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«Es gibt Regeln, die eingehalten werden müssen»

Interview: Toni Nötzli (Sportinformation). Aktualisiert am 30.09.2010 22 Kommentare

Fabian Cancellara gab nach seinem Titelgewinn gewohnt vielsprachig und erschöpfend allen Medien Auskunft – auch zum Dopingfall Alberto Contador.

1/29 2010: Fabian Cancellara schreibt Geschichte und wird als erster Fahrer zum vierten Mal Weltmeister im Zeitfahren. Er verwies David Millar (links) und Tony Martin auf die nächsten Plätze.
Bild: Reuters

   

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Rad-WM in Australien

Elite (45,6 km):
1. Fabian Cancellara (Sz) 58:09,1 (47,048 km/h)
2. David Millar (Gb) 1:02,7
3. Tony Martin (De) 1:12,4
4. Richie Porte (Au) 1:19,0
5. Michael Rogers (Au) 2:24,9
6. Koos Moerenhout (Ho) 2:40,6
7. Luis Leon Sanchez (Sp) 2:44,2
8. David Zabriskie (USA) 2:51,4
9. Maciej Bodnar (Pol) 3:00,7
10. Gustav Erik Larsson (Sd) 3:01,0
Die besten Zwischenzeiten.
6,6 km:

1. Millar 9:29,1
2. Cancellara 6,6
3. Martin 8,7
4. Porte 11,4
14,7 km:
1. Cancellara 19:02,5
2. Millar 0,8
3. Martin 10,5
4. Porte 15,1
22,8 km:
1. Cancellara 28:50,6
2. Millar 11,0
3. Porte 28,8
4. Martin 34,4
29,4 km:
1. Cancellara 38:45,4
2. Millar 24,2
3. Porte 48,5
4. Martin 53,6
37,5 km:
1. Cancellara 48:16,4
2. Millar 44,4
3. Porte 1:11,5
4. Martin 1:12,9

Stichworte

Auch in seinem Freudengefühl blieb Cancellara fair. Vor Jahresfrist hatte sich sein Teammanager Bjarne Riis intensiv um den Berner gekümmert. Nach Cancellaras Weggang vom Team Saxo Bank blieb der Däne in Australien bisher unsichtbar. «Ich habe von Riis viel gelernt und seine Erfahrung zählt wirklich. Jetzt ist die Situation anders. Ich wurde von den Leuten von Swiss Cycling betreut und es funktionierte ebenfalls bestens», sagte Cancellara.

Fabian Cancellara, wie schwierig war dieser Titelgewinn?
Vor dieser Weltmeisterschaft wusste ich nicht richtig, wo ich stand. Deshalb habe ich die Vuelta bestritten, um auf 100 Prozent Leistungsfähigkeit zu kommen. Auf dieser schweren Strecke war es eine Voraussetzung, die volle Leistung abrufen zu können. In den vergangenen Jahren habe ich es oft erlebt, dass mir die Leute einen Parcours in den verschiedensten Varianten schilderten. Letztlich muss man aber eine Strecke selber gesehen haben, um sie wirklich einschätzen zu können. Abgesehen davon ist es nie einfach, ein Rennen zu gewinnen. Es gibt immer Gegner, die ebenso hungrig an den Start kommen.

Wie sicher waren Sie sich vor diesem Rennen?
In den Tagen und Stunden vor dem Rennen war ich sehr nervös. Ich hatte hohe Erwartungen und wollte meinen eigenen Ambitionen gerecht werden. Nach meinen Erfolgen im Frühling und im Sommer war es schwierig, wieder das richtige Gefühl zu finden. Möglicherweise war ich bei diesem Zeitfahren noch nicht wieder zu 100 Prozent in Form. Aber lieber mit etwas weniger Form ohne Fehler durchkommen, als sich im Leistungszenit zu wähnen und einen blöden Fehler begehen.

Wie kommentieren Sie die neuesten Enthüllungen um Alberto Contador? Ich muss mich in erster Linie auf mich und meine Aufgabe konzentrieren. Ich bin an der Weltmeisterschaft, freue mich über meinen Erfolg und bereite das Strassenrennen vor. Doch es gibt Regeln, die eingehalten werden müssen, und selbstverständlich halte ich mich an die Bestimmungen. Beim Rest handelt es sich nur um Polemik und Gerüchte. Wir müssen abwarten, was sich im Fall Contador wirklich herausstellt. Ich denke, der Radsport geht in die richtige Richtung. Mit Ausnahme der Funkverbindung, die an dieser WM nicht erlaubt ist, was ich als Rückschritt betrachte.

Welche Vorhersage machen Sie für die Strassen-WM?
Ich will vorne sein. Ich schaue von Tag zu Tag und denke, dass ich am Sonntag nichts zu verlieren habe. Die Strecke ist jedenfalls weit schwerer, als wir alle uns dies vorgestellt haben.

Welche neuen oder anderen Herausforderungen gibt es für Sie?
Sicher werde ich nicht bis in meine alten Tage die Zeitfahr-WM bestreiten. Dieses Feuer erlischt. An die genaue Planung werde ich nach meinen Ferien gehen. Aber es ist klar, dass ich nach einer neuen Herausforderung suchen muss. (DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 30.09.2010, 13:26 Uhr

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22 Kommentare

Pierre A. Sobol

30.09.2010, 10:36 Uhr
Melden

G E N I A L ! Gratulation! Antworten


Jon Morcone

30.09.2010, 10:44 Uhr
Melden

Nimmt mich wunder wie lange es dauert bis er mit Doping erwischt wird. Antworten



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