Das Parlament billigte mit einer Mehrheit von 163 seiner 300 Mitglieder auch die Abschaffung zahlreicher Ausnahmen im Steuerrecht.

«Es ist ein Gesetz der steuerlichen Verantwortlichkeit und Notwendigkeit, die von uns verlangt wird, um die nächste Hilfstranche zu erhalten», warb Finanzminister Yannis Stournaras vor der Abstimmung um die Unterstützung der Parlamentarier.

34,3 Milliarden Euro warten auf Griechenland

Die neue Steuergesetzgebung ist Teil eines 13,5 Milliarden-Sparpakets auf das sich die Regierung in Athen und die Geberländer im November verständigt hatten. Die Verabschiedung war Voraussetzung für die Auszahlung weiterer 14,7 Milliarden an Krediten bis Ende März.

Griechenland hat seit 2010 massive Sparmassnahmen umgesetzt und im Gegenzug internationale Hilfsgelder erhalten. Im vergangenen Monat hatten die Geber aus EU, EZB und Internationalem Währungsfonds Hilfen im Volumen von 34,3 Milliarden Euro freigegeben. (chk/sda)

Erstellt: 12.01.2013, 05:01 Uhr

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32 Kommentare

lucius mayer

12.01.2013, 06:53 Uhr
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Wo bleibt die Besteuerung des griechischen Geldadels? Die angeblichen Erfolge von Sparanstrengungen der griechischen Regierung sind sehr wahrscheinlich - wie schon der EU-Beitritt - das Ergebnis geschönter Rechnungslegung. Im Klartext: gewerbsmäßiger Betrug und Urkundenfälschung. Antworten


Bruno Baertschi

12.01.2013, 07:17 Uhr
Melden 60 Empfehlung 3

Bezahlen jetzt die Reedereien und übrige bisher steuerbefreite Unternehmer/en auch Steuern? Falls ja, hat der Druck der Geldgeber wirklich mal etwas bewegt in GR und Hoffnung kann keimen, ansonsten eher treten an Ort. Antworten