Volley Köniz: «Gegen uns selber gespielt»
Von Claudia Blasimann. Aktualisiert am 29.10.2009
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NLA. Frauen. 5. Runde
Köniz - Voléro Zürich 1:3 (25:15, 25:27, 17:25, 18:25). - Rangliste: 1. Aesch-Pfeffingen 6/12 (18:5). 2. NUC Neuchâtel 6/10 (17:4). 3. Voléro Zürich 6/8 (13:8). 4. Köniz 4/6 (10:3). 5. Kanti Schaffhausen 6/6 (10:10). 6. Cheseaux 5/4 (7:13). 7. Toggenburg 6/4 (8:13). 8. Düdingen 6/4 (8:14). 9. VBC Biel 6/2 (8:15). 10. Bellinzona 5/0 (1:15).
Dass das ganze Spiel so einfach und positiv verlaufen würde wie der erste Satz, hatte wohl auch der grösste Könizer Optimist nicht geglaubt. Aber ebenso hätte wohl der lauteste Pessimist unter den 510 Zuschauern im Oberstufenzentrum auch nicht vorauszusagen gewagt, dass es gleich so bitter enden würde für Volley Köniz. Nach dem Gewinn des ersten Satzes vergaben die Bernerinnen einen Satzball im zweiten Spielabschnitt und verloren diesen schliesslich, ebenso wie die Sätze 3 und 4 - und damit das Spiel gegen den Erzrivalen Voléro Zürich.
Früh war es den Bernerinnen gelungen, die Gegnerinnen zu distanzieren, mit 25:15 war auch der Satzgewinn deutlich. Bei Voléro Zürich, das erst seit vergangener Woche in der gestrigen Formation spielt, passte fast gar nichts zusammen. Dann aber war das Zürcher Team eingespielt; der zweite Satz verlief ausgeglichen. Köniz vermochte den ersten Satzball nicht zu nutzen, wehrte in der Folge den ersten von Voléro ab, musste sich beim zweiten jedoch geschlagen geben. «Das war der Knackpunkt», sagte Trainer Dirk Gross nach der Partie. «Hätten wir den gewonnen, hätte es vielleicht anders ausgesehen.»
Die Realität sah anders aus: Im dritten Satz wurde der Deutsche erstmals laut. Nachdem seine Spielerinnen einen Rückstand aufgeholt hatten, liessen sie sich sogleich wieder distanzieren. Doch die Worte blieben ohne Wirkung - zumindest nicht auf der Anzeigetafel. Mit 25:17 ging der Satz an Voléro, das nun nach Sätzen die Führung übernahm.
Im vierten Spielabschnitt riss der Faden endgültig. Zwar lag Köniz bis zum 11:8 vorne. Dann aber punktete Voléro beim Anspiel von Brankica Mihajlovic, dem serbischen Neuzugang, gleich achtmal in Folge. Köniz hatte sich einen Rückstand eingehandelt, der gegen einen Gegner vom Format Voléros nicht mehr aufzuholen war. «Wir haben gegen uns selber gespielt», war das nüchterne Fazit von Anika Schulz. «Und sind so an unserer eigenen Dummheit gescheitert.» (Der Bund)
Erstellt: 29.10.2009, 08:57 Uhr

