Frauen stecken in der Falle
Von Angela Barandun. Aktualisiert am 15.06.2010 69 Kommentare
Frauen verdienen noch immer ein Viertel weniger als Männer – Grafik vergrössern
Was Frauen tun müssen, um einen höheren Lohn auszuhandeln
Interesse: Nehmen Sie Ihren Lohn wichtig. «Mir begegnen oft Frauen, die sagen, der Lohn sei nicht so wichtig, solange das Team und die Inhalte der Arbeit stimmten», sagt Kathrin Arioli, Leiterin der Fachstelle für Gleichstellung von Frau und Mann des Kantons Zürich. «Das ist gut und recht, aber trotzdem soll das Unternehmen anständig für die geleistete Arbeit zahlen.» Sie selbst wurde kaum je von einer Frau beim ersten Einstellungsgespräch gefragt, wie viel man verdiene. «So etwas erstaunt mich», sagt Arioli.
Information: Informieren Sie sich über die gängigen Löhne. Und zwar nicht nur bei Kolleginnen, wie Harvardprofessorin Hannah Riley Bowles herausstreicht, sondern auch bei Kollegen: «Sonst orientiert man sich von Anfang an an einem zu tiefen Niveau.»
Argumente: Erstellen Sie eine Liste der Leistungen, die Sie fürs Unternehmen erbracht haben. «Bloss zu sagen: Mein Kollege verdient mehr als ich, ist der falsche Weg», sagt Sabine Schmelzer vom Verband Business & Professional Women Switzerland. Der Verband hat im März den Equal Pay Day organisiert und bietet in diesem Zusammenhang Kurse für Lohnverhandlungen an.
Fettnäpfchen: Bringen Sie in den Lohnverhandlungen kein externes Jobangebot zur Sprache. Das erhöht zwar Ihre Chance auf eine Lohnerhöhung, wie Riley Bowles Forschung zeigt. Frauen machen sich dadurch aber sehr unbeliebt. Die versteckte Drohung widerspricht dem Bild der loyalen Frau. Das führt dazu, dass Chefs nicht mehr mit ihr arbeiten wollen. Männer haben dieses Problem übrigens nicht.
Nicht aufgeben: Geben Sie nicht zu schnell auf. «Man darf sich nicht gleich abschrecken lassen, wenn das erste Nein vom Chef kommt», sagt Unternehmerin Schmelzer. Statt das Nein sofort zu akzeptieren, sollten Sie verhandeln. Und sich vorher genau überlegen, wie gross der Spielraum ist. (aba)
Frauen verdienen in der Schweiz 76 Rappen gegenüber jedem Franken, den ein Mann kassiert – eine Differenz von 24 Rappen. Davon lassen sich 14 Rappen erklären: Frauen arbeiten eher in Tieflohnbranchen, haben weniger Berufserfahrung, übernehmen seltener Führungsposten oder sind schlechter ausgebildet. Die restlichen 10 Rappen verdient Frau nur deshalb weniger, weil sie kein Mann ist.
Ein Grund dafür ist: «Frauen schneiden bei Lohnverhandlungen systematisch schlechter ab», sagt Kathrin Arioli, Leiterin der Fachstelle für Gleichstellung von Frau und Mann des Kantons Zürich. Bisher ging man davon aus, dass Frauen schlechter verhandlen als Männer. Entweder, weil sie gar keine Lohngespräche führen oder zu wenig konsequent auftreten. Wären Frauen mehr wie Männer, so der Vorwurf, wäre die Lohnungleichheit behoben.
Chefs finden sie weniger nett
Eine neue Studie zeigt nun, dass das nicht stimmt. Im Gegenteil. Gerade weil Frauen sich wie Männer verhalten, stecken sie in der Falle. Das Problem: Chefs nehmen Frauen die Frage nach einer Lohnerhöhung grundsätzlich übel. Das hat Harvardprofessorin Hannah Riley Bowles mit einer ganzen Reihe von Verhandlungsexperimenten nachgewiesen. «Vorgesetzte empfinden eine Frau, die mehr Lohn will, automatisch als weniger nett und ihre Ansprüche als übertrieben. Das führt dazu, dass Frauen seltener eine Lohnerhöhung bekommen und ihre Vorgesetzten weniger gern mit ihnen arbeiten», sagt Riley Bowles.
In den Augen der Chefs übertreten die Frauen eine Grenze: «Sie ritzen das gesellschaftliche Rollenbild», sagt die Amerikanerin. Demnach müssen sich Frauen um andere kümmern. Männer hingegen müssen ihre Familie ernähren. Vor diesem Hintergrund macht es laut Riley Bowles sogar Sinn, dass Frauen seltener höhere Löhne verlangen. «Sie nehmen das Risiko instinktiv wahr und gehen dem Konflikt aus dem Weg.»
«Frauen verhalten sich nicht einfach falsch»
Für Kathrin Arioli von der Gleichstellungsstelle ist die Studie eine Bestätigung: «Die wertvollste Erkenntnis ist: Frauen verhalten sich nicht einfach falsch.» Die Verwirklichung der Lohngleichheit sei nicht Aufgabe der Frauen, sondern der Chefs und Firmen. Auch Sabine Schmelzer vom Verband Business & Professional Women Switzerland weiss aus Erfahrung, dass eine Frau, die dasselbe tut wie ein Mann, anders angesehen wird: «Wird eine Frau laut, ist sie hysterisch. Wird ein Mann laut, ist er energisch.»
Riley Bowles empfiehlt daher, dass die Frauen ihren Ton und ihre Strategie im Lohngespräch sorgfältig wählen: «Frauen machen einen besseren Eindruck, wenn sie ihren Chefs vermitteln, dass ihnen das Unternehmen wichtig ist.» Das allein bringt aber noch keine Lohnerhöhung. Darum rät die Professorin den Frauen, gleichzeitig zu erklären, wieso ihre Ansprüche gerechtfertigt seien. Zwei Szenarien hat sie in Experimenten erfolgreich getestet. Erstens: Die Frauen sagten, ihr Teamleader habe sie angewiesen, mehr Lohn zu verlangen. Zweitens: Die Frauen stellten ihre Verhandlungsfreudigkeit als eine Fertigkeit dar, die ihnen im Job hilft.
Wissen zunutze machen
Auch Schweizer Expertinnen raten den Frauen, sich das Wissen um die Reaktionen der Chefs zunutze zu machen. «Einen Teamleiter vorzuschieben, finde ich aber daneben», sagt Arioli. «Wenn sich die Frauen nur noch innerhalb von Stereotypen bewegen dürfen, ist das ein Rückschritt für die Sache.»
Riley Bowles widerspricht: «Jedes Mal, wenn eine Frau erfolgreich mehr Lohn aushandelt, ebnet das anderen Frauen den Weg.» Denn je mehr Frauen gut verdienten, desto schneller ändere sich das Rollenbild. Und damit sei am Ende allen geholfen. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 14.06.2010, 22:50 Uhr
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69 Kommentare
Ich komme aus einer Familie wo alle Geschwister meiner Mutter ihre Familien ernähren, weil der Partner weniger Verdient oder sie geschieden sind. Davon sind 5 Frauen und 2 Männer. Nur um zu Zeigen, dass es sehr wohl Frauen gibt die "sozial abwärts" Heiraten. Mindenstens einen Vorteil hat dieser Artikel, ich weiss, wer die Rechnung im Restaurant bezahlt. Antworten
Mir ist nicht ganz klar, was meine potentielle Partnerwahl mit der Tatsache zu tun hat, dass ich gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit verlange. Je mehr Frauen verdienen, desto geringer der Druck auf die Männer, allein für das familiäre Auskommen sorgen zu müssen. Ist das nicht ein äusserst entspannender Gedanke? Antworten
@Anastasia: verstehen Sie denn nicht, wie absurd das ist? Frauen wollen zwar gleichviel verdienen wie Männer, aber der eigene Mann soll bitteschoen mehr verdienen? Das funktioniert vielleicht noch im Einzelfall, aber auf gesamtgesellschaftlicher Ebene geht das schon rein mathematisch nicht mehr auf. Was sollen dann die schlecht verdienenden Männer tun, für die Frauen wie Sie sich zu schade sind? Antworten
In meiner Firma (180.000 MA) werden Männer und Frauen gleich bezahlt und haben die gleichen Teilzeit-Möglichkeiten. Wer die Arbeit macht bekommt auch die Kohle. - Trotzdem gibt es natürlich auch viele stressige Berufe, mit viel Verantwortung, die nicht besonders gut bezahlt sind und überdurchschnittlich von Frauen ausgeübt werden. Meistens weiss man das aber vorher und konnte sich entscheiden. Antworten
@Thuer: Ein Loser ist für mich der, der nicht den Drink, sondern die ganze Flasche will. Ich muss NIEMANDEN heiraten, nur meinen Lohn zu rechtfertigen. @Strasser: Ist Ihnen schon mal aufgefallen, das es Branchen gibt, in denen man sich nur schwer selbständig machen kann??? @Thomas Müller: Aus eigener Erfahrung. Antworten
Klar, gleicher Lohn für gleiche Arbeit, ich bin dafür! Bloss, ich kenne keine einzige Frau die in der entsprechenden Position weniger verdient als ein Mann! Bei uns in der Firma werden Frauen generell bei Stellenbesetzungen bevorzugt, es gibt Frauenräte und so weiter und so fort. Angesichts dessen komme ich zum Schluss, dass solche Statistiken mit grosser Vorsicht zu geniessen sind! Antworten
@Anastasia Charpova: 1. Gleichstellung geht alle an, ist also kein weibliches Thema. 2. Wie kommen sie darauf das sozial schlechter gestellte per se intellektuell unterlegen sein sollen? Das ist eine diskriminierende Aussage die seinesgleichen sucht! Antworten
Eine Lösung des Problems ist in Sicht: Arbeitgeber müssen sparen und werden automatisch nur noch die "günstigeren" Arbeitnehmer einstellen - also nur noch Frauen?! Oder kommen am Ende nur noch Arbeitnehmer aus Europa zum Zug, und das Lohnniveau fällt generell? Spanien hat 20% Arbeitslosigkeit... In China sind die Löhne gerade gestiegen - von 120 auf 250 Franken.... Hopp Schwiiz!!!! Antworten
Gleiche Arbeit, gleiche Leistung, gleiches Pensum = gleicher Lohn für Mann und Frau. Aber auch: gleiche Pflichten! Militärdienst, Militärdienstpflichtersatz. Rentenalter haben wir ja bald. Das Scheidungsrecht muss auch noch angepasst werden. Gleiche Rechte, gleiche Pflichten! Antworten
@Leoni Schwarz: die Differenz ist dadurch gerechtfertigt, dass Frauen im Gegensatz zu Männern kaum je sozial nach unten heiraten. Diese allgemein mangelnde Grosszügigkeit (welche Frau spendiert einem Mann schon mal einen Drink) findet halt ihre Retourkutsche bei den Löhnen. Wenn Frauen nicht so Status- und Ernährer-fokussiert wären, würden Männer auch nicht so an ihrem Status festklammern. Antworten
Ja, Männer haben Angst davor, wenn Frauen immer mehr verdienen und diese Angst ist sehr berechtigt. Während schlecht bezahlte Frauen noch die Möglichkeit haben, sich durch Heirat besser zu stellen, stehen schlecht bezahlte Männer vor dem nichts, denn Frauen heiraten nur sehr selten sozial nach unten. Solange Frauen nicht lernen Loser zu lieben, solange stemmen sich die Männer gegen gleichen Lohn. Antworten
Die Gleichstellungsbeauftragte (warum sind das immer Frauen?) gibt Studien in Auftrag, die die Existenzberechtigung einer solchen absolut nutzlosen Staatsstelle rechtfertigen. Die Lohnfrage interessiert ein paar Fundamentalfeministen und Ewiggestrige. Es wird immer Unterschiede geben, egal wo, wie und warum. Ich bin dieses ewige Gmoegg leid; wen interessierts heute noch ausser ein paar Linken? Antworten
Leider muss ich den ganzen Artikel mit einem einzigen, harschen Wort kommentieren: Unsinn! Frauen verdienen weniger, weil sie statistisch und in der Allgemeinheit betrachtet Tätigkeiten mit weniger hohen Wertschöpfung ausüben als Männer. So einfach und so unspektakulär ist das. Sorry, ich weiss, dass sich damit keine sozialpolitischen Forderungen durchdrücken lassen, aber Fact ist Fact. Antworten
Ach, die Frauen beklagen sich wieder. Warum machen sich nicht mehr selbständig, stellen nur andere Frauen an und zahlen ihnen gute Löhne? Es ist halt einfacher, an die Schuldgefühle der Männer zu appelieren, anstatt sich anzustrengen. Ich bin übrigens seit 23 Jahren selbstständig. Antworten
@Daniela Siegfried: Die Schlussfolgerung ist aber so nicht korrekt, da nicht automatisch die 10% (ich meinte in der Studie etwas von 8% gelesen zu haben) welche man mit den untersuchten Faktoren nicht erklären kann, auf diskrimminierende Faktoren zurückgeführt werden müssen. Zudem werden meines Wissens Arbeitszeit und überstunden nicht berücksichtigt. Antworten
Als Frau wird man heut überall diskriminiert, erst bei der Arbeitssuche, dann beim Lohn und auch bei der Partnersuche gehört man nach 25 zum alten Eisen, traurig! Darum sollte wenigstens der Lohn für eine Frau dem eines Mannes entsprechen. Männer tratschen während der Arbeit natürlich nicht im dem Masse, wie die Frauen, was aber keine Rechtfertigung sein sollte! Es wehe der Wind of change,jawohl! Antworten
@ Ramona Schreiber: es geht mir darum, dass Lohngleichheit fuer gleich qualifizierte Menschen gefordert wird, und dass das nichts zu tun hat, mit wem jemand verheiratet oder verpartnert ist. Frauen duerfen sich uebrigens auch gerne selber motivieren, eine Karriere zu verfolgen, finde ich. Und Maenner ihre Frauen. Das koennte ja fuer alle beteiligten vorteilhaft sein. Antworten
Auch heute noch, das wichtigste Ziel vieler Frauen ist die "Endstation Heirat".... sobald der Traummann auftaucht träumen sie, mit der Arbeit aufzuhören. Dieses verhalten schadet auch den Frauen die Karriere machen wollen. Die Firmen investieren, aus diesem Grund weniger in Frauen, und geben den Frauen weniger Chancen. Logisch, oder? Antworten
Ich sage nur: Novartis, USA ... 250 Millionen Dollar Schadenersatz können da nicht falsch liegen, oder? Ausgrenzung von Schwangeren, weniger Gehalt... Novartis ist nicht die einzige Firma, die Diskriminierung der Frauen kultiviert. Da wette ich mein Monatslohn! Antworten
@Adriana Habotoglu Aber genau Ihre Aussage ist doch ein völliger Widerspruch. Die Damen müssen also 50% weniger leisten als die Herren zu gleichem Lohn. Ja was gilt den nun jetzt? Entweder wird gleiche Leistung gleich vergütet (und zwar überall) oder man lässt es besser sein, anstatt überall nach einem Sonderfall zu suchen. Antworten
@ Adriana Hapotoglu: Genau! Und wenn ich mich zusammen mit einer Person bewerbe, die 50 mehr IQ drauf hat und die gleiche gegebene Arbeit massiv schneller erledigt als ich, dann soll diese Person bei gleichem Lohn auch dementsprechend mehr arbeiten müssen ohne zu murren, bzw. ich weniger! Antworten
@ Sandro Hitz: "Frauen verdienen in der Schweiz 76 Rappen gegenüber jedem Franken, den ein Mann kassiert – eine Differenz von 24 Rappen. DAVON lassen sich 14 Rappen erklären: Frauen arbeiten eher in Tieflohnbranchen, haben weniger Berufserfahrung, übernehmen seltener Führungsposten oder sind schlechter ausgebildet. Die restlichen 10 Rappen verdient Frau NUR DESHALB WENIGER, WEIL SIE KEIN MANN IST" Antworten
@ all die geifernden Mannsbilder hier: Ja, man soll nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Aber genau das tut dieser Beitrag ja nicht! Er zeigt eben gerade auf, dass selbst bei Subtraktion aller nachvollziehbarer Faktoren, die zu höheren Männerlöhnen führen, eine Benachteiligung der Frauen bestehen bleibt, die nicht erklärt werden kann. Aber das wollt ihr ja nicht hören. Oder könnt ihr nicht lesen?? Antworten
Bei uns gibt es keine Lohnunterschiede zwischen Frau und Mann…! Anscheinend herrscht in vielen Köpfen der Kommentatoren blosser NEID. Es gibt eine Lektüre „So lügt man mit Statistik von Walter Krämer“, empfehlenswerter Lesestoff für Leute die alles und jedem Glauben. Antworten
Es wäre auch mal schön, wenn mal die Berechnung der Lohndifferenz offengelegt wird. Eine rudimentäre Erklärung einer "Fachfrau" hörte ich vor etwa 2 Jahren. Vieles beruht scheinbar auf Annahmen, Erhebungen aus den 90er-Jahren, Schätzungen, Extrapolationen etc. Für mich klingt sowas mehr nach Voodoo als nach einer seriöse Erhebung worin man/frau mehr oder weniger klar die Beweise erbringen kann. Antworten
@ Leoni Schwarz: ich hoffe, Sie nehmen das auf keinen Fall persönlich! Interessant ist doch, dass bekannte Namen hier nicht auftauchen, da es nicht um Ausländer, law&order, oder um etwas hochpolitisches geht. Zum Thema Lohngleichheit haben die sowieso gar nichts zu sagen (weil von Lohngleichheit auch in der Bibel nichts drin steht) und die, die etwas sagen, hättens auch bleiben lassen können. Antworten
@Adriana Hapotoglu: Gott sei Dank sehen Sie es als Frau auch so! Ich sage schon immer: ein Mann der seine Frau schlägt ist harmlos, schliesslich muss er 1.5 Mal so stark zuschlagen, wie wenn es eine Frau wäre ... haben Sie verstanden, was für falsches Zeug Sie formulieren??? Antworten
Das nenne ich gleicher Lohn für gleiche Arbeit: Bei den Grandslam-Profi-Tennisturnieren bekommen Männer wie Frauen das genau gleiche Preisgeld. Da Männer mehr Kraft und Kondition haben ist es doch völlig normal dass für das gleiche Preisgeld die Frauen 2 Gewinnsätze, die Männer 3 Gewinnsätze (50% mehr) spielen müssen. Gleiche Regeln = gleiche Arbeit = gleicher Lohn für Mann und Frau. BRAVO Tennis Antworten
Dieser Beitrag ist doch ein absoluter Witz. Da werden einfach Frauenlöhne mit Männerlöhnen verglichen, unabhängig von Pensum, ja sogar gänzlich unabhängig von der Arbeit selber! Auf so einer Basis will man diskutieren? Ernsthaft? Mann kann doch nicht allen ernstes einfach alle Frauenlöhne mit allen Männerlöhnen vergleichen - unter totaler Negierung des tatsächlich ausgeübten Berufes. Lächerlich. Antworten
Ich schliesse mich Boris an. Man kann keine Äpfel mit Birnen vergleichen. Viele Frauen schätzen es, wenn man sie anders (nicht schlechter) behandelt. Man sollte doch einfach akzeptieren, dass Frau - und Mann sein nicht dasselbe ist und lieber auf die eigenen Vorzüge setzen. Es gibt ja genug Dinge bei denen Frauen besser dran sind als Männer - und nur die schwachen Männern meckern darüber. Antworten
Genau dieser Typ frustrierter Macho (s. u.) mit dem Gerechtigkeitssinn einer neugeborenen Hyäne, der glaubt, Frauen seien auf der Welt, damit er sich überlegen fühlen kann, und jede hasst, die ihm den Gefallen nicht tut, macht uns die Teamarbeit und die Kaffeepause zur Hölle. Dass ihr nicht wahrnehmt, wenn wir - subtil oder grob - diskriminiert werden, heisst nur, dass ihr betriebsblind seid. Antworten
Die Kommentare einiger Herren schockieren mich ein wenig... Dass es für gleiche Arbeit (sprich gleiche Qualifikation, gleiches Pensum, gleiche Arbeit) geschlechtsunabhänig den gleichen Lohn geben soll, ist doch nichts als logisch! @F. Thuer: Was hat denn mein Zivilstand mit meinem Lohn zu tun? Bekomme ich etwa automatisch mehr wenn ich "sozial abwärt" heirate?? Antworten
Um es vorweg zu nehmen, ich bin für gleichen Lohn für gleiche Arbeit, ohne wenn und aber, unabhängig vom Zivilstand. Es ist jedoch sogar für mich als Mann schwierig zu erkennen, wie mein Lohn im Verhältnis zum Lohn von anderen Mitarbeitern steht. Solange in der Schweiz generell kaum über die Höhe der Löhne gesprochen wird, habe ich null Anhaltspunkte ob ich "moralisch" Anrecht auf mehr Lohn habe. Antworten
Solange nur einseitige Ungerechtigkeiten behandelt werden, sieht das nach Rosinenpickerei aus. Da dürfte ruhig auch mal der Gesamtkontext betrachtet werden (Militärdienst, Wehrpflichtersatz, Rentenalter, Witwenrente, Sorgerecht). Im übrigen schliesse ich mich der Meinung von Herrn Daniel Keller an. Den letzten Fall von Lohnungleichheit (wegen des Geschlechts) habe ich in den 90ern beobachtet. Antworten
Mehrere tausend Jahre männliche Herrschaft, was war das Resultat: Kriege, gewalttätige Religionen, Umweltprobleme und Umwelt desaster etc. 150 Jahre männliche Herrschaft in der Wirtschaft, was hats gebracht? Ausbeutung, Verschuldung, Armut, Ungerechtigkeit. Weniger Männlichkeit braucht dieser Planet, wenn wir als Zivilisation weiter existieren wollen. Und das sag ich als Mann... Antworten
Das Internet ist offensichtlich - das zeigen auch die Kommentare hier, auf Mamablog oder in internationalen online Medien - zum Rückzugsgebiet der Machos und Frauenhasser geworden. Wer sich hier als bekennende Feministin auf Diskussionen einlässt, wird von Hunderten misogyner Anwürfe unter der Gürtellinie und Hassmails bombardiert. Traurig, dass viele Männer sich offenbar nie ändern werden... Antworten
@Christian Schenk – wie kommen Sie auf die Idee, dass ein Mann mir meine Rechnung bezahlt? Selbst ist die Frau! Sie und die meisten Männer hier haben den Artikel völlig falsch verstanden: gleicher Job, gleiches Pensum, gleiche Verantwortung = gleicher Lohn. Egal ob Männlein oder Weiblein. Was mich hier enorm schockiert, ist die Neanderthal-Mentalität, die die meisten Männer hier pflegen. Antworten
Mit diesem Bericht stimme ich vollkommen überein. Leider haben die "männlichen" Wesen, die in den hohen Etagen sitzen oftmals vergessen, dass viele Scheidungen heutzutags vollzogen werden und nicht mehr nur der Mann hauptsächlich als der "Ernährer" in der Familie betrachtet werden dürfte. Antworten
Hans Affeltranger@ Ich glaube nicht, dass die Frau - falls sie den Mut hat zu versuchen, das Recht auf gleichen Lohn gerichtlich einzuklagen - bei Gericht gewinnt. Die Richter sind zum allergrössten Teil Männer und dann wird sie Pech haben. Dieses Problem besteht ja selbst in dieser Branche. Ich bin sicher, dass eine Richterin weniger Lohn erhält als ein Richter und dies akzeptieren muss! Antworten
@ karin baur: Frauen heiraten nach oben, oder 'motivieren' ihren Partner eine berufliche Karriere zu starten, was wiederum ihrem Traum einer glücklichen Zweierkiste mit Kindern ruiniert, da erfolgreiche Männchen sich oft mehrere Weibchen zu halten pflegen. Männer aber heiraten auch problemlos nach unten, damit ist auch gesagt, weshalb Frauen weniger verdienen, es liegt an ihrem eigegen Verhalten. Antworten
Hoppla, bei 99% der männlichen Kommentare, hoffe ich, dass sie eine Minderheit repräsentieren und die entprechenen Personen keine Kompetenzen über Lohnhöhen haben. Ansonsten ist der Artikel hinfällig, da eine baldige Lohngleichheit unrealistisch. Wandel beginnt im Kopf. Antworten
Was hat ein Lohn mit dem Zivilstand zu tun? Im Berufsleben soll die geleistete Arbeit belohnt werden nicht das Geschlecht. - warum kann / darf eine Frau nicht mehr verdienen als der Ehemann? - warum muss eine Frau immer noch mehr Leisten als ein Mann? Solche Gedanken sind doch so was von Überheblichkeit. Haben Männer Angst um ihre Macht? Wie heisst es so schön? Hinter jedem starken Mann s Antworten
Durch meine Position hatte ich in bisher vier Unternehmen Einsicht in Details der Salärstruktur. In keiner einzigen Firma waren Lohnunterschiede nach Geschlechtern feststellbar. Pikant war der Fall einer Angestellten, die jahrelang wiederholt einen "gerechteren" Lohn einforderte - und sich irgendwann vorweisen lassen musste, dass sie in ihrem Sektor zu den bestverdienenden gehörte. Antworten
Ich habe das Gefühl das bei solchen Studien zu wenig gleichem mit gleichem verglichen wird. Ich würde gerne mal ein Beispiel aus der Praxis sehen. Es muss gleiche Erfahrung/Ausbildung und gleiche Leistung (Überstunden, usw.) verglichen werden. Meiner Meinung nach herrscht Chancengleichheit. Habe noch nie etwas anderes gesehen und gehört in meinem Job. Das Gejammere geht mir langsam auf den Geist. Antworten
Die Lohndifferenz lässt sich also mehrheitlich damit erklären, dass Frauen eher in Tieflohnbranchen arbeiten, weniger Berufserfahrung haben, seltener Führungsposten übernehmen oder schlechter ausgebildet sind. Die zu Grunde liegende Studie ist wertlos, da sie nicht Gleiches mit Gleichem vergleicht. Oder was soll der Mann sagen, der weniger verdient, weil er in einer Tieflohnbranche arbeitet? Antworten
Da kann ich aber nur lachen! Wenn eine Frau wie bei uns dem Vorgesetzten den Hof macht, dann kann man als Mann noch so viel Einsatz leisten, dann ist man einfach nur der Dumme! Viel Arbeit, wenig Ertrag im Gegensatz zur Lady mit wenig Arbeit, dafür umso mehr Ertrag. Antworten
@Thuer: nicht, "solange sollen sie auch nicht mehr verdienen", sondern: "solange sollen sie auch nicht mehr verdienen als ihr Mann": wenn sie einen heiratet, der besser qualifiziert ist, so ist es verstaendlich dass der auch ev mehr verdient. Das hat aber gar nichts zu tun mit dem Vergleich zwischen dem Lohn dieser Frau und einem Mann, der genau gleich qualifiziert ist. Antworten
Erstaunt lese die Kommentaren zu diesem Artikel. Wenn Männer so eine Einstellung haben ist der Lohnunterschied zwischen Männer und Frauen in der Schwiez kein Wunder! Wer eine Frau heiratet sollte natürlich überhaupt nicht mit der Sache zu tun haben. Oder meint man, dass ein Mann mit Hausfrau und Kinder zu Hause, unabhängig von Leistung automatisch mehr als Kollegen ohne Familie verdienen sollte? Antworten
In der Schweiz ist das Pensum in vielen Firmen oft immer noch wichtiger als das, was am Ende des Tages als Ergebnis entstanden ist. Was Herr Grogg erzählt, habe ich bisher meist umgekehrt erlebt - aber es bringt hier die Sache nicht weiter, wenn wir pauschalisieren. Anstatt Schubladendenken führt auch hier alleine der Wille zu einer gerechten, menschen-orientierten Firmenkultur zum Ziel. Antworten
So habe ich doch auch Einiges in meiner langen Berufszeit erlebt, als dipl. Pflegefachfrau. - Vor einigen Jahren. - Und ich stelle fest, dass sich nicht wirklich viel verändert hat seither! Vor 30 Jahren haben eine Kollegin und ich uns schon gewehrt, und einen höheren Lohn für die strenge Nachtdienstzeit eingefordert, und mit Erfolg. Denn Dauernachtwachen findest du nicht so leicht! - Antworten
@C.Grogg: Werden Sie doch effizienter, dann können Sie sich diePause für den 9 Uhr Kaffee auch leisten. @Felix Thuer:So ein Quatsch! Meistens sind es doch wohl die Männer, die nicht heiraten wollen, oder? Ab wann ist denn die Grenze für ihre Regel überschritten, so dass Frauen dann gleichviel verdienen dürfen? Wenn Sie von einer geheiratet wurden, und nicht mehr arbeiten müssen? Antworten
Die Frauen die ich kenne, haben sich qualifiziert durch Kompetenz, Einsatz und sachliches Verhalten. Auch können sie ihr Frausein positiv einbringen, ohne Frauchen zu spielen. Sie sind so in SItuationen stark, wo Männer keinen Vorteil haben und können kompensieren, dass Männer an anderen Orten einen Vorteil haben. Übrigens: Sie verdienen entsprechend gut. Antworten
Bisher haben sich nur die Herren der Schöpfung gemeldet. Obwohl das eigentlich ein weibliches Thema ist. @ Thurer: Wieso sollte ich jemanden heiraten, der mir intelektuell total unterlegen ist??? Ist das in Ihren Augen nicht absolut masochistisch. @Grogg: Wieso unterstellen Sie den meisten Frauen unproffesionalität und Faulheit??? Antworten
Oje. Immer die gleichen Märchen vom weniger verdienen. Arme Frauen werden von einem weltumspannenden Männerbündnis unterjocht und versklavt. Ernsthaft. Ich arbeite seit 25 Jahren auch in Lohnbuchhaltungen und nie sah ich Lohnlisten nach Geschlecht, Nationalität, Hautfarbe etc. Thema arme Frau, böser Mann. Vor zwanzig Jahren verdiente ich gleichviel wie eine Kollegin. Sie arbeitete 80% ich 100%! Antworten
Schön, dass sich hier bis jetzt fast nur Männer melden, die erklären, wieso es gerechtfertigt ist, dass Frauen weniger verdienen. So lange solche Meinungen offenbar gang und gäbe sind, ist es kein Wunder, dass Frauen lohnmässig diskriminiert werden. Viele Frauen würden vielleicht gerne 100 Prozent arbeiten, aber wenn der Mann viel mehr verdient, stecken sie halt zurück, sobald Kinder da sind! Antworten
Mal abgesehen dass klar ist dass Gleicher Lohn = Gleiche Wertschöpfung heisst (sprich gleiche Arbeitszeit z.B.) möchte doch Frau vom Mann gerne verwöhnt werden. Wie soll das gehen wenn Mann nicht auch mehr Geld hat um das tun zu können? Grosser Denkfehler der Frauen hier. Im Osten ist es deshalb normal dass Mann mehr hat. Er soll ja auch alle Rechnungen zahlen. Oder zahlt Frau künftig im Ausgang? Antworten
Eine ganz dumme Frage?Weshalb sind denn Teamleader und Chefs überwiegend Männer?Eben diese " Weltbürger"scheinen die Frauen noch in ihrer alten Rolle zu sehen und auch dort behalten zu wollen.Einen Ehemann,Kinder und doppelte Arbeit unter einen Hut zu bekommen und dann noch um den Lohn zu kämpfen, nicht einfach.Einen goldenen Kranz kann man ja auch den Gewerkschaften und der Politik nicht flechten Antworten
Ob dies wirklich nur diesen Grund hat? Wie oft arbeiten Frauen ledilich 80% oder weniger? Kann es denn nicht sein, dass Frauen, die nicht 100% arbeiten öfters mal als nicht so wichtige Arbeitskraft angesehen werden, wie MAs die 100% arbeiten, was bei Männern eher der Fall ist? Und auf wen lässt sich's eher verzichten und hat somit eine schlechter Position bei Lohngesprächen? Antworten
Solange nur die wenigsten Frauen bereit sind, einen Mann mitzuernaehren und auch mal sozial abwaerts zu heiraten, solange sollen sie auch nicht mehr verdienen. Sonst haben wir eine Menge unverheirateter, schlecht qualifizierter Maenner, die in Gewalt und Elend abrutschen und eine Menge hochqualifizierter Frauen, die ihre Intelligenz niemandem vererben. Emanzipation geht so nicht auf. Antworten
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Elisabeth Schoch
So sei einmal mehr bewiesen, dass das Problem bei den Frauen liegt. Egal wie sie sich verhält, sie macht es falsch. Da soll es noch wundern, warum sich so viele Frauen selbständig machen. (Einfache Erklärung: Sie können es sich leisten, denn Verluste würden allenfalls vom alleinseligmachenden Ernährer gedeckt... sozosagen ein Sandkastenspiel). Antworten