Spanien stoppt Privatisierung von Flughäfen
Der im vorigen Jahr eingeleitete Bieterwettstreit um die Betriebskonzessionen sei abgesagt worden, gab Verkehrsministerin Ana Pastor am Montag in Madrid bekannt.
Dies sei nicht der richtige Moment für eine Privatisierung, hiess es zur Begründung. Die eingegangenen Gebote seien hinter den Erwartungen zurückgeblieben.
Am Betrieb der Grossflughäfen Madrid-Barajas und Barcelona-El Prat hatten unter anderem der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport und der Siemens-Konzern Interesse bekundet. Fraport stieg später aus dem Wettstreit aus, weil das Unternehmen den von Spanien verlangten Preis für überzogen hielt.
Die vorige Regierung von Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero hatte die Privatisierung 2011 eingeleitet, weil sie eine Milliardensumme in die Staatskasse des von der Finanzkrise gebeutelten Landes bringen wollte. Insgesamt sieben Konsortien meldeten Interesse an.
20 Prozent der Einnahmen
Spanien hatte neben einem Einmalpreis von 3,7 Milliarden Euro für den Betrieb von Madrid-Barajas und 1,6 Milliarden Euro für Barcelona-El Prat jährliche Gebühren von 20 Prozent der Flughafeneinnahmen verlangt.
Die Privatisierung hätte nach den Worten der Ministerin die Konkurrenz zwischen den Flughäfen in Madrid und Barcelona belebt. Es sei jedoch wichtiger, beide Airports zu stärken, damit sie im Wettbewerb mit den grossen Flughäfen in anderen europäischen Ländern bestehen könnten, sagte Pastor.
Die neue Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy wolle nun die Position der Flughafenbehörde AENA stärken, der alle grösseren Airports unterstellt sind. In einer späteren Phase solle die AENA privaten Anlegern geöffnet werden. Wann und in welcher Form das geschehen soll, sagte die Ministerin nicht.
Erstellt: 23.01.2012, 15:52 Uhr
Wirtschaft
- 16:18Noch mehr Konkurrenz für Nespresso
- 13:54Spanien will seine Banken selber sanieren
- 20:38Novartis-Präsident Vasella kritisiert die Einwanderungspolitik
- 16:29Swisscom-Chef: «Den Meisten sind Roaming-Gebühren egal»
- 13:17So günstig zum Eigenheim wie nie
- 26.05.2012Bund prüft Abschottung des Schweizer Kapitalmarkts
Wirtschaft
- 16:18Noch mehr Konkurrenz für Nespresso
- 13:54Spanien will seine Banken selber sanieren
- 20:38Novartis-Präsident Vasella kritisiert die Einwanderungspolitik
- 16:29Swisscom-Chef: «Den Meisten sind Roaming-Gebühren egal»
- 13:17So günstig zum Eigenheim wie nie
- 26.05.2012Bund prüft Abschottung des Schweizer Kapitalmarkts
Meistgelesen in der Rubrik Wirtschaft
Internet auf dem Fernsehen: Der Trend geht klar in diese Richtung. Werden Sie sich einen Smart TV kaufen?
Ja, auf jeden Fall
Nein, interessiert mich nicht
Erst wenn die Geräte billiger geworden sind
Ich habe schon einen
3308 Stimmen

















































































