Wirtschaft

Wenn der Chef seine Angestellten ausspioniert

Ein Zürcher Callcenter überwacht seine Mitarbeitenden mit drei Videokameras. Wer zur Toilette geht, muss sich aus- und wieder einloggen. Was dürfen sich Arbeitgeber alles erlauben?

Eines von 850 Callcentern in der Schweiz: Vielerorts müssen Mitarbeitende ständig damit rechnen, dass der Chef Gespräche mithört.

Eines von 850 Callcentern in der Schweiz: Vielerorts müssen Mitarbeitende ständig damit rechnen, dass der Chef Gespräche mithört.
Bild: Keystone

Kamera bei der Firma Lido Kommunikation.

Kamera bei der Firma Lido Kommunikation.

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Was der Arbeitsinspektor der Stadt Zürich am 11. Juli 2008 im Callcenter der Firma Lido Kommunikation AG zu sehen bekam, gefiel ihm gar nicht. Im Protokoll heisst es wörtlich: «1. Die Mitarbeitenden werden mittels dreier Videokameras überwacht. 2. Die Mitarbeitenden müssen sich ausloggen (stempeln), wenn sie sich auf die Toilette begeben. Innerhalb von vier Minuten müssen sie sich wieder einloggen. Andernfalls wird die Toilettenzeit nicht als Arbeitszeit aufgezeichnet.»

Bilder in Echtzeit

Der Inspektor verlangte von der Firma, dass sie die Kameras «sofort» entfernt und das Aus- und Einloggen beim Gang aufs WC abschafft. Das sei nicht geschehen, sagt eine ehemalige Angestellte. Laut ihr handelt es sich bei den Videokameras um sogenannte Echtzeitkameras, die keine Bilder aufzeichnen. Vorgesetzte könnten ihre Untergebenen aber jederzeit via Bildschirm beobachten und beispielsweise erkennen, ob jemand gerade mit einer Arbeitskollegin redet oder etwas isst. «Das funktionierte sogar von Hamburg aus, wo die Eltern des Lido-Chefs im Geschäft mit Klinkerstein-Hausfassaden tätig sind», erzählt die ehemalige Callcenter-Agentin. Das Callcenter sei in Zürich eingerichtet worden, weil es in Deutschland verboten sei, potenzielle Kunden ohne ihr vorheriges Einverständnis zu kontaktieren.

Hauptaufgabe der damals 70 meist deutschen Mitarbeitenden sei es gewesen, Hauseigentümer in Deutschland anzurufen und ihnen eine Sanierung mit dem Fassadensystem «Thermoklinker» schmackhaft zu machen. Am Telefon habe man sich als Mitarbeiter einer «Hauseigentümergemeinschaft» ausgegeben. Pro Anruf seien nur vier Minuten bezahlt worden, sagt die Ex-Agentin. «Wenn ein Interessent mehr wissen wollte, haben wir das Gespräch abgebrochen.»

Zu alldem wollte die Lido Kommunikation AG gegenüber dem TA nicht Stellung nehmen. Über einen Anwalt liess sie alle Vorwürfe dementieren, da sie jeder Grundlage entbehrten.

Abhörperioden maximal 5 Tage

Laut Kaspar Bütikofer von der Gewerkschaft Kommunikation fühlen sich viele Callcenter-Agenten überwacht. «Oft müssen sie für jede Tätigkeit wie das Beantworten einer E-Mail oder das Recherchieren im Internet eine Taste drücken, damit der Chef sieht, wer wofür wie viel Zeit verwendet hat.» Hinzu komme, dass vielerorts bei jedem Aufstarten des Computers ein Fenster aufgehe mit dem Hinweis, dass der Chef Gespräche zu Schulungszwecken mithören könne.

Mitarbeiter auf diese Weise permanentem Stress auszusetzen, ist nicht gestattet. Der Eidgenössische Datenschutzbeauftragte verlangt, dass Abhörperioden in der Regel nicht länger als fünf Tage dauern. Noch besser ist es, Angestellten mit einem optischen Signal – etwa einem aufleuchtenden Lämpchen – anzuzeigen, dass ihr Gespräch gerade mitgehört wird. Kontrollperioden sind im Voraus anzukündigen und dürfen nur dazu dienen, die Leistung der Mitarbeiter zu beurteilen oder sie zu schulen. Es genügt nicht, jemandem bei der Anstellung mitzuteilen, dass von Zeit zu Zeit Stichproben durchgeführt werden. Generell unzulässig sind Verhaltenskontrollen. Das alles gilt nicht nur für Callcenter, sondern für alle Unternehmen.

Auch Videokameras sind verboten, wenn sie das Verhalten der Angestellten überwachen sollen. So will es die Verordnung 3 zum Arbeitsgesetz. Sind Kameras aus anderen Gründen nötig – etwa zur Sicherheit in der Schalterhalle einer Bank –, dürfen Arbeitnehmende nicht oder nur kurzzeitig erfasst werden. Aus diesem Grund musste ein Uhrenfabrikant auf Geheiss des jurassischen Kantonsgerichts alle Kameras entfernen, die er «zur Überwachung der Maschinen» montiert hatte. Das Gericht befand, dass er damit die persönliche Integrität seiner Arbeiter unnötig verletzt habe.

Toilettenbesuch ist Arbeitszeit

Ins gleiche Kapitel gehört das Aus- und Einloggen für den Besuch auf dem stillen Örtchen. «Eine solche Anordnung verletzt die Persönlichkeit des Arbeitnehmers», kritisiert der St. Galler Rechtsprofessor Thomas Geiser. «Das gelegentliche Aufsuchen einer Toilette gehört zur Arbeitszeit und darf nicht auf vier Minuten beschränkt werden.» Nicht zulässig sei es auch, den Mitarbeitenden pro Anruf nur vier Minuten zu bezahlen. «Selbstverständlich gehört auch die übrige Zeit, die ein Angestellter am Telefon für den Arbeitgeber verbringt, zur Arbeitszeit», so Geiser. Falls ein Betrieb seine Mitarbeitenden pro Anruf bezahlen wolle, müsse im Vertrag ein Akkordlohn vereinbart sein.

Ebenfalls nicht erlaubt ist es Arbeitgebern, den E-Mail-Verkehr und das Surfverhalten ihrer Mitarbeitenden systematisch personenbezogen zu überwachen. Das gilt auch dann, wenn ein Betrieb seinen Angestellten untersagt hat, im Büro privat zu mailen und zu surfen (siehe Artikel rechts). Anonyme Kontrollen, die keine Rückschlüsse auf bestimmte Personen zulassen, sind jedoch zulässig, um Missbräuche zu verhindern. Eine Firma darf also zum Beispiel eine Statistik über die angewählten Internetseiten oder über die Zahl versendeter E-Mails erstellen. «Erst wenn ein konkreter Missbrauchsverdacht auftaucht, ist eine personenbezogene Überwachung zulässig», mahnt die Sprecherin des Eidgenössischen Datenschutzbeauftragten, Eliane Schmid. «Zudem muss der Arbeitgeber seine Mitarbeitenden über diese Möglichkeit informiert haben – am besten in einem Reglement.»

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 02.11.2009, 11:25 Uhr

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46 Kommentare

Nadine Binsberger

03.02.2010, 20:39 Uhr
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Das kommt von der entfremdeten Arbeit. In einer Gesellschaft, in der Arbeit nicht entfremdet ist, kommt man gar nie auf solche Ideen. Antworten


Ellen Henz

03.11.2009, 16:38 Uhr
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Ich arbeite schon von Anfang an für die Firma, und wollte erwähnen dass ich noch nie das Gefühl hatte kontrolliert zu werden zum Toilettengang. Zudem musste ich mich auch nicht ausloggen dafür. Antworten


Andy Jehle

03.11.2009, 10:18 Uhr
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Anscheinend weiss Frau Weiss ja so gut Bescheid, dass wenn es nach ihr ginge, alle Callcenter unseriös mit 500 Franken Fixlohn arbeiten... Ich habe schon in diversen Callcenter gearbeitet und bei allen kriegte ich einen Fixlohn von mehr als 4000.- Franken brutto/Monat und sehr gute Arbeitszeiten und Sozialleistungen. Antworten


Tommy Rasmussen

03.11.2009, 08:47 Uhr
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EU will jetzt mit dem Project Indect ein Instrument schaffen, das einzig und allein der Aushebelung der Bürgerrechte dient. Man kann sich dieses Überwachungs- und Datenverarbeitungsmonster als einen Komplettscanner vorstellen, der die gesamte EU-Bevölkerung nach Verhaltensauffälligkeiten durchleuchten soll. Antworten


André Perret

03.11.2009, 05:54 Uhr
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An alle, die den Beitrag von Hr. Gross (08:38) so seriös genommen haben: Relax....er hat es sehr zynisch (sarkastisch) gemeint.....obwohl, die Vorschläge von "leeren Därmen" und/oder Windeln im Prinzip nicht falsch sind...;-). Aber eben, "Nature-Calls mit Call-Waiting" kann nicht einmal Sunrise anbieten - auch mit ihren neuen "opt-out" Leistungen....lol. Antworten


Markus Meier

02.11.2009, 21:58 Uhr
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Viele vergessen hier, dass es auch Call Center gibt, welche sich an die Regeln halten und absolut seriös arbeiten. Wenn Frau Weiss Ihr Wissen zum Besten gibt, hat sie wohl noch nie in einem Call Center gearbeitet. Es gibt auch Call Center ohne Provisionen und mit guten Fixgehälter. Aber in einem online Forum darf halt jeder sog. Experte etwas zum Besten geben... Antworten


Branka Rühle

02.11.2009, 15:07 Uhr
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Das ist also eine von diesen Firmen aus dem Ausland, die hier alle Vorteile geniessen und sogennante "Arbeitsplätze schaffen". Wirklich ein Musterbeispiel für unsere Wirtschaftspolitik! Tip an alle Mitarbeiter von Lido: zeigt Persönlichkeit, kündigt alle auf einmal...ihr werdet euch danach super fühlen! Die "Geschäftsleitung" kann euer Job übernehmen und 24 Std. nach Deutschland telefonieren. Antworten


Sibylle Weiss

02.11.2009, 14:16 Uhr
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Von einem Call-Center würde ich,wenn ich auf Stellensuche wäre,schon grundsätzlich die Finger lassen,da es noch einen Störenfried gibt,nämlich die Provisionsbasis,da der Provisionsanteil NICHT versichert ist. Und wenn der Fixlohn nicht dem branchenüblichen Tarif entspricht (d.h. unter 1'000 CHF) so ist dieser auch nicht versichert; dies könnte auch bei Aussendienstmitarb.der Fall sein (Versich.) Antworten


Markus Berner

02.11.2009, 13:51 Uhr
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Call-Centers sind ungeachtet der beschriebenen Sklavenhalter-Methoden unnötige, belästigende Störenfriede. Die Konsumenten tun gut daran, mal schon die "unbekannt"-Anrufe gemäss Anleitung zu sperren und bei andern "calls" sofort aufzulegen. Achtung: die Bundesverwaltung will nun auch Call-Center spielen und droht beim Auflegen mit Busse. So weit sind wir bereits. Antworten


Walter Hasler

02.11.2009, 12:42 Uhr
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Wo bleibt das Gebrüll der Linken? Ich erinnere mich an die Fichen Affäre.... Antworten


Patricia Suter

02.11.2009, 12:40 Uhr
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@D. Wälti: Ich habe genau 1 mal am Tag (8.5h) 8min Pause, die ich aber am Bürotisch verbringen muss wegen alfälligen anrufen. 5h am Stück auf den Rechner schauen ist wirklich ermüdend. (Leute welche in der Firma auf dem Bau tätig sind haben 30min pause!) Egal ob vorgeschrieben oder nicht, welcher Chef gibt freiwillig mehr Pausen? Er fühlt sich nach 5 std. arbeit (essen mit kunden) ja top fit! Antworten


Angelo Stoffel

02.11.2009, 12:31 Uhr
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Wenn man seine Rechte beim Arbeitgeber durchsetzen will sind zuerst alle dafür und versprechen dich zu unterstützen, aber geht es dann hart auf hart und Du müsstest die versprochene Unterstützung haben zieht jeder sein Versprechen zurück aus Angst es könnte ihm ein Nachteil entstehen. Es ist einfacher von den andern zu profitieren als selbst etwas zu tun. Antworten


Sibylle Weiss

02.11.2009, 12:09 Uhr
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Gross;selbst wenn die Leute Windeln tragen,kommen sie nicht darum herum,diese mal zu wechseln, da dann aus einem nicht gelösten Problem ein Geruchsproblem entstehen wird;dann frage ich mich,was ist am Schluss das kleine Uebel, 5 Min. auf dem WC oder eine "Duftfahne" im Büro,welches womöglich noch keine Fenster hat,die man öffnen kann? Antworten


Mike Keller

02.11.2009, 12:06 Uhr
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Das wird sich für die Firma bitter rächen, denn letztendlich kommen nur noch diejenigen, welche sonst keinen Job kriegen - im Durchschnitt wahrscheinlich nicht die besten. Ist doch eine Schweinerei und menschenverachtend,. Antworten


Klaus Rozsa

02.11.2009, 12:00 Uhr
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Was mich wundert, ist, dass niemand die Gewerkschaften erwähnt: Ist es so schwer zu begreifen, dass die Gewerkschaften die einzige mächtige Organisationen sind, die wirklich die Interessen der Arbeitenden vertreten? Nicht erst melden, wenn es zu spät ist (Laden dicht, entlassen) sondern: Mitglied werden! Die Helfen wirklich, mit Beratung, wenns sein muss sogar mit Anwalt! Antworten


Sibylle Weiss

02.11.2009, 11:51 Uhr
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Wenn der AG nicht will,dass die AN aufs WC gehen,soll er Windeln,welche dann jeder AN anzieht (selbst die müssen ab u.zu mal gewechselt werden,da sonst mit der Zeit ein Geruchsproblem entsteht), bezahlen, ganz einfach.Nur leider kommt es vor,dass auch "Billigarbeitskräfte"mal dort hin müssen,wo der Kaiser das Recht verliert,da die Natur auch vor Grenzgängern NICHT Halt macht! So, und was jetzt? Antworten


Daniel Wälti

02.11.2009, 11:45 Uhr
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Die Herren Stoffel und Boller; 2mal 20min Pause während einem 8.5h Tag sind eigentlich die Norm (wenns mir recht ist sogar im Arbeitsgesetz vorgeschrieben). 3-4mal 10min entspricht also ziemlich genau der sinnvollen Pausendauer. Dass gewisse Leute meinen sowenig Pause wie möglich zu machen käme dem Arbeitgeber entgegen ist leider auch bekannt - was natürlich ein Trugschluss ist (unfit, unmotiviert Antworten


Thomas Schneider

02.11.2009, 11:45 Uhr
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Verkäufer, Sachbearbeiter usw. Immer mehr Leute überwachen diese Leute. Testen anonym, kontrollieren, zeichnen auf, berichten, sanktionieren. Ebenso diktieren immer mehr Leute andern Leuten die Arbeitsweise, die Systeme, die Abläufe. Bei Protest sagt das Marketing: Geht nicht anders, muss so sein, ist die heutige Zeit. Der Hass auf jene, die an der Front alles steuern wollen, wird sicher wachsen. Antworten


Ursula Haass

02.11.2009, 11:37 Uhr
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Leider sind im Moment die Arbeitgeber am längeren Hebel. Das Angebot an vielen und billigen Arbeitskräften ist halt zur Zeit sehr gross und der Arbeitgeber kann die unseriösesten Bedingungen stellen und dadurch nach Herzenslust ausbeutern. Die Schweiz hingt in Bezug Arbeitsrecht ziemlich nach. Aber vielleicht ändert sich das - wollen wir es hoffen! Antworten


Sibylle Weiss

02.11.2009, 11:33 Uhr
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1.Wenn Videos in einer Sicherheitsfirma/Bank/Sparkasse montiert werden,ist dies rechtens u.steht normalerweise im Hausreglement.Wenn aber 2.Kameras in normalen Büros (Callcenter usw) montiert werden,sollte dies auch im Hausreglement stehen,da es ansonsten eigentlich nicht erlaubt ist u.schon gar nicht ohne Vorankündigung an die AN.Wenn jemand spezifisch überwacht wird,muss der AN informiert werden Antworten


Rudi Buchmann

02.11.2009, 11:29 Uhr
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Wer schlechte Löhne bezahlt, kann auch seinen Angestellten nicht richtig trauen. Oder anders gesagt, was nichts kostet, hat auch keinen Wert. Anstatt dass das Geld für bessere Löhne benutzt wird, braucht man es für die Überwachung. Antworten


Dragan Pilic

02.11.2009, 11:23 Uhr
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@Susanne Widmer: Die Jahresarbeitszeit wäre an und für sich eine tolle Sache. Wie so oft, sieht aber auch hier bei der UBS die Realität anders aus. In manchen Bereichen (z.B. WM-IT) wird trotz vertraglicher "eigenverantwortlicher Jahresarbeitszeit" die Arbeitszeit erfasst (Selbsterfassung) und genau kontrolliert... und das, liebe Frau Widmer, sorgt eben nicht für ein gutes Arbeitsklima... Antworten


Kurt Aegeri

02.11.2009, 11:17 Uhr
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Arbeitsrecht hin oder her - die Unternehmer machen sowieso was sie wollen. Und wenn die Zeiten hart sind, wird sich kaum jemand zur Wehr setzen. Daran sind auch unsere bürgerlichen Politiker Schuld, die der Wirtschaft das Wort reden! Und die restlichen Parteien, die nichts dagegen unternehmen. Antworten


Emil Gross

02.11.2009, 11:17 Uhr
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@-Zeller, natürlich; t o d e r n s t ! ! Habe nur einen Fehler gemacht, statt Geschäft, habe ich Geschätt geschrieben. Ich hoffe Sie mögen mir alles verzeihen......;-) Sie scheinen nicht zu wissen, was dieses ;-) bedeutet....! Antworten


Ernst Boller

02.11.2009, 11:16 Uhr
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Da gibt es nur eine Reaktion: kündigen Antworten


Angelo Stoffel

02.11.2009, 11:13 Uhr
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Ich habe in einem Betrieb gearbeitet da haben gewisse Arbeiter 3-4 mal am Tag den Arbeitsplatz verlassen um zu rauchen, und das jedes mal für ca. 10-15 Min das kann es ja auch nicht sein. Die ganze überwachung entstand, weil gewisse Leute es einfach übertrieben haben. Antworten


Susanne Widmer

02.11.2009, 11:05 Uhr
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@ Dragan Pilic - das (nicht persönliche) überwachen von Internet und email Nutzung ist Standard in jeder grossen Firma, nicht nur der UBS! Wer will schon Löhne bezahlen für Leute die den ganzen Tag nur im Facebook hängen. Viel wichtiger: Die UBS hat Jahresarbeitszeit die jeder Mitarbeiter selbst konrollieren kann. Das ist fortschrittlich und sorgt für ein angenehmes Arbeitsklima Antworten


James Lehm

02.11.2009, 11:05 Uhr
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CallCenter sind in meinen Augen der Inbegriff der systematischen Ausbeutung des arbeitenden Menschen. Es werden Leute belästigt, die es nicht wollen (hier Werbung), von Leuten, die gezwungen werden unter solchen Bedingungen zu arbeiten. Wieviel verdient der CEO dieser Agentur denn, wenn er mal aufs Klo geht? Wahrscheinlich soviel wie ein CallAgent im ganzen Monat. Antworten


Robert Minder

02.11.2009, 11:01 Uhr
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@Charles Dupond, 09:59 @Werner Meier, 10:12 Ebenfalls einverstanden. ABER: Die sind bereits im Stadium "scheintot". Ich erwarte da eigentlich gar nichts mehr, ausser langfädigen Diskussionen im theoretischen Bereich. Für Normalbürger nicht mehr wirklich Ernst zu nehmen. Antworten


Peter Muing

02.11.2009, 10:47 Uhr
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Die Jugend von heute braucht eben Motivation und Kontrolle. Meiner Meinung nach geht die Kontrolle aller In- und Outbound Kommunikation in Ordnung. Antworten


Dragan Pilic

02.11.2009, 10:33 Uhr
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Mitarbeiterüberwachung ist in der Schweiz leider traurige Realität. Fragen Sie einmal jemanden bei der UBS, der Bescheid weiss. Das Internet wird dort systematisch überwacht und gefiltert. Ebenso eMails etc. pp. Antworten


Patricia Suter

02.11.2009, 10:27 Uhr
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@R.Zeller: Ironie?! Auf Grund des Beitrages des Herrn Gross habe ich mal die Zeit ausgerechnet die man pro Jahr auf dem WC verbringt: 12min/Tag x 5 = 1h/Woche bei 5 wochen ferien sind es immerhin 47h/Jahr und wenn man rund 8.5 std. arbeitet pro Tag, ist es etwas mehr als eine Arbeitswoche! Trotzdem ist die Massnahme des Callcenters übertrieben. Ich kann die Angst vor totaler überwachung verstehen! Antworten


Werner Meier

02.11.2009, 10:12 Uhr
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@Charles Dupond: Einverstanden. Hoffen wir, dass sie's noch rechtzeitig merken. Antworten


Charles Dupond

02.11.2009, 09:59 Uhr
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@ Werner Meier: Eine echte Sozialdemokratie wie 1919 waere noetiger denn je. Die zu weltsozialamtswahnsinniger Zuspaetkommunismusglobalisiererin mit gynokratischer Schlagseite und Lohndoemperkomplizin der Lohnsklavenhalter degenerierte schadet jedoch nicht nur den lohn- und sozialrentenabhaengigen Einheimischen, sondern sogar auch den dito Eingebuergerten weit mehr als sie ihnen noch nuetzt.... Antworten


Rolf Zeller

02.11.2009, 08:58 Uhr
Melden

@Gross Ist Ihr Beitrag ernst gemeint? Antworten


Marco Henzer

02.11.2009, 08:52 Uhr
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Das Ein- und Ausloggen ist ziemlich selbstverständlich zumal in einem Callcenter die eingehenden Anrufe auf die freien Agents verteilt werden. Folglich muss man sich irgendwie als "bereit" oder eben als "nicht erreichbar/abwesend" kennzeichnen. Aber VIDEOKAMERAS??? Die dann womöglich auch gleich noch die Kundendaten filmen??! Die Begründung dafür würd ich gern hören! Antworten


Paul Meyer

02.11.2009, 08:41 Uhr
Melden

Das Verhalten dieser deutschen Firma in der Schweiz ist skandalös. So kann ja die Umsetzung der Bilateralen Verträge nicht gemeint sein: dass am Schluss eine Art rechtsfreien Raums entsteht, wo ein ausländischer Ar- beitgeber mit vorwiegend ausländischen Mitarbeitern machen kann, was er will! Hier gilt es, Zeichen zu setzen; am besten durch die Publikation der Vorfälle, mit Namensnennung. Antworten


Rolf Schumacher

02.11.2009, 08:40 Uhr
Melden

Jeder Mensch fürchtet das bei andern, wo er die eigenen Schwächen hat. Wir würden einen waren horriblen HARDCORE Film erhalten, wenn wie unsere Teppichetagen ausspionieren würden. Sodom und Gomorra ist nicht im Grossraumbüro, sondern da wo niemand filmen kann. PS: Was soll s, das ist bloss Fantasie, aber die ist zum Glück frei und nicht kontrollierbar. Antworten


Emil Gross

02.11.2009, 08:38 Uhr
Melden

Diese Arbeitgeber sollte man prämieren, denn wenn man die Zeit, die ein Angestellter auf dem WC verbringt im Jahr zusammen zählt, dann kommt man doch auf eine grosse Summe. Schliesslich kann man verlangen, dass man mit entleertem Darm zur Arbeit erscheint und für das kleine Geschätt, kann man Windeln tragen. Alles andere ist ein grosser Schaden für die gesamte Wirtschaft,..........;-) Antworten


jens fisher

02.11.2009, 08:13 Uhr
Melden

Die meisten Unternehmen haben Folterinstrumente zur Kontrolle der Mitarbeiter, Vorstände, Aufsichtsräte. Von Telefon und Mail Überwachungen bis hin zum Ausspionieren des persönlichen Umfelds und Aktivitäten. Es werden Personen geschickt die sich als Bewerber oder Interessente für irgendwas ausgeben. Das meiste läuft geheim ab, oft mit spezialisierten Unternehmen . Die Auftraggeber sind krank. Antworten


Werner Meier

02.11.2009, 08:07 Uhr
Melden

Ein Rückfall in den Manchester-Kapitalismus. Somit hat die Sozialdemokratie also doch noch nicht ausgedient. Antworten


Stefan Jost

02.11.2009, 07:52 Uhr
Melden

Videokameras (und zwar mehr Kameras als heute!) gehören in Bahnhöfe, Trams, Strassen, Parks, Gebäudeeingänge etc., aber sicher nicht an Büro-Arbeitsplätze. Antworten


Malte Gross

02.11.2009, 07:27 Uhr
Melden

So, es wurde darüber berichtet. Und nun? Passiert was? Viele denken wohl, dass solche menschenverachtenden Massnahmen nur in kommunistischen Regimes möglich wären.. Antworten


Adrian Schreiber

02.11.2009, 06:57 Uhr
Melden

Ich befürchte ernsthaft, dass genau diese Mentalität hier zu einem ähnlichen Zustand wie in DE führen wird. Krankhaftes Sparen, nur nicht bei sich selber. Antworten


Maria Halder

02.11.2009, 06:45 Uhr
Melden

Lido, Lidl, ..... Wollen wir solche "Geschaefte" wirklich unterstuetzen? Zurueck an Absender, bitte. Vorher noch eine saftige Busse. Antworten


Tina Violante

02.11.2009, 06:44 Uhr
Melden

Wer so was macht der ist ja Krank!Aber spontan kommt mir eine Frage auf:Wer spioniert der Chef???????????Zum Motto wie Du mir so ich Dir! Antworten



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