Sport
«Den Ski zu verlieren ist immer blöd»
Resultate
Adelboden. Weltcup-Riesenslalom der Männer: 1. Ted Ligety (USA) 2:28,67. 2. Fritz Dopfer (De) 1,15 zurück. 3. Felix Neureuther (De) 1,24. 4. Manfred Mölgg (It) 1,57. 5. Ivica Kostelic (Kro) 1,73. 6. Aksel Lund Svindal (No) 1,86. 7. Philipp Schörghofer (Ö) 2,15. 8. Benjamin Raich (Ö) 2,29. 9. Marcus Sandell (Fi) 2,36. 10. Davide Simoncelli (It) 2,43. 11. Gino Caviezel (Sz) 2,54. 12. Mathieu Faivre (Fr) 2,59. 13. Matts Olsson (Sd) 2,70. 14. Alexis Pinturault (Fr) 2,87. 15. Kjetil Jansrud (No) 2,95. 16. Marcel Hirscher (Ö) 3,00. 17. Victor Muffat Jeandet (Fr) 3,06. 18. Florian Eisath (It) 3,23. 19. Leif Kristian Haugen (No) 3,39. 20. Steve Missillier (Fr) 3,62. 21. Marc Berthod (Sz) 4,06. 22. André Myhrer (Sd) 4,25. 23. Robby Kelley (USA) 4,29. 24. Cyprien Richard (Fr) 6,35.
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Die Krise bei Swiss-Ski spitzt sich weiter zu. Die heimischen Athleten haben es in Adelboden verpasst, mit einem Exploit die Altlasten aus dem alten Jahr abzulegen und wieder einmal für positive Schlagzeilen zu sorgen. Einzig Gino Caviezel sorgte mit Platz 11 dafür, dass der Stimmungsbarometer nicht ins Bodenlose fiel. «Ich habe volles Risiko genommen, hatte aber auch Glück», sagte Caviezel im Zielraum. Für den 20-jährigen Bündner ist ein Rang unter den besten 15 ein Lichtblick, er kann aber die Schweizer Krise auch nicht vergessen lassen.
Marc Berthod schaffte mit Ach und Krach die Qualifikation, war dann im zweiten Lauf darauf bedacht ins Ziel zu kommen und zeigte sich mit Rang 21 zufrieden. «Es ist ein kleiner Schritt, immerhin kann ich jetzt ein paar Weltcup-Punkte mitnehmen.» Ganz anders präsentierte sich der Rest des Schweizer Männerteams. Für Elia Zurbriggen nahm der erste Auftritt im Weltcup ein abruptes Ende: Nach wenigen Sekunden verlor einen Ski und schied aus. «So habe ich mir den Einstieg nicht vorgestellt. Den Ski zu verlieren ist immer blöd», sagte 22-jährige Zurbriggen.
Janka am Boden
Der Sohn von Pirmin Zurbriggen konnte die hohen Erwartungen nicht erfüllen, zeigte sich nach dem Rennen vom Rummel um seine Person jedoch unbeeindruckt und steckte den Ausfall schnell weg. «Es bringt nichts, sich gross aufzuregen. Ich muss trainieren und weiterkämpfen.» Wie Elia Zurbriggen erwischte es auch Carlo Janka kurz nach dem Start. Ein Fehler mit dem Innenski wurde dem 25-jährigen Obersaxer zum Verhängnis. Im Zielraum gab er nur dem Schweizer Fernsehen ein Interview und sagte kurz: «Ich bin wieder mal am Boden. Aber ich muss jetzt aufstehen und weitermachen.»
Im Gegensatz zu Carlo Janka stellte sich Didier Défago sämtlichen Medien und erklärte ausführlich, warum er im ersten Lauf fast vier Sekunden auf die Bestzeit verloren hatte. «Ich hatte vor ein paar Tagen ein wenig Pech, als ich hier im Training stürzte und meinen Rennski demolierte. Ich musste für dieses Rennen extra einen neuen Ski suchen.» Die Zeit war für Défago offensichtlich zu knapp, auch wenn er zugibt, dass er allgemein Probleme mit dem neuen Material bekunde. «Ich habe die Umstellung unterschätzt.» (DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 12.01.2013, 14:39 Uhr
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