Hat König Krösus die Wirtschaft erfunden?
Nein, das war sein Vater, König Alyattes II. Dieser herrschte über den kleinen Küstenstaat Lydien, heute die Region Izmir in der Türkei. Er gab um 650 vor Christus die vermutlich allerersten Geldstücke heraus. Die Welt begann, vom Tauschhandel auf den Geldhandel umzustellen, ohne den die moderne Wirtschaft nicht hätte entstehen können. Statt Wertgegenstände zu wägen, konnte man jetzt einfach Münzen zählen. Das erwies sich als praktisch – zum Beispiel für die Bezahlung von Söldnern. Dank seiner günstigen Lage an wichtigen Handelswegen wurde Lydien reich. Als superreich galt Krösus, der letzte lydische König. Um sein Schicksal verschmelzen historische Fakten und Heldensagen. Doch das Geld blieb der Weltwirtschaft seither erhalten. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 30.12.2010, 09:59 Uhr
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