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Sebastian Rieder
Sport- und Videoreporter


«Die alte Bindung gibt mir neuen Schub»

Aktualisiert am 11.01.2013

Carlo Janka schöpft nach einer bisher frustrierenden Saison neuen Mut für die Heimrennen in Adelboden. Das Sorgenkind von Swiss-Ski redet offen über Körper, Geist und Material.

«Es braucht einen Podestplatz, damit ich im Zielraum die Faust hebe»: Carlo Janka im Interview. (Video: Sebastian Rieder)

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Carlo Janka, ist der Wechsel aufs neue Material so wahnsinnig schwierig?
Anscheinend schon. Ich dachte es sei einfacher, aber wir hatten im Sommer Probleme, aus verschiedenen Gründen. Und das hat sich in die Länge gezogen. Wir arbeiten immer noch daran, die Zeit ist etwas knapp auf Adelboden hin.

Was erhoffen Sie sich mit dem Wechsel auf die alten Bindung?
Ja, einfach das es besser lauft. Es gibt mir Selbstvertrauen, weil ich alle Erfolge mit dieser Bindung feiern konnte. Jetzt gehe ich wieder zurück zur alten Bindung, das gibt mir sicher wieder einen Schub. Das Training hat gezeigt, dass es in die richtige Richtung geht. Es geht jeden Tag aufwärts, aber natürlich muss ich es auch in den Rennen umsetzen können.

Muss man mit dem neuen Material den Schwung früher ansetzen?
Ja, man sollte beim Tor mit dem Schwung fertig sein, aber dazu war ich bisher nicht im stand. Auch wenn ich wusste, dass ich den Schwung früher ansetzen musste, klappte es einfach nicht. Es ist ein technisches Problem, hat aber auch mit dem Material zu tun. Wenn der Ski nicht das macht, was du willst, dann verpasst du den optimalen Radius, dann bist du plötzlich im Rückstand und das zieht sich von oben bis unten durch. Die Folge sind diese Resultate, die ich bisher hatte.

Sind die Rückenbeschwerden noch ein Thema?
Ich muss sicher darauf achten, aber es ist alles im Rahmen. Der Rücken ist in Ordnung, er stört mich sicher nicht so wie letztes Jahr, aber ich muss sicher immer dran bleiben, damit alles stabiler wird und auch besser wird. Potenzial ist sicher noch da.

Welcher Rang ist nötig, damit Carlo Janka im Zielraum die Faust hebt?
Damit ich die Faust zeige, braucht es sicher einen Podestplatz, sonst geht bei mir nicht viel. Aber im Moment bin ich auch mit Platz 15 zufrieden.

Dann wären einige Fragezeichen weg?
Ja, die allergrössten Fragezeichen wären weg, aber kleine wären auch dann noch da.

Gibt es einen mentalen Trick, um mit den Enttäuschungen umzugehen?
Einen Trick nicht, aber die Erfahrungen aus den letzten paar Jahren beeinflussen mich sicher positiv. Ich konnte in der Vergangenheit viel lernen und profitiere nun davon. (DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 11.01.2013, 18:18 Uhr

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