Börse Konjunktursogen belasten Schweizer Börse
Erneut trübten US-Konjunktursorgen die Stimmung der Anleger.
Die Befürchtung, die Wirtschaft könnte wiederholt in eine Rezession abdriften, sei allgegenwärtig, hiess es im Handel. Mit den enttäuschenden Zahlen zum Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter, zu den Neubauverkäufe oder zu den Häuserpreisen hätten sich die Hinweise auf einen «Double Dip» verstärkt. Gegen Handelsende hin erholte sich der hiesige Markt allerdings im Einklang mit der Wall Street etwas von den Tiefstständen.
Bei Börsenschluss sank das Blue-Chips-Barometer SMI um 0,74 Prozent auf den Stand von 6'098,59 Punkten. Der Swiss Performance Index (SPI) gab um 0,79 Prozent auf 5'392,58 Punkte nach.
Angesichts der anhaltenden Konjunktursorgen standen zyklische Titel erneut besonders stark unter Verkaufsdruck. Am Tabellenende schlossen Clariant (-3,8 Prozent), Syngenta (-3,4 Prozent), Petroplus (-3,2 Prozent), Richemont (-3,1 Prozent) oder Adecco (-2,3 Prozent).
Bei den Index-Schwergewichten büssten Roche 0,8 Prozent ein. Die positive Empfehlung der britischen Gesundheitsbehörde für die Roche- Medikamente MabThera und RoActemra hatte an der Börse kaum Wirkung gezeigt. Novartis (&0,9 Prozent) schlossen dagegen an der SMI/SLI- Tabellenspitze. Dies, obwohl das britische Gesundheitsinstitut NICE das Krebsmittel «Glivec» des Pharmakonzerns bei einer Folgebehandlung von Magen-Darm-Krebs nicht empfiehlt.
Erstellt: 25.08.2010, 17:56 Uhr
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