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«Die Deutschen sind meine liebsten Gegner»

Von Christian Brüngger. Aktualisiert am 28.12.2012

Die deutschen Springer sind vor der Vierschanzentournee in Form. Das freut sogar die Rivalen aus Österreich – und fördert den Ticketverkauf.

1/5 Freut sich über Konkurrenz: Österreichs Chefcoach Alexander Pointner. (4. Januar 2012)
Bild: Keystone

   

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Alexander Pointner fehlt es nicht an Selbstvertrauen. Das hat sich der Chefcoach der österreichischen Skispringer wahrlich verdient. In den sieben Weltcup-Einzelspringen dieser Saison holte fünfmal einer seiner Mannen den Sieg. Auch die letzten vier Gewinner der Vierschanzentournee, die am Sonntag im deutschen Oberstdorf beginnt, stammen aus seinem Team. Mit den Gegnern hat sich der 41-Jährige in den letzten Jahren darum meist nur am Rande beschäftigen müssen, dann aber wie an den letzten Olympischen Spielen mit einem Doppelsieg von Simon Ammann auf schmerzliche Art. Pointner zeigte sich damals als eher schlechter Verlierer. Vor der 61. Austragung der Prestigeserie gibt er sich nun generös. Er freut sich gar am Erfolg der Konkurrenten. Mit dem Deutschen Severin Freund triumphierte nämlich ein Ländernachbar an den anderen beiden bisherigen Weltcups.

16 der 21 Podestplätze räumten seit Saisonbeginn die beiden Gastgebernationen der Vierschanzentournee ab. Und weil Freund im deutschen Team inzwischen nur noch der Beste einer starken Mannschaft ist, stehen die Chancen auf ein österreichisch-deutsches Duell exzellent. Es mussten dafür einige Jahre vergehen. Letztmals dominierte vor elf Jahren mit Sven Hannawald ein Deutscher die Tournee. Das Aufleben der alten, lange eingeschlafenen Rivalität ist nach dem Gusto von Pointner. Er sagt: «Endlich sind die Deutschen wieder da. Es hat lang genug gedauert, bis die sich gefangen haben. Ich freue mich. Die Deutschen sind meine liebsten Gegner.»

Auch Toni Innauer, der frühere Nordisch-Chef im österreichischen Skiverband, begrüsst die deutsche Hausse. «International gesehen, ist nun eine schwierige Phase überwunden, nämlich die absolute Dominanz der ÖSV-Adler, die monotonisierend war.» Der weise Mann des Skispringens, der oft für aussergewöhnliche Aussagen gut ist, scheint ob der rot-weiss-roten Erfolgswelle der letzten fünf Jahre die eine oder andere schmerzliche Niederlage schlicht vergessen zu haben. Der Doppelolympiasieg von Ammann wurde schon erwähnt, aber auch in der Weltcup-Gesamtwertung ist die österreichische Bilanz nur eine starke: Der aktuelle Overall-Gewinner heisst Anders Bardal und kommt aus Norwegen; 2010 krönte sich Ammann zum kontinuierlich Besten. Dass die Österreicher im Länderduell mit Deutschland wohl abermals die Skispitzen vorne haben dürften, liegt an der Erfahrung ihrer Routiniers. Tourneehauptfavorit Gregor Schlierenzauer sicherte sich bereits mit 22 Jahren den Prestigetitel und vermochte schon an allen vier Stationen zu gewinnen. Mit Andreas Kofler, Wolfgang Loitzl und Thomas Morgenstern können auch drei seiner Teamkollegen einen Gesamtsieg vorweisen. Diese geballte Kraft geht den Deutschen ab. Zwei ihrer Talentiertesten – Andreas Wellinger (17) und Karl Geiger (19) – sind etwa Tourneedebütanten.

Den Erfolg exportiert

Ganz können die Österreicher das Sticheln bei aller Freude an den deutschen Leistungen nicht lassen. So weist Pointner gerne darauf hin, dass erst der Österreicher Werner Schuster die DSV-Athleten als Cheftrainer wieder zum Fliegen brachte. Auch Innauer weist auf die Verdienste seiner Landsleute im Ausland hin, ohne chauvinistisch sein zu wollen. Schliesslich findet er: «Das ist vielleicht für einen Fan, der weniger Doppel- und Dreifachsiege feiern kann, ein Problem. Für einen Experten aber nicht. Sondern Zeichen eines gesunden Wettbewerbs.» Die deutschen Skisprunganhänger animiert die Ausgangslage auf jeden Fall: Der Ticketverkauf startete gemäss Tourneegeschäftsführer Stefan Huber so erfolgreich wie nie mehr seit zehn Jahren. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 28.12.2012, 09:27 Uhr

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19.05EndeNadal - Federer6:1 6:3
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EndeSchweiz - Schweden1:5
Stand: 19.05.2013 23:29
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NHL Playoffs
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Stand: 20.05.2013 04:16
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01:30Detroit Red Wings - Chicago Blackhawks

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