Zürich verliert IBM-Hauptsitz Nordosteuropa an Madrid

Aktualisiert am 08.02.2012

Der amerikanische Technologieriese IBM verlegt seinen Hauptsitz Nordosteuropa von Zürich in die spanische Hauptstadt Madrid.

Das Unternehmen vereint somit die beiden Hauptsitze Nordost- und Südwesteuropa. IBM Schweiz ist von den Veränderungen nicht betroffen.

IBM schaffe durch die Veränderungen eine «einzige europaweite Management-Organisation», sagte IBM-Sprecherin Susan Orozco am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Sie bestätigte somit eine Vorabmeldung der «Handelszeitung» vom Donnerstag.

IBM wolle eine «effizientere und schlankere Infrastruktur» schaffen, begründete sie die Veränderungen. Die Landesorganisation IBM Schweiz sei nicht betroffen und es gebe keine Entlassungen, beteuerte Orozco. Auch würden weder das IBM-Labor noch das Nanotechnologie-Center in Rüschlikon angetastet.

Die Verlegung erfolgte gemäss Orozco per Anfang Jahr, der Prozess sei noch im Gang. Umziehen müssen keine IBM-Mitarbeiter, wie die Firmensprecherin erklärt: IBM habe eine «sehr virtuelle Organisation». Die meisten der Mitarbeiter des Zürcher Hauptsitzes seien gar nie in der Limmatstadt wohnhaft gewesen.

IBM hatte im Jahr 2005 seinen damaligen Europasitz in Paris aufgeteilt und die Verantwortung für Skandinavien, Grossbritannien, Deutschland, Österreich und die Schweiz in Zürich angesiedelt.

Erstellt: 08.02.2012, 14:46 Uhr

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