Sport
Ist Klitschko-Hasser Haye ein Betrüger?
Von Thomas Niggl. Aktualisiert am 18.11.2010
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Die englische Zeitung «Sun» hat den technischen K.-o.-Sieg am vergangenen Samstag noch einmal genauer unter die Lupe genommen. Die Sekunden vor der Niederlage in der dritten Runde seien interessant. Vor dem entscheidenden Schlag hat Haye seinem Landsmann offenbar etwas ins Ohr geflüstert. Lippenleser haben die Äusserung jetzt als «now» oder «get down» entziffert. Danach knockte Haye Harrisson aus und schickte in auf den Ringboden. Er rappelte sich noch einmal auf, wurde dann aber vom Ringrichter stehend K. o. ausgezählt.
War das «now» oder «get down» die Aufforderung für seinen Gegner, wie verabredet zu Boden zu gehen? Was auffiel: In den ersten zwei Runden war Haye sehr passiv, drehte erst in der dritten auf. Just bis zu einem abgesprochen K. o.?
Box-Promoter Frank Malone, der früher mit Weltmeister Lennox Lewis zusammengearbeitet hat, glaubt hingegen nicht an die Theorie von «Sun». Er hält Hayes Äusserungen für harmlos. Er habe seinen Gegner vor dem Niederschlag nur verhöhnen wollen, sagt er.
«Zuerst kümmere ich mit um Vitali, dann um Wladimir»
Wie auch immer. Im kommenden Jahr will sich Haye die Klitschko-Brothers vorknöpfen. «Im Frühjahr kümmere ich mich um Vitali, im Sommer um Wladimir», tönt das Grossmaul. Wladimir Klitschko sah Hayes Kampf im TV. «Das waren die drei spannendsten drei Runden, die ich im Boxen je gesehen habe, ich habe gezittert», meinte der Ukrainer zynisch. Allfällige Kämpfe Klitschko gegen Haye werden vom Hass begleitet sein. Ds Engländers Lieblingsbekleidung ist ein T-Shirt auf dem er die Klitschkos mit abgetrennten Köpfen zur Show stellt. (DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 18.11.2010, 16:03 Uhr



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