Wahlen 2011
Waadt: SP und Grüne im Hoch
Die Schweiz wählt
National- und Ständeratswahlen vom
23. Oktober 2011: Alles zu den Top-Themen im Wahlkampf, Parteien und Kandidaten. Welcher Politiker passt am besten zu Ihnen? Nutzen Sie die Wahlhilfe im Dossier.
Unsere pointierten Kommentare auf Twitter
Bildstrecke
Stichworte
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
Während die SVP ihre fünf Nationalratssitze wohl verteidigen wird, sieht es für die FDP weniger rosig aus. Zwar dürften Isabelle Moret und Olivier Français problemlos wiedergewählt werden, doch verliert die Partei mit den abtretenden Claude Ruey und Charles Favres zwei bekannte Köpfe. Die FDP hofft jedoch auf den positiven Effekt der Listenverbindung mit der SVP - nota bene die einzige zwischen den beiden Parteien in der ganzen Schweiz. Diese kam auch mit Blick auf die im Frühling 2012 anstehenden Kantonswahlen zustande: Denn arbeiten die rechten Parteien nicht zusammen, droht ihnen der Mehrheitsverlust in der Regierung.
Wackelsitz der CVP, zerstrittene Linke
Auch der einzige Sitz der CVP, der zurzeit von Jacques Neirynck besetzt wird, gilt als Wackelsitz. Um diesen zu retten, ist die C-Partei ebenfalls eine Listenverbindung eingegangen: mit den Grünliberalen (GLP), EDU, EVP und BDP. Da die drei Letzteren kaum eine Chance auf einen Nationalratssitz haben, dürfte dies in erster Linie der GLP, aber auch der CVP zu Gute kommen.
Bei den Linken muss die POP um ihren Sitz bangen, da sich ihr bisheriger Vertreter, Josef Zisyadis, nicht mehr zur Wiederwahl stellt. Die Chancen, den Sitz zu retten, sind jedoch gering. Denn den beiden antikapitalistischen Parteien POP und SolidaritéS fehlen nicht nur Persönlichkeiten mit kantonaler Ausstrahlung, sie sind auch zerstritten. Da hilft der gemeinsame Auftritt unter dem Label «La Gauche» wenig.
SP und Grüne mit guten Chancen
Gut möglich also, dass die SP nicht nur ihre vier Mandate verteidigt, sondern den POP-Sitz für sich gewinnt. Denn sie präsentiert sich zusammen mit den Grünen in einem Formhoch, wie die Kommunalwahlen im Frühling gezeigt haben. Die Grünen dürften daher ihren dritten Sitz, jenen des abtretenden Lausanner Stadtpräsidenten Daniel Brélaz, verteidigen können.
Das Nationalratsmandat der POP kann somit wohl nur gerettet werden, wenn die linken Parteien, die allesamt eine Listenverbindung eingegangen sind, einen zusätzlichen Sitz für sich gewinnen können.
Zweiter Wahlgang beim Ständerat erwartet
13 Kandidatinnen und Kandidaten treten bei den Ständeratswahlen an. SP und Grüne setzten auf das bewährte Duo Géraldine Savary (SP) und Luc Recordon (Grüne). Die Rechte dürfte somit einen schweren Stand haben, zumal sie sich zersplittert präsentiert. So treten die noch nicht fusionierten Freisinnigen und Liberalen (LDP) zusammen mit Nationalrätin Isabelle Moret (FDP) und Fathi Derder (LDP) an. Eine gemeinsame Liste präsentieren auch GLP (Isabelle Chevalley) und CVP (Claude Béglé).
Die SVP ihrerseits war mit einem Zweierticket angetreten: mit Nationalrat Guy Parmelin und Regierungsrat Jean-Claude Mermoud. Letzterer verstarb jedoch Anfang September, so dass die SVP nur mit Parmelin ins Rennen steigt. EDU, POP, SolidaritéS sowie MCVD treten ebenfalls mit eigenen Listen an. Chancen auf einen Sitz in der Kleinen Kammer haben sie kaum. Aufgrund der vielen Kandidaten ist ein zweiter Wahlgang am 13. November wahrscheinlich. (sda)
Erstellt: 11.10.2011, 10:20 Uhr
Online-Wettbewerb
Wir feiern - Sie profitieren. Einen Tag lang freie Fahrt ab CHF 25.- mit Bahn, Bus und Schiff im gesamten BLS-Gebiet.
Alles für Abonnenten und Abonnentinnen
Laden Sie sich Ihr ePaper auf Ihren Computer und blättern Sie gratis und ab 5 Uhr früh in Ihrem "Bund".
Abopreise vergleichen
Der Handy-Abovergleich mit Ihrem gewünschten Mobiltelefon und Prepaid-Angeboten.
Flugpreise vergleichen
Vergleichen Sie die Flugpreise von verschiedenen Reiseanbietern und finden Sie das beste Angebot.









