Wirtschaft

NYSE Euronext nach geplatzter Börsenfusion mit weniger Gewinn

Aktualisiert am 10.02.2012

New York Die Kosten für die geplatzte Fusion mit der Deutschen Börse haben den Gewinn des US-Börsenbetreibers NYSE Euronext im vierten Quartal 2011 geschmälert.

Unter dem Strich sei der Überschuss in den letzten drei Monaten des Jahres von 135 auf 110 Millionen US-Dollar gesunken, teilte das Unternehmen am Freitag in New York mit.

NYSE Euronext zufolge fielen im Zusammenhang mit dem Fusionsvorhaben im vierten Quartal Kosten von 38 Millionen Dollar an, weitere 25 Millionen Dollar entstanden durch eine Steuerbelastung im Zusammenhang mit der CO2-Börse Bluenext, einem Gemeinschaftsunternehmen mit der französischen Caisse des Depots. Bereinigt um diese Ausgaben stieg der Gewinn.

Die EU-Kommission hatte den Zusammenschluss von Deutscher Börse und NYSE Euronext zum weltgrössten Handelsplatz Anfang Februar untersagt. Die Behörde hatte Bedenken, dass das neue Unternehmen eine zu grosse Marktmacht im Derivatehandel entfalten würde.

Für das Gesamtjahr wies der Börsenbetreiber einen Gewinnanstieg von 577 auf 619 Millionen Dollar aus. Der Umsatz verbesserte sich von 2,5 auf 2,7 Milliarden Dollar.

Erstellt: 10.02.2012, 13:24 Uhr

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