Sport

Sturzorgie in der Bobbahn: Crash statt Medaille

Aktualisiert am 25.02.2010

Das deutsche Frauen-Bobteam war auf sicherem Medaillenkurs, als das Duo ebenfalls Opfer des gefährlichen Eiskanals wurde und spektakulär stürzte.

1/20 Cathleen Martini und Romy Logsch stürzten auf dem Weg zur Bronzemedaille. (Quelle: ZDF)

   

Die umstrittene Eisrinne in Whistler wurde nach der Sturzorgie und vor allem, nachdem drei von fünf Viererbob-Piloten gekippt waren, entschärft. In den heiklen Passagen – im Besonderen die «Fifty-Fitfty»-Kurve 13 – wurde Eis abgetragen. Doch die Zahl der Unfälle im Eiskanal bleibt ungewöhnlich hoch. Und es sind weiterhin nicht (nur) Bob-Exoten, die ihr Gefährt nicht heil ins Ziel bringen.

Die Deutsche Pilotin Cathleen Martini kippte nach einem Fahrfehler in Kurve 11 in der folgenden Kurve. Anschieberin Romy Logsch wurde aus dem Schlitten geschleudert und glitt im horrenden Tempo im Eiskanal hinunter. «Wir reden hier von über 140 km/h und hartem Eis. Da verbrennt einiges», erklärte Logsch, die sich überdies auch noch den Knöchel verstauchte.

Es war nicht der einzige Sturz in der Konkurrenz der Frauen am zweiten Tag. Auch die Britin Nicola Minichiello und die Russin Olga Fedorowa kamen nicht ins Ziel. Und auch der zweite Trainingstag im Viererbob blieb nicht ohne Zwischenfall: Der Lette Janis Minins verzeichnete seinen bereits zweiten Trainingssturz. Der Europameister von 2008 und Bahnrekordhalter in Whistler hatte sich kurz vor Olympia noch einer Blinddarm-Operation unterziehen müssen. (son)

Erstellt: 25.02.2010, 13:27 Uhr