Schweizer Ex-Banker in Singapur verurteilt

Der Ex-Manager einer schweizerischen Bank ist in Singapur schuldig gesprochen worden, weil er verdächtige Überweisungen in Höhe von über 1,26 Milliarden US-Dollar nicht gemeldet hat.

Auf dem Weg zum Gerichtsprozess: Der verurteilte Schweizer Ex-Manager Jens S. (11. Januar 2016)

Auf dem Weg zum Gerichtsprozess: Der verurteilte Schweizer Ex-Manager Jens S. (11. Januar 2016) Bild: Keystone

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Ein Gericht verurteilte den Schweizer am Mittwoch zu 28 Wochen Gefängnis und einer Geldstrafe von 128000 Singapur-Dollar. Der Fall hängt eng mit dem Finanzskandal in Malaysia zusammen, der dort das Umfeld des Regierungschefs Najib Razak in Bedrängnis gebracht hat.

«Der Beschuldigte hat es bewusst unterlassen, die verdächtigen Transaktionen zu melden, trotz der Pflicht (...), dies zu tun», sagte der zuständige Richter Ow Yong Tuck Leong bei der Urteilsverkündung.

Ermittler belogen

Der verurteilte Jens S. hatte sich in sechs Anklagepunkten schuldig bekannt, Informationen nicht preisgegeben und die Ermittler belogen zu haben. Sein früherer Arbeitgeber, die Falcon Private Bank, wurde im Oktober die Schliessung ihrer Zweigstelle in Singapur befohlen. Zudem musste sie eine Strafe in Höhe von 4,3 Millionen Singapur-Dollar (rund 2,8 Millionen Euro) zahlen.

S. ist der erste Ausländer, gegen den in Singapur im Rahmen der multinationalen Ermittlung zum malaysischen Finanzskandal Anschuldigungen erhoben wurden. Mehreren Personen aus dem Umfeld Najibs wird vorgeworfen, aus einem verschuldeten Staatsfonds mehr als eine Milliarde Dollar gestohlen zu haben. (pat/sda)

Erstellt: 11.01.2017, 13:56 Uhr

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