EU-Bankenaufsicht zieht positive Bilanz über Banken-Kapitalpläne
Die 31 Institute, denen die EBA im Dezember anlässlich ihres letzten Stresstests ein zu geringes Eigenkapitalpolster attestiert hatte, hätten Pläne vorgelegt, die im Schnitt um 26 Prozent über die geforderten 9 Prozent hartes Kernkapital hinausgingen, teilte die EU- Aufsichtsbehörde am Donnerstag mit.
«Das gibt ihnen etwas Spielraum, wenn sich einige der geplanten Massnahmen nicht umsetzen lassen», hiess es nach einer zweitägigen Sitzung des höchsten Aufsichtsgremiums der EBA.
77 Prozent der Massnahmen zielten auf eine direkte Stärkung des Kapitals ab, etwa durch Kapitalerhöhungen, die Streichung von Dividenden oder die Umwandlung von Hybrid- in Eigenkapital. Nur 23 Prozent entfielen auf eine Reduzierung der Bilanzrisiken (RWA). Die EBA hatte befürchtet, dass letzteres zu einer Kreditklemme führen könnte.
Die Banken könnten Anfang März mit einer ersten Beurteilung ihrer Pläne durch die nationalen Aufsichtsbehörden rechnen, hiess es in der Mitteilung. Erfüllen müssen sie die Vorgaben bis Ende Juni. Erst im kommenden Jahr will die EBA die Widerstandskraft der grössten europäischen Banken gegen Krisen erneut mit einem Stresstest überprüfen.
Erstellt: 09.02.2012, 19:38 Uhr
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