Hängepartie um Griechenland belastet Börsen in Asien
Die Finanzminister der Euro-Zone trafen bei ihrer Sondersitzung am Donnerstag keine Entscheidung zu den dringend benötigten Milliardenhilfen.
Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index ging 0,6 Prozent schwächer aus dem Handel bei 8947 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 0,7 Prozent auf 779 Zähler. Auch die übrigen asiatischen Börsen notierten durchweg schwächer.
So beliefen sich die Verluste am Aktienmarkt in Seoul sowie in Hongkong auf gut ein Prozent, während sie auf den übrigen Märkten der Region etwas geringer ausfielen.
«Die Gefahr eines sofortigen Zahlungsausfalls in Griechenland hat zwar abgenommen, aber das ist noch nicht das Ende vom Lied», sagte Hiroshi Maeba von Nomura Securities in Tokio. «Es gibt immer noch die Gefahr, dass neue Patienten ähnlich wie Griechenland in der Euro- Zone auftauchen.»
Die Talfahrt in Tokio bremsten Kursgewinne von Einzelwerten. So kletterten die Aktien des Telekom-Konzerns Softbank um etwa vier Prozent. Händler begründeten dies mit Berichten, dass der chinesische Internet-Riese Alibaba seine in Hongkong notierte Sparte von der Börse nehmen will. An dieser ist die Softbank beteiligt und könnte sich in diesem Fall auf eine Finanzspritze freuen.
Zu den Gewinnern zählten zudem noch Werte aus der Schifffahrtsbranche, die im Schnitt um zwei Prozent zulegten. Ein Branchenverband hatte sich zuvor für Preiserhöhungen ausgesprochen. Zudem hatte die US-Bank JPMorgan den Sektor als Anlage empfohlen.
Erstellt: 10.02.2012, 08:48 Uhr
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