Wahlen 2011

Die Schweiz wählt

Alles zu den National- und Ständeratswahlen vom 23. Oktober 2011

«SVP hat grosse Mühe, beim Volk Mehrheiten zu finden»

Aktualisiert am 23.10.2011 28 Kommentare

Weder in Zürich, St. Gallen, Freiburg oder Aargau wurden die gestandenen SVP-Politiker, die zum Sturm in den Ständerat geblasen hatten, auf Anhieb gewählt.

1/3 Christoph Blocher kandidiert für den Ständeratssitz im Kanton Zürich, liegt aber hinter Verena Diener (GLP) und Felix Gutzwiller (FDP).
Bild: Keystone

   

«Für die SVP ist es problematisch, dass sie von wenigen Leuten an der Spitze lebt»: Der Politologe Georg Lutz.

Die Schweiz wählt

National- und Ständeratswahlen vom
23. Oktober 2011: Alles zu den Top-Themen im Wahlkampf, Parteien und Kandidaten. Welcher Politiker passt am besten zu Ihnen? Nutzen Sie die Wahlhilfe im Dossier.

Unsere pointierten Kommentare auf Twitter


Bildstrecke

Wahlen 2011: Die gewählten Ständeräte

Wahlen 2011: Die gewählten Ständeräte
Das sind die Vertreter der Kantone für die kommenden vier Jahre.

Artikel zum Thema

Stichworte

Korrektur-Hinweis

Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.

Die Ständerats-Kandidaten der SVP müssen in zahlreichen Kantonen in einen zweiten Wahlgang. Im Kanton Baselland ist definitiv, dass SVP-Fraktionspräsident und möglicher Bundesratskandidat Caspar Baader, den Sprung in den Ständerat nicht geschafft hat. Er verlor die Wahl gegen den Bisherigen Claude Janiak (SP). In Bern muss der Bisherige Adrian Amstutz noch einmal antreten.

Für Politologe Georg Lutz zeigen diese ersten Hochrechnungen und Resultate, «dass die SVP grosse Mühe hat, beim Volk Mehrheiten zu finden».

Zudem habe der Sturm aufs Stöckli den Nationalratswahlkampf gehemmt, wie erste Hochrechnungen zeigten. Einerseits habe die SVP weniger Angriffe als in vorigen Wahlkämpfen gegen andere bürgerliche Parteien geritten und andererseits hätten sich die Ständeratskandidaten im Wahlkampf moderat geben müssen.

Problematisch sei jedoch auch, «dass die SVP von wenigen Leuten an der Spitze lebt», und diesen nehme man die moderaten Töne nicht plötzlich ab, sagte Lutz der Nachrichtenagentur sda. Mit dem Verweis der SVP, der Sturm aufs Stöckli sei ein mittel- bis langfristiges Projekt, «ist die Partei wohl bereits am Schönreden», sagte Lutz.

Grosse FDP-Verluste, GLP und BDP profitieren

Die Entwicklung in der Mitte und links im Parteienspektrum verläuft wie erwartet - nur heftiger. Ein Überblick über erste Resultate und Hochrechnungen zeigt, dass sämtliche etablierten Parteien unter dem Strich verlieren könnten.

Während CVP, SP und Grüne in einigen Kantonen verlieren, in anderen gewinnen, sind die Verluste der FDP wie erwartet gross. Einigermassen überraschend sind laut Lutz aber die Einbussen, die sich für die CVP abzeichnen. Erwartet worden war, dass die Partei ihre Wähleranteile etwa halten kann.

Keine Überraschung ist, dass die neuen Mitteparteien GLP und BDP die grossen Profiteure sind. Es zeichnet sich aber ab, dass sie noch mehr zulegen als erwartet. «Es ist möglich, dass es in der Mitte noch grössere Verschiebungen gibt als erwartet», sagte Lutz. Der Grund liegt für ihn auf der Hand: «Die beiden Parteien profitieren vom Reiz des Neuen und haben noch nichts falsch gemacht.»

(sda)

Erstellt: 23.10.2011, 17:08 Uhr

28

Kommentar schreiben

Verbleibende Anzahl Zeichen:

No connection to facebook possible. Please try again. There was a problem while transmitting your comment. Please try again.

28 Kommentare

Christoph Geiser

23.10.2011, 17:37 Uhr
Melden 67 Empfehlung

Die Phrasen der SVP sind abgedroschen, die Probleme wurden unter ihrer Federführung immer grösser... Keine Ahnung, was für Leute die noch wählen. Antworten


Ralph Sommerer

23.10.2011, 19:54 Uhr
Melden 55 Empfehlung

Das Resultat lässt nur eine Deutung zu: wenn es um Themen geht, dann funktioniert die Angstmacherei der SVP offenbar einigermassen. Aber Ständeratswahlen sind Personalwahlen, und die Exponenten der SVP sind für das Wahlvolk schlicht und einfach unwählbar. Das Dilemma der SVP: Wer ein rechter SVPler ist, ist unwählbar, und wer wählbar wäre, ist höchstens ein halber SVPler. Antworten




Online-Wettbewerb

Jetzt mitmachen!: Gewinnen Sie einen Abend als Statist bei den Tellspielen Interlaken!

DIE AGENDA

Informieren Sie sich über aktuelle Kulturveranstaltungen in der Stadt und Umgebung.

Remund führend in Werbetechnik

Kein Wunsch zu aufwendig, kein Format zu gross - Remund Werbetechnik löst jede Aufgabe mit modernster Technik.