Langläuferin Seraina Mischol an Multipler Sklerose erkrankt
Artikel zum Thema
- Merck zieht EU-Zulassungsantrag für MS-Tablette Cladribin zurück
- Zürcher Forscher finden Schlüsselfaktor für MS
- MS: Falsche Zellen verdächtigt
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
Nachdem die 29-jährige Bündnerin am 16. September wegen einer Sehnerv-Entzündung notfallmässig einen Augenarzt konsultiert hatte, wurde noch am gleichen Tag im Inselspital Bern das klinisch isolierte Syndrom CSI diagnostiziert, eine Vorstufe von MS.
MS ist eine Erkrankung des zentralen Nervensystems, die sich schubweise entwickelt und im schlimmsten Fall zu Lähmungen führt. Neben der Sehnerv-Entzündung hat Mischol keine Beschwerden. Beim ersten MS-Schub, wie sie ihn durchlebt, verwenden Mediziner noch den Terminus "klinisch isoliertes Syndrom".
Ihre Karriere will Mischol fortsetzen. Mischol war im Winter 2007/2008 als 15. im Gesamtweltcup in die erweiterte Langlauf-Weltspitze vorgestossen. Sie konnte ihre Leistungen in der Folge aber nie bestätigen und wurde von Swiss-Ski im Frühling 2010 ausgemustert. Jetzt erscheint die Entwicklung in einem ganz anderen Licht. Seit dem vergangenen Winter nimmt Mischol für das private Engadin Skimarathon Team vornehmlich und erfolgreich an Rennen des FIS Marathon Cup teil. Die Sportlerin gibt nicht auf und blickt nach vorne. Neun Tagen nach der Diagnose lief sie in Berlin einen Marathon in 3 Stunden 6 Minuten. (kle/si)
Erstellt: 06.11.2011, 11:12 Uhr

Sportbilder