Wirtschaft

Arbeitslosigkeit im November in der Schweiz leicht gestiegen Gaillard: Entwicklung des Arbeitsmarktes ist erfreulich

Aktualisiert am 07.12.2010

Für Serge Gaillard, Leiter der Direktion für Arbeit beim SECO, entwickelt sich der Arbeitsmarkt erfreulich.

Der leichte Anstieg der Arbeitslosigkeit im November sei im Vergleich zu früheren Jahren unterdurchschnittlich. Die Arbeitslosigkeit sei seit Jahresbeginn langsam, aber kontinuierlich zurückgegangen.

Saisonbereinigt sind nach Angaben von Gaillard rund 21'500 Personen weniger arbeitslos als noch zu Jahresbeginn. Aus saisonalen Gründen weniger gearbeitet wurde im November im Baugewerbe und bei den Temporärfirmen. Dies äussert sich in einem starken Anstieg der Arbeitslosenquote in den Kantonen Wallis, Tessin und Graubünden.

Positiv sieht das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) weiterhin die Entwicklung bei der Jugendarbeitslosigkeit: Seit dem Anstieg in den Monaten Juli und August gingen die Zahlen kontinuierlich zurück. Im November lagen sie ein Viertel tiefer als noch vor einem Jahr.

Die starke Zunahme der Arbeitslosigkeit im letzten Jahr hat sich verzögert auf die Langzeitarbeitslosigkeit ausgewirkt. Die Langzeitarbeitslosigkeit sollte aber laut Gaillard ihren Höhepunkt erreicht haben.

Der minime Anstieg der Kurzarbeit im September gegenüber dem Vormonat ist für das SECO eine Zufallsschwankung. Die Kurzarbeit habe dieses Jahr insgesamt stark abgenommen.

In der Industrie habe sich die Lage im Jahresverlauf deutlich verbessert. Es gebe zwar erste Abschwächungstendenzen bei den Exporten wegen des starken Frankens, aber diese hätten sich bisher nicht auf dem Arbeitsmarkt niedergeschlagen.

Gute Aussichten

In den nächsten beiden Monaten ist laut Gaillard aufgrund der Entwicklung in den saisonalen Branchen Bau, Personalverleih und Gastgewerbe erneut mit einem leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit zu rechnen. Ab Februar werden die Arbeitslosenzahlen gemäss SECO wieder abnehmen.

In einer Woche wird das SECO seine Prognosen zu den Arbeitslosenzahlen veröffentlichen. Entscheidend dürfte sein, wie stark der starke Franken die Konjunkturerholung abschwächen wird.

Erstellt: 07.12.2010, 10:58 Uhr

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