Lara Gut und das Missverständnis mit dem Geld
Von Sebastian Rieder. Aktualisiert am 02.02.2012 14 Kommentare
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Lara Gut ist am vergangenen Wochenende in
St. Moritz sportlich auf dem Tiefpunkt angelangt; für die 20-jährige Tessinerin ist der 19. Platz in der Abfahrt aber kein Grund, in Panik zu verfallen. «Ich bitte Sie, mich nicht fertigzumachen. Ich werde irgendwann wieder schnell sein», kommentiert die Tessinerin ihre Krise, die vor allem in den technischen Disziplinen ihren Ursprung hat: drei Ausfälle in den Riesenslaloms und gar nur eine Zielankunft im Slalom, und das mit über fünf Sekunden Rückstand.
Laras Absturz wirft Fragen auf. Frauen-Cheftrainer Mauro Pini fand dazu in «Le Matin» eine Antwort: «Lara führt ihr Team, aber eigentlich müsste ihr das jemand abnehmen. Das ist der Kern des Problems.» Diese Aussage veranlasste den «Blick», das Zitat als «Attacke gegen die Familie Gut» zu inszenieren, um für den sportlichen Misserfolg folgendes Resümee zu ziehen: Auf Lara lastet zu viel Verantwortung. «Die Aussage von Mauro Pini wurde falsch interpretiert», stellt Roberto Mazza, Medienchef vom Team Lara Gut, klar. «Vater Pauli und Pini haben sich längst ausgesprochen, es gibt keine Differenzen.»
«Es ist weit weniger als die Hälfte»
Differenzen sieht das Team Gut allerdings in der Veröffentlichung ihrer Auslagen und der wirtschaftlichen Realität. Gemäss «Blick» belaufen sich die Ausgaben auf eine halbe Million Franken, die Lara finanziert. Mazza stellt klar: «Es ist weit weniger als die Hälfte.» Einen grossen Teil der Kosten übernehmen die Sponsoren, von den Preisgeldern ist sie nicht direkt abhängig. Ihr Konditionstrainer hat eine eigene Firma im Fitnessbereich und wird nur auf Spesenbasis entschädigt, so auch der Co-Trainer, der eine eigene Skischule hat und über private Sponsoren verfügt. Der Servicemann wird über Rossignol finanziert.
Das Problem liegt im Moment nur bei ihrem Ausrüster. «Der Materialwechsel wurde unterschätzt. Zu Saisonbeginn haben wir noch gesagt, es wäre für Lara gut, wenn sie es unter die Top Ten schafft. Da haben alle gelacht. Jetzt sehen wir, dass es eben doch Zeit braucht. Es gibt Probleme, aber wir werden Lösungen finden», sagt Mazza, der die Medienarbeit der Skifahrerin koordiniert und sie auch in der Krise entlastet. So hat sich Lara Gut vor den Rennen in Garmisch völlig zurückgezogen und lässt ausrichten: «Ich brauche jetzt Ruhe.»
(DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 02.02.2012, 15:54 Uhr
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14 Kommentare
Was für ein Theater! Sie ist keineswegs auf den Mund gefallen, braucht aber einen Mediensprecher. Dies neben ihrer Agentur, der "Blick"-Tochter Infront Management. Was ja wohl erklärt, dass sie täglich im "Blick" erscheint. Und die anderen Medien ziehen brav nach. Antworten


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