Pictet: «Fall Hildebrand hat auf Bankenplatz keine Auswirkung»

Aktualisiert am 12.01.2012

Nicolas Pictet, Präsident der Vereinigung Schweizerischer Privatbankiers (VSPB), bedauert den Rücktritt von Nationalbankpräsident Philipp Hildebrand.

Er erwarte dadurch aber keine Auswirkungen auf den Bankenplatz Schweiz.

«Auch für uns Privatbankiers hat sich wegen des Rücktritts nichts geändert», hielt Pictet an der Jahresmedienkonferenz des VSPB am Donnerstag in Bern fest. Überdies erwartet Pictet von der SNB keinen Kurswechsel betreffend Bankenregulierung.

Pictet bezeichnete Hildebrand als einen Mann mit grossen Qualitäten. Nun gelte es die Nachfolge so rasch wie möglich zu regeln, damit die SNB keinen Schaden nehme. Ausserdem sei es wichtig ein schärferes Reglement für die Direktoriumsmitglieder ins Auge zu fassen, so Pictet weiter.

Zum Datendiebstahl eines IT-Mitarbeiters von Hildebrands Hausbank Sarasin, der zu dessen Rücktritt geführt hat, äusserte sich VSPB- Vizepräsident Christoph Gloor pointiert: Eine solche Verletzung des Bankkundengeheimnisses sei für eine Bank «etwas vom Schlimmsten». Nur sei es als Bank faktisch unmöglich, sich gegen solche Vorkommnisse vollkommen zu schützen.

Zeige ein Mitarbeiter eine solche kriminelle Energie, sei so etwas leider immer möglich. Um die Daten öffentlicher Personen zu schützen, müsse man versuchen, den Kreis involvierter Personen innerhalb der Bank möglichst klein zu halten.

Erstellt: 12.01.2012, 13:34 Uhr

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