Wahlen 2011

Die Schweiz wählt

Alles zu den National- und Ständeratswahlen vom 23. Oktober 2011

Rechts und Links verlieren – neue Mitte gewinnt

Aktualisiert am 24.10.2011 185 Kommentare

Die Grünliberalen und die BDP sind die strahlenden Sieger der Wahlen. Sie gewinnen je neun zusätzliche Sitze im Nationalrat. Die SVP und die Grünen sind die Verlierer. In der Mitte gibts Verschiebungen.

News
(jak/mrs)

  • 12.45 Uhr  

    Warten auf Resultate im Kanton Waadt

    Die Resultate der Nationalratswahlen im Kanton Waadt verzögern sich weiter. Gemäss Mitteilung der Staatskanzlei Waadt sollten sie Mitte Nachmittag vorliegen. (sda)

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  • Montag, 24. Oktober; 7.21 Uhr  

    Computerpanne in der Waadt – noch keine definitiven Resultate

    Rund 17 Stunden nach Schliessung der Wahllokale stehen die Gesamtresultate der Nationalratswahlen 2011 noch immer nicht fest. Eine Informatikpanne im Kanton Waadt führte dazu, dass die kantonalen Resultate erst am Montagmittag publiziert werden können.

    Damit verzögert sich nicht nur das nationale Endergebnis der Nationalratswahlen, sondern auch die mit Spannung erwarteten Zahlen über die nationalen Wähleranteile. Fest steht aber immerhin, dass sich die beiden kleinen Mitte-Parteien GLP und BDP im neuen Nationalrat einen Teil des Kuchens ergattert haben.

    Die Grünliberalen kommen nach der letzten SRG-Hochrechnungen vom Sonntagabend bei einem Wähleranteil von 5,2 Prozent neu auf 12 Sitze ( 9), während die BDP mit 5,2 Prozent 9 Sitze erobert. Das sind vier mehr im Vergleich zum Ende der Legislatur.

    Erstmals seit Jahren musste die SVP Verluste hinnehmen: Sie verliert gegenüber den Wahlen 2007 drei Prozentpunkte Wähleranteil und acht Sitze in der grossen Kammer. Mit 25,3 Prozent Wähleranteil (minus 3,6 Prozentpunkte) und 54 Nationalratssitzen bleibt die Volkspartei aber die grösste Partei.

    Trotz eines Verlustes beim Wähleranteil von 1,9 Prozentpunkte auf 17,6 Prozent konnte die SP zwei Sitze auf 45 zulegen. Damit bleibt sie die zweitstärkste Partei.

    Herbe Verluste mussten auch die Grünen trotz anfänglich vermuteter positiver Effekte der Atomkatastrophe in Japan einstecken. Ihr Wähleranteil sank von 9,6 auf 8 Prozent, was sich im Verlust von fünf Sitzen niederschlägt. Die Grüne Deputation im Nationalrat umfasst damit noch 15 Sitze.

    Die neue Situation wird von den Kommentatoren der Schweizer Zeitungen unterschiedlich beurteilt. Die einen glauben, dass mit der Stärkung der Mitte das Politisieren unter der Bundeshauskuppel nicht einfacher wird. Andere versprechen sich von den Newcomern mehr Dynamik in den politischen Prozessen.

    Keiner der Kommentatoren wagt auch eine verbindliche Aussage über den Ausgang der Bundesratswahlen vom 14. Dezember. Der Anspruch der SVP auf einen zweiten Bundesratssitz wird nur in Einzelfällen bestritten. Von einigen Zeitungen wird die Zauberformel SVP (2), SP/ Grüne (2) und Mitte (3) propagiert, verbunden mit der Hoffnung auf eine etwas handzahmere SVP.

  • Analyse  

    «Die zweite Hochrechnung brachte es an den Tag: Die FDP und die CVP verlieren etwas weniger als befürchtet. Die CVP rückt näher an die FDP ran. Die SVP und die SP verlieren etwas mehr: Die SVP 3 Prozent, die SP 1,4 Prozent. Die grossen Verlierer sind die Grünen, die prozentual den grössten Anteil verloren.

    Unbestrittene Gewinner sind die GLP und die BDP. Die Ausgangslage wird die Diskussion über die Bundesratsbesetzung beleben. Die Mitteparteien werden bei dieser Ausgangslage nicht vier Bundesratssitze für sich in Anspruch nehmen können.

    Die defintiven Ergebnisse, vorallem auch die Namen der Gewählten Nationalräte, werden in einzelnen Kantonen erst am Montag bekannt gegegben.

    Spannend verliefen die Ständeratswahlen: Der Sturm der SVP aufs Stöckli blieb ein Sturm im Wasserglas. Hervorragend abgeschnitten haben die sozialliberale Vertreterinnen der SP.

    Mit dieser ersten Bilanz verabschiede ich mich aus dem Netz. Ich verlebte spannende neun Stunden in der Redaktion des DerBund.ch/Newsnet. Es war eine tolle Erfahrung im Umgang mit dem neuen Medium Online. »

  • 21.10 Uhr  

    Später lieferte das Schweizer Fernsehen die korrekten Zahlen nach. Die zweite nationale Hochrechnung ergibt folgendes Resultat:



  • Nationale Hochrechnung  

    Flop im SF-Wahlstudio

    Mit Spannung wurde die zweite Hochrechnung erwartet. Überraschenderweise ergab es keine Änderung bei der zweiten Zahlenpublikation. Was sich am Schluss aufklärte: Der Moderator musste eingestehen, dass es sich bereits um die um 19 uhr publizierten Zahlen handelt.

  • 20.57 Uhr  

    Nationalrat Waadt: Die SP ist in der Waadt auf Erfolgskurs. Gemäss einer Hochrechnung der SRG könnten die Sozialdemokraten um einen auf fünf Sitze zulegen. Die SVP würde ihren fünften Sitz verlieren, den sie 2007 erobert hatte. Die Grünliberalen könnten ihren ersten Sitz holen.

    Laut der Hochrechnung der SRG kann die FDP im Kanton Waadt ihre vier Sitze halten. Das Rechts-links-Verhältnis bliebe unverändert. Bisher verteilen sich die 18 Waadtländer Nationalratssitze auf zehn Sitze auf bürgerlicher und acht Sitze auf linker Seite.

  • 20.38 Uhr  

    «Die SVP ist heute Abend mit Nachdruck bemüht, ihr überraschend schlechtes Abschneiden bei den Ständeratswahlen zu relativieren. Christoph Blocher betonte mehrmals, dass sie die Ständeratswahlen mit ihrem angekündigten Sturm zumindest beleben konnten. Blocher will die beiden bisherigen Zürcher Ständeräte Verena Diener und Felix Gutzweiler, die weit besser als er abschnitten, im zweiten Durchgang herausfordern.

    Weil die beiden Kandidaten der SP und der Grünen (Balthasar Glättli und Thomas Hardegger) im zweiten Wahlkampf nicht antreten, hat Blocher kaum Chancen, gewählt zu werden. Zum Erfolg der Grünliberalen Partei meinte Blocher: «Neue Parteien haben immer einen Anfangserfolg. Doch mit der geringen Prozentzahl sind sie noch keine prägende Kraft.»

  • Sitzverteilung Kanton Zürich  


    • SVP/UDC/UDC: 11 (-1)

    • SP/PS/PS: 7 (-)

    • FDP/PLR/PLR: 4 (-)

    • CVP/PDC/PPD: 2 (-1)

    • Grüne/Verts/Verdi: 3 (-1)

    • Grünliberale/Vert'libéraux/Verdi liberali: 4 (+1)

    • BDP/PBD/PBD: 2 ( 2)

    • EVP/PEV/PEV: 1 (-)

  • 20.19 Uhr  

    «Bei der Analyse der bisherigen Hochrechnungen fällt auf, dass alle im Bundesrat vertretenen Parteien Wähleranteile einbüssten. Am besten schnitt noch die SP ab, die lediglich 0,6 Prozent verlor. Markant sind die Verluste der FDP mit 2,7 Prozent, die CVP mit 2,4 und auch die siegesgewohnte SVP musste 2,1 Prozent abgeben.

    Die Bundesratsparteien haben also insgesamt gegen 8 Prozent verloren. Dennoch wird der Machtanspruch der im Bundesrat vertretenen Parteien nicht umstritten sein. Neu verteilt werden aber die vier Sitze der Mitteparteien FDP, CVP und BDP (Eveline Widmer-Schlumpf). Wenn die beiden grünen Parteien zusammenspannen würden, könnten sie als drittstärkste Partei im Parlament agieren und somit im Bundesratskarussel mitmischen. »

  • 20.13 Uhr  

    Nationalrat St. Gallen: Mit der 62-jährigen St. Gallerin Margrit Kessler zieht die «oberste Patientenschützerin» der Schweiz in den Nationalrat ein. Kessler, die 1995 und 1999 erfolglos für die CVP kandidiert hatte, wechselte zu den Grünliberalen und profitierte jetzt von deren Schwung.

    Die Spitzenkandidatin der St. Galler Grünliberalen war von ihrer neuen Partei für die Kandidatur angefragt worden. Zum Sitzgewinn brauchte es allerdings die Listenverbindung mit der BDP. Die GLP-Verantwortlichen hätten mit der BDP geschickt verhandelt, sagte Kessler nach ihrer Wahl.

    Im Nationalrat will sich die streitbare Patientenrechtlerin auch für den Atomausstieg, für erneuerbare Energien und für den öffentlichen Verkehr einsetzen. St. Gallen werde von den SBB «als Stiefkind behandelt», sagte Kessler gegenüber der Nachrichtenagentur SDA.

    In der CVP, für die sie in den 90er Jahren zweimal kandidiert hatte, habe ihr der grüne Gedanke gefehlt. Nach ihrem Austritt aus der CVP gehörte Kessler während über zehn Jahren keiner Partei mehr an - bis 2011 die Anfrage der Grünliberalen kam.

    Den Politbetrieb in Bern kennt die frischgebackene St. Galler Nationalrätin bereits. Kessler war in den letzten Jahren wiederholt als Expertin für Gesundheit und Patientenschutz beigezogen worden.

  • Anton Schaller  

    «Bei den Ständeratswahlen im Kanton Tessin schnitt das Politurgestein Franco Cavalli, der prominente Arzt und Krebsforscher, überraschend gut ab. Der bald 70-jährige SP-Politiker und ehemalige SP-Fraktionschef im Nationalrat stieg sehr spät und für alle überraschend ins Rennen und liegt knapp hinter Fabio Abate von der FDP. Da auch Filippo Lombardi (CVP), Leiter des Tessiner Privatfernsehens und chronischer Schnellfahrer, in den zweiten Wahlgang steigen muss, sind die Chancen für Franco Cavalli absolut intakt.»

  • 19.54 Uhr  

    Ständerat Tessin: Bei den Tessiner Ständeratswahlen hat kein Kandidat das absolute Mehr geschafft. Mit dem besten Ergebnis schnitt der Bisherige Filippo Lombardi (CVP) ab. Fabio Abate (FDP) liegt knapp vor Franco Cavalli (SP) und Sergio Morisoli (Lega/SVP/ Indipendenti).

  • Wahlbeteiligung  

    Sollte sich die hochgerechnete Wahlbeteiligung von 48 Prozent bestätigen, so läge sie etwa im Rahmen der Beteiligung von 2007: Damals gingen 48,3 Prozent der Wahlberechtigten an die Urne.

    Die Wahlbeteiligung an den Nationalratswahlen, die 1919 (bei Einführung des Proporzwahlrechts) bei über 80 Prozent gelegen hatte, war 1979 unter 50 Prozent gefallen. 1992 erreichte sie den bisherigen Tiefststand von 42,2 Prozent. Danach erholte sie sich leicht auf über 48 Prozent.

    In den Majorzkantonen Uri, Ob- und Nidwalden, Glarus und beiden Appenzell, wo nur ein Nationalratssitz zu vergeben war, gingen heuer teils erheblich mehr Wahlberechtigte an die Urnen als vor vier Jahren. In Ob- und Nidwalden waren es um die 60 Prozent.

    In den ausgezählten Proporzkantonen lag die Wahlbeteiligung etwa im Rahmen von 2007. Eine leicht höhere Beteiligung zeichnete sich in Zug, Solothurn, Graubünden und Jura ab, eine niedrigere in Luzern und Schwyz. Etwa gleich blieb sie in St. Gallen und Thurgau.

  • Anton Schaller  

    «Nach den Ständeratswahlen in St. Gallen kommt es zu einer ersten Überraschung. Der bisherige Ständerat Eugen David (CVP) wirft das Handtuch. Er erreichte bei den Wahl das drittbeste Resultat und hätte gute Chancen gehabt, das Mandat beim zweiten Wahlgang zu holen, hatte sich doch die glänzend gewählte Karin Keller-Sutter gegen Toni Brunner und für den moderaten Eugen David ausgesprochen. Mit dem Rücktritt von Eugen David verliert Bern einen profilierten Sozialpolitiker, der es immer wieder verstand Brücken zwischen den polarisierenden Kräften zu bauen. Eugen David, 66 Jahre alt, das wird denn auch der Grund gewesen sein, weshalb er sich zum überraschenden Rücktritt entschloss. Das Alter wurde ihm im Wahlkampf vorgeworfen. Spannend wird sein, wen die St. Galler CVP neu ins Rennen schicken wird. Im Vordergrund steht sicher die CVP-Nationalrätin Lucrezia Meier-Schatz.»

  • 19.35 Uhr  

    Luzern: Im Kanton Luzern sind die Grünliberalen (GLP) die Sieger der Nationalratswahlen: Sie eroberten eines der zehn Mandate, und zwar auf Kosten der SVP. CVP, FDP, SP und Grüne konnten ihre Sitze verteidigen

  • 19.34 Uhr  

    Ständerat St. Gallen: Der St. Galler CVP-Ständerat Eugen David tritt am 27. November beim zweiten Wahlgang nicht mehr an. David erzielte im ersten Wahlgang bei sechs Kandidierenden das drittbeste Resultat hinter Karin Keller-Sutter (FDP) und SVP-Präsident Toni Brunner.

    Jörg Frei, Präsident der CVP St. Gallen, bestätigte am Sonntagabend eine Meldung des Regionaljournals Ostschweiz von Schweizer Radio DRS, wonach David nicht mehr antritt. David ist seit 1999 im Ständerat.

    Die CVP trete trotz des Rückzugs von David beim zweiten Wahlgang an, sagte Jörg Frei. Mit wem, werde am Montag mitgeteilt, so Frei.

  • Elefantenrunde  

    Die Parteipräsidenten kommentieren die Resultate der Eidgenössischen Wahlen 2011. Mehr...

  • Reaktionen  

    Die Schweiz hat gewählt. Das sagen Protagonisten, Experten und Beobachter zum Urnengang. Mehr...

  • Anton Schaller  

    «Nach dem Vorliegen der ersten nationalen Hochrechnung gibt es zwei Verlierer. Den grössten Verlust an Mandaten müssen die Grünen hinnehmen. Sie verlieren von ihren bisher 20 Mandaten 7 Sitze. Ihre Bundesratsträume sind zweifellos ausgeträumt. Ebenfalls 7 Sitze könnte die SVP verlieren. Ihr Höhenflug ist somit gestoppt. Gewinner sind die Grünliberale und die BDP. Beide Parteien holen je 9 Mandate. Die CVP und die FDP dagegen verlieren Sitze, die FDP 4, die CVP 3. Das erwartete Desaster ist bei der FDP nicht im vorausgesagten Ausmass eingetroffen. Sie bleibt nach wie vor drittstärkste Kraft und wird damit auf ihren zwei Bundesratssitzen beharren. Gefordert in dieser Frage ist nun die CVP, die vor allem in den urbanen Gegenden massiv Stimmen verlor. In der Parteipräsidentenrunde macht Toni Brunner unmissverständlich klar, dass die echte Konkordanz wieder eingeführt und der SVP 2 Bundesratzssitze zugestanden werden sollen. In nächster Zeit werden intensive Gespräche zwischen den Bundesratsparteien nötig sein. »

  • Übersicht  

    Grünliberale und BDP legen zu

    Gemäss den Hochrechnung der SRG werden bei den Nationalratswahlen alle grossen Parteien inklusive der SVP Federn lassen müssen. Über die Erwartungen hinaus zulegen können die Grünliberalen und die BDP.

    Nach der Hochrechnung der SRG wird die SVP 7 ihrer 2007 erzielten 62 Sitze verlieren. Ihr Wähleranteil sinkt um 2,1 Prozentpunkte auf 26,8 Prozent. Sie bleibt damit die stärkste Partei. Zweitstärkste Partei wird weiterhin die SP sein, die um einen Sitz auf 44 zulegen kann. Allerdings verliert auch die SP 0,6 Prozentpunkte Wähleranteile.

    Die FDP kommt laut SRG-Hochrechnung neu auf 31 Sitze, 4 weniger als bisher. Ihr Wähleranteil sinkt von 17,7 auf 15 Prozent. Auch die CVP muss Federn lassen. Sie verliert 3 ihrer bisher 31 Sitze.

    Folgt man den SRG-Hochrechnungen, gehören die Grünen zu den grössten Verlierern der Wahlen. Sie müssen 7 ihrer bisher 20 Sitze abgeben. Ihr Wähleranteil sinkt von 9,6 auf 8,3 Prozent.

    BDP und Grünliberale als Gewinner

    Mit je 9 Sitzgewinnen im Vergleich zu den Wahlen 2007 am stärksten zulegen können voraussichtlich die BDP und die Grünliberalen. Die Grünliberalen kommen neu auf 12 Sitze und einen Wähleranteil von 5,5 Prozent. Die BDP hat 9 Sitze und einen Wähleranteil von 5,4 Prozent.

    Im Vergleich zur gegenwärtigen Sitzverteilung im Nationalrat sind die Sitzverluste der SVP indes weniger gewichtig. Nach den Wahlen 2007 hatten 4 Mitglieder der SVP-Fraktion zur BDP gewechselt. Diese Sitzverschiebung im Laufe der Legislatur eingerechnet, hätte die SVP nun lediglich 3 Sitze eingebüsst.

  • Nationale Hochrechnung  

    Die erste nationale Hochrechnung ergibt folgendes Resultat:


    • SVP 26,8 Prozent (-2,1% /55 Sitze),

    • SP 18,9 (-0,6%/ 44)

    • FDP 15 (-2,7%/ 31)

    • CVP 12,1 (-2,4%/ 28)

    • GLP 5,5 (+4,1%/12)

    • BDP 5,4 (+5,4%/9)

    • Grünen 8,3 (-1,3%/ 13).

  • 19.30 Uhr  

    Ständerat Bern: Nach dem ergebnislosen ersten Umgang der Berner Ständeratswahlen beginnt sich die Ausgangslage für den zweiten Wahlgang zu klären. Neben Adrian Amstutz und Werner Luginbühl werden SP und Grüne eine Kandidatur stellen.

    Zur Auswahl stehen der drittplatzierte Hans Stöckli (SP) und der viertplatzierte Alec von Graffenried (Grüne). Beide Kandidaten gaben an, ihre Parteien suchten nun das Gespräch.

    «Wir haben gemeinsam den Wahlkampf geführt und werden nun auch gemeinsam über das weitere Vorgehen entscheiden», sagte Stöckli. Dass beide rot-grünen Kandidaten nochmals ins Rennen steigen sei aber unwahrscheinlich, sagte von Graffenried. Auch der grüne Parteipräsident Blaise Kropf äusserte sich in diese Richtung. «Wir müssen unsere Kräfte bündeln, um Erfolg zu haben.»

    Es spricht also einiges dafür, dass der besserplatzierte Stöckli nochmals ins Rennen steigt. SP und Grüne führen die Gespräche am Montag und geben dann auch ihren Entscheid bekannt. Möglich ist laut von Graffenried auch, dass die Grünen mit der BDP ins Gespräch kommen.

    Aus dem zweiten Wahlgang verabschiedet hat sich die FDP, wie deren Kandidat Christian Wasserfallen auf Anfrage sagte. Die übrigen Kandidaten hatten keinen Einfluss auf die Entscheidung.

    Nach Bekanntgabe der Resultate des ersten Wahlgangs zeigten sich Amstutz und Luginbühl erfreut. Er sei weiterhin sehr optimistisch, halte aber die Ausgangslage für den zweiten Wahlgang am 20. November für absolut offen, sagte Luginbühl. «Hans Stöckli, sofern er antritt, wird ein sehr starker Konkurrent».

  • 18.56 Uhr  

    Genf: Die SP und die Grünen dürften bei den Nationalratswahlen im Kanton Genf laut Hochrechnung des Schweizer Fernsehens je einen Sitz verlieren. Davon profitieren voraussichtlich das rechtspopulistische Mouvement Citoyen Genevois (MCG) und die Äussere Linke.

    Damit dürften die Sozialdemokraten künftig nur noch mit zwei Sitzen und die Grünen mit einem Sitz in der Grossen Kammer vertreten sein. Müssen die Grünen eines ihrer Mandate abgeben, trifft dies entweder Ueli Leuenberger, Parteipräsident der Grünen Schweiz, oder Fraktionschef Antonio Hodgers.

    Bei den restlichen Parteien bleibt die Sitzverteilung voraussichtlich gleich: Ein Sitz für die CVP, drei für die FDP und zwei für die SVP.

  • Anton Schaller  

    «Die Ständeratswahl im Kanton Bern liefert einen weiteren Beweis, dass die SVP Mühe hat, bei Majorzwahlen ihre Kandidaten auf Anhieb durchzubringen. Adrian Amstutz wie auch Werner Luginbühl werden in einen zweiten Wahlgang gehen müssen. Bekannt ist, dass Werner Luginbühl auch als SVP-Vertreter in den Ständerat gewählt wurde und diesmal für die BDP antrat. Werner Luginbühl mochte sich nicht dazu äussern, ob er mit Adrian Amstutz ein Wahlbündnis eingehen wird. Bedrängt werden die beiden von Hans Stöckli, ehemaliger Stadtpräsident in Biel. Bei der Ersatzwahl für die in den Bundesrat gewählte Simonetta Sommaruga verbündete sich Luginbühl mit der SP-Kandidatin Ursula Wyss. Interessanterweise ist der Kanton Bern während Jahren durch eine SVP-Doppelvertretung präsent gewesen.»

  • 18.46 Uhr  

    Wallis: Im Kanton Wallis könnte die SP Unterwallis einen Sitz im Nationalrat gewinnen. Verlierer wären nach einer Hochrechnung der SRG die Oberwalliser Christlichdemokraten.

    Neu könnte der erst 24-jährige Mathias Reynard in den Nationalrat einziehen. Nach der Auszählung von ungefähr drei Vierteln der Stimmen liegt Reynard auf der Liste der SP Unterwallis nach Bundesratskandidat Stéphane Rossini (SP) an zweiter Stelle.

  • 18.41 Uhr - Übersicht  

    Kaum Verschiebungen im Stöckli

    Bei den Ständeratswahlen zeichnen sich kaum grosse Verschiebungen ab. Einzige Überraschung: Pascale Bruderer sichert für die SP den ersten Sitz im Kanton Aargau seit 63 Jahren. In den grossen Kantonen kommt es wie erwartet zu zweiten Wahlgängen.

    Im ersten Wahlgang konnten bislang 25 der 46 Ständeratssitze besetzt werden. In den Kantonen UR, SZ, SO, SH, SG, AG und TG wird der zweite Sitz erst im zweiten Wahlgang im November besetzt. In den Kantonen Zürich, Luzern und Wallis müssen im zweiten Wahlgang noch beide Sitze verteilt werden.

    Bislang konnten sich FDP, CVP und SP je 7 Sitze sichern. Die SVP erreicht bislang deren 4. Ob die Grünen ihre zwei Sitze in den Kantonen Genf und Waadt halten können, ist noch nicht bekannt. Und die Grünliberalen Verena Diener (ZH) und Markus Stadler (UR) müssen für ihre Sitze in die zweite Runde. Noch stehen die Resultate für Bern, Tessin, Waadt und Genf aus.

    Gute Chancen auf Sitzgewinn

    Für eine handfeste Überraschung sorgte im Kanton Aargau die SP-Politikerin Pascale Bruderer. Die populäre Nationalrätin schaffte den Sprung in den Ständerat auf Anhieb - und es ist der erste Sitz für die SP seit der Nachkriegszeit.

    Bruderer überflügelte die bisherige FDP-Ständerätin Christine Egerszegi, die das absolute Mehr nicht schaffte. Ulrich Giezendanner (SVP) lag deutlich hinter den beiden Politikerinnen. Die SVP läuft damit Gefahr, den bisher von Maximilian Reimann gehaltenen Sitz zu verlieren.

    Dank Bruderers Sitzgewinn kann sich die SP Hoffnung machen, ihre bisherige Sitzzahl in der kleinen Kammer (8) zu vergrössern. Komfortabel schafften die SP-Kandidaten Anita Fetz (BS) und Claude Janiak (BL) die Wiederwahl. Roberto Zanetti hielt den SP-Sitz in Solothurn, während seine Konkurrenten in die Stichwahl müssen.
    Es fehlen noch die Resultate aus Genf und Waadt, wo zwei SP-Ständerätinnen ihre Sitze verteidigen müssen.

    Lauer Wind statt Sturm

    Ohne Erfolg ist wie erwartet der Sturm der SVP auf den Ständerat geblieben: Jean-François Rime in Freiburg sowie Fraktionspräsident Caspar Baader im Baselbiet blieben chancenlos. Nebst Giezendanner haben noch Parteipräsident Toni Brunner (SG), Alt-Bundesrat Christoph Blocher (ZH) und Oskar Freysinger (VS) in zweiten Wahlgängen Chance auf eine Wahl.

    Roland Eberle zieht neu für die SVP in den Ständerat ein. Er verteidigte im Kanton Thurgau den Sitz des zurücktretenden Hermann Bürgi. Ungefährdet die Wiederwahl schafften derweil die SVP-Ständeräte Hannes Germann (SH), Alex Kuprecht (SZ) und This Jenny (GL).

    Verloren hat die SVP bereits einen ihrer sieben Sitze in Graubünden, wo sie mangels Erfolgsaussichten gar nicht angetreten war. In Gefahr ist auch der Sitz im Aargau.

    Völlig offen ist das Rennen im Kanton Bern, wo der SVP-Politiker Adrian Amstutz seinen Sitz verteidigen muss. Amstutz und Werner Luginbühl (BDP) dürften im ersten Wahlgang das absolute Mehr aber verpassen.

    FDP dreimal mit Regierungsräten erfolgreich

    Auf gutem Weg ihre Ständeratssitze zu verteidigen, sind die CVP und die FDP. Die arg gebeutelte FDP verbuchte mehrere Achtungserfolge: Regierungsrätin Karin Keller-Sutter schaffte in St. Gallen als Einzige die Wahl schon im ersten Durchgang und verteidigte damit den FDP-Sitz der abtretenden Erika Forster.

    Der Bündner Finanzdirektor Martin Schmid gewann zudem für die FDP einen zusätzlichen Sitz im Kanton Graubünden. Regierungsrat Joachim Eder konnte in Zug den Sitz von Rolf Schweiger halten. Ihren Sitz verteidigt haben auch die FDP-Ständeräte ihre Sitze in Appenzell Ausserrhoden mit Hans Altherr, in Obwalden mit Hans Hess, in Glarus mit Pankraz Freitag sowie in Neuenburg mit Raphaël Comte.

    Zittern muss die FDP um ihren Sitz in Solothurn und Schaffhausen. Im Nordostschweizer Kanton erreichte Christian Heydecker nur den dritten Rang. In Solothurn blieb Kurt Fluri deutlich hinter dem CVP- Kandidaten Pirmin Bischoff. Es kommt zum zweiten Wahlgang.

    Ebenfalls in die Stichwahl müssen Georges Theiler, der den FDP-Sitz in Luzern halten will, sowie Felix Gutzwiller in Zürich.

    Zweite Wahlgänge für CVP-Ständeräte

    Die CVP, die mit 14 Sitzen bislang am meisten Ständeräte stellte, konnte 7 ihrer Sitze im ersten Durchgang verteidigen. In Uri hielt der CVP-Regierungsrat Isidor Baumann den Sitz des abtretenden Hansheiri Inderkum. In Graubünden hielt der ehemalige Regierungsrat Stefan Engler den Sitz von Theo Maissen, der zurücktrat.

    Ihre Sitze verteidigten auch Fraktionspräsident Urs Schwaller (FR), Anne Seydoux (JU) und Peter Bieri (ZG). Bereits früher verteidigt hat die CVP ihre Sitze in Appenzell Innerrhoden mit Ivo Bischofberger sowie in Nidwalden mit Paul Niederberger.

    Gut stehen die Aussichten für die CVP auch in ihren Hochburgen Wallis und Tessin. Die zwei Walliser CVP-Ständeräte erhielten die meisten Stimmen, müssen aber in einen zweiten Wahlgang. Im Tessin könnte Filippo Lombardi seinen Sitz verteidigen.

    In einen zweiten Wahlgang müssen aber mit Konrad Graber (LU) und Bruno Frick (SZ) zwei Bisherige aus der Zentralschweiz. In einem zweiten Durchgang hat auch Brigitte Häberli gute Chancen, den CVP- Sitz im Thurgau zu verteidigen.

  • 18.40 Uhr  

    Ständerat Bern: Die Berner Ständeräte stehen erst nach einer Stichwahl fest: Im ersten Urnengang erreichte keiner der zehn Kandidierenden das absolute Mehr, wie die Staatskanzlei mitteilte. Die besten Resultate erzielten die zwei bürgerlichen Bisherigen.

    Adrian Amstutz (SVP) brachte es auf 143'350 Stimmen und liegt damit knapp vor Werner Luginbühl (BDP), der mit 142'423 Stimmen ein sehr gutes Resultat erzielte. Dahinter folgt das rot-grüne Duo: Hans Stöckli (SP) schaffte 128'633 Stimmen und distanzierte Alec von Graffenried (Grüne) mit 106'081 Stimmen.

    Chancenlos blieb FDP-Nationalrat Christian Wasserfallen (FDP), der sich mit 65'181 Stimmen begnügen musste. Die weiteren Resultate: Marianne Streiff-Feller (EVP / 22'725), Andreas Brönnimann (EDU / 20'337), Norbert Hochreutener (CVP / 9832), Josef Rothenfluh (parteilos / 5324) und Rolf Zbinden (PdA / 4562).

  • 18.23 Uhr  

    Tessin: Fulvio Pelli bleibt FDP-Präsident bis zum Ende seiner Amtsperiode im nächsten Frühling. Dabei spiele es keine Rolle, ob er als Nationalrat wiedergewählt werde oder nicht. Dies sagte Pelli im Schweizer Fernsehen. Zurzeit ist die Wiederwahl des Tessiners in den Nationalrat unklar.

    «Im April 2012 werde ich als Parteipräsident zurücktreten», sagte Pelli. «Ich bin nun 60 Jahre alt, und es wird die Zeit kommen, jüngeren Kräften in der Partei Platz zu machen.»

    Trotz der sich abzeichnenden Wahlniederlage ist Pelli der Meinung, dass seine Partei «gut gearbeitet» habe. Es sei deshalb auch nicht nötig, die FDP umzukrempeln. «Es wäre ein Fehler, alles neu zu beginnen», sagte Pelli. Das könnte auch zu Verlusten von Wählern führen.

    Auf die Situation im Tessin angesprochen, sagte der FDP- Nationalrat, in seinem Kanton habe «eine Art Revolution» gegen Grenzgänger stattgefunden. Das habe der FDP geschadet. Gesamtschweizerisch leide die Partei unter Vorurteilen - etwa der Nähe zur Hochfinanz. In Wahrheit sei die FDP eine wirkliche Volkspartei: «Wir sind in allen Gemeinden der Schweiz präsent.»

    Was sein mögliches persönliches Scheitern anbelangt, sagte Pelli vor Journalisten im SRG-Wahlstudio: Seine Nichtwiederwahl in den Nationalrat würde zeigen, dass Kampagnen, mit denen Leute angegriffen werden, funktionieren.

  • Anton Schaller  

    «Sechs Stunden nach Schliessung der Wahllokale ist klar: Sieger der Wahlen sind die Grünliberalen und die Bürgerlich-Demokratische Partei BDP. Beide können Mandate zulegen, beide werden als eigenständige Fraktion in Bern agieren. Enttäuschend verliefen die Wahlen für die sieggewohnten Frauen und Mannen der SVP. Die Partei verlor beispielsweise im Kanton Zürich 3,4 Prozent und bleibt damit hinter ihrem Wahlziel zurück. Es ist das erste Mal, dass die Partei in ihrem Höhenflug gestoppt wurde. Neu aufgemischt wird die Mitte. Die einst stolze Staatspartei FDP wird nach diesen Wahlen um ihren zweiten Bundesratssitz bangen müssen. Auch die CVP wird nicht triumphieren können. Im Kanton Zürich verlor sie rund einen Drittel ihrer Stimmen. Im Kanton Aargau gar 2 ihrer bisherigen 3 Mandate. Die Vorzeichen für die Bundesratswahlen sind also gesetzt und spannend zugleich. Die beiden bisherigen Bundesratsparteien CVP und FDP werden gezwungen sein, neue Partner zu finden und allfällige Koalitionen einzugehen. Zu den Verlierern gehören auch die Grünen, die Fukushima nicht ausnutzten und ihr Potential nicht zu steigern vermochten. »

  • 18.11 Uhr  

    Kurz vor 18 Uhr ist SVP-Ständeratskandidat Christoph Blocher im Medienzentrum am Stampfenbachplatz eingetroffen. «Selbstverständlich werde ich wieder antreten. Warum auch nicht?», sagt er den anwesenden Journalisten. Mehr dazu hier.

  • 18.06 Uhr  

    Ständerat Wallis: Bei den Ständeratswahlen im Kanton Wallis zeichnet sich eine Stichwahl ab. Die zwei Bisherigen Jean-René Fournier und René Imoberdorf (beide CVP) liegen bisher mit grossem Vorsprung in Führung, verpassen jedoch wahrscheinlich das absolute Mehr.

    An dritter Stelle liegt Oscar Freysinger (SVP), der viele Stimmen im deutschsprachigen Oberwallis holte; Vierter ist sein Parteikollege Franz Ruppen. Nur knapp dahinter liegen derzeit Nationalratspräsident Jean-René Germanier und Stéphane Rossini (beide SP).

    Derzeit fehlen die Stimmen der drei Unterwalliser Städte Sitten, Martigny und Monthey. Die zwei Unterwalliser Kandidaten Germanier und Rossini werden voraussichtlich die SVP-Kandidaten überholen und gegenüber Imoberdorf aufholen.

  • 18.00 Uhr  

    Schwyz: In Schwyz hat die SVP überraschend einen ihrer bisher zwei Sitze an die FDP verloren. SVP, CVP, FDP und SP stellen nun je einen Vertreter. Bei den Ständeratswahlen schaffte Alex Kuprecht (SVP) als Einziger die Hürde; Bruno Frick (CVP) muss in die zweite Runde.

    Der Verlust ihrer Doppelvertretung kam für die SVP unerwartet. Sowohl im Wahlkampf wie auch bei der Auszählung am Sonntag schienen die beiden Sitze der mit Abstand wählerstärksten Partei ungefährdet. Hingegen wogte der Kampf um den vierten Sitz zwischen FDP und CVP hin und her.

    Dann kam, kurz vor 16.30 Uhr, das Schlussresultat und die SVP musste sich die Augen reiben: sie verliert den zweiten Sitz. Siegerin der Schwyzer Nationalratswahlen ist die FDP, die in diesem Jahr alles daran setzte, den vor acht Jahren verlorenen Sitz zurückzuerobern und dieses Ziel erreichte.

    Die Wiederwahl geschafft haben Auns-Präsident Pirmin Schwander (SVP) und Andy Tschümperlin (SP). Neu gewählt wurden der Einsiedler Bierbrauer Alois Gmür (CVP) und die Küssnachter Juristin Petra Gössi (FDP); beide gehören auch dem Kantonsparlament an.

  • Anton Schaller  

    «Immer deutlicher wird, SVP und SP können sich mehr oder weniger halten, in der Mitte dagegen werden die Karten völlig neu gemischt. FDP und CVP müssen massiv Federn lassen und Mandate an die Newcomers BDP und GLP abtreten. Insbesondere die GLP hat einen beinahe sensationellen Erfolg verbucht. Die geschickten Listenverbindungen, die durch ihren Parteipräsidenten Martin Bäumle mathematisch klug eingefädelt wurden, zahlten sich aus. Ganz besonders im Kanton Aargau, wo es dadurch gelang, der Partnerin CVP einen sicher geglaubten Sitz abzuluchsen. »

  • 17.55 Uhr  

    Aargau: Im Kanton Aargau sind die Bürgerlich-Demokratische Partei (BDP) und die Grünliberalen (GLP) die Sieger der Nationalratswahlen. Die beiden Parteien eroberten auf Anhieb je einen der insgesamt 15 Sitze. Die CVP verlor gleich zwei ihrer bisherigen drei Sitze.

    Die SVP bleibt im Aargau die stärkste Partei und konnte alle ihre sechs Sitze halten. Die Partei eroberte 34,74 Wählerprozente. Das ist ein Verlust von 1,45 Prozentpunkte im Vergleich zu vor vier Jahren.

    Für die SVP neu in den Nationalrat zieht der bisherige Ständerat Maximilian Reimann ein. Der 69-jährige Politiker hatte bereits von 1987 bis 1995 der Grossen Kammer angehört.

    Kleine als grosse Gewinner

    Die BDP eroberte auf Anhieb einen Wähleranteil von 6,14 Prozent und gewann mit Grossrat und Kantonalpräsident Bernhard Guhl erstmals einen Nationalratssitz. Im Kantonsparlament gehört die BDP der CVP- Fraktion an.

    Die Grünliberalen eroberten mit einem Wähleranteil von 5,67 Prozent einen Nationalratssitz. Grossrat Beat Flach machte das Rennen. Die Grünliberalen profitierten bei ihrem Sitzgewinn von der Listenverbindung mit den Grünen und der EVP.

    Den Grünen half diese Listenverbindung jedoch nichts. Die Grünen verteidigten ihren einzigen Nationalratssitz mit Geri Müller. Die Grünen verloren 0,8 Punkte; der Wähleranteil liegt noch bei 7,31 Prozent. Die EVP schaffte es mit einem Wähleranteil von 3,22 Prozent nicht, den vor vier Jahren an die CVP verlorenen einzigen Nationalratssitz zurückzugewinnen.

    Wermuth im Nationalrat

    Die SP konnte ihren Wähleranteil hauchdünn um 0,19 Punkte auf 18,04 Prozent ausbauen und damit ihre drei Sitze verteidigen. Die SP war ohne Listenverbindung in den Wahlkampf gestiegen.

    Bei der SP werden zwei neue Köpfe im Nationalrat mitreden: Der 25- jährige Cédric Wermuth, Vizepräsident der SP Schweiz und ehemaliger JUSO-Präsident, erzielte ein gutes persönliches Wahlergebnis. Weil Nationalrätin Pascale Bruderer in den Ständerat gewählt wurde, wird die Wettinger Gemeinderätin Yvonne Feri nachrücken.

    Mit einem blauen Auge davon kam die FDP. Sie verlor zwar 2,12 Prozentpunte und liegt noch bei 11,48 Prozent. Trotzdem konnten die Freisinnigen die Sitze der beiden Bisherigen halten.

    Schlappe für CVP

    Eine bittere Niederlage erlitt die CVP. Sie verlor gleich zwei ihrer bisher drei Sitze. Die CVP liegt bei einem Wähleranteil von 10,59 Prozent - ein Verlust von 2,92 Punkten. Einzig Nationalrätin Ruth Humbel fährt für die CVP weiterhin nach Bern.


    Nicht wiedergewählt wurde Nationalrätin Esther Egger. Ein Bisheriger war nicht mehr angetreten. Die Listenverbindung mit der BDP zahlte sich für die CVP nicht aus. Vor vier Jahren war die CVP die Wahlgewinnerin gewesen.

  • 17.41 Uhr  

    St. Gallen: Die FDP-Kandidatin Karin Keller-Sutter ist souverän in den Ständerat gewählt worden. Die 47-jährige Justizdirektorin erhielt im ersten Wahlgang 101'181 Stimmen bei einem absoluten Mehr von 78'357 Stimmen. Die anderen Kandidierenden schafften die Wahl nicht.

    Am zweitmeisten Stimmen erhielt Toni Brunner. Mit 56'347 Stimmen lag der Parteipräsident der SVP noch vor dem Bisherigen Eugen David von der CVP, der 47'774 Stimmen auf sich vereinte. SP-Herausforderer Paul Rechsteiner errang 44'348 Stimmen, Yvonne Gilli von den Grünen erhielt 24'183 Stimmen. Jürg Gehrig von der BDP ist mit 5311 Stimmen weit abgeschlagen. Auf Vereinzelte entfielen 2451 Stimmen. Die Wahlbeteiligung betrug 51,7 Prozent.

    Kampfansage der SVP

    Der zweite Wahlgang findet am 27. November statt. Die Parteien haben bis Dienstagabend Zeit, ihre Wahlvorschläge einzureichen. Keine Bedenkzeit braucht die SVP: «Wir kämpfen bis zum Schluss», sagte Toni Brunner am Sonntag. Brunner anerkennt den Erfolg der FDP, ist aber trotzdem zufrieden mit seinem Resultat. Er habe deutlich besser abgeschnitten als der bisherige Kandidat der CVP.

  • 17.40 Uhr  

    Ständerat Genf: Die beiden Genfer Ständeräte dürften in linker Hand bleiben. Nach Auszählung von 14 Prozent der Wahlzettel liegt die SP- Politikerin Liliane Maury-Pasquier in Führung, gefolgt vom Grünen Robert Kramer.

    Trotz eines Abkommens mit der SVP gelang es der bürgerlichen Entente nicht, in die kleine Kammer zurückzukehren: Luc Barthassat (CVP) liegt an dritter Stelle, Christian Lüscher (FDP) folgt auf dem vierten Platz. Die beiden Kandidaten des rechten Mouvement Citoyens Genevois schliessen den Reigen.

  • 17.33 Uhr  

    Ständerat Solothurn: Der Solothurner SP-Ständerat Roberto Zanetti hat auf Anhieb die Wiederwahl geschafft. Der CVP-Kandidat Pirmin Bischof verpasste das absolute Mehr. FDP-Kandidat Kurt Fluri landete abgeschlagen auf dem dritten Platz. Die FDP muss nun um ihren Sitz bangen.

  • 17.31 Uhr  

    Aargau: Im Kanton Aargau erobern BDP und Grünliberale gemäss Hochrechnung der SRG auf Anhieb je einen Nationalratssitz. Die FDP dürfte ihren zweiten und die CVP ihren dritten Sitz verlieren. SVP (6), SP (3) und Grüne (1) können ihre Mandate halten.

    Gemäss Hochrechnung erobert die Bürgerlich-Demokratische Partei (BDP) einen Wähleranteil von 6,5 Prozent. Die Grünliberalen (GLP) kommen auf 5,5 Prozent. Die CVP büsst dagegen im Vergleich zu vor vier Jahren 2,9 Punkte ein und liegt noch bei 10,6 Prozent. Die CVP ging mit der BDP eine Listenverbindung ein.

    Die FDP, die ohne Listenverbindung antrat, verliert 2,3 Punkte und kommt auf 11,3 Prozent. Auch die SVP büsst 1,2 Punkte ein; ihr Wähleranteil beträgt gemäss Hochrechnung 35 Prozent.

    Die SP, die ohne Listenverbindung ins Rennen stieg, kann den Wähleranteil bei 18 Prozent halten. Die Grünen verlieren einen Prozentpunkt; der Wähleranteil beträgt 7,1 Prozent. Grüne, Grünliberale und EVP schlossen eine Listenverbindung ab.

    Davon dürfte die EVP nicht profitieren. Die Kleinpartei liegt gemäss Hochrechnung bei 3,2 Prozent - ein Verlust von einem Prozentpunkt. Dem Aargau stehen insgesamt 15 Sitze im Nationalrat zu.

  • Anton Schaller  

    Nach den jetzt vorliegenden Resultaten wird bereits über die kommenden Bundesratswahlen spekuliert. Hans Grunder, der Präsident der BDP, meinte gegenüber dem Schweizer Fernsehen: «Jeder Sitz, den wir gewinnen, hilft unsere Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf zu stärken.» Christophe Darbelley, Präsident der CVP, wagte sich aber nicht aufs Glatteis und sagte, dass er über Bundesratswahlen heute nicht spekulieren wolle. Auf alle anderen Fragen reagierte er etwas unwirsch und winkte ab. Dennoch stehen die Zeichen für Eveline Widmer-Schlumpf jetzt schon etwas besser als vor den Wahlen. Die Mitte ist nicht geschwächt worden, der Kuchen ist gleich geblieben. Doch es gab markante Verschiebungen von der FDP zu den beiden neuen Parteien GLP und BDP. Das wird die Diskussion um die Vertretung der Mitte-Parteien im Bundesrat neu beleben. »

  • 17.18 Uhr  

    Tessin: Fulvio Pelli bleibt FDP-Präsident bis zum Ende seiner Amtsperiode im nächsten Frühling. Auf diese Entscheidung werde es keinen Einfluss haben, ob er als Nationalrat wiedergewählt werde oder nicht. Dies sagte Pelli im Schweizer Fernsehen. Zurzeit ist die Wiederwahl des Tessiners in den Nationalrat unklar.

  • Anton Schaller  

    «Seit fünf Stunden wird ausgezählt. Zurzeit kann folgendes Fazit gezogen werden: die Grünliberalen und die BDP werden als Gewinner aus den Wahlen 2011 hervorgehen. Die beiden Parteien holten sich Stimmen vor allem zulasten der FDP, auch der CVP, der Grünen und der SP. Grosse Verliererin ist nach den jetzt vorliegenden Resultaten und Hochrechnungen die ehemals stolze Staatspartei FDP, die im 19. Jahrhundert den Schweizerischen Bundesstaat prägte. Schmerzlich ist die Niederlage für die FDP im Kanton Bern, wo sie über einen Drittel der Stimmen verloren hat. Interessant ist, dass auch der Höhenflug der SVP bei diesen Wahlen gebremst wurde. Die stolze Blocher-Partei muss selbst einen Sitzverlust im Kanton Schwyz in Kauf nehmen. Im Kanton Zürich verliert sie 3,2 Prozent und schon jetzt kann man festhalten, dass sie 30 Prozent Wähleranteil nicht überschreiten wird. Grosserfolge kann die SP bei den Ständeratswahlen verbuchen. Pascale Bruderer, Claude Janiak, Anita Fetz, Roberto Zanetti schafften alle die Majorzwahl im ersten Wahlgang. Ein Glanzresultat, das nationale Ausstrahlung haben wird, erzielte die St. Galler Ständerätin Karin Keller-Sutter, die 64 Prozent Wähleranteil erreichte. Ein deutliches Zeichen, dass sich eine profilierte Politik auszahlt und von den Wählerinnen und Wählern honoriert wird. Die SVP wurde bei ihrem Sturm aufs Stöckli arg gebremst. Und schliesslich muss Fulvio Pelli wahrscheinlich über die Klinge springen. Er wurde im Kanton Tessin voraussichtlich abgewählt. Wie er gegenüber dem Schweizer Fernsehen erklärte, will er auch das Präsidium der Partei abgeben. Ob er ganz aus dem politischen Leben ausscheidet, wird das Schlussresultat zeigen.»

  • 17.15 Uhr  

    Ständerat Schwyz: In Schwyz hat erst ein Ständeratskandidat das absolute Mehr erreicht: Der bisherige Alex Kuprecht von der SVP. Der ebenfalls bisherige Bruno Frick (CVP), der das zweitbeste Resultat erzielte, musst in die zweite Runde.

    Die Schwyzer FDP, die seit acht Jahren nicht mehr in Bern vertreten ist, hatte es im Wahlkampf - neben dem Nationalrat - auf die beiden bisherigen Ständeräte abgesehen und schickte den Kantonalpräsidenten und Wahlkampfleiter der FDP Schweiz, Vincenzo Pedrazzini ins Rennen. Er erzielte denn auch ein ausgezeichnetes Ergebnis.

    Bei einem absoluten Mehr von 17'961 Stimmen erhielt Alex Kuprecht (SVP, bisher) 23'294 Stimmen. Unter dem absoluten Mehr blieben Bruno Frick (CVP, bisher) mit 17'069 und Vincenzo Pedrazzini (FDP) mit 13'216 Stimmen.

  • 17.02 Uhr  

    Graubünden: Die Nationalratswahlen haben in Graubünden mit faustdicken Überraschungen geendet. FDP-Nationalrat Tarzisius Caviezel schaffte die Wiederwahl nicht - die Grünliberalen holten bei ihrer ersten Wahlteilnahme gleich ein Mandat.

    Der Davoser Nationalrat Tarzisius Caviezel muss seinen Sessel in Bern nach vier Jahren schon wieder räumen. Erstmals seit Einführung der Proporzwahl im Jahre 1919 stellt der Bündner Freisinn keinen Nationalrat.

  • 17.00 Uhr  

    Baselland: Im Kanton Baselland liefern sich die neue Mitte-Allianz und die FDP ein hartes Rennen um ein Nationalratsmandat. Verliert die FDP ihren Sitz, würde diesen die BDP gewinnen.

    Nach Auszählung von 72 der 86 Gemeinden hätte die BDP gemäss provisorischer Sitzverteilung durch die Landeskanzlei einen Sitz, die Freisinnigen würden ihren verlieren. Im weiteren hätten SP und SVP je zwei Sitze sowie CVP und Grüne je einen Sitz.

    Eine SRG-Hochrechnung geht dagegen von einer unveränderten Sitzverteilung aus; statt der BDP hätte dann die FDP ein Mandat, die übrige Verteilung wäre gleich. Die BDP ist zu den Wahlen in einer Listenverbindung mit CVP, EVP und GLP angetreten.

  • 16.53 Uhr  

    Basel-Stadt: Das rotgrüne Lager in Basel-Stadt befürchtet nach einer ersten Analyse der brieflichen Stimmen einen Sitzverlust. Werden die fünf Sitze in einer Verteilung vergeben, entgeht den Rot-Grünen diesmal ein Restmandat. Profitierten dürfte die CVP, die vor der GLP liegt.

    SP-Präsident Martin Lüchinger glaubt nicht, dass die 3000 an der Urne Abstimmenden die Mehrheiten noch wesentlich verändern. Den wahrscheinlichen Sitzverlust der Listenverbindung von SP und Grünem Bündnis erklärt er gegenüber der sda mit einem Generationenwechsel bei der SP, einem Trend zu grün und dem neuen Mitte-Bündnis.

    Beat Jans habe als SP-Nationalrat noch nicht dasselbe Gewicht wie der breit respektierte Rudolf Rechsteiner, den er abgelöst hat. Die CVP sei mit der neuen Mitte-Allianz für Leute wählbar geworden, die früher den Bund mit der SVP ablehnten. Der Grün-Trend in Basel habe die SP Stimmen gekostet, was am Ende die Grünen um den Sitz bringt.

  • 16.52 Uhr  

    Jura: Dominique Baettig (SVP) ist als jurassischer Nationalrat definitiv abgewählt: Der SVP-Nationalratssitz geht neu an Jean-Paul Gschwind von der CVP. Für die SP wurde Pierre-Alain Fridez gewählt, der damit die Nachfolge von Parteikollege Claude Rennwald antritt.

    Damit konnte die CVP ihren 2007 an die SVP verloren gegangenen Sitz zurückerobern. Laut definitiven Auszählungen erhielt Fridez mit 7132 am meisten Stimmen, gefolgt von Gschwind (6556). Baettig folgt abgeschlagen auf dem fünften Platz mit nur gerade 2945 Stimmen.

    Der SVP-Mann war vor vier Jahren dank einer Listenverbindung mit der FDP unerwartet in die Grosse Kammer gewählt worden. Der kleinste Kanton in der Romandie ist mit zwei Leuten im Nationalrat vertreten.

  • 16.50 Uhr  

    Ständerat Zürich: Bei den Zürcher Ständeratswahlen hat keiner der Kandidierenden das absolute Mehr erreicht. Die beiden Bisherigen Verena Diener (GLP) und Felix Gutzwiller (FDP) erreichten zwar am meisten Stimmen, für die Wiederwahl reichte es aber nicht. Mehr dazu hier.

  • Anton Schaller  

    «Der Kanton Bern macht es deutlich: der Trend sich gemäss Hochrechnungen zu den neuen Mitteparteien BDP und GLP setzt sich fort. Die FDP verliert 6,7 Prozent im Kanton Bern und damit 2 ihrer 4 Mandate. Die CVP verliert mehr als die Hälfte ihrer Stimmen und damit auch ihr einziges Mandat. Norbert Hochreutener, der bisherige CVP-Nationalrat, ist damit endgültig abgewählt. Die grossen Gewinner sind auch hier die BDP und die Grünliberalen. Die BDP kann mit rund 13,2 Prozent Wähleranteil ihre Mandatszahl von 2 auf 4 steigern, die Grünliberalen werden künftig mit 2 Mandaten im Kanton Bern vertreten sein. Aber auch die Parteien SVP und SP mussten Feder lassen. Der Verlust der FDP ist historisch und wird Auswirkungen auf die Bundesratswahlen haben.»

  • 16.48 Uhr  

    Bern: Bei den Nationalratswahlen im Kanton Bern könnte die BDP ihre Sitzzahl auf 4 verdoppeln. Das zeigt die Hochrechnung der SRG. Die Grünliberalen würden demnach auf Anhieb zwei Sitze holen. Einen Sitz zulegen könnte die SVP.

    Wahlverlierer wären demnach die FDP (minus 2 Sitze) sowie SP, CVP und EDU mit je einem Mandat weniger. Bei der CVP und der EDU hätte das die Abwahl der Bisherigen Norbert Hochreutener und Andreas Brönnimann zur Folge.

  • 16.40 Uhr - 1. Übersicht  

    Zuwachs für Grünliberale und BDP

    Bei den Nationalratswahlen zeichnet sich für die FDP ein Debakel ab. Im Tessin muss ihr Präsident Fulvio Pelli um die Wiederwahl zittern. Erste Trends aus den Kantonen lassen Zugewinne für Grünliberale und BDP erwarten. In den ausgezählten zehn Kantonen verloren FDP und SVP.

    Die FDP verliert gemäss Trends in mehreren Kantonen - einziger Silberstreifen ist das Comeback der Partei im Kanton Zug. Im Tessin könnte FDP-Präsident Fulvio Pelli gemäss Hochrechnung des Schweizer Fernsehens seinen Sitz verlieren.

    Zur Abwahl eines Präsidenten einer Bundesratspartei kam es zuletzt vor über 30 Jahren - auch damals traf es mit Yann Richter einen Freisinnigen. Der Neuenburger schaffte den Sprung vom National- in den Ständerat nicht. Im Tessin wackelt auch einer der beiden SP-Sitze; die SVP steht erstmals für den Südkanton vor dem Bundeshausportal.

    In Zürich zeigt die erste Hochrechnung des Kantons die Grünliberalen über der 12-Prozent-Marke. Die SVP schrumpft um über drei Prozent. In den ersten bereits ausgezählten 51 kleineren Gemeinden verliert sie einen Sitz an die BDP. Auch die anderen grösseren Parteien müssen Federn lassen.

    Im Kanton Bern haben die erstmals teilnehmenden Grünliberalen in den ersten ausgezählten Gemeinden Stimmanteile von bis zu sechs Prozent erreicht.

    FDP verliert an die BDP

    Je einen Sitz gewinnen könnte die BDP im Thurgau und in Baselland - beide Male zulasten der FDP. Im Thurgau dürften die Newcomer den Sitz des zurückgetretenen Baumeisterpräsidenten Werner Messmer dank der Listenverbindung mit EVP, EDU und Grünliberalen erobern. Einen weiteren FDP-Sitz wegschnappen dürften die Grünliberalen im Kanton Luzern.

    In Basel-Stadt ist nach Auszählung der brieflichen Stimmen, die jeweils 95 Prozent ausmachen, das Rennen zwischen CVP und Grünen um den fünften Sitz offen. Klar ist, dass die SP mehr und die SVP etwas weniger Federn lassen müssen.

    In St. Gallen dürfte SVP-Bauernvertreter Elmar Bigger gemäss Hochrechnungen abgewählt werden. Er stolperte über den Konkurs einer von ihm präsidierten Milchorganisation. Sein Sitz dürfte an die Patientenschützerin Margrith Kessler von den Grünliberalen fallen.

    Kanton Zug umgekrempelt

    In den bereits ausgezählten zehn Kantonen hat die FDP zwei gesicherte Zugewinne realisiert, in Schwyz und Zug. In Zug gelingt ihr das Comeback. Überhaupt bleibt dort kaum ein Stein auf dem anderen. Der Bisherige Grün-Alternative Josef Lang verlor sein Mandat an FDP-Mann Bruno Pezzatti.

    Der langjährige SVP-Nationalrat Marcel Scherrer wurde von seinem Parteikollegen Thomas Aeschi verdrängt. Allein CVP-Mann Gerhard Pfister schaffte die Wiederwahl. Im Kanton Schwyz verliert die SVP überraschend einen ihrer beiden Sitze an die FDP. SVP-Köpferollen auch im Jura: Dort verlor die Volkspartei den Sitz von Dominique Baettig an die CVP.

    Im kleinen Kanton Nidwalden verlor FDP-Mann Heinz Risi den seit langem von der FDP gehaltenen Sitz an Peter Keller von der SVP. Einzig in seiner Wohngemeinde schaffte der politisch erfahrenere und von der CVP unterstützte Risi mehr Stimmen als der «Weltwoche»-Redaktor Keller.

    In Graubünden ist für den FDP-Mann Tarzisius Caviezel nach vier Jahren bereits Schluss. Besonders happig für den Freisinn: Die Partei ist für den Gebirgskanton somit erstmals seit Einführung der Proporzwahl 1919 nicht mehr im Nationalrat vertreten. Dafür zieht mit Josias Gasser erstmals ein Grünliberaler in die Grosse Kammer ein. Je ein Sitz geht an SVP, SP, BDP und CVP.

    SVP-Sitz in Obwalden weg

    In Obwalden verlor Christoph von Rotz den 2007 eroberten SVP-Sitz an den christlichsozialen Karl Vogler. Vogler will sich der CVP- Fraktion anschliessen. Problemlos wiedergewählt wurde in Uri Gabi Huber, Fraktionschefin der FDP. Anders als vor vier Jahren hatte sie diesmal einen Konkurrenten, Toni Moser von der SP.

    In Appenzell-Ausserrhoden verteidigte die FDP mit Claudio Caroni den von Marianne Kleiner geräumten Sitz. Caroni liess seinen schärfsten Konkurrenten, Finanzdirektor Köbi Frei (SVP), deutlich hinter sich.

    In Innerrhoden bleibt mit dem Regierenden Landammann Daniel Fässler der Nationalratssitz in Händen der CVP. In Glarus kann die BDP mit Martin Landolt ihren Sitz halten. JUSO-Vertreter Yannick Schiess gelang ein Achtungserfolg.

  • 16.35 Uhr  

    Luzern: Bei den Nationalratswahlen im Kanton Luzern könnte die SVP eines ihrer drei Mandate an die Grünliberalen (GLP) verlieren. Gemäss einer Hochrechnung der SRG SSR gewinnt die GLP dank ihrer Listenverbindung mit der BDP und EVP erstmals ein Mandat.

    Verliererin wäre demnach die SVP, die neu nur noch auf zwei Sitze kommen würde. Die FDP hätte weiterhin zwei, die CVP drei Mandate. SP und Grüne würden wie bisher je einen Sitz im Nationalrat haben.

  • 16.34 Uhr  

    Schaffhausen: Die beiden Schaffhauser Nationalratssitze werden auch in der kommenden Legislatur von der SP und der SVP mit Thomas Hurter (SVP) und Hans-Jürg Fehr (SP) besetzt. Hurter wurde mit 13'091 Stimmen und Fehr (SP) mit 11'159 Stimmen wiedergewählt.

    Die Wahlbeteiligung lag bei 60,8 (2007: 65,4) Prozent. Der Kanton Schaffhausen schickt zwei Nationalräte nach Bern. Bis 2007 teilten sich SP und FDP die beiden Sitze. Beim Rücktritt von Gerold Bührer - seither Präsident von Economiesuisse - konnte die SVP diesen Sitz erobern.

  • 16.33 Uhr  

    Schwyz: Im Kanton Schwyz hat die SVP überraschend einen ihrer beiden Nationalratssitze an die FDP verloren - obwohl sie mit Abstand am meisten Stimmen machte. Damit stellen neu SVP, CVP, FDP und SP je einen Vertreter.

  • Anton Schaller  

    «Was erwartet werden konnte, ist eingetroffen. Die FDP muss Federn lassen. Die Wiederwahl ihres Präsidenten Fulvio Pelli ist nach wie vor nicht sicher. Im Gegenteil, nach den Hochrechnungen des Tessiner Fernsehens ist er abgewählt. Bedrängt wird die FDP vor allem durch die Grünliberalen. In den Kantonen Thurgau und Graubünden verlor die FDP Sitze an die neue Partei. Schmerzhaft ist dies vor allem in den Kantonen Thurgau und Graubünden. Im Kanton Graubünden geht die FDP erstmals in der Geschichte der Eidgenossenschaft leer aus. Der Erosionsprozess, den die Partei seit Jahren erfasst hat, scheint sich unaufhaltsam fortzusetzen. Der Grünliberalen Partei gelang es eine Nische zu besetzen, die der Landesring hinterliess und die Grünen mit ihrer Linksposition nicht füllen konnten. »

  • 16.12 Uhr  

    Graubünden: Nach vier Jahren schon Schluss: Der Bündner FDP- Nationalrat Tarzisius Caviezel hat die Wiederwahl verpasst. Der Freisinn ist erstmals seit Einführung der Proporzwahl im Jahre 1919 nicht mehr in der grossen Kammer vertreten.

    Die zweite Überraschung: Graubünden hat erstmals einen grünliberalen Nationalrat, den Churer Unternehmer und politischen Senkrechtstarter Josias Gasser. Je einen Sitz holten auch BDP, CVP, SP und SVP.

  • 16.09 Uhr  

    Luzern: Im Kanton Luzern sind bei den Nationalratswahlen die Grünliberalen (GLP) auf Siegeskurs. Auf der Basis der Listenstimmen konnte die GLP auf Kosten der FDP einen Sitz erobern.

    Gemäss diesen provisorischen Resultaten hätten CVP und SVP unverändert je drei Mandate. Die SP und Grünen würden ihren Sitz verteidigen können. Die FDP hätte neu nur noch ein Mandat. Die GLP würde bei ihrem ersten Antreten bei Nationalratswahlen auf Anhieb ein Mandat holen.

    Massgebend für die definitive Sitzverteilung sind nicht die Listenstimmen, sondern die Parteistimmen.

  • 16.07 Uhr  

    Ständerat St. Gallen: Die St. Galler FDP-Justizdirektorin Karin Keller- Sutter ist im ersten Wahlgang mit einem Glanzresultat in den Ständerat gewählt worden: Sie holte 101'181 Stimmen bei einem absoluten Mehr von 78'357 Stimmen. Die anderen Kandidaten schafften die Wahl nicht.

  • Anton Schaller  

    «Die Grünliberalen entpuppen sich immer mehr als die Gewinner der Nationalratswahlen. Im Kanton Zürich steigerten sie ihren Wahlanteil von 7 auf 12 Prozent, im Kanton St. Gallen jagen sie der SVP einen Sitz ab. Im Kanton Thurgau musste die FDP einen Sitz an die neue Partei abtreten. Mit dem Resultat im Kanton Zürich überholen sie nicht nur die FDP, sondern auch ihre Rivalin, die Grüne Partei. Ein Glanzresultat erreichten sie mit Verena Diener bei den Ständeratswahlen, die mit Abstand das beste Resultat im Kanton Zürich erreichte. Der Erfolg der Grünliberalen ist umso erstaunlicher, weil die Partei bislang über keinen Leistungsauweis verfügt, in Bern in der CVP-Fraktion kein eigenes Profil gewann und bis jetzt lediglich durch die beiden Spitzenpolitiker Verena Diener und Martin Bäumle über prominente Gesichter verfügte. »

  • 15.55 Uhr  

    Zürich: Die Grünliberalen und die BDP sind die grossen Gewinnerinnen bei den Zürcher Nationalratswahlen. Laut der ersten Hochrechnung des Statistischen Amts steigert die GLP ihren Wähleranteil von 7 auf 12,1 Prozent. Die erstmals antretende BDP erreicht 5,9 Prozent. Lesen Sie mehr zu den ersten Zürcher Hochrechnungen hier.

  • 15.55 Uhr  

    Ständerat Tessin: Der CVP-Ständerat Filippo Lombardi liegt bei den Ständeratswahlen im Tessin deutlich an der Spitze. An zweiter Stelle folgt der bisherige Nationalrat Fabio Abate (FDP), knapp gefolgt von Krebsforscher Franco Cavalli (SP).

    Die Prognose, dass die Tessiner FDP ihren Sitz in der kleinen Kammer verlieren könnte, hat sich nach Auszählung der Stimmen in 74 (von 157) Gemeinden nicht bestätigt. Allerdings könnte es beim zweiten Wahlgang am 20. November zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Abate und Cavalli kommen.

  • 15.52 Uhr  

    St. Gallen: Elmar Bigger von der SVP dürfte als einziger Bisheriger im Kanton St. Gallen abgewählt werden. Die Grünliberalen jagen der SVP einen Sitz ab. Neu in den Nationalrat einziehen wird Patientenschützerin Margrit Kessler. CVP, FDP, SP und Grüne dürften ihre Sitze halten.

    Das zeigt ein Zwischenresultat der St. Galler Staatskanzlei. Die SVP des Kantons St. Gallen ging mit fünf Bisherigen in den Wahlkampf für den Nationalrat, Theophil Pfister trat nicht mehr an. Der Rorschacher Stadtpräsident Thomas Müller, der am rechten Rand der CVP politisierte, war Anfang Jahr zur SVP übergetreten. Er dürfte seinen Sitz verteidigen.

    Abgewählt werden dürfte Elmar Bigger. Der SVP-Nationalrat verärgerte viele Anhänger. Nach dem Konkurs der Produzenten-Milchverwerter-Organisation (PMO), deren Präsident Bigger war, haben sich viele St. Galler Bauern vom Sarganserländer Landwirt abgewandt.

    Bei der CVP gibt es ein Kopf-an-Kopf-Rennen der Liste Nordwest und der Liste «Süd & Ost» um den dritten Sitz. Neben den beiden Bisherigen Jakob Büchler und Lucrezia Meier-Schatz haben Thomas Ammann aus Rüthi und Michael Hüppi aus St. Gallen Chancen, einen Sitz zu ergattern.

  • Wahlen Zürich  

    Präsidenten der Zürcher Kantonalparteien und Politologen verfolgen im Zürcher Medienzentrum die Wahlen. Tagesanzeiger.ch/Newsnet bespricht mit ihnen alle Hochrechnungen und Ergebnisse. Lesen Sie mehr hier.

  • 15.45 Uhr  

    Ständerat Zug: Die Zuger FDP hat ihren Sitz im Ständerat mit Gesundheitsdirektor Joachim Eder erfolgreich verteidigt. Der Bisherige, Peter Bieri (CVP), wurde problemlos bestätigt. Die Wahlbeteiligung lag bei 55,51%.

    Der langjährige Regierungsrat Joachim Eder beerbt den abtretenden Rolf Schweiger. Eder erzielte mit 22'571 Stimmen das beste Resultat. Peter Bieri erhielt 21'076 Stimmen.

    Damit haben Bieri und Eder die Hürde problemlos genommen. Der von mehreren Seiten erhoffte oder befürchtete zweite Wahlgang ist nicht nötig. Peter Bieri ist seit 1995 im Ständerat, 2007 war er Ständeratspräsident.

  • Anton Schaller  

    «In der Zwischenzeit wird die Hochrechnung um Fulvio Pelli relativiert. Zurzeit liegt er auf der Tessiner FDP-Liste an dritter Stelle und da die Partei nur auf zwei Sitze kommt, könnte das Fulvio Pelli tatsächlich den Sitz kosten. Nun muss relativiert werden, weil die Hochrechnungen des Tessiner Fernsehens nicht über alle Zweifel erhaben sind.

    Einen interessanten Aspekt kristallisiert sich im Kanton Thurgau heraus. Dort hat der ehemalige Bundesratskandidat Roland Eberle (SVP) den Sprung in den Ständerat geschafft. Eberle gilt als moderater Vertreter seiner Partei, was ein Fingerzeig an die SVP ist, die mit ihren bisherigen polarisierenden Kandidaten keinen Erfolg verzeichnen konnte.»

  • 15.36 Uhr  

    Ständerat Thurgau: Roland Eberle (SVP) ist im Kanton Thurgau im ersten Wahlgang in den Ständerat gewählt worden. Der ehemalige Regierungsrat und Bundesratskandidat holte 40'688 Stimmen bei einem absoluten Mehr von 33'358 Stimmen. Den anderen Kandidaten gelang die Wahl nicht.

  • 15.33 Uhr  

    Bern: Bei den Nationalratswahlen im Kanton Bern haben die erstmals teilnehmenden Grünliberalen in verschiedenen Gemeinden bereits recht beachtliche Resultate erzielt.
    In zahlreichen der ausgezählten Gemeinden kommt die Partei auf Wähleranteile zwischen drei und sechs Prozent, wie erste, von der bernischen Staatskanzlei publizierte Auszählungsergebnisse aus den Gemeinden zeigen.

    Die Grünliberalen sind im Kanton Bern seit Ende 2007 aktiv. Bei den Grossratswahlen 2010 holten sie auf Anhieb vier Sitze, ihr Wähleranteil lag bei 4,1 Prozent. Das Ziel für die Nationalratswahlen lautet: zwei Sitze.

  • 15.32 Uhr  

    Baselland: Im Kanton Baselland liefern sich die FDP und die Mitte-Allianz ein knappes Rennen um einen Nationalratssitz. Nach Auszählung von 46 der 86 Gemeinden würde die BDP einen Sitz auf Kosten der FDP gewinnen.

  • 15.31 Uhr  

    Jura: Die CVP könnte im Kanton Jura den 2007 an die SVP verlorenen Nationalratssitz zurückgewinnen. Nach dem Auszählen von 51 der 64 Gemeinden vereint die CVP 34,2 Prozent der Stimmen auf sich. Die SP kommt auf 29,4 Prozent. Die SVP folgt mit 16,6 Prozent vor der FDP mit 9,2 Prozent.

    Die amtierenden jurassischen Ständeräte Claude Hêche (SP) und Anne Seydoux-Christe (CVP) dürften wiedergewählt werden.

  • 15.30 Uhr  

    Ständerat Graubünden: Die neuen Bündner Ständeräte heissen Stefan Engler (CVP) und Martin Schmid (FDP). Die beiden einzigen Kandidaten für die kleine Kammer schafften die Wahl wie erwartet völlig problemlos und mit überragenden Ergebnissen.

    Auf den früheren Baudirektor Stefan Engler entfielen 37'454 Stimmen, auf den amtierenden Finanzdirektor Martin Schmid 31'224. Das absolute Mehr lag bei 19'748 Stimmen. Die Stimmbeteiligung betrug 40,03 Prozent. Engler und Schmid folgen auf die langjährigen Ständeräte Christoffel Brändli (SVP) und Theo Maissen (CVP).

  • Anton Schaller  

    «Er hat gekämpft, sagte für seine Partei einen Wahlerfolg voraus. Nun ist er voraussichtlich abgewählt: Fulvio Pelli. Trotz seiner landesweiten Präsenz im Radio und Fernsehen ist er ein Opfer seiner Partei, die im Kanton Tessin die drei Sitze nicht halten konnte. In der letzten Zeit des Wahlkampfs kam er wegen seines Mandats im Verwaltungsrat der Tessiner Kantolbank immer stärker in die Kritik. Damit verliert die FDP möglicherweise ihren Parteipräsidenten. Die Partei wird nicht nur nach einem neuen Präsidenten, sondern auch nach einem neuen Image suchen müssen.»

  • 15.25 Uhr  

    Tessin: FDP-Parteipräsident Fulvio Pelli ist gemäss Hochrechnungen des Tessiner Fernsehens abgewählt worden. Den ersten Hochrechnungen zufolge scheint dafür die Lega einen zweiten Sitz hinzuzugewinnen. Zudem hat die Tessiner SVP gute Chancen, erstmals ins Bundesparlament einzuziehen.

    Der Verlust eines Sitzes zeichnet sich auch für die SP ab. Marina Carobbio bliebe demnach die einzige Tessiner Sozialdemokratin im Parlament. Die CVP sollte dagegen ihre zwei Sitze verteidigen können. Die Grünen bleiben draussen.

  • 15.22 Uhr  

    Glarus: Im Kanton Glarus sind alle drei Bundesparlamentarier erwartungsgemäss bestätigt worden. Wiedergewählt wurden der einzige Glarner Nationalrat Martin Landolt (BDP) sowie die Ständeräte This Jenny (SVP) und Pankraz Freitag (FDP).

  • 15.18 Uhr  

    Zürich: Die SVP verliert im Vergleich zu 2007 an Wähleranteil. Im Aufwind ist die BDP. Lesen Sie mehr hier.

  • Anton Schaller  

    «Rund drei Stunden nach Wahlschluss, lässt sich Folgendes festhalten. Die SVP wird die 30-Prozent-Grenze wohl kaum überschreiten. Die bisherigen tragenden Parteien FDP und CVP schneiden unterschiedlich ab. Die FDP verliert Sitze, die CVP Stimmenanteile, kann aber ihre Sitze halten. Gewinner sind die Grünliberalen, die bereits jetzt 3 neue Sitze hinzugewonnen haben. Auch die BDP kann 2 Sitzgewinne verzeichnen. Bei den Ständeratswahlen zeichnet sich ein Erfolg der SP ab, die mit Pascale Bruderer im Kanton Aargau eine echte Sensation schaffte. Erstmals seit 60 Jahren hat Pascale Bruderer für ihre Partei einen Ständeratssitz im Kanton Aargau erobert. Auch die bisherige Ständerätin Anita Fetz erzielt ein Glanzresultat im Kanton Basel-Stadt, Claude Janiak im Baselland und auch Roberto Zanetti scheint im Kanton Solothurn zu reüssieren. Ein klarer Fingerzeig, dass prominente Namen und eine sozialliberale Haltung der SP zu Ständeratssitzen verhelfen. »

  • 15.08 Uhr  

    Ständerat Neuenburg: Bei den Neuenburger Ständeratswahlen dürften die beiden Bisherigen, Raphaël Comte (FDP) und Didier Berberat (SP), wiedergewählt werden. Bis anhin wurden 32 von 53 Gemeinden ausgezählt.

    Noch fehlen zwar die Resultate aus den Städten Neuenburg und La Chaux-de-Fonds. Trotzdem werden keine Überraschungen erwartet, denn der Vorsprung von Comte und Berberat ist gegenüber den anderen Kandidaten gross.

    Im Kanton Neuenburg werden zum ersten Mal die Ständeräte nach dem Proporzwahlsystem gewählt.

  • 15.07 Uhr  

    Ständerat Waadt: Géraldine Savary (SP) führt das Rennen bei den Ständeratswahlen im Kanton Waadt an. Nach Auszählung von 204 der 358 Gemeinden erhält die Sozialdemokratin 40,6 Prozent der Stimmen. Der Grüne Luc Recordon liegt mit 37,1 Prozent der Stimmen auf Platz zwei.

    Auf dem dritten Platz folgt der erste bürgerliche Herausforderer. SVP-Kandidat Guy Parmelin erhielt nach bisheriger Auszählung 33,8 Prozent der Stimmen. Er liegt noch deutlich vor der Freisinnigen Isabelle Moret, die auf 24,2 Prozent der Stimmen kommt.

    Weit abgeschlagen ist der Liberale Fathi Derder mit 12,5 Prozent. Die Resultate sind noch mit Vorsicht zu geniessen, denn die Stimmen aus den Städten liegen noch nicht vor. Die Stimmbeteiligung war mit 44,58 Prozent praktisch gleich wie 2007 (44,56 Prozent).

  • 15.06 Uhr  

    Thurgau: Laut einer Hochrechnung mit den Resultaten von 44 der 80 Thurgauer Gemeinden schnappen die Grünliberalen der FDP den Nationalrats-Sitz weg. Die etablierten bürgerlichen Parteien verlören demnach im Thurgau leicht, die SP gewinnt.

    Gemäss der zweiten Hochrechnung der Thurgauer Staatskanzlei für die Nationalratswahlen könnte die Rechnung der Thurgauer Kleinparteien aufgehen. Dank einer Listenverbindung mit BDP, EVP, EDU könnten die Grünliberalen (glp) den frei werdenden Sitz von Werner Messmer (FDP) ergattern. Nach der ersten Hochrechnung hätte die BDP den Sitz bekommen.

    Die SVP verliert an Wähleranteil und kommt noch auf 39,2 Prozent (2007: 42,4), behält aber ihre drei Sitze. Die SP kann sich von 11,7 leicht auf 12,4 Prozent steigern und behält ihren Sitz. Die CVP verliert und kommt noch auf einen Wähleranteil von 13,3 Prozent, behält aber den Sitz.

  • 15.05 Uhr  

    Ständerat Baselland: Bei den Ständeratswahlen in Baselland hat der SP- Bisherige Claude Janiak die Wiederwahl geschafft. Er distanzierte SVP-Bundeshausfraktionschef Caspar Baader sowie CVP-Nationalrätin Elisabeth Schneider klar und übertraf als Einziger das absolute Mehr.

  • Anton Schaller  

    «Der Ständerat erhält mit Pascale Bruderer ein neues, frisches Gesicht und die SP eine neue Ständerätin. Das Ergebnis zeigt, dass Prominenz, aber auch vermittelnde sozialliberale Positionen Garantie für einen Sitz im Stöckli sind. Ein prominentes Gesicht dagegen, der Nationalrat Joe Lang, konnte seinen Sitz nicht verteidigen. Mit ihm geht dem Parlament ein erfahrener Sicherheitspolitiker verloren.»

  • 14.58 Uhr  

    Ständerat Aargau: Das Aargauer Volk hat Nationalrätin Pascale Bruderer (SP) im ersten Wahlgang in den Ständerat gewählt. Die bisherige Ständerätin Christine Egerszegi (FDP) scheiterte knapp am absoluten Mehr. Auf dem dritten Platz landete SVP-Nationalrat Ulrich Giezendanner.

    Mit der Wahl von Nationalrätin Bruderer eroberte die SP im Aargau erstmals nach über 60 Jahren einen Sitz im Ständerat. Die 34-jährige Bruderer erhielt 93'276 Stimmen und übertraf damit als einzige Kandidatin das absolute Mehr von 89'905 Stimmen.

    Die bisherige FDP-Ständerätin Egerszegi verpasste ihre erste Wiederwahl. Die 63-jährige Politikerin erhielt 88'822 Stimmen und blieb damit um nur 1083 Stimmen unter dem absoluten Mehr. Vor vier Jahren war Egerszegi mit einem sehr guten Resultat in die kleine Kammer gewählt worden.

    SVP muss um Sitz bangen

    Auch der SVP gelang es im ersten Wahlgang nicht, ihren Sitz zu verteidigen. Der 58-jährige Nationalrat Giezendanner gewann 77'513 Stimmen. Ständerat Maximilian Reimann war nach 16 Jahren nicht mehr zur Wiederwahl angetreten.

    Mit deutlichem Abstand auf die drei politischen Schwergewichte Bruderer, Ergerszegi und Giezendanner folgten der grüne Nationalrat Geri Müller (28'828 Stimmen) und CVP-Kandidat Kurt Schmid (20'055 Stimmen).

  • 14.57 Uhr  

    Zug: Im Kanton Zug wird die Nationalratsvertretung völlig umgekrempelt: Von den drei Bisherigen gelang am Sonntag nur Gerhard Pfister (CVP) die Wiederwahl. Die FDP schaffte nach acht Jahren die Rückkehr in die grosse Kammer.

    Pfister erhielt 13'436 Stimmen. Der langjährige SVP-Nationalrat Marcel Scherer wurde von seinem Parteikollegen Thomas Aeschi verdrängt. Dieser erhielt 11'646 Stimmen. Der Grün-Alternative Josef Lang verlor sein Mandat an Bruno Pezzatti von der FDP. Auf ihn entfielen 6841 Stimmen.

  • 14.54 Uhr  

    Ständerat Bern: Die zwei Berner Mitglieder des Ständerats dürften erst im zweiten Wahlgang ermittelt werden: Laut SRG-Hochrechnung erreichte im ersten Umgang keiner der zehn Kandidaten das absolute Mehr.

    Die Bisherigen Adrian Amstutz (SVP) und Werner Luginbühl (BDP) liegen demnach an der Spitze, knapp vor Hans Stöckli (SP). Alec von Graffenried (Grüne) belegt Platz 4.

    Klar geschlagen ist laut der Hochrechnung der Freisinnige Christian Wasserfallen. Berücksichtigt wurden 75 Prozent der Gemeinden.

  • 14.54 Uhr  

    Appenzell Ausserrhoden: Der 31-jährige Andrea Claudio Caroni von der FDP ist in Appenzell Ausserrhoden neu in den Nationalrat gewählt worden. Er holte 8970 Stimmen und liess seinen stärksten Konkurrenten, Finanzdirektor Köbi Frei (SVP), relativ klar hinter sich. Frei holte 5312 Stimmen.

    Caroni, Jurist und früherer Mitarbeiter des ehemaligen Bundesrats Hans-Rudolf Merz, folgt auf Marianne Kleiner (FDP), die zurücktritt.

    Max Nadig von der CVP konnte 1840 Stimmen auf sich vereinen, Samuel Büchi (Grünes Appenzellerland) deren 1114.

  • Anton Schaller  

    «Der angekündigte Sturm der SVP aufs Stöckli hat sich massiv abgeschwächt. Die drei B – Baader, Blocher, Brunner – scheinen auf Anhieb nicht zu reüssieren. Der Fraktionschef der SVP, Caspar Baader, ist bereits aus dem Rennen. Christoph Blocher kam im Kanton Zürich nicht über den dritten Platz hinaus und Toni Brunner wird im Kanton St. Gallen im zweiten Wahlgang ein steifer Wind entgegenwehen. Hat sich doch die glanzvoll gewählte FDP-Ständerätin Karin Keller-Sutter für den gemässigten Kandidaten Eugen David (CVP) ausgesprochen.»

  • 14.47 Uhr  

    Ständerat Luzern: Im Kanton Luzern hat im ersten Wahlgang der Ständeratswahlen kein Kandidat das absolute Mehr erreicht. Am besten schloss der Bisherige Konrad Graber (CVP) ab. Zweitbestes Resultat erzielte der abtretende Nationalrat Georges Theiler (FDP), der in die kleine Kammer wechseln möchte. Ständerätin Helen Leumann (FDP) kandidierte nicht mehr.

  • 14.46 Uhr  

    Freiburg: Im Kanton Freiburg wird die CSP mit grösster Wahrscheinlichkeit ihren Sitz im Nationalrat verlieren. Marie- Thérèse Weber-Gobet dürfte nicht wiedergewählt werden. Voraussichtlich wird die SVP mit Pierre-André Page einen zweiten Sitz im Kanton Freiburg erobern.

    Die anderen Bisherigen sind nach Auszählung von rund 70 der 167 Gemeinden provisorisch wiedergewählt: Die CVP hält demnach weiterhin zwei Sitze mit dem bisherigen Nationalrat Dominique de Buman und der neu gewählten Christine Bulliard-Marbach.

    Nach der provisorischen Auszählung verliert die CVP im traditionell katholischen Kanton einen beachtlichen Stimmenanteil. Dieser sackt von 24,8 Prozent im Jahr 2007 auf 19,5 Prozent ab.

    Bei der SP sind nach dem provisorischen Resultat die beiden Bisherigen Christian Levrat und Jean-François Steiert gewählt. Der Wähleranteil der SP steigt sogar von 22,7 auf 23,7 Prozent.

    Die SVP holt voraussichtlich einen zweiten Sitz auf Kosten der CSP. Wiedergewählt ist nach provisorischem Resultat der ehemalige Bundesratskandidat Jean-François Rime. Und Pierre-André Page (SVP) wird den CSP-Sitz von Marie-Thérèse Weber-Gobet erben.

    Die SVP konnte im Kanton Freiburg nach bisheriger Auszählung den Wähleranteil von 22 Prozent auf 22,4 Prozent leicht steigern.

  • 14.45 Uhr  

    Ständerat Zürich: Für den Polit-Experten Michael Herrmann ist Christoph Blocher im Kampf um die beiden Ständeratssitze so gut wie ausgeschieden. Lesen Sie mehr hier.

  • 14.40 Uhr  

    Appenzell Ausserrhoden: Der Appenzell Ausserrhoder Ständerat Hans Altherr (FDP) ist klar wiedergewählt worden. Der 61-jährige Jurist Altherr, der ohne Gegenkandidat war, erhielt 14'672 Stimmen bei einem absoluten Mehr von 8044 Stimmen.

    Die Wahlbeteiligung betrug 46,9 Prozent. Altherr gehört dem Ständerat seit 2004 an. Im kommenden Jahr wird der Freisinnige voraussichtlich Präsident der kleinen Kammer.

  • Anton Schaller  

    «Erstes politisches Zeichen am heutigen Wahlsonntag: Die glanzvoll gewählte St. Galler Ständerätin Karin Keller-Sutter erklärte gegenüber dem Schweizer Fernsehen, dass sie im zweiten Wahlgang nicht Toni Brunner, sondern Eugen David unterstützen werde. Sie will einen Ständerat, der nicht parteipolitisch polarisiert. Die St. Galler Vertretung im Ständerat soll aus der Mitte hervorgehen. Die ist umso erstaunlicher, da Keller-Sutter in den Fragen der Ausländerpolitik einen konsequenten SVP-nahen Kurs verfolgt. »

  • 14.32 Uhr  

    Ständerat Uri: Bei den Ständeratswahlen im Kanton Uri ist einzig der CVP-Kandidat und Regierungsrat Isidor Baumann im ersten Wahlgang gewählt worden. Am zweitmeisten Stimmen erzielte der bisherige Grünliberale Markus Stadler, gefolgt vom SVP-Kandidaten Gusti Planzer.


    Im zweiten Wahlgang wird es vor allem zu einem Zweikampf zwischen dem bisherigen Grünliberalen Markus Stadler (5'122 Stimmen) und dem SVP-Herausforderer Gusti Planzer (4'824 Stimmen) kommen. Deutlich zurück liegt der SP-Kandidat Felix Muheim mit 2'568 Stimmen.

    Bei einem absoluten Mehr von 6'118 Stimmen erzielte der neu gewählte Urner CVP-Ständerat Isidor Baumann 7'120 Stimmen. Der 56- Jährige tritt somit im Frühjahr 2012 als Urner Regierungsrat zurück. Seit elf Jahren ist er in der Urner Regierung vertreten.

  • 14.32 Uhr  

    Ständerat Wallis: Die beiden bisherigen Walliser Ständeräte, Jean-René Fournier (CVP) und René Imoberdorf (CVP), dürften ihre Sitze in der kleinen Kammer verteidigen. Dies zeichnet sich nach Auszählung von zwei Dritteln der Stimmen ab. Das absolute Mehr dürfte jedoch schwer zu erreichen sein.

    Die beiden Bisherigen liessen die SVP-Kandidaten Oskar Freysinger und Franz Ruppen hinter sich. Auf dem fünften Platz folgt Jean-René Germanier (FDP), auf dem sechsten der bisherige SP-Nationalrat Stéphane Rossini.

    Ausstehend sind aber noch die fünf grossen Gemeinden im Rhonetal, die rund einen Drittel der Stimmberechtigten stellen. Die Wahlbeteiligung ist höher als 60 Prozent.

  • 14.32 Uhr  

    Zürich: Die BDP jagt bei den Zürcher Nationalratswahlen der SVP Stimmen ab. In den ersten 51 – meist kleinen – Gemeinden hat die SVP 4,13 Prozentpunkte weniger erzielt als vor vier Jahren. Die BDP kommt in diesen Gemeinden auf 6,7 Prozent der Stimmen.

    Auch die anderen grösseren Parteien verlieren in diesen Gebieten, die allerdings bloss 6 Prozent der Stimmen des gesamten Kantons ausmachen: Grüne (-2,67 Prozentpunkte), CVP (-2,36), FDP (-1,17), SP (-1,06) und EVP (-0,65).

    Auch die Grünliberalen legen zu, um 3,98 auf 10,63 Prozent. Auf ein relativ gutes Resultat lassen auch die ersten Zahlen für die erstmals antretende Piratenpartei schliessen. Sie hat in den kleinen Gemeinden 0,59 Prozent erreicht, mehr als doppelt so viel wie beispielsweise die Schweizer Demokraten (0,25).

  • 14.31 Uhr  

    Obwalden: Die SVP verliert mit Christoph von Rotz ihren Nationalratssitz in Obwalden, den sie erst vor vier Jahren erobert hat. Der Allianz aller andern Parteien gelang es, den christlichsozialen Karl Vogler durchzusetzen. Er will sich in Bern der CVP-Fraktion anschliessen.

    Überraschend hatte die CVP vor vier Jahren ihren Nationalratssitz an die SVP verloren. Ein wilder, der CVP nahe stehender Kandidat hatte dem offiziellen CVP-Kandidaten Stimmen weggenommen und so den Erfolg des lachenden Dritten - Christoph von Rotz von der SVP - ermöglicht.

    Die CVP wollte in diesem Jahr den Sitz zurückerobern, nominierte aber einen Kandidaten, der bei den andern Parteien keinen Rückkhalt fand. FDP, CSP und SP portierten deshalb den christlichsozialen Karl Vogler. Nachdem der CVP-Kandidat das Handtuch warf, stellte sich auch die CVP hinter Vogler.

  • 14.30 Uhr  

    St. Gallen: Im Kanton St. Gallen gewinnen die Grünliberalen laut Hochrechnung der SRG erstmals einen Sitz im Nationalrat. Sie jagen der SVP einen Sitz ab. Die anderen Parteien dürften ihre Sitze verteidigen.

    Gemäss SRG-Hochrechnung dürfte die SVP im Kanton St. Gallen einen Sitz verlieren. Die CVP kommt wie vor vier Jahren auf drei Sitze, die SP auf zwei. FDP und Grüne können ihren Sitz verteidigen.

    Bei den Grünliberalen dürfte der Sitz an Margrit Kessler gehen, die Präsidentin der Schweizerischen Stiftung Patientenschutz (SPO) ist.

  • Anton Schaller  

    «Teilerfolg für Thomas Minder, den Vater der Abzockerinitiative. Der parteilose Unternehmer erreichte bei den Ständeratswahlen im Kanton Schaffhausen den guten zweiten Platz. Er blieb mit rund 1000 Stimmen unter dem absoluten Mehr. Entscheidend für den zweiten Wahlgang wird sein, ob der Parteilose Unterstützung von den traditionellen Parteien erhält, insbesondere von der SVP, die mit Hannes Germann ihren Ständeratssitz im Trockenen hat. Der zweite Wahlgang findet am 13. November statt. »

  • 14.20 Uhr  

    Ständerat Bern: Bei den Ständeratswahlen im Kanton Bern ist ein erster Verwaltungskreis ausgezählt. Klar in Führung liegen die beiden Bisherigen, Adrian Amstutz (SVP) und Werner Luginbühl (BDP).

    Amstutz kommt im Verwaltungskreis Frutigen-Niedersimmental auf 9043 Stimmen, das sind rund 54 Prozent. Werner Luginbühl kommt auf 7554 Stimmen, rund 45 Prozent. Auf den weiteren Plätzen folgen Hans Stöckli (SP) mit 3344 Stimmen, Alec von Graffenried (Grüne) mit 2614 Stimmen und Christian Wasserfallen (FDP) mit 2443 Stimmen. Die übrigen schneiden deutlich schlechter ab.

    Mit dem Kreis Frutigen-Niedersimmental ist erst einer von zehn Verwaltungskreisen ausgezählt. Die Aussagekraft des Resultats hält sich demnach in Grenzen. Dazu kommt, dass die beiden bisherigen Kandidaten aus dem Berner Oberland stammen und deshalb in den Oberländer Verwaltungskreisen erwartungsgemäss in Führung liegen.

  • Anton Schaller  

    «Licht und Schatten für die FDP in der Ostschweiz. Im Kanton Appenzell Ausserrhoden hat sich der smarte 31-jährige Andrea Claudio Caroni und ehemalige Mitarbeiter von Bundesrat Hans-Rudolf Merz gegenüber dem SVP-Regierungsrat Köbi Frei durchgesetzt. Gleichzeitig verliert die FDP im Kanton Thurgau gemäss Hochrechnung den frei gewordenen Sitz von Werner Messmer, Präsident des Baumeisterverbandes, an die BDP. Der BDP gelang es durch eine geschickte Listenverbindung in der Mitte, diesen Sitz der Traditionspartei FDP abzujagen, aber überstrahlt wird dieser Misserfolg durch das glänzende Ergebnis der St. Galler Regierungsrätin Karin Keller-Sutter, die bereits als Ständerätin mit über 64 Prozent der Stimmen bereits gewählt ist. »

  • 14.14 Uhr  

    Ständerat Glarus: Die Glarner Vertretung im Ständerat bleibt unverändert: Die Bisherigen, This Jenny (SVP) und Pankraz Freitag (FDP), wurden erwartungsgemäss bestätigt. Die beiden Herausforderer erzielten Achtungserfolge.

  • 14.13 Uhr  

    Ständerat Obwalden: Der Obwaldner Ständerat Hans Hess (FDP) hat die Wiederwahl problemlos geschafft. Er erhielt 12'739 Stimmen. Auf seinen Herausforderer Bashkim Rexhepi (Juso) entfielen 2170 Stimmen. Hess gehört dem Ständerat seit 1998 an. Die Stimmbeteiligung lag bei 63,0 Prozent.

  • 14.10 Uhr  

    Thurgau: Laut einer ersten Hochrechnung mit den Resultaten von neun der 80 Thurgauer Gemeinden schnappt die BDP der FDP den Nationalrats-Sitz weg. Die etablierten bürgerlichen Parteien verlieren leicht, die SP gewinnt.

    Gemäss einer ersten Hochrechnung der Thurgauer Staatskanzlei für die Nationalratswahlen könnte die Rechnung der Thurgauer Kleinparteien aufgehen. Dank einer Listenverbindung mit EVP, EDU und Grünliberalen ist die BDP auf gutem Weg, den frei werdenden Sitz von Werner Messmer (FDP) zu ergattern.

    Die SVP verliert leicht Wähleranteil und kommt noch auf 41 Prozent (2007: 42,4), behält aber ihre drei Sitze. Die SP kann sich von 11,7 auf 13,1 Prozent steigern und behält ihren Sitz. Die CVP verliert, behält aber ihren Sitz.

  • 14.08 Uhr  

    Obwalden: Die SVP verliert mit Christoph von Rotz ihren Nationalratssitz in Obwalden, den sie erst vor vier Jahren erobert hat. Der gemeinsamen Allianz aller anderen Parteien gelang es, den christlichsozialen Karl Vogler durchzusetzen.
    Der von einem überparteilichen Komitee unterstützte Karl Vogler (CSP) erhielt 8896 Stimmen, auf Christoph von Rotz (SVP) entfielen 6739 Stimmen. Der neu gewählte Vogler will sich in Bern der CVP-Fraktion anschliessen. Die Stimmbeteiligung lag bei 64,3 Prozent.

  • 14.06 Uhr  

    Appenzell Innerrhoden: Der 51-jährige Rechtsanwalt und Regierende Landammann Daniel Fässler ist in Appenzell Innerrhoden neu in den Nationalrat gewählt worden. Er holte 3107 Stimmen. Der 57-jährige Kandidat der linken «Gruppe für Innerrhoden» (GfI), Martin Pfister, hatte keine Chance.

    Für Martin Pfister legten 830 Innerrhoderinnen und Innerrhoder ein. Die Wahlbeteiligung lag bei 37,3 Prozent. Daniel Fässler bleibt auch nach seiner Wahl in den Nationalrat Mitglied der Innerrhoder Regierung. Das Amt des Landammanns (Regierungspräsident) ist ein Halbamt.

    Daniel Fässler löst im Nationalrat seinen Partei- und Berufskollegen Arthur Loepfe ab, der nach zwölf Jahren zurücktritt. Appenzell Innerrhoden hat einen Sitz im Nationalrat.

    Ständeratswahlen haben an diesem Wochenende in Innerrhoden keine stattgefunden. Ivo Bischofberger (CVP) wurde im Frühling bereits von der Landsgemeinde in Appenzell wiedergewählt.

  • 14.06 Uhr  

    Ständerat St. Gallen: Karin Keller-Sutter (FDP) steht im Kanton St. Gallen vor dem Sprung in den Ständerat. Die Regierungsrätin liegt nach Auszählung von drei Vierteln der Gemeinden deutlich in Führung und dürfte im ersten Wahlgang gewählt werden.

    Keller-Sutter erhielt bisher 71'906 Stimmen. Deutlich zurück liegen Toni Brunner (SVP) mit 39'695, Eugen David mit 34'419 und Paul Rechsteiner (SP) mit 32'772 Stimmen. Chancenlos ist die Grüne Yvonne Gilli mit 17'080 Stimmen. Jürg Gehrig (BDP), 3538 Stimmen, hatte sich bereits vor der Wahl zurückgezogen.

    Das absolute Mehr liegt anteilsmässig bei 55'953 Stimmen. Damit schafft Karin Keller-Sutter trotz starker Konkurrenz den Sprung in den Ständerat bereits im ersten Wahlgang. Der zweite St. Galler Ständeratssitz wird im zweiten Umgang Ende November vergeben.

  • Anton Schaller  

    «Nach den vorliegenden Hochrechnungen aus dem Kanton Aargau ist ein erster Trend erkennbar. Die Polparteien SVP und SP können in ihren bisherigen Wähleranteil halten. In der Mitte kommt es zu einer Verschiebung von der FDP und CVP zu den neuen Parteien BDP und Grünliberalen. Die Mitte wird nach diesem Trend nicht schwächer. Mandate verschieben sich aber von den traditionellen Parteien CVP und FDP zu den Newcomern.»

  • 14.02 Uhr  

    Kanton Aargau: Im Kanton Aargau verlieren FDP und CVP voraussichtlich je einen Nationalratssitz. Gemäss Hochrechnung der SRG gewinnen BDP und GLP je ein Mandat. SVP (6 Sitze), SP (3) und Grüne (1) können ihre Mandate verteidigen.

    Die FDP würde laut Hochrechnung ihren zweiten Sitz und die CVP ihren dritten Sitz verlieren. Die FDP zog ohne Listenverbindung in den Wahlkampf, die CVP ging eine Verbindung mit der BDP ein. Dem Aargau stehen insgesamt 15 Sitze im Nationalrat zu.

  • 14.01 Uhr  

    Bern: Im Kanton Bern sind erste kleinere Gemeinden ausgezählt. Erwartungsgemäss dominiert bei den Nationalratswahlen in diesen meist ländlichen Gemeinden die SVP. Wacker hält sich die BDP.

    In Zauggenried hat die BDP mit einem Wähleranteil von 32,5 Prozent die SVP überflügelt. Die SVP kommt in dem kleinen Ort ihrerseits auf einen Anteil von 30,6 Prozent. Auch in Krattigen, dem Wohnort von BDP-Ständerat Werner Luginbühl, hat die Partei die SVP überholt.

    Resultate liegen unter anderem aus kleineren Ortschaften im Berner Oberland und dem Berner Jura vor. Die SVP erreicht vielerorts Wähleranteile um die 30 Prozent, die BDP kommt in verschiedenen Ortschaften auf Anteile zwischen 5 und 15 Prozent.

    Grössere Aussagekraft haben diese vereinzelten Resultate indessen noch nicht. Ausgezählt sind noch keine 20 der fast 400 bernischen Gemeinden.

  • 14.00 Uhr  

    Ständerat Freiburg: Die beiden bisherigen Ständeräte Urs Schwaller (CVP) und Alain Berset (SP) führen im Kanton Freiburg nach der Auszählung von rund 100 von 167 Gemeinden das Rennen klar an. Wenn es so weiter geht, dürften sie im ersten Wahlgang gewählt werden.

    Weit hinter den beiden Bisherigen folgen Jean-François Rime (SVP) und Ruedi Vonlanthen (FDP). Schwaller und Berset liegen nach der bisherigen Auszählung schon über dem absoluten Mehr. Die Stimmbeteiligung ist mit 47,87 Prozent fast gleich hoch wie 2007 (47,74 Prozent)

  • Anton Schaller  

    «Im Kanton Aargau wird es wohl nicht auf Anhieb zu einer reinen Frauenvertretung kommen. Die drei Spitzenkandidaten Pascale Bruderer (SP), Christine Egerszegi (FDP) und Ulrich Giezendanner (SVP) liefern sich ein unerwartetes Kopf-an-Kopf-Rennen, das von Pascale Bruderer, die in der letzten Woche Mutter wurde, angeführt wird. Erwartet wurde, dass die beiden Frauen Giezendanner hinter sich lassen würden, der nun aber munter im Spitzentrio mitmischt. Ob einer der Kandidate das absolute Mehr erreicht, ist noch völlig offen. Wahrscheinlich ist dagegen ein zweiter Wahlgang.»

  • 13.58 Uhr  

    Appenzell Ausserrhoden: Der 31-jährige Andrea Claudio Caroni von der FDP ist in Appenzell Ausserrhoden neu in den Nationalrat gewählt worden. Er holte 8970 Stimmen und liess seinen stärksten Konkurrenten, Finanzdirektor Köbi Frei (SVP), überraschend klar hinter sich.

    Der Jurist und frühere Mitarbeiter des ehemaligen Bundesrats Hans- Rudolf Merz folgt auf Marianne Kleiner (FDP), die zurücktritt.

  • 13.57 Uhr  

    Ständerat Schaffhausen: Der bisherige Schaffhauser SVP-Ständerat Hannes Germann ist am Sonntag klar wieder gewählt worden. Von den übrigen vier Kandidaten erreichte keiner das absolute Mehr. Der zweite Sitz wird deshalb erst am 13. November im zweiten Wahlgang besetzt.

    Die Wahlbeteiligung lag bei 64,5 (2007: 65,35) Prozent, das absolute Mehr bei 12'927 Stimmen. Germann wurde mit 15'577 Stimmen gewählt.

    Der frei werdende Sitz von FDP-Ständerat Peter Briner bleibt noch drei Wochen unbesetzt. Auf dem ersten Platz im Rennen um diesen zweiten Schaffhauser Ständeratssitz liegt mit 11'879 Stimmen der parteilose «Vater der Abzockerinitiative», Thomas Minder.

    Danach folgen Christian Heydecker (FDP) mit 8179 Stimmen, Matthias Freivogel (SP) mit 7141 Stimmen und Herbert Bühl (ÖBS) mit 6738 Stimmen. Auf Vereinzelte entfielen 2193 Stimmen.

  • 13.56 Uhr  

    Appenzell Innerrhoden: Der Rechtsanwalt und Regierende Landammann Daniel Fässler (CVP) ist in Appenzell Innerrhoden neu in den Nationalrat gewählt worden. Er holte 3107 Stimmen. Der 57-jährige Kandidat der linken «Gruppe für Innerrhoden» (GfI), Martin Pfister, hatte keine Chance.

    Für Martin Pfister legten 830 Innerrhoderinnen und Innerrhoder ein. Die Wahlbeteiligung lag bei 37,3 Prozent.

  • 13.55 Uhr  

    Uri: Die einzige Urner Nationalrätin Gabi Huber (FDP) ist erwartungsgemäss wiedergewählt worden. Sie erhielt 9005 der 12'125 gültigen Stimmen. Ihr einziger Herausforderer, der SP-Kandidat Toni Moser, erzielte mit 2603 Stimmen einen Achtungserfolg.

    517 Stimmen entfielen auf andere Namen, 385 Wahlzettel wurden leer eingereicht, wie die Staatskanzlei mitteilte. Die Stimmbeteiligung betrug 49,8 Prozent.

    Die 55-jährige Juristin wurde 2003 als Nachfolgerin von Franz Steinegger in den Nationalrat gewählt. Seither machte sie sich als Fraktionspräsidentin auch national einen Namen.

    Anders als vor vier Jahren, als Huber ohne Gegenkandidaten angetreten war, wollte die SP dieses Jahr den Urnerinnen und Urnern eine «echte Wahl» ermöglichen. Ihr Kandidat, der 56-jährige Hausarzt Toni Moser, ist Mitglied des Urner Landrats.

  • 13.50 Uhr  

    Basel-Stadt: In Basel-Stadt wird die Nationalratswahl knapp ausgehen. Nach Auszählung der brieflichen Stimmen, die jeweils rund 95 Prozent ausmachen, bleibt das Rennen zwischen Grünen und CVP um den fünften Sitz offen. Auch die erste SRG-Hochrechnung kommt zu keinem eindeutigen Trend.

    Klar ist bereits, dass die grossen Parteien Federn lassen: Die SP verliert 6,6 Wähleranteil-Prozentpunkte, die SVP 1,7 – jeweils die brieflichen Stimmen 2011 mit dem Schlussresultat 2007 verglichen. Und die neuen Parteien, die erstmals antreten, punkten: Die GLP holt 4,4 Prozent, die BDP 2,2 Prozent Wähleranteile.

    GLP und BDP haben ihre Listen mit der CVP verbunden, welche selber aber 1,4 Prozentpunkte verliert. Bei den letzten Wahlen war die CVP in eine breite bürgerliche Allianz eingebunden gewesen. Die neu gemischten Listenverbindungs-Karten machen das Spiel schwer vergleichbar.

  • Anton Schaller  

    «Was zu erwarten war: Die Ständeratswahlen prägen die ersten Stunden des heutigen Wahltages. Bereits zeichnet sich ab, dass vor allem prominente Gesichter sich durchzusetzen wissen. Allen voran Anita Fetz (SP), die im Kanton Basel-Stadt ein Glanzresultat zu verzeichnen wusste. Für sie stimmten 62 Prozent der Wähler. Auch die FDP-Hoffnungsträgerin Karin Keller-Sutter kommt im Kanton St. Gallen nach den vorliegenden Auszählungen auf über 60 Prozent der Stimmen. Claude Janiak (SP, Baselland) kann ebenfalls einen grossen Stimmenanteil auf sich vereinigen, obwohl er mit Caspar Baader einen prominenten Gegenkandidaten hatte. Das Gleiche gilt für Roberto Zanetti (SP), der im Kanton Solothurn das Ranking weiter anführt.»

  • 13.38 Uhr  

    Ständerat Aargau: Bei den Ständeratswahlen im Aargau zeichnet sich ein knappes Ergebnis ab. Nach drei von elf ausgezählten Bezirken führt Pascale Bruderer (SP). In geringen Abständen folgen Ständerätin Christine Egerszegi (FDP) und Ulrich Giezendanner (SVP).

    Deutlich hinter den drei politischen Schwergewichten liegen Geri Müller (Grüne) und der «wilde» SVP-Kandidat Lieni Füglistaller. Kurt Schmid (CVP) liegt auf dem sechsten Platz. Die weiteren fünf Kandidaten erzielten nur wenige Stimmen.

    Ausgezählt sind bislang die Bezirke Kulm, Muri und Rheinfelden. Bruderer gewann 15'597 Stimmen, Egerszegi 14'336, Giezendanner 14'180 und Müller 4688 Stimmen.

  • Anton Schaller  

    «Wieder könnte ein Ständerat die Wiederwahl schaffen. Claude Janiak (SP) erreicht im Kanton Baselland nach der vorliegenden Auszählung der Stimmen über 30'000 Stimmen. Sein Herausforderer der SVP-Kandidat Caspar Baader kommt auf knapp die Hälfte dieser Stimmen. Nach der Hochrechnung sollte Janiak das absolute Mehr knapp schaffen. »

  • 13.32 Uhr  

    Ständerat Baselland: Bei den Ständeratswahlen im Kanton Baselland könnte der Bisherige Claude Janiak (SP) die Wiederwahl auf Anhieb schaffen. Nach Auszählung von 57 der 86 Gemeinden liegt er weit vor SVP-Bundeshausfraktionschef Caspar Baader und – allerdings knapp – über dem absoluten Mehr.

    Auf Janiak entfallen bisher 31'306, auf Baader 16'978 und auf CVP-Nationalrätin Elisabeth Schneider 6606 Stimmen. Um 2027 Stimmen liegt Janiak zudem über dem absoluten Mehr von 29'279 Stimmen, das von den Herausforderern klar verfehlt wird. Im Vorfeld der Wahlen war ein zweiter Wahlgang nicht ausgeschlossen worden.

  • 13.29 Uhr  

    Nidwalden: FDP verliert den Nidwaldner Nationalratssitz an die SVP. Der einzige Nationalratssitz des Kantons Nidwalden geht von der FDP an die SVP über. Die Stimmberechtigten haben Peter Keller (SVP) zum Nachfolger des nicht mehr antretenden Edi Engelberger (FDP) gewählt.

  • 13.27 Uhr  

    Ständerat Thurgau: Ein erstes Zwischenresultat zu den Thurgauer Ständeratswahlen nach Auszählung der Hälfte aller Gemeinden zeigt: Roland Eberle (SVP) liegt mit 13'446 Stimmen klar vorn. Ihm folgt die CVP-Kandidatin und amtierende Nationalrätin Brigitte Häberli-Koller mit 8624 Stimmen.

    Max Vögeli von der FDP liegt mit 7434 Stimmen auf dem dritten Platz. 4983 Stimmen erhalten haben die amtierende SP-Nationalrätin Edith Graf-Litscher, 3849 Stimmen machte die Grüne Silvia Schwyter. Daniel Wittwer von der EDU liegt mit 2618 Stimmen auf dem letzten Platz. Ausgezählt sind bisher vor allem kleine Gemeinden.

  • Anton Schaller  

    «Schon wieder ist ein Dämpfer für die FDP zu verzeichnen. Die FDP scheint im Kanton Graubünden über 8 Prozent ihrer Stimmen zu verlieren. Mit 10 Prozent Wähleranteil wird sie auch ihr einziges Nationalratsmandat nicht mehr erreichen. Nationalrat Tarzisius Caviezel wird danach nicht mehr nach Bern reisen.

    Aufatmen kann die FDP dagegen im Kanton Zürich. Ihr Ständerat Felix Gutzwiller rangiert klar vor dem Herausforderer Christoph Blocher. Nach den jetzigen Hochrechnungen wird aber keiner der Ständeratskandidaten das absolute Mehr im Kanton Zürich erreichen. Verena Diener, die das beste Resultat erreichen wird, wird im zweiten Wahlgang sicher von den Stimmen profitieren, die die beiden rot-grünen Kandidaten Hardegger und Glättli (je 60'000 Stimmen) bekamen. Und eines ist sicher. Die Stimmen aus dem linken Lager werden nicht an Christoph Blocher fallen. So scheint auch im Kanton Zürich der Sturm ins Stöckli vorerst gestoppt zu sein.»

  • 13.18 Uhr  

    Graubünden: Dem Bündner Nationalrat Tarzisius Caviezel von der FDP droht nach nur vier Jahren in Bern die Abwahl. Seine Partei kommt nach 134 ausgezählten von total 178 Gemeinden lediglich auf 10,83 Prozent der Stimmen. Die FDP würde bei diesem Stand über acht Prozentpunkte verlieren.

    Für ein Vollmandat braucht es in Graubünden 16,7 Prozent der Stimmen. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern sich an der Spitze die SVP und der Verbund von SP, Grünen und Grünliberalen mit 25,54 und 24,46 Prozent der Stimmen. Die BDP und die CVP scheinen je einen Sitz auf sicher zu haben.

  • 13.16 Uhr  

    Ständerat Zürich: Die beiden bisherigen Zürcher Ständeräte Verena Diener (glp) und Felix Gutzwiller (FDP) liegen gemäss Hochrechnung deutlich vorne. Offen ist noch, ob sie das absolute Mehr erreichen. Mit deutlichem Abstand auf dem dritten Platz rangiert Christoph Blocher (SVP). Mehr dazu hier.

  • 13.15 Uhr  

    Freiburg: Nach der Auszählung der Stimmen von rund 60 Gemeinden führen im Kanton Freiburg die beiden bisherigen Ständeräte Urs Schwaller (CVP) und Alain Berset (SP) das Rennen an. Weit hinter ihnen folgen Jean-François Rime (SVP) und Ruedi Vonlanthen (FDP).

  • 13.13 Uhr  

    Auch bei den Nationalratswahlen im Kanton Zürich sind die ersten Gemeinden ausgezählt worden. Verfolgen Sie den kantonalen News-Ticker hier.

  • 13.06 Uhr  

    «Das Zugpferd der FDP, Karin Keller-Sutter, wird ihrer Reputation im Kanton St. Gallen vollauf gerecht und die Gesichter der leidgeprüften FDP-Anhänger aufhellen. Sie wird nach ersten Auszählungen bereits im ersten Wahlgang das absolute Mehr erreichen. Weit hinter ihr rangieren Toni Brunner, der SVP-Präsident, und der bisherige CVP-Ständerat Eugen David. Beide kommen auf knapp 18'000 beziehungsweise 17'000, Keller-Sutter auf über 30'000 Stimmen. Brunner und David werden wohl in den zweiten Wahlgang gehen müssen, wobei David im zweiten Wahlgang mit den Stimmen der FDP wird rechnen können. Toni Brunner hat einen harten zweiten Wahlkampf vor sich. »

  • 13.00 Uhr  

    Ständerat St. Gallen: Bei den Ständeratswahlen im Kanton St. Gallen liegt die FDP-Kandidatin Karin Keller-Sutter um Längen vorne: Nachdem knapp die Hälfte der 85 Gemeinden ausgezählt sind, liegt sie mit 31'108 Stimmen deutlich über dem momentanen absoluten Mehr von 23'633.

    Toni Brunner (SVP) liegt zwischenzeitlich mit 18'808 Stimmen auf dem zweiten Platz, aber unter dem absoluten Mehr. Der bisherige Ständerat Eugen David (CVP) holt in den 41 ausgezählten Gemeinden 17'763 Stimmen, SP-Kandidat Paul Rechsteiner deren 10'960. Die Grüne Yvonne Gilli liegt mit 6126 Stimmen schon deutlich zurück. (SDA)

  • Anton Schaller  

    «Für die FDP gestaltet sich der Wahlsonntag zumindest zum Start nicht gerade hoffnungsvoll. Die FDP konnte im Kanton Nidwalden ihren langjährigen Nationalrat Edi Engelberger nicht ersetzen. Sie muss das Mandat an die SVP abtreten. Peter Keller (SVP) liegt vor Heinz Risi. Es rächt sich, dass es der FDP im Kanton Nidwalden nicht gelang, rechtzeitig einen Nachfolger für den bekannten Edi Engelberger, ehemaliger Präsident des Schweizerischen Ski-Verbandes, ins Rennen zu schicken.»

  • 12.55 Uhr  

    Nidwalden: Der Kanton Nidwalden wird im Nationalrat neu nicht mehr von der FDP, sondern von der SVP vertreten. Die Stimmberechtigten haben Peter Keller (SVP) mit 8060 Stimmen zum Nachfolger des nicht mehr antretenden Edi Engelberger (FDP) gewählt.

    Der freisinnige Heinz Risi musste sich mit 6273 Stimmen von Keller geschlagen geben. Chancenlos war der grüne Conrad Wagner mit 3487 Stimmen. Weitere Kandidaten gab es nicht.

    Das kleine Nidwalden verfügt nur über ein Mandat im Nationalrat. Es ist das erste Mal, dass die Nidwaldner SVP einen Vertreter in die eidgenössischen Räte entsenden kann. Die Stimmbeteiligung betrug 60,9 Prozent. (SDA)

  • Anton Schaller  

    «Wie erwartet, sorgen die Ständeratswahlen für Spannung. Auch im Kanton Solothurn setzt sich ein bisher bekanntes Gesicht durch: Roberto Zanetti (SP) liegt an der Spitze. Ihm folgt mit Pirmin Bischof ein prominenter CVP-Mann, bekannt durch viele Auftritte in der «Arena» des Schweizer Fernsehens. Wenn er das absolute Mehr erreicht, wird er die dominante CVP-Fraktion verstärken. Der FDP gelingt es nicht, ihren bekannten Ständerat Rolf Büttiker zu ersetzen. Ihr Kandidat Kurt Fluri liegt weit zurück. Walter Wobmann, der SVP-Mann, hat kaum eine Chance.»

  • 12.48 Uhr  

    Ständerat Solothurn: Der Solothurner SP-Ständerat Roberto Zanetti könnte die Wiederwahl auf Anhieb schaffen. Nach 38 von 121 ausgezählten Gemeinden zeichnet sich für die FDP ein Sitzverlust ab: Auf Platz zwei liegt Pirmin Bischof (CVP) vor Kurt Fluri (FDP) und Walter Wobmann (SVP).

    Der bisherige Ständerat Zanetti kommt auf 31 Prozent der Stimmen. Bischof ist ihm mit 27,5 Prozent der Stimmen auf den Fersen. Der FDP-Kandidat Kurt Fluri, der den Sitz seines abtretenden Parteikollegen Rolf Büttiker verteidigen will, liegt mit 20,9 Prozent auf dem dritten Platz.

    Auf dem vierten Platz ist der SVP-Kandidat Walter Wobmann mit 17,1 Prozent. Abgeschlagen auf dem letzten Platz ist Barbara Banga von der Tierpartei Schweiz, die lediglich 3,5 Prozent der Stimmen gewann. Bei den ausgezählten Gemeinden handelt es sich um kleinere Ortschaften, insgesamt wurden 12'107 Stimmen ausgezählt.

  • Anton Schaller  

    «Bereits hat die SVP ein Ständeratsmandat verloren. Die Bündner Wählerschaft wählte mit Stefan Engler und Martin Schmid einen CVP- beziehungsweise einen FDP-Kandidaten. Die SVP ging leer aus. Der Kanton Graubünden ist insofern von besonderer Bedeutung, als in diesem Kanton die beiden Parteien, SVP und BDP, einen Kampf um die bisherige SVP-Wählerschaft führen. Aus diesem Grunde verzichtete die SVP auf eine Kandidatur für den Ständerat. Sie gab den SVP-Sitz von Christoph Brändli so kampflos auf. Bei den Nationalratswahlen verlor sowohl die SVP als auch die SP je einen Sitz. Gewinner sind die BDP und die Grünliberalen.»

  • 12.43 Uhr  

    Ständerat Graubünden: Im Kanton Graubünden ist das Rennen um die beiden Ständeratssitze gelaufen. Die neuen Vertreter des Gebirgskantons in Bern sind Stefan Engler von der CVP und Martin Schmid von der FDP.

    Der ehemalige Bündner Baudirektor Stefan Engler und Finanzdirektor Martin Schmid liegen nach 141 ausgezählten Gemeinden von total 178 uneinholbar an der Spitze. Engler erzielte 23'714 Stimmen, Schmid 19'833. Das absolute Mehr beträgt 12'462 Stimmen, wie die Standeskanzlei in Chur mitteilte.

    Der 51-jährige Engler und der 42 Jahre alte Schmid folgen auf Christoffel Brändli (SVP) und Theo Maissen (CVP). Die zwei Ständeratskandidaten waren ohne Konkurrenz ins Rennen gestiegen. Die SVP hat damit ihr Mandat in der kleinen Kammer verloren.

    Finanzdirektor Martin Schmid beendet eine über 75 Jahre dauernde Durststrecke des Freisinns. Der letzte Bündner FDP-Ständerat war der Davoser Andreas Laely von 1913 bis 1935. Der Nachfolger von Schmid in der Bündner Regierung wird am 29. Januar nächsten Jahres gewählt. (SDA)

  • Anton Schaller  

    «Auch im Kanton Zürich scheinen sich die Bisherigen durchzusetzen. Verena Diener wird möglicherweise das absolute Mehr bereits im ersten Wahlgang erreichen. Für den FDP-Mann Felix Gutzwiller könnte es knapp werden. Doch der Ansturm der SVP, mit ihrer Lokomotive Christoph Blocher, scheint nicht zu verfangen. Er liegt nach den ersten Hochrechnungen mit Abstand hinter den beiden Bisherigen Ständevertretern des Kantons Zürich. Ein wichtiges Indiz ist, dass Verena Diener vor Gutzwiller liegt. Sie vermochte für die ganze Linke und weit in den bürgerlichen Bereich Stimmen zu holen. Wenn Gutzwiller das absolute Mehr nicht erreicht, hat er das wohl den SVP-Wählern zu verdanken, die ihn strichen.»

  • 12.37 Uhr  

    Ständerat Zürich: Blocher liegt hinten: Gemäss der ersten Hochrechnung könnte Verena Diener (GLP) ihre Wiederwahl als Zürcher Ständerätin im ersten Wahlgang schaffen. Der zweite bisherige Ständerat Felix Gutzwiller (FDP) müsste zu einem zweiten Wahlgang antreten. An dritter Stelle liegt Christoph Blocher (SVP), der neu in den Ständerat gewählt werden will. Gemäss Hochrechnung hat er keine Chance, das absolute Mehr zu erreichen. Mehr dazu hier.

  • Anton Schaller  

    «Es zeichnet sich eine weitere interessante Entwicklung ab. Die Listenverbindungen in der Mitte werden zu interessanten Konstellationen führen. Beispielsweise hat im Kanton Basel-Stadt die CVP gemäss den ersten Hochrechnungen einen Sitz erobert, den sie den Stimmenzuwächsen der Grünliberalen und der BDP zu verdanken hat. Die Grünliberalen holten danach über 5 Prozent der Stimmen, erreichten damit aber keinen Sitz. Ihre Stimmen kommen dem Listenverbindungspartner CVP zugute. Dies ist ein Indiz, dass die Listenverbindungen in den Nationalratswahlen eine ganz wichtige Rolle bei der Verteilung der Mandate spielen. Schon jetzt weiss man, dass das zuungunsten der FDP gehen wird, die sich kaum auf Listenverbindungen einliess. »

  • 12.31 Uhr  

    Appenzell Ausserrhoden: Die FDP von Appenzell Ausserrhoden kann ihren Sitz im Nationalrat wahrscheinlich verteidigen: Nachdem sechs von 20 Gemeinden ausgezählt sind, liegt ihr Kandidat Andrea Claudio Caroni überraschend deutlich vor Finanzdirektor Köbi Frei von der SVP.

    Der Jurist Caroni, früher Mitarbeiter des ehemaligen Bundesrats Hans-Rudolf Merz, konnte in den sechs Gemeinden 1827 Stimmen auf sich vereinen, Köbi Frei holte 1148 Stimmen. Max Nadig (CVP) und Samuel Büchi (Grünes Appenzellerland) liegen abgeschlagen zurück.

    Die einzige Ausserrhoder Nationalrätin Marianne Kleiner (FDP) tritt zurück.

  • Anton Schaller  

    «Es zeichnet sich schon jetzt ab: Prominente Köpfe setzen sich durch. Die beiden Bisherigen Anita Fetz und Claude Janiak setzen sich von den bürgerlichen Herausforderern deutlich ab. Dies ist von besonderem Interesse, weil in vielen Kantonen prominente Köpfe um den Einzug in die kleine Kammer kämpfen. Hat doch die SVP zum Sturm in die von ihr bezeichnete Dunkelkammer geblasen. Man kann gespannt sein auf das Abschneiden der prominenten SVP-Kandidaten. Doch bereits Caspar Baader, ein SVP-Bundesratskandidat, liegt im Kanton Baselland bereits weit hinter Claude Janiak (SP) zurück. »

  • 12.24 Uhr  

    Ständerat Baselland: Bei den Ständeratswahlen im Kanton Baselland liegt der Bisherige Claude Janiak (SP) deutlich vor SVP- Bundeshausfraktionschef Caspar Baader. Nach Auszählung von 30 der 86 Gemeinden entfallen auf Janiak 11'393, auf Baader 6639 und auf die CVP-Kandidatin Elisabeth Schneider 2328 Stimmen.

    Das Zwischenresultat ist insofern bemerkenswert, als die meisten der bisher ausgezählten Gemeinden im sonst eher konservativ votierenden Oberbaselbiet und dort in Baaders Heimatbezirk Sissach liegen. Janiak liegt bisher in allen fünf Bezirken an der Spitze.

  • 12.19 Uhr - Anita Fetz wiedergewählt  

    Ständerat Basel-Stadt: Anita Fetz vertritt den Kanton Basel-Stadt für eine weitere Amtsperiode im Ständerat. Die Sozialdemokratin, die der kleinen Kammer seit 2003 angehört, schaffte die Wiederwahl problemlos und liess ihre bürgerlichen Herausforderer weit hinter sich.

    Nach Auszählung der brieflich eingereichten Stimmen, die im Kanton Basel-Stadt jeweils rund 95 Prozent ausmachen, kam Fetz auf 31'331 Stimmen oder 62 Prozent. SVP-Nationalrat Frehner, der für beide Kammern kandidierte, erzielt 10'092 Stimmen, und der FDP-Kandidat Daniel Stolz musste sich mit 6351 Stimmen begnügen

  • 12.18 Uhr  

    Graubünden: Bei den Nationalratswahlen im Kanton Graubünden liegt die Linke in Führung. Nach 67 ausgezählten Gemeinden von total 178 kommt die Listenverbindung von SP, Grünen und Grünliberalen auf 26,54 Prozent der Stimmen, wie die Standeskanzlei mitteilte.

    Auf Platz zwei liegt die SVP mit einem Wähleranteil von 24,68 Prozent, gefolgt von BDP mit 20,72 Prozent. Eng wird es nach dem derzeitigen Stand der Dinge für CVP und FDP. Die Christlichdemokraten erreichen 15,09 Prozent der Stimmen, die Freisinnigen 12,98 Prozent.

    Im Kanton Graubünden braucht es 16,7 Prozent der Stimmen für ein Vollmandat. Dem Kanton stehen fünf Sitze zu. Von den Bisherigen kandidieren Hansjörg Hassler (BDP) und Tarzisius Caviezel (FDP) erneut. (SDA)

  • 12.15 Uhr  

    Basel-Stadt: Knappes Rennen: Den Grünen droht ein Sitzverlust. Die CVP könnte profitieren.

  • 12.08 Uhr  

    Aargau: Im Kanton Aargau verlieren FDP und CVP voraussichtlich je einen Nationalratssitz. Gemäss Hochrechnung der SRG gewinnen BDP und GLP je ein Mandat. SVP (6 Sitze), SP (3) und Grüne (1) können ihre Mandate verteidigen.

    Die FDP würde laut Hochrechnung ihren zweiten Sitz und die CVP ihren dritten Sitz verlieren. Die FDP zog ohne Listenverbindung in den Wahlkampf, die CVP ging eine Verbindung mit der BDP ein. Dem Aargau stehen insgesamt 15 Sitze im Nationalrat zu.

  • 12.04 Uhr  

    Zürich: Christoph Blocher hat zurzeit 7072 Stimmen und liegt damit zuvorderst. Felix Gutzwiller hat 6880, Verena Diener 6417.

  • 12.00 Uhr  

    Die Wahlurnen sind geschlossen. Die ersten Hochrechnungen folgen in Kürze.

  • Ab 13 Uhr – prominenter Gast tickert mit  

    Polit-Experte Anton Schaller, ehemaliger LdU-Nationalrat, kommentiert für uns im News-Ticker laufend die Wahlen.

  • Der Wahlsonntag - Vorschau  

    Die Schweiz wählt ein neues Parlament

    Heute bestimmen die Schweizerinnen und Schweizer, wer sie in den nächsten vier Jahren in Bern vertritt. Noch bis am Mittag können die rund 5 Millionen Wahlberechtigten an die Urne gehen.

    Erste Resultate aus kleineren Kantonen werden am frühen Nachmittag erwartet, die nationale Hochrechnung ist für 19 Uhr angekündigt. Die definitiven Ergebnisse aus sämtlichen Kantonen dürften erst am späten Abend oder in der Nacht auf Montag bekannt sein. Neu bestellt werden sowohl der National- als auch der Ständerat.

    Das Wahlsystem

    Die 200 Nationalratssitze werden nach der Bevölkerungszahl auf die Kantone verteilt. Der bevölkerungsstärkste Kanton, Zürich, hat Anspruch auf 34 Sitze, die sechs kleinsten Kantone haben nur einen Sitz zugute. Die kleinsten Kantone wählen nach dem Mehrheits- oder Majorzverfahren: Gewählt ist, wer die meisten Stimmen erhalten hat.

    In den anderen Kantonen wird nach dem Verhältnis- oder Proporzwahlrecht gewählt. Die Sitze werden nach dem Stimmenanteil verteilt, den eine Kandidatenliste erzielt. Gewählt sind schliesslich jene Kandidierenden, die sich auf den verfügbaren Plätzen ihrer Listen klassieren können.

    Grosser Ansturm aufs Bundeshaus

    Noch nie buhlten so viele Kandidatinnen und Kandidaten um die Gunst der Wählerschaft: Insgesamt kandidieren 3472 Personen für einen Nationalratssitz – gut 10 Prozent mehr als vor vier Jahren. Rund ein Drittel der Kandidierenden sind Frauen.

    Für die 46 Sitze im Ständerat kandidieren mindestens 151 Personen. In manchen Kantonen gibt es keine Anmeldefrist; bis zum Wahltag wurden die Kandidaturen von 30 Frauen und 121 Männern bekannt. In den Kantonen Jura und Neuenburg werden die Ständeratswahlen nach Proporz durchgeführt, alle anderen Kantone wenden das Majorzsystem an.

    Zweite Wahlgänge

    Meist gilt bei den Ständeratswahlen im ersten Wahlgang das absolute Mehr. Können im ersten Wahlgang nicht alle Sitze besetzt werden, ist ein zweiter Wahlgang nötig.

    Zwei Ständeratsmitglieder sind bereits erkoren: In Appenzell Innerrhoden wählt die Landsgemeinde die Standesvertretung jeweils im Frühjahr vor den Nationalratswahlen. Der Bisherige Ivo Bischofberger (CVP) wurde bestätigt. In Nidwalden wurde der Bisherige Paul Niederberger (CVP) mangels Gegenkandidaten in stiller Wahl bestätigt. (SDA)

  • Die Stimmung  

    «Man redet lieber über Frauen als Politik»

    Auf die Wahlresultate von heute Sonntag warten zwar alle gespannt – doch darüber reden will niemand. DerBund.ch/Newsnet hat sich unters Wahlvolk gemischt. Lesen Sie mehr hier.

Erstellt: 24.10.2011, 12:49 Uhr

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185 Kommentare

Evelyn Von Arx

23.10.2011, 15:40 Uhr
Melden 182 Empfehlung

Judihuiiiii - der rückwärts und in die Vergangenheit orientierten Politik der SVP wurde ein Dämpfer verpasst. Die Schweizer sind doch nicht die Kleingeister, wie uns zahlreiche SVP-Strategen in der Vergangenheit weiss machen wollten :-) Antworten


Ralf Marer

23.10.2011, 15:38 Uhr
Melden 175 Empfehlung

Ein schönes Zeichen einer aufgeklärten, zukunftorientierten Schweiz, die die rassistischen Parolen der SVP nicht mehr toleriert und sich dagegen ausspricht, dass die CHer gegeneinander ausgespielt werden durch ein paar wenige SVP Obrige, die mit solche Parolen ihre Taschen zu füllen versuchen. Mein RESPEKT für diese Wahl. Respekt für die aufgeklärten CHer, die die MEHRHEIT stellen!!! Antworten




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