Der wahre Grund für die Euro-Krise
Von Markus Diem Meier. Aktualisiert am 16.03.2010 65 Kommentare
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Euro in der Krise: Die Serie
DerBund.ch/Newsnet berichtet in einer losen Serie während den kommenden Tagen über die Probleme der europäischen Währung, über einen möglichen Währungsfonds, drohende Staatsbankrotte sowie Gewinner und Verlierer der Euro-Krise.
Im ersten Teil lesen Sie im nebenstehenden Text: Das enge Korsett des Euro – wie der von Deutschland gepushte Stabilitätspakt nun Europa durchschüttelt.
Im zweiten Teil lesen Sie am Dienstag: Krise? Der Euro ist dennoch bislang eine Erfolgsgeschichte.
Seit einigen Tagen wird in der Europäischen Union heftig über die Gründung eines Europäischen Währungsfonds EWF gestritten. Laut einem Vorschlag von zwei Ökonomen soll ein solcher, ähnlich wie der Internationale Währungsfonds IWF, Euroländern in der Finanzkrise beistehen und ihr Finanzgebaren scharf überwachen. Anders als das internationale Vorbild soll er auch Konkursverwalter sein. Das heisst, er soll einen geordneten Staatsbankrott durchführen können.
Der Vorschlag ist nur das jüngste Beispiel für die Hektik, in der momentan über die Zukunft des Euro debattiert wird. Auslöser der bisher grössten Krise der Europäischen Währungsunion ist die hohe Verschuldung von Griechenland und der fortgesetzte Bruch der Stabilitätskriterien, die alle Länder mit dem Euro einzuhalten haben: Kein Budgetdefizit über 3 Prozent, keine Gesamtverschuldung höher als 60 Prozent gemessen am eigenen Bruttoinlandprodukt BIP. Die Verschuldung Griechenlands wird auf 115 Prozent am BIP geschätzt. Das Budgetdefizit beläuft sich auf 12,7 Prozent. Als Grund für die Krise wird weiter genannt, dass die Griechen bisher ihre Zahlen mit Hilfe von Finanzderivaten und mit Schummeln in der Statistik geschönt haben.
Schummeln in der Statistik
Doch die Griechenlandkrise allein erklärt das Ausmass der Vertrauenskrise in die Gemeinschaftswährung nicht. Das BIP von Griechenland hat am Euroraum bloss einen Anteil von 2,5 Prozent. Die Stabilitätskriterien haben fast alle anderen Länder ebenfalls verletzt oder sie verletzen sie noch immer. Belgien und Italien wurden von Beginn weg mit einer Gesamtverschuldung von mehr als 100 Prozent gemessen an ihrem BIP in den Euroclub aufgenommen. Selbst mit Schummeln in der Statistik und mit Finanztricks kennen sich auch andere Euroländer bestens aus.
Der wahre Grund für die aktuelle Krise liegt darin, dass jetzt all die Widersprüche sich brutal entladen haben, die schon seit den ersten Plänen zur Gründung der Währungsunion bestanden haben. Der Euro war von Anfang an ein politisches Projekt, kein ökonomisches. So lassen sich die Stabilitätskriterien erklären, deren Einhaltung heute für viele Mitgliedsländer zum Problem wird.
Geldpolitik der deutschen Bundesbank
Richtig Schub erhielt die Euro-Idee erst nach der Wiedervereinigung in Deutschland 1989. Vor allem die Franzosen sahen die gemeinsame Währung als Möglichkeit, die Deutschen über eine Gemeinschaftswährung ans europäische Projekt festzuzurren. Ausserdem sahen die Franzosen mit dem Euro eine Möglichkeit, dem gnadenlosen Diktat der deutschen Mark zu entkommen.
Das Europäische Währungssystem vor der Währungsunion wurde von der harten Mark dominiert. Der Geldpolitik der deutschen Bundesbank mussten sich faktisch alle europäischen Länder beugen, unabhängig davon, was ihre eigene Konjunkturlage gerade erfordert hätte. Die Folge waren wiederkehrende schwere Währungskrisen – die teilweise zu grossen wirtschaftlichen und politischen Spannungen geführt haben.
Vehement gegen eine Währungsunion
Die Franzosen haben sich aber vom Euro noch mehr erhofft als nur ein Entkommen vom deutschen Diktat: Der Euro sollte auch die Tür öffnen für eine europaweite Wirtschaftsregierung. Ohne eine solche könnte eine Gemeinschaftswährung nicht funktionieren, waren sie überzeugt. Das entsprang einerseits ganz generell der französischen Eigenart, der Politik ein grosses Gewicht in der Wirtschaft zu geben. Das Anliegen entsprang aber auch ökonomischer Logik: Geldpolitik kann an Grenzen kommen und Fiskalpolitik wird nötig. Die Weltfinanzkrise hat das erneut gezeigt und auch die aktuelle Euro-Krise ist ein Beispiel dafür.
Doch vor allem die mächtige deutsche Bundesbank stellte sich anfänglich vehement gegen eine Währungsunion. Auch in der deutschen Bevölkerung war das Euro-Projekt aus dem gleichen Grund höchst unbeliebt. Auf keinen Fall wollten sie eine Währung mit einem Land wie Italien teilen, das für seinen laxen Umgang mit der Geldpresse berühmt war. Für die Deutschen gab es nichts Schlimmeres als eine Währung auf schwachem Fundament. Der Horrorinflation der 20er-Jahre gaben viele eine Mitschuld am Siegeszug der Nationalsozialisten.
Laxe Geld- und Fiskalpolitik
Ohne die Deutschen war aber eine Währungsunion undenkbar. Um ihre Bedenken auszuräumen, mussten Aufnahmekriterien her, damit Länder mit einer laxen Geld- und Fiskalpolitik gar nicht erst mitmachen konnten. Darin bestand der ursprüngliche Zweck der Konvergenzkriterien. Hätten die Deutschen damals geahnt, wie sich die Situation mit Griechenland noch entwickeln wird, wäre die Währungsunion kaum je Wirklichkeit geworden. Doch Italien konnte man dann doch nicht abweisen. Das Land gehörte zu den Gründungsstaaten der EU. Man baute auf die Hoffnung, dass die Italiener, wie alle anderen Mitgliedsstaaten auch, alles tun würden, um die Kriterien wenigsten in der nächsten Zukunft zu erfüllen.
Mit den Konvergenzkriterien, beziehungsweise den späteren Stabilitätskriterien, wurde dennoch ein Instrument geschaffen, um die Politiker möglichst aller konjunkturpolitischen Möglichkeiten zu berauben. Mit einer zentralen und von demokratischen Prozessen abgeschotteten Geldpolitik der EZB für alle Länder und einem maximalen Budgetdefizit von 3 Prozent schien das gewährleistet. Zusätzlich wurde die Regel aufgestellt, dass einem überschuldeten Land keine Finanzspritze verabreicht werden darf. Das enge Korsett entsprach damals auch dem Mainstream bei den Makroökonomen, wo man überzeugt war, dass eine aktive Konjunkturpolitik ohnehin nichts bringt. Eine Ansicht, die in der jüngsten Krise dramatisch widerlegt wurde.
Streng auf deutscher Linie
Der Euro wurde zur Deutschen Mark mit anderem Namen und die Notenbank der neuen Währung, die Europäische Zentralbank EZB, wurde zu einer Art Nachfolgeorganisation der Deutschen Bundesbank – aber noch unabhängiger von jeder demokratischen Kontrolle, noch strikter auf Geldwertstabilität bedacht, noch weniger beeindruckt von der Arbeitslosigkeit in den Mitgliedsländern. Wim Duisenberg, der erste Präsident der EZB, hielt sich streng auf der Linie der Deutschen Bundesbank, wie schon die holländische Notenbank, die er zuvor präsidierte. Selbst sein französischer Nachfolger Jean-Claude Trichet hat einmal gesagt, dass er in seiner Heimat wegen seiner Geldpolitik mehr als Deutscher statt als Franzose gelte.
Schon vor der aktuellen Krise stellte sich heraus, dass das Korsett durch die Stabilitätskriterien zu eng war. Selbst das Musterland Deutschland vermochte sie nicht durchwegs einzuhalten. Dasselbe gilt erst recht für Frankreich. Das Problem war, dass Länder in einer Rezession automatisch eine Verschlechterung ihres Budgets hinnehmen mussten: Die Sozialkosten steigen dann und die Steuereinnahmen sinken. Wegen den Stabilitätskriterien müssen sie dann noch zusätzlich sparen und die Konjunktur abwürgen. Die Geldpolitik der EZB half einem solchen Land in diesem Fall nur, wenn sich auch der gesamte Euroraum in einer Rezession befunden hat.
Der Kampf hat begonnen
Die politische Wirtschaftsregierung, die sich Frankreich von Beginn weg wünschte, hätte in einem solchen Fall mit einem Europa übergreifenden Budget eingreifen können. Doch die Idee blieb bisher Wunschtraum. In der aktuellen Krise brechen allerdings all die alten Debatten wieder auf. Die Franzosen fordern erneut ihr politisches Gegengewicht zur EZB. Die Deutschen verteidigen deren Unabhängigkeit vor jeder politischen Einmischung umso vehementer. Bis zur Griechenlandkrise hat die Währungsunion an ihren inneren Widersprüchen noch kaum Schaden genommen. Das hat sich geändert. Die Regeln werden sich ändern müssen. Der Kampf hat begonnen. (DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 16.03.2010, 13:32 Uhr
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65 Kommentare
Weder die EU an sich noch der Euro ist das Problem. Es ist unser Geldsystem, der 300-jährige Zinsgeld-Beschiss und die ganzen "Finanzprodukte" welche die Habenden reicher und die Armen ärmer machen! So lange diese Ungerechtigkeiten bestehen, wird keine Idee Früchte tragen können. Wie lange wir wohl noch zuschauen und die wahren Probleme totschweigen? 1., 2. und bald 3.Weltkrieg? Nichts verstanden. Antworten
Die EU war schon immer eine Illusion gewesen, hatte nie etwas mit der Realität zu tun. Es war klar dass schwache Länder in Südeuropa es schwer haben in einem Klub von "Reichen" Jetzt haben wir den Mist und keiner weiss mehr Rat. Soll die Schweiz etwa mithelfen Mrd in einen kranken Klub zu pumpen? Das könnte den Herrschaften in Brüssel so passen. Antworten
@eugen bissegger: Danke für Ihren Hinweis "Alles Schall und Rauch" Sehr einfach über Google zu finden, 1. Artikel. Würde empfehlen dass Herr Schale diesen auch liest. Ich warte immer noch auf eine konkrete Antwort von Hr. Schale betreffend Rosinenpickerei............. Antworten
Lest einmal unter: ALLES SCHALL UND RAUCH: Interview mit Nigel Farage sowie: "Herman Van Wer? Ach so, Van Bilderberg!" und "Sie sind der stille Mörder der europäischen Demokratie!" Dann kommen wohl einige EU - "Gläubige" ins Grübeln. Die Ziele sind ganz andere. Das EU-Volk hat nicht viel zu melden, das wird nur noch verwaltet. Einzig die Abgeordneten können gewählt werden, das wars dann. Antworten
@leo schale. Bitte zählen Sie einmal die Rosinenpickerei auf ! Konkret ! Wir haben die PFZ akzeptiert, bauen die NEAT auch für Euopäer, zahlen Kohäsionsmilliarden an die neuen EU Länder, wo bitte bleibt also die ROSINENPICKEREI ? Und dass in der EU schon lange Frankreich und Deutschland das SAGEN haben scheint auch vielen bekannt zu sein. Sie sagen es ja in Ihrem Kommentar auch !! Tolle Demokratie Antworten
@leo schale, leider hinterlässt Ihre Meinung beim mir eine "schalen Eindruck". Ihnen gehts doch überhaupt nicht um die Sache sondern darum, wiedermal gegen die SVP zu lästern. Ohne EU die Schweiz ein Nichts?? Die EU benötigt unsere Ware so, wie wir die ihrige, dies ohne dass wir einer EU beitreten müssen. Wenn Sie so versessen sind der EU beizutreten, nehmen Sie einfach in einem EU-Land Wohnsitz.. Antworten
@René Grossenbacher, und wie die CH in der EU mitmauschelt (Bilaterale Rosinenpickerei)!!! Haben Sie schon mal darüber nachgedacht, dass ohne die EU die CH ein NICHTS wäre? Die CH ist völlig abhängig von der EU, insbesondere von DE und Frankreich. Die EU ist die beste Zukunftsidee seit dem WK u. für jede Idee muss auch gekämpft werden, deshalb wurde u.a. seit 1957 auch schon sehr viel erreicht! Antworten
BRAVO @Arthur Meier: Es ist schon erschreckend zu erfahren wieviele SVP-lastige Schweizer einmal mehr den Untergang der EU herbeisehnen. Die EU und der Euro werden aber zum Leidwesen dieser Miesmacher weiterhin existieren und uns ein friedliches Europa garantieren. Die Schweiz wird davon wie üblich profitieren ohne etwas dazu beizutragen. Das Wunschdenken der EU-Feinde = sogar endgültiges Eigentor Antworten
Es ist schon erschreckend zu erfahren wieviele SVP-lastige Schweizer einmal mehr den Untergang der EU herbeisehnen. Die EU und der Euro werden aber zum Leidwesen dieser Miesmacher weiterhin existieren und uns ein friedliches Europa garantieren. Die Schweiz wird davon wie üblich profitieren ohne etwas dazu beizutragen. Antworten
@R.Leemann: "wer hat wohl darauf gedrängt, dass es einen Euro geben muss - niemand anders als die Grossmacht USA". Woher nehmen Sie das? Der Euro ist ein politisch-wirtschaftlich motiviertes Projekt der EU, gerade zum US$ ein Gegengewicht zu setzen. Die grössten Mächte, die da was ausgeheckt haben, heissen Deutschland und Frankreich. Ich kann nur empfehlen, lesen Sie den Artikel nochmals gründlich Antworten
Ich finde bei solche Artikeln jeweils schade, dass man nicht auch einen Blick auf die Schweiz wirft. Wie würde sich die Schweiz schlagen, wie hoch ist hier die durchschnittliche Staatsverschuldung. Würde die Schweiz die Kriterien erfüllen -schliesslich hat die Schweiz über 300 Milliarden Schulden (Bund, Kt., Gem.) Antworten
Der wahre Grund liegt darin, dass man dem Volk, die voraussehbare Welt - Wirtschafts - / Finanz-Krise verschwiegen hat, welche die USA verursacht hat - darum wurde die EU zu einem EU- System-Wechsel gezwungen - jetzt sollte allen klar sein wie der Hase läuft, und was es heisst globalisiert zu sein. Antworten
Ich sage nur: Wikileaks.org Ein Garant für Frieden und Wohlstand? Wo denn? In welchem Land hat der Wohlstand seit Beitritt zur EU zugenommen? In der Chefetage vielleicht? Weshalb hat wohl der Euro in Deutschland den Übernamen "Teuro" bekommen? Wacht endlich auf Leute, nicht alles was gedruckt steht ist auch die Wahrheit! Frieden ja aber nur solange jeder nach Brüssels Pfeiffe tanzt... Antworten
@T.Walcott: Da Gläubiger die Staatsverschuldung vor einer Kreditvergabe nicht der Wikipedia entnehmen, sind diese Zahlen dort nicht "unter Druck", sind überprüfbar und im Fall GR-Land bereits durch die Regierung geschönt worden. Die Wikipedia-Schlachten toben zB um Kriegsopferzahlen und Begriffe wie "Unrechtsstaat". Jede Seite kann unter "Versionen" geprüft werden, was wann dran geändert wurde. Antworten
Ich verstehe all diese Häme und Schadenfreude nicht, dass die EU in einer Krise steckt. Man sollte sich mal bewusst werden, wieso die EU überhaupt enstanden ist. Wie sah denn Europa vor 50 Jahren aus? Das Projekt EU eine grossartige Sache. Es ist es jede Mühe wert, darauf aufzubauen und voranzutreiben, auch wenn es nicht perfekt ist. Es ist ein Garant für Frieden und Wohlstand auf längere Zeit! Antworten
@ M. Heim: Israel brauch keine geschenkten Uboote, denn es hat definitiv selbst genug selbst generiertes Geld und ist daher absolut unabhängig von USA oder EU. Deswegen betonen gerade diese Konstrukte bei jeder Gelegenheit die ach so tiefe Freundschaft. weder Stabilitätspakt noch einheitswährung Euro täuschen über die exorbitanten Verschuldungen der Mitglieder hinweg, marode war dies von Beginn an Antworten
Eine Einheitswährung ohne einheitliche Fiskalpolitik ist und bleibt eine synthetische Währung, die funktioniert nur bei schönem Wetter. Was bei Schlechtwetter passiert, sehen wir ja jetzt. Die EU hätte ein Wirtschaftbund bleiben sollen. Eine Staatenbund wie USA oder die Schweiz wird sie nie werden können. Antworten
Das grosse / globale Fiasko ist Perfekt - und wär hat wohl darauf gedrängt, dass es einen Euro geben muss - niemand anderst als die Grossmacht USA - und denen sollen wir weiterhin Vertrauen schenken - wir müssen langsam umdenken - die Abhängigkeit ist viel zu gross. Antworten
Es scheint, dass die EU/Euro Phantasien bald verblatzen werden. Die Länder werden mit dem Grossfeldversuch Euro die Volks- und Privatvermögen ihrer Bürger zerstört haben. Die Folge daraus Unruhen und Gewallt. Wie war das noch: "In dem wir die Nationalstaaten überwinden, überwinden wir den Motor der Kriege"? Es scheint, diese Herren haben genau diese Gefahr heraufbeschworen. Antworten
Man kann nicht eine heterogene Ländergemeinschaft über eine Leiste schlagen. Es wurde im Artikel erwähnt, man hat gehofft, dass sich die schwächeren EU-Gründerländer an die vorgeschriebenen Richtwerte werden hin entwickeln. Wenn die Geldpolitik und Volkswirtschaftspolitik der EU an deutsche Massstäbe angebunden wurde, liegt es auf der Hand, dass Länder wie I, P, E da nicht mithalten können. Antworten
@M.Heim: Schauen Sie in der Wikipedia "Reparationszahlung" an. Sie finden dort das "Pariser Reparationsabkommen" von 1946 und das "Londoner Schuldenabkommen" von 1953. Soviel zum Thema "offiziell wurden nach dem 2WK keinerlei Reperationszahlungen vereinbart". Und nochmals: jede halbwegs "glaubwürdige" Verschwörungstheorie ist im Netz zigfach zu finden, diese, die "jeder weiss", nicht einmal. Antworten
absolut Ihrer Meinung Herr Klein, auch die Einschätzung von Herrn Gerber stimme ich zu. Aber Wikipedia als Referenz bei einem solchen Thema anzugeben ist verwerflich. Die Daten auf Wikipedia sind - und das ist schon längers bekannt - manipulierbar von gewissen Interessengemeinschaften. Also wir lesen auch dort nur das was WIR lesen sollen/dürfen! Antworten
Es ist eigentlich eine globale Fiat-Schuld-Geld Krise, das heisst die unheilvolle Geschichte des ungedeckten Papiergeldes das man als Schulden in Umlauf bringt wiederholt sich wieder, aber diesmal als globales Experiment, dass die ganze Welt ins Chaos stürzen wird. Das ungedeckte Papiergeld wird wie immer in der Geschichte, durch Inflation seinen inneren Wert erreichen und der ist Null Koma Null. Antworten
Die EU ist ein Deckmantel für die kommende Weltregierung. Systematisch wird das Volk versklavt...die Schwächung des Euro's spielt dabei keine Rolle. Wartet ab bis der EMERO kommt. Die neue Währung der Amerikaner, Kanadier und Mexikaner. Auch dort wurde unlängst eine Union gegründet auch unter dem Deckmantel des Freihandelsabkommen...bald dann die Asiaten und wir kommen der NWO näher und näher Antworten
@J.Jorda: 1.95583 DM = 1 EUR. @W.Krauer: Dollar, nicht Doller. Zu Ihrer Aussage: Ein Blick in die Wikipedia unter Staatsverschuldung zeigt, dass die USA relativ zum BIP hinter Japan, Griechenland, Belgien und Frankreich praktisch gleichauf mit Deutschland und der Gesamt-Euro-Zone liegen. Lesen Sie vielleicht den Kommentar von Edy Gerber, dem kann ich voll zustimmen. Antworten
VIelen Dank für den Hinweis Herr Jorda! In Tat und Wahrheit ist der Wert des Euro nämlich seit Einführung gegenüber allen wichtigen Währungen gewaltig gestiegen! Gegenüber dem CHF ist er sogar noch stärker als vor einigen Monaten, wo er bei 1,44 stand. Allen Wunschvorstellungen zum Trotz: Der Euro wird auch diese Krise gestärkt meistern, am Ende wird eine erstarkte EU-Wirtschaftspolitik stehen Antworten
@Peter Müller: Leben Totgesagte immer länger ? Die Schweiz wurde 1291 als Willensnation gegründet, also als freiwilliger Zusammenschluss von Bundesgliedern. Anders die EU: Dort wurden die Völker nicht gefragt, ob sie der EU beitreten wollen oder nicht. Sie wurden von ihren Politikern einfach gezwungen. Darum wird die Schweiz die EU garantiert überleben. Antworten
@ueli raez und Maese Hinz: Die Wahrheit liegt in der Mitte. Nicht nur die europäische Wärhungsunion hat das Problem, dass die wirtschlaftliche Entwicklung einiger Mitglieder eine gemeinsame Währung in Frage stellt. Das gleiche gilt auch für den Dollarraum und einige US-Staaten. Anstatt Währungsräume zu fusionieren sollte man sie vielleicht aufspalten. (Süd-Euro und Nord-Euro) Antworten
@Georg Klein: offiziell wurden nach dem 2WK keinerlei Reperationszahlungen vereinbart, um die Prisamz des Themas innerhalb Deutschland nicht wieder zu erwecken. Jedoch zahlt Deutschland bis heute Geld und Sachleistungen an die USA und Israel.Jeder weiss das, nur wird es eben nicht publik gemacht.Was denken Sie wer z.B. die neuen Uboote Israels gebaut und bezahlt hat?Die waren kostenlos. Antworten
Was geschieht, wenn der Dollar verschwindet und der Amero als neue Währung entsteht, aus dem Konstrukt der Nordamerikanischen Union (Nordamerika, Kanada und Mexiko)? USA ist doch ziemlich hoch verschuldet, was dann? Da brodelt noch einiges, wie das ausgeht @Maese Hinz, habe ich ähnliche Gedanken. Die Geschichte wiederholt sich offenbar wieder, wie eine Endlosschlaufe. Weltregierung, Chaos? Antworten
Die Mittelmeerstaaten (PIGS) haben langfristig keine Chance. Mit dem Beitritt zur Währungsunion wurde die Wirschaftsleistung und Produktivität von Deutschland als Messlate mit übernommen. Deutschland ist die mit Abstand stärkste Exportwirtschaft. Das süsse Gift des Euro, tiefe Zinsen sowie enorme Kaufkraft, wurde mit dem Verlust an Autonomie zur Währungsabwertung in den (PIGS) Staaten 'getauscht' Antworten
Eins würde mich interessieren, vor etwa 10 Jahren bei der Einführung des Euro war was Wechselverhältnis 0,98 EU : 1 DM, damals war der SCHF in etwa 1:1 zu DM. Daraus ergibt sich, dass der Euro im Verhältnis zu CHF um etwa 50% gestiegen ist, nun frage ich, it es in reeler Wert oder aufgebauscht durch politisch-fiktive-möchte-gern Vorstellungen der führenden Euroländer Deutschland/Frankreich ? Antworten
Ich als Holländer kan die Schweiz nur grattulieren und könnte Sie nur empfehlen auf das Geschwafel von Schäuble zu Verzichten ! Duisenberg hat während der Einführung der EU schon halb Europa gegen sich gehabt ! Dank Politischer Vetternwirschaft und der Ego vieler Politpappnasen haben wir nun das Ergebnis ! Jedes Land ist sichselbst am nächste, siehe auch Thema Steuer-CD's ! EU NEIN DANKE Antworten
Der EUR ist langfristig auf gutem, stetigen Weg zu einer Parität mit dem Dollar. Am Ende steh dann die plausible Frage nach einer globalen Währung, oder etwa doch nicht? Experten sagen zu recht, die Euro Immobilien sind immer noch überteuert, allem voran in den Tourismusregionen. Das wird einen weiteren Schub nach unten für den Euro bedeuten. 100% Garantiert. Antworten
Und die Geschichte wiederholt sich doch; Frankreich und Deutschland wollten mal wieder hoch hinaus, dachten mit dem Euro koennten sie Weltmacht spielen, am Ende wird der Kontinent wieder in Schutt und Asche liegen. Der Euro war von Anfang an eine totale Fehlkonstruktion, das was jetzt begonnen hat ist der der Anfang. Keine 3 Jahre gebe ich der Einheitswaehrung mehr. Antworten
@Rolf Spinnler: Als der ehemalige Leiter des Euro Projektes vor den von Ihnen erwähnten Folgen warnte, wurde er von den "visionären" Politikern entlassen. Die aus dem Debakel zu ziehende Lehre sollte für uns alle sein, dass wir den hohlen Versprechungen der classe politique vor Abstimmungen und Wahlen nie glauben und mehr auf unseren gesunden Menschenverstand vertrauen sollten. Antworten
@C.Dupond: Schöne, extrem seltene Verschwörungstheorie. Im Gegensatz zu anderen populären Exemplaren ist sie im Netz praktisch nicht zu finden. Selber entwickelt? Wie hoch sind denn diese "exorbitanten, geheimen Reparationszahlungen" insgesamt jährlich? Welche sind die "vielen Trittbrettstaaten"? Wie wird Deutschland zu diesen Zahlungen gezwungen? Wieso schweigt ex-Finanzmin. Lafontaine dazu? Antworten
Ich sehe überall die erhobenenCH- Zeigefinger. Dabei ist die Schweiz doch ein königlicher Netto-Profiteur von dem ganzen EU-Projekt. Einen Niedergang des Euro kann sich deshalb nicht mal die Schweiz leisten. Totgesagte leben übrigens länger. Mir wäre lieb wenn die CH sich endlich in eine Finanzmarktregulierung einbringen würde Antworten
Wäre die EU von Anfang an nur als Zollunion, vielleicht verbunden mit gemeinsamer Aussenpolitik konzipiert worden, so wäre das eine gute Sache geworden. Aber ehrgeizige und machtgierige Politiker wollten mehr: Gemeinsame Verfassung, gemeinsame Steuerpolitik, gemeinsame Währung. Zu hoch gepokert und verloren. Für die Schweiz ist es gut, wenn der Druck durch eine geschwächte EU nachlässt. Antworten
@Zürcher. Das sehen Sie richtig. Deshalb, und dessen sollten sich auch alle ZündlerInnen im Parlament immer bewusst sein, ist es wichtig, die Rahmenbedingungen der Wirtschaft attaktiv und kompetitiv auszugestalten. Dies gilt auch für die vielgeschähte Finanz- und Versicherungsbranche, welche einen erheblichen Anteil des Wohlstands erwirtschaftet. Auch wenn es gegenwärtig natürlich unpopulär ist Antworten
Der wahre Auslöser dieser Europäischen Finanzsituation Ist in Amerika zu suchen. Man fand ein Mittel den starken Euro gegen über dem Doller zu schwächen, da der Doller in der Welt das Vertrauen verloren hatt und man vor allem im Osten daran dachte eine neue Währung zu installieren um den weltweiten Handel nicht mehr in US Doller ab zu wickeln wegen der all zu grossen Staatsverschuldung der USA. Antworten
Da brauchte man ja schon damals nicht studiert sein um vorhersehen zu können, dass das nicht gehen wird. Es ist ein Werk der Politiker. Das alleine schon garantiert den Schiffbruch! Es sind genau jene Länder, die man damals schon als Risikoländer ausmachen konnte, welche heute in grössten Schwirigkeiten stecken. Ich bin sehr froh darüber, dass wir nicht in der EU mitmauscheln müssen. Antworten
Herr Barfus.Was die "Krankheit" Arbeitslosigkeit angeht, ist es bei uns in der CH nicht besser.Das merkt man schon daran,indem man sich immer wieder erklären muss,warum man IMMER NOCH keine Stelle gefunden hat, was mir bei dieser nicht mehr zu übersehenden Wirtschaftslage unverständlich ist. Antworten
Dass Statistiken nach Gutdünken gebogen, gedreht und geschönt werden, ist ja hinlänglich bekannt.Papier ist sehr geduldig.Vor allen dann, wenn Statistiken eine plötzliche Verminderung z.B. von Arbeitslosen verzeichnet (u.das in der heutigen Krise).Auch hier ist der Trick bekannt, da die dazugekommenen Ausgesteuerten auf der aktuellen Statistik gar nicht mehr erscheinen! Antworten
@ Giordano BrunI: Detschland zahlt (wie Japan) exorbitante Geheimreparationen vor allem nach Israel und in die USA, aber auch in viele andere Sieger- und Trittbrettstaaten. Deshalb kann es trotz hoher Produktivitaet nicht selber konsumieren. Die Chinesen hingegen machen jetzt Lenins profezeiung wahr: "Die Kapitalisten werden uns auch noch den Strick verkaufen, an dem wir sie aufhaengen!".... Antworten
Der Euro hat nur ein altes Grundproblem beschleunigt: Land- und Kapitalschmarotzer suhlen sich wiedermal im kaum besteuerten Ueberfluss, waehrend die vermoegenslosen Lohn-, Miet-, Pacht-, Zins- und Lohnsteuersklaven im Elend versinken. In Frankrech fuehrte das zur Revolution mit "Rasur" der Schmarotzer, die Schweiz verschob die Steuerlast leider nur voruebergehend von der Arbeit aufs Kapital.... Antworten
Alles richtig. Aber was passiert nun mit dem Schweizer Franken ? Es gibt heutzutage Schweiz. exportorientierten Firmen, welche noch mit dem CH-EUR-Kurs 1.60 fakturieren. (Heutiger Kurs 1.46/offiziell - 143,50/reell) d.h. mit einem Minus-Ertrag (Verlust !) von über 10%, um auf dem internationalen Markt zu bleiben. Wie lange ist dies noch möglich ? Antworten
Die Krux ist doch, dass sich die Politik nicht von ihren selbstauferlegten Fesseln befreien kann (will) und somit bleibt der EURO ein Spekulationsobjekt bis zum Knall. Der USD befindet sich in aehnlichen Abhängikeiten, nur etwas globaler. Die Asiaten könnten morgen schon die Reissleine ziehen. Antworten
Der zwanghafte monetaere "Omnibus idem-Zirkus" nahm von Anfang an keinerlei Ruecksicht auf Europas Vielfaltigkeit. Das Euro-Konzept mag kompatibel sein mit Laendern wie Deutschland, wo Arbeitslosigkeit als eine Art Krankheit angesehen wird. Sein Scheitern am Mittelmeer hat Logik: Jahrelang hat Bruessel dort die Konsumwut angestachelt. Das Leben auf Kredit ist nicht ein Boomerang made in Greece! Antworten
Wenn Deutschland mehr konsumiert,und weniger exportiert, wird alles ein wenig einfacher(auch die Chinesen sind in Sachen Wirtschaftspolitik unbeliebt!). Im übrigen war der Euro bei der Einführung bedeutend schwächer als heute, und niemand jammerte. Warum, auch diese Frage kann beantwortet werden, think pls.Auch im Tierreich sind Ameisen nicht sehr beliebt, werden gerne gefressen oder zertrampelt Antworten
Man kann es drehen und wenden wie man will. Entweder konvergiert die ökonomische Entwicklung aller Länder der europäischen Währungsunion oder aber eine Gemeinschaftwährung wie der Euro muss scheitern. Der Stabilitätspakt war deshalb notwendig. Ein Land das sich immer weiter wegbewegt von den Stabilitätszielen kann nicht zur EWU gehören. Antworten
Das Grundproblem des Euro besteht m.E. darin, dass sogar die "starken" EU-Länder eigentlich ziemlich schwach sind und alle übrigen noch viel schwächer. So etwas kann nie und nimmer funktionieren. Hinzu kommt jetzt die massive Verschuldung infolge der Finanzmarktkrise. Mich wundert es ehrlich gesagt, dass der Euro so lange so stark war. Antworten
Geordneter Staatsbankrott! Wenn ich das schon lese. Da sich leider nichts ändern wird, werden In wenigen Jahren alle Länder in der EU bankrott sein. Die Folgen: Soziale Unruhen brechen zu Bürgerkriegen aus, am Ende EU-Militärdiktatur. Schöne Aussichten für unsere Jungen. Antworten
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Bernhard Gölz
Es fällt auf das vor allem die Länder die nicht im Euro sind mit dem Euro unzufireden sind. Der Handel innerhalb des Euroraums wurde überhaupt nicht durch das Währungschaos in der Finazkriese beeinträchtigt. Im gegensatz dazu leiden die Volkswirtschaften der Schweiz oder Großbritaniens erheblich. In der Schweiz leidet der Export, in GB die Importindustrie. In 5 Jahren ist es vielleicht umgekehrt. Antworten