Welcher Bergbauernbub wurde zur Weltmarke?
Vom Wallis in die weite Welt: Cäsar Ritz hat sich vom Tellerwäscher zum Erfinder der Luxushotellerie emporgearbeitet.
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Cäsar Ritz, Sohn eines Walliser Bergbauern, stieg im Hotel Couronne & Poste in Brig ins Gastgewerbe ein, wie um 1865 branchenüblich als Tellerwäscher und Schuhputzer. Sein Patron entliess ihn mit der Bemerkung, aus ihm werde nie ein rechter Gastwirt. Ritz zog in die weite Hotelwelt hinaus und arbeitete sich beharrlich, ideenreich und mit Glück die Hierarchie empor bis zum Besitzer mehrerer Erstklasshäuser. Er gilt als Erfinder der Luxushotellerie für die internationale Prominenz. Seine Witwe verkaufte die Rechte an seinem Namen. Heute gehört das Ritz in Paris dem Geschäftsmann Mohamed al-Fayed, das Ritz in London den Milliardärszwillingen David und Frederick Barclay. Am intensivsten nutzt den Namen die Hotelgruppe Ritz-Carlton. Sie führt 73 Luxushäuser in 24 Ländern, beschäftigt 38'000 Angestellte und gehört dem amerikanischen Hotelkonzern Marriott. In der Schweiz trägt eine private Hotelfachschule den Namen Ritz, aber kein Hotel.
Erstellt: 20.10.2010, 07:22 Uhr
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